16.02.2020 Wir erkunden Cartagena (Tag 323)

Nachdem wir wieder gut am Vorabend auf dem Festland angekommen sind, wollen wir heute die Stadt Cartagena erkunden. Nach den Frühstück laufen wir zum Castillo San Felipe de Barajas. Die Festungsanlage wurde im Jahre 1967 erbaut und befindet sich mitten in der Stadt auf dem San Lazaro Hügel. Auf dem Weg dorthin haben wir eine schöne Sicht auf die Halbinsel des neuen Cartagenas wo es eine große Anzahl von Hochhäuser und den Jachthafen gibt, was uns ziemlich an Miami erinnert.

Skyline Cartagena Kolumbien
Castillo San Felipe de Barajas Cartagena Kolumbien
Castillo San Felipe de Barajas Cartagena Kolumbien
Cartagena Kolumbien

Kurz danach erreichen wir die Festungsanlage und laufen einen Großteil an der Außenmauer entlang. Da die Aussicht von den Mauern aber nicht so spektakulär zu sein scheint, beschließen wir uns keine Tickets zu kaufen und gehen erst einmal Proviant für unseren Ausflug für die kommenden beiden Tage einkaufen. Anschließend geht es über den Centenario Park, welcher zum Andenken der 100 jährigen Unabhängigkeit eröffnet wurden Richtung alte Stadtmauer und Küste. Knut entdeckt auf dem Weg einen Eisladen, bei dem es das Rolleis mit frischem Obst gibt. Das Bananeneis mit Schokosoße schmeckt sehr lecker.

Monument Centenario Park Cartagena Kolumbien
Torre de Reloj Cartagena Kolumbien

Im Vergleich zu anderen Stadtmauern wie zum Beispiel die in Xi’an kommt uns die Stadtmauer von Cartagena nicht wirklich hoch vor und wir fragen uns, wie diese wirklich damals Schutz bieten konnte. Es gibt verschiedene Zugänge und man kann über große Teile der Stadtmauer spazieren gehen. Wir laufen über einen der Zugänge auf die Stadtmauer und spazieren auf ihr, parallel zur Küste entlang. Wir kommen an einem der bekanntesten Cafe’s der Stadt, dem Cafe del Mar, welches sich direkt auf der Mauer befindet vorbei. Das Café ist für seine Aussicht auf die untergehende Sonne über dem Meer bekannt.

alte Stadtmauer Cartagena Kolumbien
Altstadt Cartagena Kolumbien

Wie bereits in einigen anderen Städten gibt es auch in Cartagena ein Schild mit den Stadtbuchstaben. Wir müssen zwar ein gutes Stück an der Küste hinauf laufen, ein Schnapsschuss am Schild darf aber nicht fehlen. Auf den Weg kommen wir am Teatro Adolfo Majia vorbei, welches schön von der Nachmittagssonne angestrahlt wird. Da es ziemlich stürmisch ist, bekommen wir auf dem letzten Teil der Strecke vom Strand leider ordentlich Sand ab und fühlen uns als wir die Buchstaben erreichen wie ein paniertes Schnitzel.

Teatro Adolfo Majia Cartagena Kolumbien
Stadtschild Cartagena Kolumbien

Zu Fuß geht es zurück in die schöne Altstadt von Cartagena und wir laufen am Nachmittag durch die kleinen Gassen. In der Kathedrale der Stadt, findet heute sogar eine Hochzeit statt. Wir kommen immer wieder an vielen kleinen, bunten und einfach niedlichen Häuschen vorbei.

Kathedrale Cartagena Kolumbien
Alstadt Cartagena Kolumbien

Kurz bevor wir uns auf den Weg zur Stadtmauer für den Sonnenuntergang machen wollen, hören wir auf einmal Trommeln und sehen kurz danach Tänzer in weißer Kleidung. Sind wir auf einmal wieder in Brasilien? Wir schauen uns schmunzelnd an. Kurz danach sehen wir, dass das Hochzeitspaar aus der Kathedrale mit einer Musik- und Tanzgruppe durch die engen Gassen der Altstadt zieht und feiert. Wir schauen uns das ungewöhnliche Spektakel für einige Minuten an und laufen danach zur Küste.

