30.09.2019 Es geht auf die wohl bekannteste Straße Australiens (Tag 183)

Heute geht es zur wohl bekanntesten Straße Australiens, der Great Ocean Road. Wir frühstücken und fahren auf dem Weg zur Küste noch etwas Proviant für die kommenden Tage einkaufen. Unser erster Stopp ist der Bells Beach auf dem sonst viele Surfer auf die perfekte Welle warten. Am heutigen Morgen ist erstaunlicherweise aber nicht ein Einziger da. Wir fahren auf der Great Ocean Road weiter Richtung Süden und halten immer wieder bei Aussichtspunkten an, von denen wir über die Küste und Strände schauen können.

Great Ocean Road Australien
Leuchtturm Great Ocean Road Australien

Im Verlauf fahren wir in der Stadt Lorne zum Pier, der ins Meer hinein ragt und zu dem auf einem Hügel gelegenen Aussichtspunkt Teddy’s Lookout. Direkt am Parkplatz tummeln sich auf der Wiese und in den Bäumen unzählige Kakadus, die nach Nahrung suchen. Mit ihren Schnäbeln pflücken sie von Blumen die kleinen Knospen ab und wandern danach direkt zur nächsten Pflanze. Ein wirklich lustiger Anblick ist es, als sich zwei Kakadus im Baum auf einem Ast gegenseitig putzen, sich immer wieder aufplustern um auch die unteren Federn zu erreichen und der eine Kakadu den Anderen dabei immer wieder fast vom Ast schiebt.

Kakadu Teddy's Lookout Great Ocean Road Australien
Kakadu Teddy's Lookout Great Ocean Road Australien

Der Teddy’s Aussichtspunkt liegt nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt und bietet eine schöne Aussicht auf die Küste und man sieht sogar Teile der Straße die an der Küste verläuft. Um zum Lower Landing Lookout zu kommen, müssen wir einige Teppenstufen bergab laufen und können dann zusätzlich zur Küste auch noch Teile des St. George Flusses sehen, der an dieser Stelle in das Meer mündet. Wir verweilen hier einige Zeit und genießen einfach die Aussicht.

Teddy`s Aussichtspunkt Great Ocean Road Australien
Lower Landing Aussichtspunkt Great Ocean Road Australien

Anschließend laufen wir zurück zum Camper und fahren weiter in die kleine Stadt Kennet River. Wir haben im Internet gelesen, dass die Koala Population hier relativ hoch sein soll und die Wahrscheinlichkeit, dass man in den Eukalyptusbäumen der Grey River Road welche sieht ziemlich gut sein soll. Als wir die Straße erreichen, sehen wir unter einigen Bäumen bereits Menschen die nach oben schauen. Wir freuen uns tierisch als wir die Koalas entdecken. Wir laufen die Straße noch ein bisschen weiter und finden in zwei weiteren Bäumen Koalas, die seelenruhig schlafen und nur ganz selten kurz die Augen öffnen um zu schauen was um sie herum passiert. Wie schön, dass wir nun sogar Koalas in freier Wildbahn gesehen haben, denken wir uns. Wir verbringen eine längere Zeit hier und beobachten einfach die schönen Tiere.

Koala Grey River Road Great Ocean Road Australien
Koala Grey River Road Great Ocean Road Australien

Anschließend fahren wir weiter nach Skenes Creek. Am gleichnamigen Strand finden wir eine Picknickbank für unsere heutige Kaffeepause. Als es im Gebüsch neben dem Parkplatz raschelt, sind wir natürlich neugierig und schauen nach, welches Tier sich hier versteckt. Zu unserer Freude, handelt es sich um ein kleinen Schnabeligel, die es nur hier in Australien gibt. Zwar haben wir in den Tagen davor schon einmal einen gesehen, der kleine hier lässt sich durch uns aber nicht wirklich stören und durchwühlt den Boden mit seiner langen Nase nach Fressbahren. Wir müssen schon ein wenig schmunzeln wenn wir ihm in seine kleinen Knopfaugen und sein süßes Gesicht schauen.

Schnabeligel Skenes Creek Great Ocean Road Australien
Schnabeligel Skenes Creek Great Ocean Road Australien

Unser Campingplatz für die kommende Nacht liegt in einem Waldstück etwa dreißig Kilometer entfernt. Da es sich hier um den einzigen kostenlosen Platz in diesem Bereich der Great Ocean Road handelt, wollen wir gerne etwas früher da sein um wirklich einen Platz zu bekommen. Als wir ankommen, ist zum Glück noch nicht so viel los und wir laufen da es noch etwas länger hell ist zu einem nicht weit entfernten Wasserfall. Als wir wieder zurück am Camper ankommen, spielen wir ein paar Runden Karten, essen zu Abend und spielen danach bis zum Schlafen gehen weiter Karten.

