06.03.2020-16.03.2020 Karibik pur (Tag 342-352)​

Unsere Zeit auf Curaçao ist leider vorbei und heute geht es für uns zum Flughafen. Curaçao gehört ja zu den sogenannten ABC-Inseln und wir möchten uns gerne noch eine weitere der drei Inseln anschauen. Mit einem gerade mal etwa dreißig minütigem Flug geht es von Curaçao nach Aruba. Die Insel ist vor allem für ihre karibischen langen und mit Palmen gesäumten weißen Sandstrände bekannt. Nachdem wir am Ankunftstag alles nötige für die nächsten Tage eingekauft und etwas durch Oranjestad gelaufen sind, verbringen wir die ersten Tage am Strand. Gerade am kilometerlangem Eagle Beach, welcher nicht weit von unserer Unterkunft entfernt ist, gefällt es uns richtig gut und wir genießen jeden Morgen am Strand mit Blick auf das türkise Meer spazieren zu gehen.

Eagle Beach Aruba Karibik
Eagle Beach Aruba Karibik
Aruba - ONE HAPPY ISLAND, Karibik (mit Knut)
Strand Aruba Karibik

Leider ist es aber wie auf Curaçao jeden Tag ziemlich windig und wir bekommen immer wieder die ein oder anderen Sanddusche ab. Bei der tollen Aussicht und dem schönen weißen Sand, kommen wir aber gut damit klar. An einem Tag ist es zum Glück nicht so extrem windig und wir finden eine ruhige Stelle um Garry starten zu lassen und ein paar tolle Bilder zu machen.

Unsere Airbnb Wohnung liegt nicht so weit von der Innenstadt entfernt und so laufen wir immer mal an der Promenade, den großen Resorts und den bunten Häusern entlang. Es gibt auch eine niedliche Einkaufsstraße, die mit ihren bunten Häuser zum flanieren einlädt.

Oranjestad Aruba Karibik
Oranjestad Aruba Karibik
Oranjestad Aruba Karibik
Oranjestad Aruba Karibik

Nahezu jeden Tag steht ein neues Kreuzfahrtschiff am Anleger, wodurch natürlich einige Tagestouristen in der Stadt unterwegs sind. Da diese aber nur kurz auf Aruba sind, merken wir an den Stränden davon zum Glück nichts. Natürlich möchten wir nicht nur am Strand liegen, sondern auch etwas von der Insel sehen. Wir vergleichen die verschiedenen Firmen und entscheiden uns auf Grund der ziemlich hohen Tagesmieten für einen Roller. Leider ist dieser nicht im besten Zustand und beim besten Willen den Tagespreis eigentlich gar nicht wert. Da wir keine wirkliche Alternative finden, schwingen wir uns auf den Roller und düsen los. Die weiteren Strände außerhalb der Hauptstadt Oranjestad sind zwar auch sehr schön, hauen uns aber nicht so um wie der Eagle Beach. Im östlichen Teil der Insel gibt es eine Station die sich um verletze Esel kümmert und diese wieder aufpeppelt. Von den Eseln die es auf der Insel gibt, lebt mittlerweile ein ziemlich großer Teil in der Station. Während unseres Aufenthalts füttern, bürsten und kraulen wir die Tiere. Wir sind ziemlich schnell beliebt und die Tiere genießen die Streicheleinheiten. Am liebsten wären wir den restlichen Tag dort geblieben, damit möglichst jeder einzelne Esel gebürstet und gestriegelt werden kann, aber ein bisschen was von der Insel möchten wir ja auch noch sehen.

Donkey Sanctuary / Eselstation Aruba Karibik
Donkey Sanctuary / Eselstation Aruba Karibik
Donkey Sanctuary / Eselstation Aruba Karibik
Küste Aruba Karibik

An der Nordseite von Aruba befindet sich ein Nationalpark. Da der Großteil der Insel aber aus trockenere Landschaft und Kakteen besteht und es nicht den Eindruck macht, dass es im Park anders aussieht, besuchen wir diesen aber nicht. Stattdessen machen wir noch einen Abstecher zur Nature Bridge und zum größten Leuchtturm der Insel.

