25.02.2020-06.03.2020 Holland meets Karibik - Unser Tauchparadies (Tag 332-342)

Südamerika das vorletzte Kapitel unserer Reise, geht nun zu Ende. Mit großer Vorfreude fliegen wir heute von Cartagena auf eine der drei ABC Inseln vor der Küste Venezuelas. Um genauer zu sein, es geht für uns nach Curaçao und unser letztes Kapitel, die Karibik startet. Mitten in der Nacht klingelt gegen halb fünf der Wecker und wir bekommen beide die Augen kaum auf. Nach dem Frühstück geht es mit dem Taxi zum Flughafen. Wenig später fliegen wir nach Bogota ab und bekommen die Transitzeit ganz gut um. Als es nach Curaçao losgehen soll, begrüßt uns der Kapitän und warnt uns davor, dass leider ein paar Turbolenzen auf uns zu kommen werden. Wie man sich vorstellen kann, sind wir davon nicht so wirklich begeistert und wünschen uns schon am Ziel zu sein. Bereits nach dem Start fängt es gut an zu wackeln und wir hoffen beide, dass es hoffentlich nicht die kommenden fast zwei Stunden so weiter geht. Zum Glück ist es im weiteren Verlauf zwar immer wieder ziemlich wackelig aber nicht ganz so schlimm. Pünktlich landen wir auf Curaçao und kommen ohne eine weitere Kontrolle durch den Zoll. Wir gehen aus dem Flughafengebäude raus und grinsen uns an. Wow… Wir sind nun wirklich auf Curaçao. Wir können es gar nicht erwarten, die Insel zu erkunden.

Nun müssen wir aber erst mal zur Unterkunft kommen. Da die Taxipreise hier unglaublich hoch sind, wollen wir gerne mit den Bus in die Stadt fahren. Nachdem wir bereits gut eine Stunde auf den Bus warten, der leider auch nur einmal die Stunde fährt, sind wir uns nicht mehr so sicher ob es wirklich die beste Idee war. Plötzlich kommt ein Bus und auch wenn er nicht genau dahin fährt wo wir hin wollen, steigen wir ein da es zumindest die gleiche Richtig ist. An der Endstation sind wir noch etwa fünf Kilometer von unserer Airbnb Wohnung entfernt und denken ein Taxi wird ab hier schon nicht so teuer sein. Als wir knapp 30 USD für ca. fünf Kilometer hören, fallen wir mit unseren schweren Rucksäcken auf der Schulter fast um. Nicht mit uns, denken wir uns und laufen über die Fußgängerbrücke in der Santa Ana Bay in Willemstad. Da es jetzt nur noch etwa drei Kilometer sind, dürfte es mit dem Taxi jetzt sicher einfacher werden, da man nicht mehr den Umweg über die Queen Juliana Brücke fahren muss. Die nächste total verplante Taxifahrerin will aber auch 25 USD. Wir fragen uns mittlerweile wo wir hier gelandet sind. Zwei Straßen weiter befindet sich noch ein Busbahnhof. Unsere letzte Hoffnung ist dort einen passenden Bus zu finden. Wir haben Glück, dass ein Busfahrer in unserer Richtung fährt und uns sogar direkt vor der Wohnung absetzt. Etwas über zwei Stunden nach der Landung sind wir endlich am Ziel.

Die Managerin wartet schon auf uns und zeigt uns die gemütliche Wohnung. Was für eine anstrengende Anreise, obwohl Kolumbien ja gar nicht so weit weg ist. Wir lassen den Tag gemütlich ausklingen und freuen uns auf unsere Zeit hier auf Curaçao. Am nächsten Tag geht es zum Mambo Beach, welcher angeblich zu den schönsten Stränden der Inseln gehören soll. Wir können dies allerdings so gar nicht bestätigen. Wir sind ziemlich geschockt, da man auf Grund eines Shoppingscenters, Strandcafe’s und unglaublich vielen Liegen eigentlich gar keinen Strand mehr sieht und dafür auch noch Eintritt zahlen soll. Das Wasser und die kleine Bucht selbst sieht gigantisch aus, den restlichen Nachmittag wollen wir aber hier nicht verbringen.

Bucht Mambo Beach Curacao Karibik
Bucht Mambo Beach Curacao Karibik
Bucht Mambo Beach Curacao Karibik

Wir sind auf dem Weg zum Mambo Beach an einer kleinen Bucht vorbei gekommen, wo man auch im Meer baden kann und super tolles, klares und karibisches Wasser hat. Dort machen wir es uns für den Rest des Tages gemütlich und genießen die karibische Sonne. Am nächsten Tag erkunden wir die Inselhauptstadt die gerade für ihre vielen bunten Häuser im Kolonialstil bekannt ist.

bunte Häuser im kolonialstil Willemstad Curacao Karibik
bunte Häuser im kolonialstil Willemstad Curacao Karibik

Die Innenstadt mit ihren vielen tollen Häusern und der Queen Emma Brücke, die zu einer der größten beweglichen Fußgängerbrücken der Welt gehört, zählen zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Fußgängerbrücke kann wenn ein großer Schiff kommt komplett an eine Uferseite gefahren werden. Wenn man nicht schnell genug rüber läuft, kann es passieren, dass man eine längere Zeit auf der Brücke warten muss, bis diese wieder die beiden Stadtteile Punda und Otrabanda verbindet.

