03.02.2020 Es geht in Kolumbiens Wirtschaftsmetropole (Tag 310)​​

Heute Morgen geht es mit dem Bus von Cali nach Bogota. Nach dem Frühstück versuchen wir uns ein Taxi zu bestellen, haben bei den ersten beiden Apps aber nicht wirklich Glück. Bei der dritten klappt es dann, durch den Stau auf dem Weg zum Busterminal sind wir mittlerweile aber etwas spät dran. Gefühlt auf den letzten Drücker erreichen wir das Terminal und hetzen durch das Gebäude zum Abfahrtsbereich. Zum Glück steht der Bus noch da. Puh das war knapp! Das ist das erste mal in zehn Monaten, dass wir für einen Bus oder Flug nicht frühzeitig da sind. Wir verlassen Cali und erreichen nach einigen Stunden Fahrt die Kaffeezone die in der Mitte von Cali, Bogota und Medellin liegt. Dummerweise ist an der Frontscheibe zur Hälfte eine schwarze Folie angebracht, sodass wir obwohl wir in der ersten Reihe sitzen die ganze Fahrt nicht viel sehen. Es geht bis auf über 3300 Meter auf sehr kurvigen und hin und wieder schmalen Straßen die Berge hinauf.

Nach einer Mittagspause in Ibague geht es weiter Richtung Bogota. Auf einmal gibt es ein Problem mit dem rechten Hinterreifen und wir sind kurze Zeit später zu einem Stopp an einer Werkstatt gezwungen. Nach einem Reifenwechsel und mittlerweile einer guten Stunde Zeitverlust können wir weiter fahren. Wir erreichen Bogota mit dem Sonnenuntergang und kommen in einem dicken Stau. Erstaunlicherweise wollen Unmengen an Autos und Bussen in die Stadt rein. Trotz des Reifenproblems kommen wir am Busterminal zu geplanten Zeit an. Mit dem Taxi geht es zur Unterkunft. Wir haben ein mega cooles Hostel und fühlen uns sofort wohl. Den restlichen Abend relaxen wir im überdachten Garten.

04.02.2020 Kolumbiens Hauptstadt hautnah (Tag 311)​​​

An unserem einzigen vollen Tag in Bogota möchten wir natürlich die Hauptstadt Kolumbiens erkunden. Nach dem wirklich leckeren Frühstück mit frischem Obst und Yogurt, fahren wir zum Cerro de Monserrate. Entweder kann man die 500 Höhenmeter von der Talstation aus laufen oder man nutzt die Seil- oder Zahnradbahn. Wir beschließen mit der Bahn nach oben zu fahren und nach unten zu laufen. Da heute nicht so viel los ist, fährt aber nur die Zahnradbahn. Es ist echt unglaublich wie steil die Schienen nach oben laufen. Als wir oben ankommen, haben wir eine tolle Sicht über die gesamte Stadt. Wir sind extra am Morgen zum Berg gefahren, da wir so die Sonne hinter uns haben und die Stadt angestrahlt wird.

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Cerro de Monserrate mit Sicht über Bogota Kolumbien

Oben auf dem Berg gibt es neben einem Markt, der aber eigentlich nur aus einigen Souvenirläden und kleinen Restaurants besteht noch eine hübsche Kirche. Die Basilka “Nuestro Señor de Monserrate” steht genau gegenüber dem weißen Christus, der auf dem gegenüberliegenden Hügel steht.

Basilka
Sicht auf Christusfigur vom Cerro de Monserrate Bogota Kolumbien

Wir verweilen eine ganze Weile hier oben und genießen einfach die schöne Aussicht bei herrlichem Wetter. Unfassbar wie weitläufig die Stadt ist! Langsam machen wir uns auf den Weg nach unten. Bei den Weg handelt es sich fast nur um Treppenstufen und die Menschen die uns entgegen kommen sind ziemlich am schnaufen. Wir sind uns einig, dass wir mit den hoch fahren auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen haben. Unten angekommen laufen wir durch den Stadtteil La Candelaria, der für seine kleinen Gassen, Cafe’s, Lädchen und Streetart bekannt ist. Bei einigen kleinen Straßen haben wir bei dem Kopfsteinpflaster kurz das Gefühl wieder in Cusco zu sein.

Stadtteil La Candelaria Bogota Kolumbien
Stadtteil La Candelaria Bogota Kolumbien
Stadtteil La Candelaria Bogota Kolumbien
Stadtteil La Candelaria Bogota Kolumbien

Kurz danach erreichen wir die Kirche “Nuestra Señora del Carmen” am Rand des Stadtteils. Die schöne katholische Kirche ist in einem für eine Kirche ungewöhnlichem rot-weißem Stil gestaltet und wurde 1938 fertig gestellt. Das Muster der Außenfassade findet man auch im Inneren der Kirche wieder.

Kirche
Kirche

Wir laufen weiter zum Präsidentenpalast, um dem ein Großteil der Straßen abgesperrt ist. Wir vermuten, dass dies auf Grund von möglichen Protesten der Fall ist. An den Absperrungen kommen ausnahmslos nur Leute die eine Genehmigung haben vorbei und so geht es weiter zum Plaza Bolivar, an dem das Rathaus, das Kapitol und die Kathedrale von Bogota stehen. Wir schlendern über den Platz und lassen alles auf uns wirken. Die Gebäude werden von der Nachmittagssonne wirklich schön angestrahlt. Nicht weit vom Platz entfernt, steht das Theater Colon zudem wir auch noch einen kurzen Abstecher machen.

Kathedrale von Bogota am Plaza Bolivar Cerro de Monserrate im Hintergrund Bogota Kolumbien
Rathhaus Bogota am Plaza Bolivar Bogota Kolumbien
Plaza Bolivar Bogota Kolumbien
Teatro Colon Bogota Kolumbien

Anschließend schlendern wir die Einkaufsstraße die am Bolivar Platz beginnt entlang. Obwohl es in der Woche am Nachmittag ist, ist hier ziemlich viel los. Im Verlauf kommen wir an der Kirche San Francisco vorbei, welche von innen mit viel Gold und Holz gestaltet ist. Wirklich sehr imposant. Das erkunden der Stadt hat wirklich Spaß gemacht und wir machen uns nach einem langen Tag quer durch Bogota auf den Weg zurück zum Hostel. Wir haben am Morgen auf dem Weg zum Cerro de Monserrate eine tolle Kirche gesehen, zu der wir gerne noch einmal laufen möchten. Die Basilka ” Nuestra Señora de Lourdes” wird von der Abendsonne wirklich herrlich angestrahlt.

Basilka
Basilka

Wir spazieren zurück zum Hostel und bringen unseren Blog auf den neusten Stand. Am Abend spielen wir Karten und mit dem Jenga Holzturm.

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