Ggf. Bild aus dem Video

Auf der alten Stadtmauer ist es dann doch voller als gedacht, da am heutigen Sonntag ein paar weitere Menschen die gleiche Idee wie wir hatten. Da es mittlerweile recht diesig am Himmel geworden ist und sich über dem Meer Wolken andeuten, ist der Sonnenuntergang dann nicht wirklich so spektakulär wie erhofft. Nachdem es dunkel geworden ist, laufen wir noch ein bisschen durch die mittlerweile beleuchtete Altstadt, holen uns noch was zu essen und laufen zum Hostel zurück. Am Abend packen wir unsere Rucksäcke für den Ausflug auf die Isla Grands und stöbern nach Unterkünften.

17+18.02.2020 Unsere kleine Karibikinsel (Tag 324+325)​

Etwa dreißig Kilometer südwestlich von der Küste von Cartagena liegen die Rosario Inseln. Viele machen zwar nur reine Tagesausflüge dorthin, wir wollen dort aber gerne eine Nacht bleiben. Nach dem Frühstück geht es zum Fähranläger. Unzähliger Verkäufer versuchen uns irgendwelche Sachen anzudrehen und Bootsfirmen uns für Tickets zu begeistern. Es ist unglaublich voll und wir sind froh, dass wir am Vortag das Ticket geholt haben und alles stressfrei klären konnten. Nach und nach fahren die kleinen Speedboote ab. Leider müssen wir uns mit zwei weiteren Gästen auf die kleinste Bank ganz vorne quetschen und können wegen der Bootswand nicht mal unsere Füße wirklich abstellen. So haben wir uns die einstündige Überfahrt eigentlich nicht vorgestellt. Da das Meer nicht so aufgewühlt ist, werden wir zum Glück nicht groß nass. Am Horizont deutet sich langsam die Insel an und wir legen an irgendeinem Steg an und sind die einzigen die aussteigen. Wie es aussieht, haben alle Anderen auf dem Boot eine Tagestour gebucht.

Wir müssen uns mit Mapsme kurz orientieren und machen uns auf die Suche nach unserer Unterkunft. Schnell merken wir, dass es auf der Insel unzählige Wege gibt, die weder bei Google Maps noch bei Mapsme eingezeichnet sind. Das können ja spannende zwei Tage werden, grinsen wir uns an. Da wo Mapsme die Unterkunft anzeigt, ist sie leider nicht. Nach einem Tipp von einem Hotelmitarbeiter finden wir unsere Unterkunft dann. Wir standen einige Minuten schon fast davor, haben es aber auf Grund von fehlender Beschilderung nicht gewusst. Da die Unterkünfte hier ziemlich teuer und es am Tage wie in der Nacht ziemlich warm ist, haben wir uns für die eine Nacht ein Zelt gebucht. Wir verstauen unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg die Insel zu erkunden. Leider kommen wir nicht zu allen angezeigten Aussichtspunkten und Stränden auf der Ostseite und Richtung Norden ist es ziemlich windig, dass wir lieber zur ruhigeren Südseite gehen. Wir finden eine kleine Strandbucht, von der wir Garry starten lassen.

Isla Grande Kolumbien Karibik
Isla Grande Kolumbien Karibik

Da die Luft hier gefühlt steht und es Mitte dreißig Grad sind, müssen wir uns beide im Meer erst mal abkühlen. Das tut im klaren Wasser wirklich unglaublich gut und man will gar nicht mehr raus gehen. Wir haben auf der Karte noch einige weitere Viewpoints im westlichen Bereich der Insel gesehen.

Wie sich aber nach über anderthalb Stunden quer über die Insel und etliche Wege die nirgends eingezeichnet waren rausstellt, gibt es einige gar nicht mehr oder an der Küste stehen mittlerweile Hotels oder private Anwesen.  Über die Inselhauptstadt Orika, bei der es sich eher um ein paar Häuser die durch staubige kleine Straßen verbunden sind handelt, geht es zum vermeintlich schönsten Strand der Insel auf der Nordseite. Als wir den Playa Libre erreichen, stürmt es sehr stark, es fliegt ziemlich viel Sand durch die Luft und so mega toll wie gedacht ist der Strand dann nicht. Aber die Aussicht auf die Buchten der Insel ist sehr schön.

