Tag 48+49 Erholung in Kathmandu (18.05.2019-19.05.2019

Der erste Teil der Nacht verläuft noch ruhig doch gegen zwei Uhr wacht Adriano auf einmal auf und merkt, dass er sich gar nicht gut fühlt. Er dreht sich von links nach rechts und das Wohlbefinden wird immer schlechter. Irgendeine Zutat bei einem Gericht muss wohl am Vortag nicht mehr ganz in Ordnung gewesen sein. Erst einmal schläft er wieder ein, wacht gegen fünf Uhr erneut auf und dann wird es alles noch schlimmer.

Er muss mehrmals das Badezimmer aufsuchen und fühlt sich sehr sehr schlecht. Auch die Tabletten gegen Übelkeit helfen im Laufe des morgens nicht wirklich und sein Zustand wird eher schlechter. Frühstücken im Garten ist in diesem Zustand leider nicht möglich. Gegen neun Uhr geht Carina zum Hotelbesitzer und fragt, ob Sie das Frühstück heute auf einem Tablett mit aufs Zimmer nehmen kann. Ziemlich gezwungen, schafft Adriano dann immerhin zwei kleine Schalen Porridge, ein bisschen Toast und Tee und kann danach erst mal wieder ein wenig schlafen. Gegen frühen Nachmittag wird es dann etwas besser und wir können beide auf der Dachterrasse unserer Unterkunft sitzen, ein wenig skypen, im Internet lesen und das sonnige Wetter genießen. Es wird ein recht entspannter Nachmittag. Im Laufe des Abends verschlechtert sich der Zustand von Adriano leider wieder und er ist sehr froh, als er dann endlich einschlafen kann.

Die kommende Nacht ist zum Glück nicht so schlimm wie die vorherige und so fühlt er sich am Sonntag gottseidank schon um einiges besser. Da wir in Kathmandu nur noch einen Tempel besichtigen möchten, beschließen wir kein Risiko einzugehen und auch diesen Tag entspannt anzugehen, da wir ja zum Glück noch den Montag Zeit haben. Wir beschäftigen uns im Tagesverlauf mit den weiteren Abflauf für Hong Kong, wo wir danach hinfliegen möchten und gehen am Abend zu unserem Lieblingsrestaurant Western Tandoori essen. Darauf haben wir uns schon seit Mitte des Treks gefreut. Wir bestellen uns beide Paneer Masalla und zwei Garlic Naan. Es schmeckt wieder super lecker und der Laden ist auch wie die Male davor wieder sehr voll. Anschließend gehen wir wieder in die Unterkunft und skypen ein bisschen mit der Familie bevor wir schlafen gehen.

Tag 50 Der letzte Tag in Nepal (20.05.2019)

Gegen halb sieben klopft es mehrmals an der Tür. Völlig verschlafen wacht Adriano auf und geht zur Tür. Vor der Tür steht ein Hotelmitarbeiter und sagt, dass ein Abholservice für den Flughafen an der Rezeption auf uns warten würde. In der Zwischenzeit wacht auch Carina auf, ist noch halb in ihrem Traum auf dem Trek zum Mount Everest und kann die Fragen, die ihr Adriano bezüglich der Firma bei der wir gebucht haben überhaupt nicht verstehen. Adriano erklärt dem Mitarbeiter, dass unser Flug erst am nächsten Tag geht und der Transport für Morgen früh bestellt ist. Wirklich schlafen können wir danach beide nicht mehr und stehen gegen halb acht auf.

Adriano fühlt sich glücklicherweise auch wieder fast komplett gesund. Wie es aussieht, hat er noch einmal richtig Glück gehabt, dass es ihm nur für anderthalb Tage schlecht ging und das es genau an den Tagen in Kathmandu passiert ist, an denen wir eh nicht geplant hatten. Wir gehen wieder im Garten der Unterkunft frühstücken und packen danach unseren Rucksack, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg zum Pashupatinath Tempel machen. Wir laufen zum Glück durch ruhigere, kleine Nebenstraßen Richtung Tempel und wir müssen nur hin und wieder eine der wuseligen und sehr staubigen Hauptstraßen überqueren. Nach ca. anderthalb Stunden kommen wir bei unserem heutigen Ziel am Pashupinath Tempel an (Eintritt 1000 NPR p.P. ca. 8,10€). Die Anlage ist eine der wichtigsten Tempelanlagen des Hinduismus und gleichzeitig eine der wichtigsten Verbrennungsstätten. Wir betreten den Eingang und haben das Gefühl, dass wir heute die einzigen Touristen sind. In einigen Bereichen der Anlage ist der Zugang lediglich Hinduisten erlaubt, sodass wir uns diese nur von außen angucken können.

