02.12.2019 Das höchste beschiffbare Gewässer der Welt (Tag 247)

Die Fahrt mit dem Bus ist zum Großteil ziemlich holperig, aber zumindest Adriano schafft es einen Großteil der etwa sieben stündigen Fahrt zu schlafen. Gegen halb sechs erreichen wir die kleine Stadt Puno, die direkt am Titikaka See liegt. Der See liegt auf einer Höhe von 3812 Metern und ist der höchste schiffbare See der Erde. Mit einem Kleinbus werden wir zu unserem Hotel gebracht. Leider ist unser Zimmer noch nicht fertig, aber wir können schon einmal frühstücken gehen. Danach erkunden wir ein bisschen die Innenstadt. Wir schlendern zum Plaza de Armas, den es in jeder peruanischen Stadt gibt. Der Platz wird gerade aufwendig umgebaut und neu dekoriert. Direkt neben dem Plaza de Armas steht die Kathedrale von Puno.

Kathedrale Plaza de Armas Puno Peru

Nicht weit entfernt liegt der Pino Park mit der Iglesia San Juan und einem Jugendcollage. Da die Dame an der Rezeption hat gesagt hat, dass wir voraussichtlich gegen halb neun aufs Zimmer können, setzten wir uns im Pino Park auf eine Bank und genießen die morgendlichen Sonnenstrahlen.

Pino Park Puno Peru
Jugendcollage Pino Park Puno Peru

Anschließend laufen wir zurück zum Hotel, können dann zum Glück aufs Zimmer und legen uns für ein paar Stunden hin um etwas Schlaf aufzuholen. Noch etwas müde machen wir uns gegen zwölf Uhr fertig und laufen zum Huajsapata Aussichtspunkt. Von hier hat man einen guten Rundumblick über die Stadt und über einen Teil des Sees.

Huajsapata Aussichtspunkt mit Titikaka SeePuno Peru
Huajsapata Aussichtspunkt Puno Peru

Wir sehen, dass der Himmel immer dunkler wird und von den Bergen die Puno umschließen ein Gewitter aufzieht. Daher gehen wir einen Kaffee trinken. Da das Wetter auch erst mal nicht besser wird, laufen wir zum Hotel zurück und besprechen ein bisschen die weitere Planung der kommenden Tage. Am späten Nachmittag hört es dann doch auf zu regnen und wir können zum See laufen. Auf dem Weg hinunter zum Wasser fällt uns auf ,wie dreckig und ungepflegt Puno ist. Der Eindruck wird leider auch nicht besser als wir das Wasser erreichen. Überall liegt Schutt, Müll und es riecht nach modrigen Wasser. Es ist ziemlich traurig zu sehen, wie die Enten und Vögel in der grau braunen Suppe schwimmen. Vom kleinen Hafen nebenan verkehren die Boote zu den Uru Inseln. Ursprünglich wollten wir auch eine Tour zu den alten Einwohnern auf ihren Schilfinseln machen. Nachdem wir aber mehrere Berichte und Videos gesehen haben, aus denen hervorging, dass es nur noch eine reine Touristenaktion ist und nicht mehr viel von dem wirklichen Leben von früher zu sehen ist, haben wir uns bewusst dagegen entschieden.

Titikaka See Puno Peru
Titikaka See Puno Peru

Wir laufen eine kleine Runde am See entlang und kommen dann einstimmig zu der Entscheidung, dass Puno definitiv nicht unsere Stadt ist und wir ziemlich froh sind, dass es am gleichen Abend weiter geht. Wir machen uns auf den Weg zurück zum Hotel, packen die Rucksäcke fertig und sortieren bis wir gegen neun Uhr abgeholt werden ein paar Bilder aus. Als wir am Hauptbus der uns nach Arequipa bringen soll ankommen erfahren wir, dass wir mitten in der Nacht auf einen anderen Bus umsteigen müssen, da dieser letztendlich nach Cusco fährt. Ziemlich unglücklich organisiert, da doch Cusco und Arequipa in komplett unterschiedlichen Richtungen liegen, aber ändern können wir es ja nicht. Auf dem ersten Teil der Strecke wackelt es stark und im Halbschlaf wechseln wir nachts um eins irgendwo im Nirgendwo den Bus. Auch wenn es etwas dauert, schlafen wir beide noch mal ein.