Playa Libre Isla Grande Karibik Kolumbien

Wir laufen zurück zu unserer Unterkunft und beschließen nach einem leckeren selbstgemachten Avocado Baguette, den Nachmittag an der Strandbucht wo Garry geflogen ist zu verbringen. Dort gibt es einen Steg mit Sicht über Küstenteile der Insel. Wie genießen das warme Wetter, gehen immer wieder zwischendurch schwimmen und schauen uns den Sonnenuntergang an.

Playa Escondida Isla Grande Karibik Kolumbien
Playa Escondida Isla Grande Karibik Kolumbien
Playa Escondida Isla Grande Karibik Kolumbien
Steg und Mangroven Playa Escondida Isla Grande Karibik Kolumbien

Am Abend laufen wir noch zur Laguna Encantada wo es ein magisches Naturschauspiel gibt. Wenn es dunkel ist und man im Wasser mit zum Beispiel einem Stock unnatürliche Bewegungen im Wasser auslöst, fängt biolumineszierendes Planktom an zu leuchten. Sie sehen wie kleine Sterne aus. Eine ganze Weile staunen wir auf dieses magische Ereignis und sind sprachlos. Sowas haben wir wirklich noch nie gesehen. Anschließend laufen wir zurück zur Unterkunft, lassen den Abend entspannt ausklingen und sind auf unsere Nacht im Zelt gespannt. Wir schaffen es bis etwa acht Uhr zu schlafen, müssen aber auf Grund der bereits jetzt schon hohen Temperatur aus dem Zelt flüchten. Nach dem Frühstück laufen wir noch einmal zu einigen kleinen Buchten und genießen die Aussicht über das türkise Wasser auf die anderen kleinen Inseln.

Playa Cristal Isla Grande Karibik Kolumbien
Playa Cristal Isla Grande Karibik Kolumbien

Die Zeit bis das Boot am Nachmittag wieder nach Cartagena fährt möchten wir an der schönen Bucht im Süden der Insel verbringen. Hier hat es uns mit Abstand am besten gefallen und es ist einfach nicht so windig. Die Insel sieht aus der Luft mit dem türkisen Wasser ringsherum einfach toll aus. Wir sind auf dem Steg einen Großteil der Zeit sogar alleine bis auf die Yacht die seit dem Vorabend dort steht.

Isla Grande Karibik Kolumbien
Isla Grande Karibik Kolumbien
Playa Escondida Isla Grande Karibik Kolumbien
Wir am Playa Escondida Isla Grande Karibik Kolumbien

Gerade mit diesem tollen Spot, hat es uns auf der Insel doch gut gefallen. Wir gehen zur Unterkunft zurück, holen unsere Rucksäcke und laufen zum Boot. Wir sind gespannt ob die Rückfahrt wirklich durch die stärkeren Wellen am Nachmittag so nass wird, wie wir es in einigen Videos gesehen haben. Bereits einige Minuten später wissen wir, dass es stimmt und ein Großteil der Leute im hinteren Teil des Bootes, samt uns sind nass. Den Gesichtern einiger Passagiere können wir aber entnehmen, dass sie damit nicht gerechnet haben. Die nächste Stunde geht es immer wieder Wellen hoch und runter und immer wieder kommt eine Wasserfontäne ins Boot geflogen. Wir beide finden es aber recht lustig und haben sogar auf der Rückfahrt noch eine Sicht auf den Playa Blanca am Festland. Wir erreichen Cartagena in der immer noch sehr warmen Nachmittagssonne und laufen Richtung Unterkunft. Auf dem Weg finden wir einen Stand der gebratenen Reis verkauft. Wir checken in der gleichen Unterkunft wie vor dem Inselausflug ein, gehen einkaufen, packen am Abend unsere Rucksäcke da es am nächsten Morgen schon weiter geht und bringen den Blog auf den neusten Stand.

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