30.04.2019 Wir müssen planen! (Tag 30)

Das Wetter soll heute sehr bewölkt sein und die Sicht auf dem Berg schlecht. Daher haben wir uns heute dazu entschieden im Tal zu bleiben, etwas spazieren zu gehen und uns hauptsächlich mit unserer Nepalplanung, dem Blog und dem Schneiden unserer Videos zu beschäftigen.

Wir gehen um neun Uhr frühstücken, es gibt Rührei mit gebratenen Hühnerstreifen, Toast und gebratenen Kartoffelstreifen. Das Frühstück ist sehr lecker und eine willkommene Abwechslung zum sonst meist süßem Frühstück. Anschließend laufen wir gemütlich zum Südeingang des Nationalparks, wo wir am Vortag mit dem Bus angekommen sind und gucken uns schon einmal an, was uns morgen erwartet und wo wir morgen unsere Tickets kaufen können.

Zurück im Hotel setzen wir uns an den Laptop und freuen uns, dass ein Großteil der Agenturen in Nepal geantwortet haben. Wir klären noch ein paar offene Fragen und sind zuversichtlich, dass wir uns zeitnah für eine Agentur entscheiden können.

Anschließend machen wir noch ein paar Fotos um unsere Packliste online stellen zu können. Wir aktualisieren unseren Blog und beschäftigen uns am Nachmittag mit dem schneiden von Videos. Nach einem kleinen Spaziergang essen wir erneut bei uns im Hotel. Wir gehen früh schlafen, da wir morgen pünktlich und fit um 6:30 Uhr am Ticketschalter sein müssen.

01.05.2019 Unser letzter Ausflug (Tag 31)

Heute klingelt der Wecker um halb sechs, denn wir möchten heute auf den Berg Huangshan. Sollte euch der Name bekannt vorkommen, wir waren ca. nach der Hälfte unseres China Aufenthaltes bereits auf einem Berg der Huashan hieß. 😀 Die Ticketschalter öffnen um halb sieben und dann fahren auch die ersten Busse zur Seilbahn.

Wir machen uns schnell fertig, den Rucksack haben wir gottseidank schon gestern Abend gepackt und frühstücken. Heute gibt es mal wieder Cornflakes und Haferflocken mit Obst.

Um viertel nach sechs verlassen wir unsere Unterkunft. Mr. Hui (der Hotelbesitzer) kommt uns durch Zufall auf der Straße entgegen und fragt, ob er uns zum Ticketoffice fahren soll. Wir nehmen sein Angebot dankend an und keine fünf Minuten später stehen wir an der Schlange für die Tickets.
Heute ist in ganz China ein Feiertag und auch die nächsten zwei Tage haben die Chinesen frei. Wir haben uns also schon darauf eingestellt, dass es heute sehr laut und voll werden wird. Am Ticketschalter angekommen, sehen wir schon die vielen Menschen. Wir hoffen sehr, dass es sich auf dem Berg etwas verläuft. Nach ca. 15 Minuten haben wir unsere Tickets in der Hand (Parkeintritt 190 Yuan, ca. 25,27€ p.P + Bus 19 Yuan, ca. 2,52€ p.P., + Seilbahn 80 Yuan, ca. 10,60€ p.P.) und laufen zum Bus, welcher uns in knapp 25 Minuten zur Talstation der Seilbahn bringt. Bei der langen Schlange die vor uns war, hätten wir gedacht, dass wir bis zur Seilbahnstation wesentlich länger brauchen und hoffen, dass wir auch hier nicht lange anstehen müssen und zeitnah auf dem Berg ankommen.

An der Talstation der Seilbahn angekommen sehen wir schon die Menschen, die bis vor dem Gebäude anstehen. Wir bleiben trotzdem optimistisch und hoffen, dass es schnell voran geht. Nach ein paar Minuten sehen wir, wie die Schlange hinter uns immer länger wird und die Menschen schon auf der Straße stehen, wo die Busse einen absetzen. Gottseidank sind wir nicht jetzt erst angekommen. Wir warten insgesamt ca. 45 Minuten, bis wir endlich in der Gondel sitzen.

Zunächst scheint das Wetter sonnig zu sein, wir sehen kaum Wolken. Doch von jetzt auf gleich fängt der Wind an zu wehen, bringt unsere Gondel ordentlich ins Schaukeln und es wird nebelig. Oben angekommen sehen wir nichts als eine weiße Wand vor uns und fühlen den eisigen Wind.