01.10.2019 Wunderschöne Ozeanküste (Tag 184)

Da es hier im Wald und auf diesem Campingplatz ziemlich ruhig ist können wir glücklicherweise bis um acht Uhr durchschlafen und frühstücken nach dem Aufstehen in der warmen Sonne. Die meisten die hier geschlafen haben, sind bereits früher losgefahren und so sind wir beim Frühstücken fast alleine. Wir packen zusammen und fahren die Straße vom Vortag zurück zur Küste und weiter Richtung Süden. Unser erster Halt für heute ist der Cape Otway Leuchtturm. Als wir ankommen, ist der Parkplatz völlig überfüllt und wir sind erstaunt, dass heute unter der Woche hier so viel los sind.

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass man ohne ein Ticket zum Leuchtturm laufen kann. Ziemlich erschrocken stellen wir aber fest, das der Eintritt bei knapp dreizehn Euro pro Person liegt, was uns nur, dass man zu einem Leuchtturm laufen kann definitiv zu viel ist. Wir sehen, dass es vom Parkplatz auch einen Küstenweg gibt, von dem man den Leuchtturm aus der Ferne sehen kann und lassen danach unsere Drohne fliegen um ein paar Bilder aus der Luft zu machen. Die Aussicht ist aber nicht so spektakulär wie wir gedacht haben.

Cape Otway LeuchtturmGreat Ocean Road Australien
Cape Otway LeuchtturmGreat Ocean Road Australien

Wir fahren weiter zu einem Aussichtspunkt mit dem Namen Gibson Bay von dem man bereits Teile der 12 Aposteln, die aus dem Meer herausragen erkennt. Bei den 12 Aposteln handelt es sich um einzelne bis zu 60 Meter hohe Kalksteinfelsen die vor der Küste stehen. Wenige Kilometer entfernt gibt es einen weiteren Aussichtspunkt von dem man weitere Teile der Felsen sieht. 

12 Aposteln Great Ocean Road Australien.JPG
12 Aposteln Great Ocean Road Australien

Wir sehen, dass hier sogar für ziemlich teures Geld Helikopterrundflüge über die Küste angeboten werden, wo erstaunlicherweise auch recht viele Schlange stehen. Wir fahren weiter zur nicht weit entfernten Lochard Schlucht, spazieren ein bisschen über den dort angelegten Küstenweg und genießen das sonnige Wetter mit wolkenlosem blauen Himmel.

Lochard Schlucht Great Ocean Road Australien
Lochard Schlucht Great Ocean Road Australien

Wieder am Camper angekommen, geht es weiter zur London Bridge. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Felsbogen, der bis vor einigen Jahrzehnten noch mit dem Festland verbunden war und durch das Meerwasser immer mehr abgetragen wird.

London Bridge Great Ocean Road Australien

Anschließend geht es zu unserem letzten Aussichtspunkt für den heutigen Tag zur Bay of Islands. Ähnlich wie bei den 12 Aposteln ragen hier Kalksteine aus dem Meer heraus, auch wenn diese nicht ganz so hoch sind. Zum Glück ist es an den letzten Aussichtspunkten nicht mehr ganz so voll wie davor, sodass man die Zeit noch mehr genießen kann. Auf dem Weg zum Campingplatz für die nächste Nacht, lassen wir Garry noch einmal fliegen.

Bay of Islands Great Ocean Road Australien
Bay of Islands Great Ocean Road Australien
Bay of Islands Great Ocean Road Australien

Am Campingplatz angekommen essen wir zu Abend, genießen noch ein bisschen die letzten Sonnenstrahlen und schreiben den Blog für die letzten beiden Tage. Da der Campingplatz direkt neben einem Fluss liegt und nach dem Sonnenuntergang die ganzen Insekten raus kommen, ziehen wir uns lieber in den Camper zurück und stöbern bis zum Schlafen gehen im Internet.