03.12.2019 Die weiße Stadt des Südens (Tag 248)​

Etwas später als geplant erreichen wir gegen kurz nach sechs Uhr die Stadt Arequipa. Was für ein Ritt seit gestern Abend um zehn Uhr aus Puno. Mit dem Minibus geht es dann zum Hostel direkt in die Innenstadt. Leider können wir hier frühestens um zwölf Uhr aufs Zimmer, aber das Frühstück wird bereits für uns vorbereitet. Mit der Kamera bewaffnet erkunden wir also nach dem Frühstück direkt die Stadt. Als erstes geht es wie schon so oft zum Plaza de Armas und der Kathedrale vom Arequipa.

Plaza de Armas mit Kathedrale Arequipa Peru
Kathedrale Arequipa Peru

Da die Sehenswürdigkeiten der Stadt alle ziemlich zentral beieinander liegen und wir nicht viel vor haben, beobachten wir das Treiben auf den Platz von einer schattigen Bank. Wir gehen weiter zur Iglesia de la Compania und schlendern durch den wirklich hübsch verzierten Innenhof. Die Stadt wird übrigens auch weiße Stadt genannt, da insbesondere die Gebäude der Altstadt aus dem hellen Vulkangestein Sillar gebaut wurden. Die Stadt, welche auf ca. 2300 Metern Höhe liegt ist von drei Vulkanen umgeben Misti, Chachani und Picchu Picchu.

Iglesia de la Compania Arequipa Peru
Iglesia de la Compania Arequipa Peru

Nicht weit vom Innenstadtkern entfernt liegt der Mirador de Yanahuara. Ein Aussichtspunkt von dem man zum einen auf den direkt vor der Stadt gelegenen Vulkan Misti und über Teile der Stadt Blicken kann. Ein kleiner angrenzender Park mit Bänken lädt zum Verweilen ein.

Vulkan Misti Arequipa Süden Peru

Eigentlich haben wir bis auf das Kloster Santa Catalina die wichtigsten Sehenswürdigkeit der Stadt bereits gesehen. Da wir uns das Kloster in Ruhe am nächsten Tage ansehen möchten, geht es erst einmal zurück zum Hostel. Auf dem Weg zurück möchten wir noch unsere Drohne Garry fliegen lassen. Aufgrund von Seitenwind und Signalproblemen geht dies aber ziemlich schief und Carina hat sich bei dem Versuch, die Drohne zu retten den halben Nagel und Teile des Fingers verletzt. In der Unterkunft angekommen, können wir unsere Rucksäcke aufs Zimmer bringen und setzten, nachdem Carina ihren Finger verarztet hat etwas auf die Dachterrasse. Vor ein paar Tagen hat sich zufällig raus gestellt, dass drei Mädels (Elena, Lea und Sarah), mit denen wir zusammen beim Ayers Rock in Australien waren aktuell auch in Arequipa sind. Daher haben wir uns mit ihnen für den Nachmittag in einem Kaffee verabredet. Wirklich lustig, dass man sich nun gut zwei Monate später auf einem ganz anderen Kontinent wieder sieht. Wir quatschen uns den ganzen Nachmittag und auch frühen Abend und tauschen die Erlebnisse der letzten Wochen aus. In einem kleinen Restaurant gehen wir zum Abschluss Abendessen und verabschieden uns nach mehr als fünf Stunden voneinander, da die Drei bereits am heutigen Abend mit dem Bus weiter fahren. Wir kaufen noch etwas Proviant ein und sortieren wieder im Hostel angekommen noch ein paar Bilder.