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„Ohje, wird das heute etwa wieder so wie auf den Avatar Bergen, wo wir auch nichts gesehen haben?“ fragten wir uns. Wir hoffen, dass sich der Wetterbericht nicht getäuscht hat und die Wolken noch weg ziehen. Wir ziehen die Reißverschlüsse unserer Jacken bis oben zu, Knut hat gottseidank heute seine Mütze und den Schal angezogen und laufen los. Wir gehen zu den ersten Aussichtspunkten und können dort leider nur sehen wie Teile der Wolken vom Wind über den Berg gepustet werden. Immerhin versucht sich die Sonne immer wieder durchzukämpfen. Wir laufen weiter und kommen an einen weiteren Aussichtspunkten an.

Nach einigen Minuten wird die Wolken- und Nebeldecke immer schwächer und wir können bereits die Umrisse eines Berges erkennen und erahnen, wie es hier oben aussieht. Keine fünf Minuten später ist ein Großteil der Wolken und des Nebels verzogen und wir können das erste Mal sehen, wie schön es hier oben ist und ein paar Fotos machen. Wir laufen den Weg weiter und es klart auch in anderen Bereichen des Berges immer und immer mehr auf, sodass wir schöne Fotos und Videos machen können.

Durch die Sonne ist es auf dem Berg mittlerweile auch angenehm warm und der Wind, der zu Anfang so doll gepustet hat, wird zum Glück auch immer schwächer und schwächer. Wir versuchen immer Nebenwege zu wählen, um den großen Touristengruppen etwas aus dem Weg zu gehen und finden immer wieder kleine fast einsame Aussichtspunkte. Wir laufen bis zum Flying Over Rock.

Dabei handelt es sich um einen mehrere Meter hohen Stein, der aufrecht an einer Bergkante steht. Wir fragen uns, wie er dort hingekommen ist und wie es möglich ist, dass er in der aufrechten Position bis heute so steht. Wir können vom Stein und dem darunter liegendem Tal tolle Fotos machen. Weiter geht es dann zu unserem heutigen höchsten Punkt dem Bright Summit Peak auf einer Höhe von 1840 Metern. Dort steht unter anderem auch eine Sternwarte und es gibt verschiedene weitere Aussichtspunkte, von denen man über die Teile des Berges schauen kann.

Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichen wir die zweite Seilbahnstationdes Berges. Von hieraus können wir über Treppen zu Fuß von den Yellow Mountains absteigen. Wir haben uns extra einen zeitlichen Puffer in unserer heutigen Tagesplanung eingebaut, sodass wir zu Fuß einen Teil herunterlaufen können. Dadurch sparen wir uns das Geld für die Seilbahn und erreichen trotzdem problemlos den Busshuttle am Fuße des Berges zurück in die Stadt. Nach einer kleinen letzten Pause, bei der wir noch einen kleinen Snack essen und unsere Kniebandagen zurecht rücken, gehen wir zur Treppe für den Abstieg.

Glücklicherweise kommen wir wirklich gut voran und erreichen bereits nach anderthalb Stunden Treppen bergab laufen den Busshuttle. Dort angekommen kaufen wir uns noch kurz die Tickets für die Busfahrt (19 Yuan, ca. 2,52€ p.P.) und können gleich in den nächsten Bus der bereits wartet einsteigen. Wir fahren etwa 20 Minuten bis zu Busstation, von der wir am Morgen auch gestartet sind. Wir laufen erst einmal in Richtung unseres Hotels und finden recht schnell ein gut besuchtes Restaurant und essen etwas. Anschließen kaufen wir noch Wasser und Proviant für den nächsten Tag ein und laufen zu unserem Hotel. Wir gehen duschen, packen schon einmal für die morgige Weiterreise vor, schreiben den Blog für den heutigen Tag zu Ende und fallen dann doch geschafft vom Tag aber mit vielen tollen Eindrücken ins Bett.

02.05.2019 Goodbye China (Tag 32)

Heute an unserem letzten Tag in China schlafen wir aus und frühstücken erneut in unserem Hotel. Im Anschluss gehen wir noch ein bisschen durch die Stadt spazieren und genießen das sonnige Wetter. Nach etwa einer Stunde kommen wir wieder im Hotel an und packen unsere Rucksäcke fertig. Um 13 Uhr checken wir aus und fragen unseren Hotelbesitzer Mr. Hui, wie wir am Besten zum Flughafen kommen. Er erklärt uns, dass wir am besten mit dem Bus bis zum Busbahnhof fahren und von dort ein Taxi nehmen sollen. Anschließend setzen wir uns hin, schreiben an unseren Block und sortieren Bilder und Videos aus.

Nach ca. 30 Minuten fragt uns Mr. Hui, ob wir auch für 100 Yuan ein Taxi zum Flughafen nehmen würden. Wir finden den Vorschlag gut und machen mit ihm aus, dass wir um 18 Uhr abgeholt werden. Die Zeit vergeht ziemlich schnell und so gehen wir am späten Nachmittag nochmal spazieren und kaufen anschließend für das restliche Geld, was wir noch haben (außer etwas mehr als die 100 Yuan) ein paar Snacks ein.