Naturbrücke Nordküste Aruba Karibik
raue Nordküste Aruba Karibik
Leuchtturm Westküste Aruba Karibik
Echse Aruba Karibik

Anschließend geht es zum Palm Beach, an dem die großen und teuren Ressorts der Insel stehen. Der Strand ist hier aber längst nicht so groß und breit wie der Eagel Beach und wir finden, dass der er mit Schirmen und liegen ziemlich zugestellt ist und dadurch das karibische Flair und die Gemütlichkeit etwas verloren gehen.

Palm Beach Aruba Karibik
Palm Beach Aruba Karibik

Für uns ist der Eagel Beach definitiv der schönste Ort der Insel. Nachdem das Tauchen auf Curacao so viel Spaß gemacht hat und wir an mehreren super schönen Tauchplätzen waren, möchten wir natürlich auch auf Aruba die Unterwasserwelt erkunden. Leider sind wir vom ersten Tauchgang ziemlich enttäuscht, da die Sicht auf Grund von aufgewirbelten Sand und Korallenresten ziemlich schlecht ist und auch das Riff und die Anzahl an bunten Fischen längst nicht an Curaçao heran kommt. Beim zweiten Tauchgang geht es zu zwei Flugzeugwracks, die extra versenkt worden sind, damit sich ein neues Riff bilden kann. Das erkunden der Wracks ist wirklich spannend und einfach mal was völlig Anderes.

Flugzeugwrack Tauchen Aruba Karibik
Tauchen Aruba Karibik

Auch wenn es uns bei den Flugzeugwracks ganz gut gefallen hat beschließen wir, dass dies die einzigen Tauchgänge auf Aruba bleiben werden und wir die restlichen Tage am Strand verbringen möchten. Zum Abschluss unseres Aufenthaltes darf ein Foto von den Aruba Buchstaben natürlich auch nicht fehlen.

Aruba Sign Aruba Karibik
Mangel Halto Beach Aruba Karibik
Aruba Sign Aruba Karibik
Sonnenuntergang Aruba Karibik

Die Zeit auf der Insel vergeht schon wieder wie im Flug. Nachdem wir in den letzten gut elfeinhalb Monaten in vielen spannenden Ländern und an tolle Orten waren, möchten wir die letzten 10 Tage unserer Weltreise in der Dominikanischen Republik am Strand entspannen und einfach die schönen Monate noch mal reveau passieren lassen und verarbeiten. Wir nutzen auch die letzten beiden Tage auf Aruba am Eagle Beach zum entspannen und laufen sogar am Abflugtag am Morgen noch einmal ein Stück am Strand spazieren, bevor wir gegen Mittag zum Flughafen gebracht werden. Am Schalter der Airline ist zum Glück mal wieder nicht viel los. Der Mitarbeiter bereitet bereits schon unsere Bordkarten und die Kofferbänder vor, sagt dann aber auf einmal, dass sie mit jemanden in der Dom Rep prüfen müssen ob wir einreisen dürfen. Der Coronavirus hat sich zwar immer mehr ausgebreitet, aber wir haben bisher von keinen wirklichen Einschränkungen in der Karibik gehört und verstehen das Problem nicht so ganz. Natürlich haben wir uns in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema beschäftigt und waren immer sehr froh, dass unsere Reisepläne durch das Virus nicht beeinträchtigt worden sind. Wir besitzen einen deutschen Pass, waren aber die letzten knapp zwölf Monate nicht in Europa und auch in den letzten Wochen und Monaten in keinem Risikogebiet.