04.12.2019 Farbfaszination im alten Kloster (Tag 249)​​

Heute haben wir noch einen vollen Tag in Arequipa. Allerdings beginnt der Tag mit einem Schrecken, als Carina beim Aufwachen eine Bettwanze über ihr Bett laufen sieht. Sie erwischt zwar das Tier aber dadurch, dass unsere Rucksäcke samt allen Klamotten direkt an den Betten stehen, dürfte alles befallen sein. Wir stehen auf und holen einen Hostelmitarbeiter um ihn zu erklären was es mit Bettwanzen auf sich hat und das nun alles gewaschen werden muss. Der Mitarbeiter kennt sich überhaupt nicht damit aus, lenkt aber ein, dass das Hostel das gesamte Waschen unserer Kleidung bezahlt und wir ein neues Zimmer bekommen. Bettwanzen kann man im Grunde nur durch sehr heißes Waschen oder wenn man zum Beispiel seine Rucksäcke in schwarze Plastiksäcke packt und den ganzen Tag die Sonne drauf scheinen lässt töten, da so große Wärme in den Säcken entstehen kann. Somit bringen wir erst einmal alle unsere Klamotten zur Wäscherei und packen danach alles (inklusive Knut ☹) in Plastiksäcke und legen es auf die Dachterrasse. Die Sonne scheint heute recht stark zu sein und wir hoffen sehr, dass alles klappt. Der Morgen hat also nicht so richtig gut begonnen und wir müssen erst mal was frühstücken. Danach gehen wir auf die Dachterrasse um uns ein bisschen auszuruhen und den Morgen zu verarbeiten.

Ein Highlight in Arequipa hatten wir uns extra für heute aufgehoben. Wir möchten uns gerne das bereits fast fünfhundert Jahre alte Santa Catalina Kloster ansehen. Es wurde bereits in dem Jahre 1579 gegründet und erinnert mit seinen vielen kleinen Häuschen und Gassen an eine Kleinstadt in einer Stadt. Von unserem Hostel laufen wir ungefähr 10 Minuten bis zum Eingang des Klosters. Direkt hinter dem Eingang gibt es einen ersten größeren Platz der von orange gestrichenen Hauswänden umrandet ist.

Santa Catalina Kloster Arequipa Süden Peru
Santa Catalina Kloster Arequipa Süden Peru

Über kleine Straßen, die die einzelnen Bereiche des Kloster miteinander verbinden kommt wir immer wieder auf kleine Plätze und in die einzelnen Häuser. Der Grundfarbton ändert sich immer wieder von einem leuchtenden orange rot zu einem Himmelblau. Da man nahezu jeden Bereich der Häuser besichtigen kann, bekommen wir sogar einen idealen Eindruck davon, wie die Nonnen damals genau gewohnt haben. In der Regel gibt es in jeder Wohnung ein Hauptraum der als Schlafzimmer und Aufenthaltsraum dient, sowie eine große Küche.

Santa Catalina Kloster Arequipa Süden Peru
Santa Catalina Kloster Arequipa Süden Peru

Wir freuen uns, dass es in der gesamten Anlage heute ziemlich leer ist und man kaum andere Besucher sieht. Im weiteren Verlauf kommen wir an einer alten Wäscherei und einer großen Kapelle vorbei.

Wäscherei Santa Catalina Kloster Arequipa Süden Peru
Santa Catalina Kloster Arequipa Süden Peru

Nachdem wir fast zwei Stunden fasziniert durch das Kloster gelaufen sind, geht es langsam zurück zum Eingang. Wir laufen zu einem einheimischen Markt um dort etwas essen zu gehen. Mit solchen Märkten hatten wir, gerade in Cusco schon wirklich tolle Erfahrungen gemacht. Am Markt angekommen gibt es zwar nicht die große Auswahl wie wir es kennen, etwas zu essen finden wir aber trotzdem. Ein frischgepresster Saft darf am Ende auch nicht fehlen. Wir schlendern noch einmal zum Plaza de Armas und trinken einen Kaffee. Wieder im Hostel angekommen, planen wir auf der Dachterrasse noch etwas die kommenden Tage. Knut darf endlich aus dem Plastiksack, wir holen mit dem Mitarbeiter am Abend unsere Wäsche ab und packen die Rucksäcke, da es am nächsten Morgen früh weiter geht. Da der Wecker bereits gegen halb fünf klingeln wird, werden wir an dem Abend nicht mehr wirklich alt.