bunte Häuser im kolonialstil Willemstad Curacao Karibik
Willemstad Curacao Karibik
Willemstad Curacao Karibik
Queen Emma Brücke Willemstad Curacao Karibik

Wir genießen es durch die kleinen Straßen der Innenstadt zu schlendern und fast immer einen schönen Blick über die Küste zu haben. Die Insel ist ein beliebter Stop für die Kreuzfahrtschiffe in der Karibik und so liegt hier natürlich auch das ein oder andere große Schiff vor Anker. Und so vergeht der zweite Tag auf Curaçao mit vielen tollen Eindrücken.

bunte Häuser im kolonialstil Willemstad Curacao Karibik
grüner Leguan Willemstad Curacao Karibik
Willemstad Curacao Karibik
Streetart Willemstad Curacao Karibik

Neben der schönen Innenstadt der Hauptstadt, ist Curacao auch für super tolle Tauchspots bekannt. Schon vom Strand aus waren wir unglaublich begeistert von der Wasserqualität. Wir haben noch nie in unserem Leben so klares Wasser gesehen. Während unserer Zeit in Curaçao gehen wir einige Male tauchen. Fast alle Tauchplätze sind vom Strand aus zugänglich, da die Riffe so nah an der Insel liegen. Da wir uns mittlerweile richtig wohl und sicher fühlen, gehen wir dann sogar zwei mal alleine tauchen. An einem Spot nahe der Hauptstadt gibt es viele Schildkröten und es macht mega viel Spaß sich die Tiere anzuschauen.

Schildkröte Double Reef Curacao Karibik
Riff tauchen Curacao Karibik
Porcupinefisch tauchen Curacao Karibik
Riff tauchen Curacao Karibik
Riff tauchen Curacao Karibik
Riff tauchen Curacao Karibik

Die Unterwasserwelt hier ist einfach gigantisch. Die Riffe sind absolut intakt, riesig und voller Leben. Ein Tauchplatz heißt Alice im Wunderland und macht bereits mit dem Strand, dem türkis blauen Wasser und den tollen Küstenpanorama einen super schönen Eindruck. Hier wollen wir auf jeden Fall auch tauchen gehen und landen in einer gigantischen Unterwasserwelt mit einem farbenfrohem Riff mit vielen bunten Korallen und Fischen. Wir sind super glücklich, hier die Unterwasserwelt erkunden zu können und genießen jeden Tauchgang in vollen Zügen.

Riff tauchen Curacao Karibik
Feuerfisch Riff tauchen Curacao Karibik
Riff tauchen Curacao Karibik
Riff tauchen Curacao Karibik
Flying Gonad Riff tauchen Curacao Karibik

Da das Bussystem auf Curaçao nicht das Beste ist und die schönsten Strände nur mit dem Auto erreichbar sind, leihen wir uns für drei Tage ein Auto aus und erkunden die Insel. Gerade auf der westlichen und südwestlichen Seite der Insel gibt es unzählige kleine Buchten und Strände. Häufig denkt man, dass eine Karibikinsel endlos lange Strände hat. Dies ist auf Curaçao nicht der Fall. Hier findet man viele kleine wunderschöne Buchten, was definitiv auch seinen Reiz hat. Die ein oder andere Bucht ist leider etwas überlaufen, da hier auch Tourbusse anhalten, aber wir finden trotzdem immer wieder Strände wo nur ein paar weitere Menschen sind. Der weiße Sand mit den türkisen Meerwasser ist einfach nur wunderschön und so, wie man sich die Karibik vorstellt.

Kalki Beach Curacao Karibik
Kenepa Chiki / Kleine Knip Strandbucht Curacao Karibik
Santa Marthabaai Curacao Karibik
Port Marie Beach Curcacao Karibik

Auch wenn es jeden Tag sehr windig ist, können wir an einigen Plätzen sogar unsere Drohne Garry fliegen lassen. Als wir die Bilder und Videos aus der Luft sehen, bleibt uns der Mund offen stehen. Es ist wirklich unglaublich schön hier und man möchte gerne stundenlang an einigen Stränden bleiben.

Kalki Beach Curacao Karibik
Kalki Beach Curacao Karibik
Playa Jeremi Curacao Karibik

Da es auf der Nordseite der Insel nicht wirklich viel zu sehen gibt, fahren wir noch zum östlichen Teil der Insel und in die Nähe des Mambo Beaches. Hier ist das Wasser so unglaublich klar, dass man überall bis zum Grund schauen kann. Wir haben herausgefunden, dass es auf der Insel zwei Meerwasserseen gibt, an denen man immer mal wieder Flamingos sieht. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Als wir gegen Mittag ankommen, sind gerade nur ein paar einzelne Tiere da. Auf der Rücktour am Abend, sehen wir dann aber mehrere Gruppen und wir beobachten die Tiere eine ganze Zeit lang.

Caracas Baai mit Blick aufs Tugbeat Curacao Karibik
Strandbucht Curacao Karibik
Flamingos Curacao Karibik
Sonnenuntergang Curacao Karibik

Die zehn Tage auf Curaçao gehen natürlich viel zu schnell um und wir wären gerne noch länger geblieben. Gerade das Tauchen mit den vielen tollen lebendigen Riffen, den Schildkröten und den bunten Fischen hat uns sehr viel Spaß bereitet. Wir sind ganz froh darüber, dass unser nächstes Ziel mit der Insel Aruba lediglich eine halbe Flugstunde entfernt ist und wir noch mehr von der Karibik sehen werden.

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