Gegen 17:30 Uhr sind wir wieder am Hotel und Mr. Hui fragt uns, ob es auch in Ordnung wäre, wenn das Taxi etwas später kommt. Etwas später heißt in diesem Fall eine Stunde. Wir erklärten ihm, dass dies für uns zu spät ist, da wir weder die Strecke, noch den Verkehr und den Flughafen kennen und lieber zu früh als zu spät am Flughafen sein möchten. Mr. Hui sagt uns, dass viel Verkehr auf den Straßen sei und das Taxi dementsprechend Verspätung hat, da dies im Moment noch andere Gäste transportiert.

Wir sagen, dass einen halbe Stunde später für uns in Ordnung ist, mehr aber nicht und er versichert uns, dass das Taxi dies schaffen würde, ansonsten würde er ein Anderes für den selben Preis bestellen.

Wir warten und gegen kurz vor sechs sagt uns Mr. Hui, dass das Taxi eventuell auch sieben Uhr nicht schaffen würde und vielleicht noch später kommt. Nach langem hin und her diskutieren läuft er zur Straße und kommt nach relativ kurzer Zeit mit einem Taxi zurück. Dieses möchte aber 130 Yuan für die Strecke haben. Soviel Geld haben wir aber nicht mehr und dies ist uns für die Strecke auch zu viel. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir die günstigere Variante mit dem Bus genommen.

Mr. Hui läuft wieder zur Straße und findet nach kurzer Zeit gottseidank ein Taxi, dass uns für die versprochenen 100 Yuan zum Flughafen fährt. Wir steigen ein uns sind froh, dass wir nun endlich auf dem Weg sind. Kurz nachdem wir aus dem Ort raus fahren macht der Taxifahrer sein Taxameter an. Wir erschrecken uns beide und versuchen uns nichts anmerken zu lassen. Wir hoffen, dass die Anzeige bis zum Erreichen des Flughafens nicht viel mehr als die abgemachten 100 Yuan anzeigt.

Die Zeit vergeht gefühlt gar nicht und der Betrag auf der Anzeige steigt immer mehr. Kurz vor Ankunft am Flughafen schreiben wir schon mal in unserer Übersetzerapp, den Text : „Wir haben mit unserem Hotelbesitzer einen Festpreis von 100 Yuan vereinbart, was mit Ihnen auch abgesprochen worden ist!“ und stellen uns darauf ein, dass der Taxifahrer uns gegebenenfalls am Flughafen nicht aussteigen lässt und es eine Diskussion geben wird, warum wir den Taxipreis (mittlerweile 180 Yuan) nicht zahlen.

Wir kommen am Flughafen an und der Taxifahrer steigt aus. Schnell steigen wir auch aus und nehmen unsere Rucksäcke aus dem Autp. Carina gibt dem Taxifahrer die vereinbarten 100 Yuan, dieser bedankt sich, steigt in sein Fahrzeug und fährt los.

Wir gucken uns beide an, fangen an zu grinsen und sind heilfroh, dass das Ganze doch ein so gutes Ende genommen hat. Warum er aber das Taxameter eingeschaltet hat können wir uns nicht erklären. Das hat uns auf jeden Fall einige Nerven gekostet.

Der Flughafen Tunxi ist wirklich sehr klein und so können wir auch schnell unsere Rucksäcke abgeben. Leider erfahren wir, dass unser Gepäck (obwohl wir mit der gleichen Airline weiterfliegen), nicht bis nach Kathmandu durchgecheckt wird und wir dieses in Guanghzou abholen und neu einchecken müssen. Das bedeutet natürlich für uns, dass unsere Nacht noch kürzer wird (wir haben nämlich ein Transithotel, indem wir ein paar Stunden schlafen wollen). Wir sind darüber ziemlich verwundert, können dies aber leider nicht ändern und so suchen wir uns einen gemütlichen Platz. An den Flughäfen, Bahnhöfen und in den Fernbahnen gibt es überall Automaten mit heißem und kaltem Wasser. Daher haben wir uns gestern Nudelsuppen gekauft und lassen uns diese nun schmecken. Wir beobachten noch etwas die chinesischen Reisegruppen, die vor uns mit ihren eingekauften Mitbringseln Tetris im Koffer spielen und erfolglos versuchen diese dort zu verstauen.

Anschließend gehen wir durch die Sicherheitskontrolle und machen es uns die letzten eineinhalb Stunden vor Beginn des Boardings am Gate gemütlich (hier gibt es überall sehr bequeme Massagesitze, welche eine kurze Probemassage nach dem Hinsetzen starten). Pünktlich beginnt das Boarding und wir fliegen nach Guanghzou ab.

Flughafen Tunxi China
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