05.12.2019 Können diese Linien echt sein ? (Tag 250)

Der Wecker klingelt bereits um kurz vor fünf Uhr und wir sind beide ziemlich platt. Gerade die Nachtfahrten auf den ziemlich unebenen Straßen haben schon ziemlich ihr Spuren hinterlassen. Wir packen die letzten Sachen zusammen und kurz vor halb sechs kommt der Abholservice. Es kommen immer mehr Reisende an und kurz bevor der Bus eigentlich abfahren soll, heißt es, dass dieser verspätet ist und wir um Zeit zu sparen zu einem anderen Treffpunkt gefahren werden. Durch den Berufsverkehr geht es in den Norden der Stadt zu einer Tankstelle. Mit gut einer Stunde Verspätung brechen zu unserer gut vierzehnstündigen Busfahrt über die Stadt Nazca mit Endziel Huaqacina auf. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir die Küste die uns für die nächsten Stunden begleitet. Immer wieder geht es an der Steilküste hoch und runter und ein Stück ins Landesinnere, um dann wieder zurück zur Küste zu fahren. Die Landschaft ändert sich nicht wirklich und wir sind ziemlich erschrocken darüber, wie viel Plastik und Müll hier am Straßenrand und in der Wüste liegt. Nach sechs Stunden Fahrt erreichen wir die Küstenstadt Chala wo es eine Mittagspause gibt.

Bis zu unserem Stopp in Nazca liegen noch knapp fünf Stunden Busfahrt vor uns. Kurz bevor wir Nazca erreichen, sind wir beide von der bereits fast zwölfstündigen Fahrt schon ziemlich geschafft. Da sich die Landschaft auch nicht wirklich ändert und man sich so nicht viel ansehen kann, geht die Zeit auch nicht wirklich um. Kurz bevor die Sonne unter geht erreichen wir den Nazcalinien Aussichtsturm. Über unseren Busanbieter Peru HOP können wir kostenlos auf den Turm und sehen einige der bekannten Linien. Über den Hintergrund, das Alter und den Aufbau der Linien sind sich die Forscher bis heute nicht wirklich einig. Man weiß lediglich, dass diese von dem Volk welches hier damals lebte gebaut worden sind und sehr sehr alt sind. Manche behaupten aber auch, dass die Linien von Aliens entstanden sind.

Nazca Linien Süden Peru
Nazca Linien Süden Peru

Nachdem man sich zumindest ein bisschen die Beine vertreten konnte, geht es weiter nach Huacachina. Vor uns liegt noch eine gut zweieinhalbstündige Fahrt und da es mittlerweile Dunkel geworden ist, wissen wir überhaupt gar nicht wo wir sind. Endlich kommt die Ansage von unserem Guide, dass wir in wenigen Minuten in Huacachina ankommen und jeder macht sich bereit. Wir gehen zu unserem Hotel für die Nacht und lassen uns danach wirklich sehr leckere Avocado-Tomaten Brötchen schmecken. Ziemlich müde von der langen Fahrt fallen wir ins Bett.

06.12.2019 Die einzige Oase Südamerikas (Tag 251)​​​​

Der Wecker klingelt und wir lassen uns das Frühstück mit Aussicht auf die Oase schmecken. So richtig haben wir am Vorabend ja gar nicht gesehen wo wir sind. Wir packen zusammen und laufen zum Peru Hop Treffpunkt auf der anderen Seite der Oase. Wir haben uns für heute Vormittag zu einer kostenlosen Piscotasting Tour angemeldet. Mit dem Bus geht es mit einigen Anderen zu einem nahegelegenen Weingut. Bei einem Rundgang wird uns erklärt wie damals und heute der Wein und Pisco der Region hergestellt wird und eine kleine Testrunde der lokalen Weine und des Piscos darf natürlich auch nicht fehlen.