02.10.2019 Wildlife pur (Tag 185)​

Da unser Schlafplatz direkt neben einer Straße liegt über die bereits am frühen Morgen LKW’s fahren, können wir nicht all zu lange schlafen. Es ist recht stürmisch draußen und wir finden auf der einen Seite des Campers gerade so eine Fläche damit wir beide einigermaßen windgeschützt sitzen. Nach dem Frühstück packen wir zusammen und fahren zum Logans Beach, der für seine Walbeobachtungspunkte bekannt ist. Einer der Aussichtspunkte liegt auf einer recht hohen Düne über dem Strand, sodass man gut sehen kann sollte ein Wal an der Oberfläche auftauchen.

Logans Beach Australien

Wir beobachten einige Zeit das Meer und suchen nach Anzeichen, dass Wale am heutigen Morgen unterwegs sind. Außer ein paar Boote im der Ferne sehen wir aber nichts. Wir fahren weiter und fahren über die Küstenstraße zum Tower Hill Wildlife Reserve. Bereits am ersten Parkplatz sitzt im Baum über uns ein Koala.

Bevor wir den Park weiter erkunden, laufen wir auf den Tower Hill hinauf und können über die grünen Wiesen bis zum Meer blicken. Wir laufen wieder hinunter und sehen auf dem Weg zum Parkplatz einen Emu, der sich die gelben Blüten auf der der Wiese schmecken lässt. Kurz danach kommt das Highlight unseres heutigen Tages. Hinter einem erwachsenen Emu laufen auf einmal zehn kleine Küken ganz aufgeregt hinterher. Was für ein super niedlicher Anblick. Die kleine Familie läuft in der nächsten Zeit neugierig von Wiese zu Wiese und einige Besucher müssen immer mal wieder ein Stück zurück laufen, da der erwachsene Emu ihnen ziemlich nahe kommt.

Tower Hill Australien
Emu Tower Hill Wildlife Reserve Australien
Tower Hill Wildlife Reserve Australien

Wir laufen ein wenig über verschiedene Wege des Parks und fahren nach etwa anderthalb Stunden weiter Richtung Süden. Kurz vor der Stadt Port Fairy finden wir einen tollen Spot für die Kaffeepause und genießen für die nächsten Stunden die Aussicht auf den Strand, über die Bucht und das Meer. Am heutigen Tage zieht eine Warmwetterfront über uns sodass wir sogar Temperaturen vom über 25 Grad haben und ein paar Mutige sich ins Meer trauen und baden. Am Nachmittag fahren wir dann noch etwa zwei Stunden bis zur Grenze des Bundesstaats New South Wales nach South Australia. An einem kleinen Campingplatz neben einem Fluss liegt unser Schlafplatz für die kommende Nacht. Wir spielen ein paar Runden Karten, essen zu Abend und lassen den Tag ruhig ausklingen.

03.+04.10.2019 Auf ins Outback (Tag 186+187)

Da die Fähre nach Känguru Island, wo wir eigentlich hin wollten für uns beide mit Kenobi extrem teuer ist, haben wir uns spontan dazu entschlossen ins Outback und nicht nach Känguru Island zu fahren. Nach dem Frühstück fahren wir in die Stadt Mount Gambier, in der es drei nebeneinander liegende Vulkankraterseen gibt. Einer davon hat eine ungewöhnlich blaue Farbe und wir hoffen, dass wir mit Garry ein schönes Bild aus der Luft bekommen können. Auf der Fahrt in die Stadt fängt es an zu regnen und als wir Mount Gambier erreichen, ist es immer noch ziemlich bewölkt. Wir beschließen zuerst für einige Zeit in eine Bücherei zu fahren um dort etwas am Notebook zu arbeiten und anschließend, wenn das Wetter hoffentlich Richtung Mittag besser wird uns die Seen anzuschauen. Es klart ein bisschen auf uns wir fahren zu den Seen. Die Sonne schafft es aber nicht wirklich sich durchzukämpfen und so fahren wir kurze Zeit später weiter in Richtung Adelaide.

Blue Lake Mount Gambier Australien

Auf dem Weg dahin verändert sich die grüne Landschaft von der Küste immer mehr in vertrocknete Felder. Die nächsten knapp 400 Kilometer geht es über die Highways in Richtung Adelaide. Im der kommende Nacht wollen wir auf einer Restarea in der kleinen Stadt Palmer nördlich von Adelaide schlafen. Auf dem Weg dahin wird es immer und immer trockener und wir merken, dass wir vom Outback nicht mehr so weit entfernt sein dürften. Wir essen kurz bevor die Sonne unter geht zu Abend und gehen, da wir am nächsten Tag früh los möchten recht früh schlafen.

