18-20.11.2019 Willkommen in Peru (Tag 233-235)​​

Als wir heute morgen aufwachen, sind wir beide noch ziemlich kaputt von den letzten anstrengenden Tagen. Wir gehen erst einmal auf der Dachterrasse des Hostels frühstücken und packen danach unsere Sachen zusammen, da wir nach der einen Nacht in einem Einzelzimmer für die nächsten beiden Nächte in ein günstigeres gemischtes Zimmer umziehen.

Da unser neues Zimmer noch gereinigt wird, erkunden wir ein wenig den Stadtteil Miraflores und laufen zur Küste. Mit dem Wetter haben wir nicht ganz so Glück, da es ziemlich wolkig und diesig ist. Trotzdem können wir entlang der Küste bis zum Kreuz, welches in der Nacht auf der anderen Küstenseite leuchtet schauen. Wir laufen zurück zum Hotel und nutzen den restlichen Tag für die Planung unseres Peru- und Brasilientrips und arbeiten an unserer Homepage. Am Abend spielen wir noch ein paar Runden Kicker um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Lima Miraflores Küste Pazifik Peru
Lima Miraflores Küste Pazifik Peru

Über unser Hostel wird eine kostenlose Free Walking Tour durch Limas Downtown angeboten. Dort befinden sich zu einem Großteil die Sehenswürdigkeiten die wir uns ins Lima anschauen möchten. Am Morgen frühstücken wir wieder gemütlich auf der Dachterrasse mit frischen Brötchen und Schokopancakes. Es ist super, mal wieder richtige Brötchen statt nur Toast zu haben. Als die Tour los geht, ist die Gruppe doch um einiges größer als gedacht und wir hoffen, dass es trotzdem ein interessanter Ausflug wird. Mit dem Bus fahren wir in die Stadt, wo es zuerst zum Platz Saint Martin geht. Unser Guide Sandra erzählt uns ein paar Hintergründe zum Platz und zu den Häusern die wir ringsherum sehen können.

Saint Martin Platz Lima Peru
Saint Martin Platz Lima Peru

Über eine lebendige Einkaufsstraße mit etlichen Geschäften geht es vorbei an einigen Kolonialbauten und Kirchen die zum Teil sogar zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Wir besichtigen eine Basilika von innen, bevor es zum Platz de Major geht. Der Platz ist ringsherum abgesperrt, da die Regierung aktuell mit Demonstrationen rechnet und es gibt nur begrenzten Zugang. Wir sind uns sicher, dass wir ohne Sandra sicherlich am heutigen Tag nicht auf den Platz gekommen wären. Bei den Gebäuden um den Platz, handelt es sich um das Rathaus und die Kathedrale von Lima.

Plaza Major mit Kathedrale und Rathaus Lima Peru
Plaza Major mit Kathedrale und Rathaus Lima Peru

Im weiteren Verlauf geht es vorbei an der schönen Basilika San Francisco, bis zum Rand des Stadtteils Downtown, von dem wir einen Blick auf einen Stadtteil, der bis vor einigen Jahren noch zu den Wohlhabendsten von Lima gehörte, nun aber zum großen Teil von armen Menschen bewohnt wird. Es soll mittlerweile sogar für die Einheimischen und nicht nur für Touristen am Tage und im Dunkeln dort gefährlich sein.

Basilika San Franciscus Lima Peru
Armer Stadteil in Peru Lima

Mit dem Bus geht es zurück zum Hostel. Unsere nächste Station ist die Stadt Cusco. Eigentlich hatten wir überlegt mit dem Bus zu fahren, da aber von der Direktfahrt durch die Anden von Lima nach Cusco mit dem Bus vor vielen Überfällen gewarnt wird, entscheiden wir uns doch einen Flug für den nächsten Tag zu buchen. Wir finden sogar noch spontan ein sehr gutes Angebot was gar nicht so viel teuer als der Bus ist und wo wir natürlich viel kürzer unterwegs sind. Am Abend laufen wir noch etwas durch Miraflores und gehen etwas essen. Wieder im Hostel angekommen arbeiten wir auf der Dachterrasse am Notebook.

Am heutigen Mittwoch geht es am frühen Nachmittag per Flug nach Cusco. Da wir nach dem Frühstück noch etwas Zeit haben, laufen wir noch einmal zur Küste und holen uns auf den Rückweg noch ein paar Snacks für den Tag. Mit dem Transferservice vom Hostel geht es dann zum Flughafen. Da wir schon eingecheckt haben, geben wir nur die Koffer ab und fliegen wie geplant nach Cusco ab.

Pünktlich landen wir bei einem Sonnen- und Wolkenmix in Cusco auf einer Höhe von 3416 Metern. Der Anflug durch die Schlucht bei immer wieder aufkommendem Seitenwind ist hin und wieder etwas aufregend, aber das Bergpanorama sieht wirklich cool aus. Wir bekommen schnell unsere Rucksäcke und mit dem UBER geht es in wenigen Minuten zu unserem Hostel, welches direkt in der Stadt liegt. Am Nachmittag erkunden wir ein bisschen Cusco und finden die Stadt mit ihren kleinen Häuschen und Kirchen super niedlich und wunderschön. Am Abend gehen wir zur Abwechslung chinesisch essen. Bis zum schlafen gehen planen wir die kommenden Tage und arbeiten an unserem Blog.