Pisco- und Weingut Huacachina Süden Peru
Pisco- und Weingut Huacachina Süden Peru.JPG

Bevor es zurück geht, lassen wir uns beide noch ein leckeres Eis mit Piscoglasur schmecken. Anschließend geht es zurück zur Oase. Wenn wir schon einmal hier sind, wollen wir natürlich auf eine Düne hoch laufen und die Oase von oben sehen. Zuerst klappt es mit dem Anstieg gar nicht so schlecht, bis auf einmal extreme Windböen kommen und wir von oben bis unten komplett voller Sand sind. Selbst im Mund, den Ohren und der Nase haben wir Sand und dadurch, dass wir uns vorher mit Sonnencreme eingecremt haben, klebt es im Gesicht, den Armen und den Beinen besonders gut. Als es langsam steiler nach oben geht und immer mehr in den extrem heißen Sand einsinken beschließen wir aufzugeben und zurück zu laufen. Natürlich aber erst, nachdem wir noch kurz ein paar Bilder gemacht haben.

Oase Huacachina Süden Peru

Wir dürfen uns bis zur Abfahrt am Abend in einem Hostel, dass mit unserem Busanbieter zusammenarbeitet aufhalten und befreien uns soweit es geht vom Sand. Die Zeit bis halb sieben nutzen wir um an unserem Blog und unserer Instragramseite zu arbeiten. Nach der langen Busfahrt am Vortag sind wir froh, dass die Fahrt zu unserem nächsten Ziel Paracas nur etwa eine Stunde dauert. Am Abend planen wir ein bisschen die kommenden Tage und schlendern durch den Ort.

07.12.2019 Die Galapagos Inseln von Peru (Tag 252)​​​​​

Nachdem der Wecker klingelt, frühstücken wir im Hotel und laufen danach direkt zum Treffpunkt für die Tour die wir heute morgen geplant haben. Mit dem Boot geht es zu den Ballestas Inseln, die im Pazifik vor Paracas liegen. Vom Hafen von Paracas dauert die Fahrt etwa eine halbe Stunde. Auf dem Weg kommen wir an Linien votbei, die uns ein wenig an die Nazca Linien erinnern, aber von den früheren Bewohnern aus diesem Gebiet stammen und lediglich eine gewisse Ähnlichkeit haben.

Zeichen in den Bergen Paracas Peru
Krebs Ballestas Inseln Peru

Kurze Zeit später erreichen wir die Ballestas Inseln und sehen bereits die ersten tausenden von Vögeln, Seelöwen und sogar Pinguine.

Pinguine Ballestas Inseln Peru
Pinguin Ballestas Inseln Peru

Wir müssen ein wenig schmunzeln, als wir eine kleine Gruppe an Pinguinen nebeneinander über die Steine laufen sehen. Die Seelöwen fühlen sich pudelwohl und lassen sich bei ihrem Schlaf durch die Anwesenheit der paar Boote überhaupt nicht stören.

Seelöwen Ballestas Inseln Peru
Pelikan Ballestas Inseln Peru

Immer wieder sehen wir schlafende Seelöwen, brütende Vögel und unzählige Vogelgruppen, die von Insel zu Insel fliegen. Hier ein gutes Stück vor der Küste, sind die Tiere ungestört und scheinen ein schönes Leben zu haben.