Da es auf der Restarea nicht so richtig gemütlich ist, fahren wir nach Gawler und frühstücken dort in einem kleinen Park. Anschließend fahren wir weiter Richtung Norden. Nach gut dreieinhalb Stunden Fahrt erreichen wir das kleine Städtchen Hawker. Auf dem Weg dahin, ist die Landschaft um uns herum immer trockener geworden und es macht nicht wirklich den Eindruck, dass hier überhaupt etwas überleben kann. An einem Aussichtspunkt nicht weit von der Stadt lassen wir Garry fliegen und bekommen einen tollen Überblick über die umliegenden Landschaft die zum Großteil aus roter Erde besteht.

Hawker Australien
Hawker Australien

Nicht weit von der Stadt Hawker entfernt liegt der Flinders Rangers Nationalpark, den wir uns gerne ansehen möchten. Die Straße in den Park führt teilweise Kilometer lang nur geradeaus. Wir möchten hier ein paar Fotos machen. Dies ist aber gar nicht so einfach, da man gefühlt außerhalb des Autos durchgehend von Fliegen attackiert wird, die versuchen in die Ohren, die Nase oder die Augen zu fliegen. Wir haben zwar schon davon gelesen, sind aber doch ein wenig darüber erschrocken wie schlimm die Fliegen sind.

Flinders Rangers Nationalpark Australien
Flinders Rangers Nationalpark Australien

Ziemlich mittig im Park gibt es einen Campingplatz und sogar ein Resort. Dies wird unser Quartier für die kommende Nacht. Zum Glück verschwinden die ziemlich penetranten Fliegen als es dunkel wird und um uns herum fliegen nur noch seltsam riechende Käfer. Ohne die Fliegen können wie immerhin zu Abend essen. Für den nächsten Tag haben wir uns einen Trek auf einem Berg raus gesucht. Da wir, um der Mittagssonne zu entgehen am Morgen früh los möchten, gehen wir nachdem wir noch ein paar Bilder bearbeiten früh schlafen.

05.10.2019 Flinders Nationalpark (Tag 188)

Wir haben uns den Wecker für halb sieben gestellt, werden aber bereits gegen kurz nach sechs wach. Nicht weit entfernt von unserem Platz suchen ein paar Kängurus nach Fressbarem. Was für ein süßer Anblick am Morgen, denken wir uns. Da die Fliegen vom Vortag schon wieder da sind, frühstücken wir schnell und packen zusammen. Wir wollen heute Morgen zum Mount Ohlssen Bagge hinauf laufen. Der Weg zum Berg beginnt direkt neben dem Campingplatz auf dem wir die letzte Nacht geschlafen haben und soll hin und zurück vier Stunden dauern. Nur wenige Minuten nachdem wir los gelaufen sind, läuft auf einmal eine Echse über den Weg. Der kleine sieht mit seinen großen Schuppen wirklich lustig aus. Wir lassen den Wald hinter uns und langsam beginnt die Steigung.

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Die Sonne hat bereits um acht Uhr schon ziemlich viel Kraft und wir sind ganz froh, dass es heute Morgen etwas windig ist und wir dadurch etwas Abkühlung bekommen. Wir kommen auf dem Weg nach oben ganz gut voran und erreichen die Spitze des 923 Meter hohen Berges schon nach etwas mehr als einer Stunde. Von hier oben haben wir eine wirklich tolle 360 Grad Aussicht auf die umliegenden Landschaft des Nationalparks.

Flinders Nationalpark Australien
Flinders Nationalpark Australien
Flinders Nationalpark Australien
Flinders Nationalpark Australien

Wir machen einige Fotos und genießen noch eine ganze Weile die Aussicht. Anschließend machen wir uns langsam wieder auf den Weg nach unten. Man muss immer wieder gut aufpassen, dass man auf den lockeren Steinen nicht den Halt verliert. Mittlerweile zeigt das Thermometer bereits Mitte 30 Grad. Wieder am Campingplatz angekommen gönnen wir uns erst einmal eine erfrischende kühle Dusche um den ganzen Staub wieder loszuwerden. Da wir bisher erst bis zur Mitte des Nationalparks gekommen sind, beschließen wir noch ein bisschen weiter nach Norden zu fahren. Im Verlauf der Fahrt sehen wir immer wieder Kängurus, die sich im Schatten der wenigen Büsche vor der heißen Mittagssonne schützen. An einigen Stellen liegt gefühlt fast unter jedem Busch ein Känguru. Leider sieht man an oder in der Nähe der Straße auch immer wieder tote Tiere, von denen häufig nur noch Knochen und etwas Fell übrig ist.