Nach etwa zwanzig Minuten heißt es, dass man uns die Einreise in die Dom Rep verweigert und die Airline uns somit auch den Transport. Wir sind schockiert und können die Welt nicht verstehen. Schließlich haben wir uns ja in der Dom Rep auch eine Unterkunft und von Punta Cana einen Rückflug gebucht, die beide komplett bezahlt sind. Eine Unterkunft in Aruba haben wir nun natürlich auch nicht mehr und wir bekommen auch noch mitgeteilt, dass am nächsten Tag alle Flüge von und nach Europa auf der Insel Aruba gestrichen werden. Wir wissen in diesem Augenblick überhaupt nicht was wir machen sollen und sind einfach total fassungslos. Im Laufe des Nachmittags versuchen wir im Internet weitere Informationen zu bekommen und erfahren bei einigen Gesprächen von anderen Reisenden im Terminal, dass sie das selbe Schicksal ereilt hat. Die Situation mit dem Virus scheint nun also auch in der Karibik angekommen zu sein und in einem Großteil der Welt völlig aus dem Ruder zu laufen.

Müssen wir nun wirklich unsere Weltreise hier abbrechen und nach Hause fliegen? Bis zum Abend versuchen wir von den beiden einzigen Airlines die direkt nach Europa, bzw. beide nach Amsterdam fliegen Informationen zu bekommen ob es noch freie Sitzplätze gibt. Da aber vermeintlich alles ausgebucht ist, werden wir schnell auf die nächsten Tage vertröstet. Da sich auch in den anderen Ländern in Südamerika die Situation immer mehr zuspitzt und wir mit unserem deutschen Pass, obwohl wir nirgends in einem Risikobereich waren, nun höchstwahrscheinlich nirgends mehr einreisen können, bleibt uns wohl nur der Flug zurück nach Europa. Wir buchen uns eine Unterkunft für die nächste Nacht und hoffen, dass wir am nächsten Tag einen Flug nach Hause bekommen. Bevor wir zum Bus laufen will Adriano nur noch einmal im Terminal schauen, welche internationalen Flüge für den nächsten Tag bestätigt sind.

Im Terminal kommt ein Mitarbeiter der niederländischen Airline KLM auf ihn zugelaufen und fragt ob wir immer noch an Tickets interessiert sind, da kurzfristig Plätze zur Verfügung stehen. Auch wenn wir es einfach nicht wahr haben wollen, dass unsere Weltreise nun hier und auf diese Art und Weise zu Ende gehen soll, nehmen wir das Angebot an. Da wir einfach nicht wissen wie sich die Lage in den nächsten Tagen ändert und ob wir nachher nicht sogar Wochen oder Monate auf Aruba auf eigene Kosten bleiben müssen, bleibt uns keine andere Wahl. Wir sind völlig überrumpelt, kommen mit der Situation eigentlich überhaupt nicht klar und schauen uns als wir auf unseren Plätzen im Flugzeug sitzen immer wieder fassungslos an. Mit einem Zwischenstopp auf der kleinen Nachbarinsel Bonaire geht es über Nacht nach Amsterdam. Wir sind einfach tot traurig und entäuscht, da es so zu Ende geht und wir auch nicht zur Erholung und zum Verarbeiten in die Dom Rep können. Überraschenderweise klappt die Einreise in Amsterdam problemlos und ohne jegliche Kontrollen. Da in den meisten europäischen Ländern das normale Leben nur noch auf ein Minimum herunter stattfindet, die Hotels in Amsterdam trotzdem teuer sind, wir aber auf keinen Fall schon so früh nach Hamburg möchten, fahren wir erst mal nach Herdecke und hoffen in den kommenden Tagen alles irgendwie realisieren und verarbeiten zu können. Auch wenn es bestimmt ein paar Tage dauern wird, konnten wir in dem knappen Jahr so viele unfassbare, traumhafte und einzigartige Länder, Orte und Tiere besuchen und sehen und werden die schönen Momente nie vergessen.

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