Pelikane Ballestas Inseln Peru
Seevögel mit Nachwuchs/Kücken Ballestas Inseln Peru

Nach einer guten Stunde geht es mit dem Boot zurück Richtung Küste. Wir freuen uns, dass wir so viel gesehen haben. Lediglich das Wetter hätte ein bisschen besser sein können. Wieder im Hafen angekommen, laufen wir an der Promenade spazieren, ergreifen dann aber die Flucht, da wir von den unzähligen Restaurant- und Kaffeeläden vollgequascht werden. Etwa abseits finden wir dann aber doch einen ruhigeren Bereich der Promenade und trinken einen Kaffee und essen ein Sandwich. Am frühen Nachmittag bietet unser Busanbieter Peru Hop eine kostenlose Fahrt in den Paracas Nationalpark an. Dies wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Unser erster Stopp ist ein Aussichtspunkt auf die Kathedrahle, die ihren Namen durch die Form des Gesteins verdankt. Bis vor ein paar Jahren, gab es hier sogar eine eine Verbindung in Form einer natürlichen Brücke.

Naturschutzgebiet Paracas Küste Peru
Aussichtspunkt Kathedrale Naturschutzgebiet Paracas Küste Peru

Anschließend fahren wir zu einem höher gelegenen Punkt, von dem wir über weite Teile der Küste und auf den Redbeach schauen können. Was für eine tolle Aussicht denken wir uns.

Naturschutzgebiet Paracas Küste Peru
Redbeach Naturschutzgebiet Paracas Küste Peru

Danach geht es mit dem Bus hinunter zum Redbeach wo wir eine ganze Weile verweilen können. Immer wieder kommen die verschiedensten Vögel und auch Pelikane vorbei. Die sehen im Flug immer wahnsinnig lustig aus.

Redbeach Naturschutzgebiet Paracas Küste Peru
Redbeach Naturschutzgebiet Paracas Küste Peru

Langsam geht es zurück in die Stadt Paracas. Wir bringen unsere Sachen aufs Zimmer und gehen etwas ab der Küste spazieren. Wir laufen uns ein Bierchen, beobachten das Treiben am Strand und genießen die Sonne die zum Nachmittag heraus gekommen ist. Am Abend gehen wir in einem etwas verstecktem aber wie sich rausstellt super leckerem Restaurant essen und sortieren bis zum Schlafen gehen Bilder aus.

08.+09.12.2019 Einfach mal die Seele baumeln lassen (Tag 253+254)

Da wir merken, dass die letzten Wochen doch ziemlich anstrengend gewesen sind, haben wir beschlossen hier in Paracas zwei ruhige Tage einzulegen um ein bisschen Kraft zu tanken. Heut schlafen wir ohne einen Wecker zu stellen richtig aus und bleiben obwohl wir wach sind noch ein bisschen im Bett liegen. (Welch ein Luxus für uns 😀 ) Wir finden am Ende unserer Straße einen kleinen Strand wo es günstigere Brötchen gibt und wir frühstücken können. Dazu gibt es einen frisch gepressten Orangensaft mit Sicht auf den Hafen von Paracas. Wir haben uns überlegt, dass man sich für heute zwei Fahrräder ausleihen kann um so ein bisschen die Küste und das Naturschutzgebiet zu erkunden. Die Fahrradpreise sind höher als gedacht und nachdem man uns für wenige Euro mehr einen Roller samt Benzin für den Tag anbietet, leihen wir uns spontan einen Roller aus. Die erste Zeit fahren wir direkt an der Küste entlang. Die Straße führt zu einem kleinen Hafen auf der anderen Seite der Bucht wo sie dann auch endet.

Da wir mit dem Bus am Vortag nur wenig Zeit an den einzelnen Aussichtspunkten im Naturschutzgebiet hatten, fahren wir mit dem Roller noch einmal in den Park. Nicht weit vom Red Beach entfernt, gibt es einen weiteren Aussichtspunkt mit ein paar Restaurants wo man über die Küste blicken und die verschiedenen Vögel und Pelikane beobachten kann.

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Anschließend fahren wir noch einmal auf dem Berg, von dem wir bereits am Vortag auf den Redbeach und die umliegende Landschaft blicken konnten. Leider ist es heute ziemlich stark bewölkt und wir sind froh, dass wir das tolle Farbspiel am Vortag bereits mit Sonne gesehen haben. Über den Aussichtspunkt bei der Kathedrale und zwei Stränden, geht es langsam wieder zurück zum Eingang.