Känguru Flinders Nationalpark Australien
Känguru Flinders Nationalpark Australien

Der Wind der bereits auf dem Berg am Morgen recht stark war, wird im Tagesverlauf immer stärker und es wird immer mehr Sand aufgewirbelt. Dadurch wird die Sicht leider immer diesiger und wir können die Berge um uns herum längst nicht mehr so gut sehen wie am Morgen und am Tag zuvor sehen. Da wir bei dem Wind und der mäßigen Sicht nicht mehr allzu viel Lust haben zu wandern, beschließen wir wieder zurück zu fahren und trinken an einem Parkplatz noch kurz Kaffee. Wirklich entspannt ist es auf Grund der Fliegen aber nicht und so fahren wir schnell weiter. Da der Sturm gefühlt stärker wird, entscheiden wir bereits heute eine Stück nach Adelaide zurück zu fahren. Wir finden in einer Campingapp einen Platz nicht weit von Port Augusta, wo wir die nächste Nacht schlafen wollen. Als wir ankommen, sitzen wir auf Grund der unverändert warmen mittlerweile 38 Grad noch etwas draußen, da man es im Camper nicht wirklich aushält. Wir haben natürlich extrem mit den Fliegen zu kämpfen, aber lieber die Fliegen, als durchgehend die Hitze im Auto. Irgendwann müssen wir dann leider rein, stöhnen aber auf Grund der Hitze bis zum Schlafen gehen, gefühlt abwechselnd vor uns hin.

06.10.2019 Zurück an Meer (Tag 189)​

Ein Großteil der letzten Nacht war extrem heiß, sodass wir immer wieder ziemlich angeschwitzt aufgewacht sind und mehrmals die Türen zum Durchlüften öffnen mussten und hofften, dass möglichst nichts gefährliches rein krabbelt. Zum frühen Morgen kühlt es sich dann doch endlich ab und die letzten Stunden Schlaf sind wesentlich angenehmer. Wir machen uns schnell fertig und treten die Flucht vor den Fliegen an und fahren zum Frühstücken nach Port Augusta. Dort gibt es zwar auch noch welche, aber längst nicht so schlimm wie im Outback.

Nach den Frühstück fahren wir weiter Richtung Adelaide und halten auf dem Weg dahin auf der kleinen Insel Weeroona an. Die Insel ist lediglich ca. jeweils einen Kilometer lang und breit, ist zur Hälfte umrandet von Mangroven und es gibt neben ein paar kurzen Wanderwegen nur einige Wohnhäuser. Es ist hier schön ruhig und wir denken, dass sich wohl nicht wirklich häufig Touristen hierhin verirren. Die nächsten paar Stunden entspannen wir hier ein wenig, auch wenn es hier immer noch viele die Fliegen gibt.

Insel Weeroona Australien
Insel Weeroona Australien

Am frühen Nachmittag geht es weiter nach Port Pirie. Wir kaufen noch eine Kleinigkeit ein und sitzen danach mit ein paar Snacks am Wasser und schauen zu den kleinen Bergen, die sich hinter den Feldern auftun. Anschließend fahren wir weiter und kommen auf der Strecke zu dem Campingplatz den wir uns nördlich von Adelaide raus gesucht haben an einem rosa schimmernden zum Teil ausgetrockneten Salzsee mit dem Namen Bumbunga Lake vorbei. Mit den grünen und gelben Feldern ringsherum sieht es wirklich mega aus und wir wollen unbedingt wissen, wie es mit Garry von oben aussieht. Leider müssen wir nach drei verunglückten Startversuchen auf Grund des starken und sehr böigem Windes der über das Land pustet aufgeben, da wir Angst haben, dass Garry beim nächsten Versuch abstürzt und Schaden nimmt. Etwas durch den Salzsee zu laufen, wollen wir uns aber nicht nehmen lassen.

Echse Australien
Rosa Bumbunga Salzsee Australien

Etwa eine halbe Stunde später erreichen wir den bereits gut besuchten Campingplatz und freuen uns, dass sich dieser direkt am Meer befindet und wir endlich mal wieder nicht auf einer Restarea neben einer stark befahrenen Straße schlafen müssen. Wir essen zu Abend und genießen anschließend ein bisschen die Aussicht übers Meer und auf den Sonnenuntergang. Wir sitzen etwas draußen, schauen uns die Aufnahmen von Garry vom Tag an und schreiben den Blog für den Tag. Anschließend hören wir noch etwas Musik und gehen schlafen.

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