Pashupinath Tempel, Nepal, Kathmandu

Wir laufen um die einzelnen Gebäude herum und kommen völlig überraschend bei den ersten Plattformen an, auf denen die Verstorbenen verbrannt werden. Direkt hinter diesen Plattformen verläuft der kleine heilige Fluss Bagmati, mit dessen Wasser die Verstorbenen vor der Beisetzung noch einmal gewaschen werden. Ringsherum stehen auf den einzelnen Wegen und Terrassen der Gebäude Unmengen an Menschen, von denen der Großteil mit den einzelnen Beisetzungen gar nichts zu tun hat. Wir schauen uns an und müssen das erst einmal ein wenig verarbeiten, da man so etwas noch nie bisher im Leben gesehen hat. Bei dem Fluss handelt es sich eigentlich eher auch um ein ziemlich unsauberen Fluss, in dem sich sehr viel Plastikreste befindenden, sich Kühe suhlen und immer wieder Affen schwimmen gehen.

Wir laufen weiter durch die Anlage und immer wieder sehen wir neue Tragen mit Verstorbenen ankommen, die am heutigen Tag beigesetzt werden sollen. Am Rand der Anlage sehen wir an einer Brücke einen riesen großen Bullen stehen. Alle Menschen die in seine Richtung laufen haben verständlicherweise ziemlichen Respekt vor ihm und drehen um, um eine andere Brücke zum Überqueren des kleinen Flusses zu nutzen. Wir beobachten das Schauspiel eine Zeit lang und sehen, dass der Bulle immer wieder nur leicht hin und her läuft, sonst aber einen ruhigen und lieben Eindruck macht und immer wieder vereinzelt Menschen Bilder von und mit ihm machen. So ein lustiges Selfie brauchen wir auch, denken wir uns.

Pashupinath Tempel, Nepal, Kathmandu.JPG

Nach etwa zwei Stunden machen wir uns auf den Rückweg zur Unterkunft und holen uns in einem Pizzaladen, der heute eine tolle günstige Aktion hat noch eine große vegetarische Pizza und bekommen die gleiche in kleiner Version geschenkt dazu. Wir lassen uns die beiden Pizzen auf der Dachterrasse unserer Unterkunft schmecken und beschäftigen uns den Nachmittag mit der Suche nach Flügen für unser nächstes Land, nachdem wir uns Hong Kong angeschaut haben. Von Hong Kong aus geht es nach ….. Indonesien :D.

Wir buchen uns erst einmal 10 entspannte Strandtage auf den Giliinseln. Danach suchen wir nach Flüge für Adrianos Mutter, die uns in Indonesien nach unserem Badeurlaub besuchen kommen möchte. Leider dauert das Buchen für die Flüge ziemlich lange, da uns die Hompages kurz vor der Bezahlung immer wieder aus dem Buchungsprozess schmeißen. Anschließen packen wir unsere Rucksäcke für den Abflug am nächsten Tag und beschließen noch einmal zum Abschluss unserer Tage in Nepal in unserem Lieblingsrestaurant Western Tanddori essen zu gehen. Bei Adriano gibt es noch einmal Paneer Masala, Carina bestellt sich Mutter Paneer und dazu gönnen wir uns wieder zwei Garlic Naan. Wer weiß, wann wir dieses Brot noch einmal so lecker bekommen :D.

Gut gesättigt und mit leicht viereckigen Augen von den vielen Stunden am Notebook, gehen wir wieder zur Unterkunft. Wir buchen noch schnell einen Inlandsflug in Indonesien, da wir damit am Nachmittag kein Erfolg hatten, gehen duschen und fallen kaputt ins Bett. Immerhin etwas über sechs Stunden können wir noch schlafen bis um 5.30 Uhr der Wecker klingelt.

Menü schließen