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Paracas Stadt Küste Peru

Wieder in Paracas angekommen, erkunden wir noch ein bisschen die Stadt, laufen an der Promenade spazieren und fahren die Hauptstraße Richtung Pisco weiter. Da nach einigen Kilometern aber weiterhin ausnahmslos Industrie am Straßenrand zu sehen ist und es nicht den Eindruck macht, dass sich dies noch ändert, drehen wir wieder um. Wir geben den Roller ab, laufen noch einmal am Hafen spazieren und gehen in einem kleinen Restaurant essen. Wir nehmen wieder ein Menü mit Suppe und Hauptgericht und das Essen schmeckt unglaublich lecker. Der Abend wird wieder ziemlich entspannt und wir nutzen die Zeit zum Bilder bearbeiten.

Auch am nächsten Morgen schlafen wir wieder aus. Es hat richtig gut getan, zweimal zehn Stunden zu schlafen ohne das am Morgen ein Wecker klingelt oder man zu einer bestimmten Zeit irgendwo sein muss. Wir holen uns am gleichen Stand wie am Vortag einige kleine Brötchen und auch wieder einen frisch gepressten Organgensaft. Wir lassen uns das Frühstück mit Blick auf den Hafen und die Fischerboote schmecken. Bevor es zurück zum Hotel geht, gehen wir ein bisschen spazieren und genießen das heute sehr sonnige Wetter. Da der Bus erst am Abend nach Lima fährt, können wir den Nachmittag noch ein bisschen zum Arbeiten nutzen. Wir gehen noch einmal lecker essen, bevor es dann auf die sechsstündige Busfahrt nach Lima los geht. Nach einer guten Stunde Fahrt erreichen wir das Anwesen San Jose, welches mittlerweile ein Hotel ist, früher aber einem sehr reichen Spanier gehört, der viele Sklaven hatte. Unter dem Anwesen gibt es ein breites Tunnelsystem, welches sogar bis zur Küste führt. Durch dieses Tunnelsystem wurden Waren für den Export transportiert, aber auch Sklaven geschmuggelt.

San Jose Anwesen (Hotel) Peru
Transport- und Sklaventunnel San Jose Anwesen (Hotel) Peru

Die restliche Fahrzeit geht ganz gut um und wir erreichen früher als geplant die peruanische Hauptstadt. Wir bringen unsere Sachen aufs Zimmer und gehen um uns die Beine zu vertreten noch ein bisschen an der Küste spazieren. Danach gönnen wir uns eine warme Dusche und gehen direkt schlafen.

10.12.2019 Wieder zurück in der peruanischen Hauptstadt (Tag 255)​

Für heute stellen wir uns den Wecker extra spät, da wir nicht wirklich viel vor haben und den Tag locker angehen lassen wollen. Wir lassen uns das leckere Frühstück auf der Dachterrasse des Hostels schmecken und buchen uns anschließend den Bus, mit dem wir am nächsten Tag von Lima nach Huaraz fahren wollen.

Den Vormittag beschäftigen wir uns ein bisschen mit den kommenden Tagen in Peru, der Planung für die anderen südamerikanischen Länder und vergleichen Flugpreise. Zum Mittag wird das Wetter sonniger und wir schlendern ein bisschen durch Miraflores, holen Carinas Flip-Flops ab, die sie leider in Arequipa im Bus hat liegen lassen und die im Peru Hop Büro in Lima zur Abholung hinterlegt worden sind und gehen an der Küste spazieren. Wir besorgen noch etwas Proviant für den nächsten Tag und spielen am Nachmittag auf der Dachterrasse ein paar Runden Karten. Auch der Abend wird bis zum Schlafen gehen ziemlich ruhig und entspannt.

Lima Miraflores Küste Pazifik Peru
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