Cusco in den Anden Peru

21.11.2019 Hoch hinaus in die Anden (Tag 236)

Als gegen acht Uhr der Wecker klingelt, sind wir beide noch ziemlich müde. Tagsüber hat man mit der Höhe zwar nicht wirklich zu kämpfen, in der Nacht ist man aber schon recht häufig wach geworden.

Glücklicherweise, sind wir in unserem Vierbettzimmer aber alleine und wir hoffen, dass es sogar so bleibt. Heute wollen wir Cusco erkunden. Nach dem Frühstück geht es mit Kamera und GoPro bewaffnet los durch die kleinen Gassen und Straßen der Stadt. Zuerst laufen wir zum Plaza San Francisco wo auch die Basilika San Francisco steht. Danach geht es weiter zur Iglesia de Santo Domingo und dem direkt daneben gelegenen Park Jardin Sagrado. Es ist zwar ein wenig wolkig, aber wenn die Sonne raus kommt hat sie ziemlich Kraft und es ist richtig schön warm.

Basilika San Francisco Cusco Peru
Park Jardin Sagrado mit Iglesia de Santo Domingo Cusco Peru
Iglesia de Santo Domingo Cusco Peru

Auf dem Weg zum Plaza de Armas geht es durch kleine Gassen, vorbei an alten von den Inkas gebauten Mauern. Es ist wirklich erstaunlich, wie perfekt die einzelnen Steine der hohen Mauern aufeinander passen, sodass kein Blatt mehr dazwischen passt.

Gassen mit Mauern der Inka Cusco Peru
Gassen mit Mauern der Inka Cusco Peru

Am Plaza de Armas angekommen haben wir einen schönen Blick auf die Kirche Compañia de Jesus und die Kathedrale von Cusco. Der Platz ist wirklich schön angelegt, mit Blumen bepflanzt und lädt zum Verweilen ein.

Kirche Compañia de Jesus Cusco Lima
Plaza de Armas Cusco Peru
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Kathedrale Cusco Peru

Richtung Osten geht es weiter in das kleine Künstlerviertel San Blas. Den Platz des Stadtteils säumen etliche kleine Geschäfte und Verkaufsstände. Es macht unglaublich viel Spaß durch das hübsche und verwinkelte Cusco zu laufen.

Kirche Stadtteil San Blas Cusco Peru
Platz Künstlerviertel San Blas Cusco Peru

Ab Mittag ist leider Regen angesagt und wir hoffen, dass wir bevor das Wetter schlechter wird Cusco von oben sehen können. Wir laufen den Berg hinauf bis zum Eingang zum Cristo Blanco, einer Cristusstatur die auf einem Berg steht und über Cusco thront.

Steile Treppen Cusco Peru
Cusco von oben, Peru

Wir genießen die tolle Aussicht und laufen anschließend zu einem Cafè das wir im Internet gefunden haben. Im Cafè soll man eine tolle Aussicht über Cusco und die umliegenden Bergketten haben. Bei so einer Aussicht, schmeckt der Kaffee natürlich besonders gut.

Cusco von oben, Peru
kleine Straßen & Gassen Cusco Peru

Langsam geht es zurück in die Stadt, da wir uns bei einer Touristeninformation noch ein paar Infos, wie wir Richtung Machu Picchu und einigen Städten in der Nähe von Cusco kommen einholen möchten. Wir kommen gerade an, als die Dame Mittagspause macht und beschließen uns eine gemütliche Bank am Plaza de Armas zu suchen und dem Treiben zuzuschauen.Wir bekommen dann zum Glück alle Infos die wir brauchen und laufen da es zu regnen anfängt erst mal zum Hostel zurück. Wir recherchieren ein bisschen und spielen Tischtennis.

Am späten Nachmittag schlendern wir noch zum und über den Mercado de San Pedro. Dort gibt es neben Früchten, leckeren Säften und Souveniers eine große Auswahl an Essenständen. Wir freuen uns, dass wir nach unserem Aufenthalt in Asien mal wieder richtig einheimisch essen können und das für kleines Geld. Zum Nachtisch gibt es für jeden jeweils einen frisch gepressten Mango- und Pomelosaft. Alles ist einfach super lecker. Durch die beleuchtete Stadt geht es mit einem Schlenker über den Plaza de Armas zurück zum Hostel. Da wir am nächsten Morgen etwas früher raus wollen, bearbeiten wir nach der Rückkehr noch ein paar Bilder und gehen schlafen.

22.11.2019 Wie die Inka lebten (Tag 237)

Für heute haben wir uns den Wecker etwas früher gestellt, da wir heute viel vor haben. Um halb acht gehen wir frühstücken und laufen anschließend direkt zur Christo Blanco Figur die auf dem Berg über Cusco steht. Am Eingang kaufen wir uns das Ticket, welches unter anderem für die Inka Ausgrabungsstätte nicht weit von der Firgur, aber auch für weitere Attraktionen in anderen Städten gültig ist. Etwas merkt man die dünne Luft beim Aufstieg zwar schon, aber wir kommen gut voran. Von oben haben wir auch eine gute Sicht auf den Plaza de Armas.

Plaza de Armas Cusco Peru
Christo Blanco (Christusfigur) Cusco Peru

Von der Christusfigur laufen wir zur Inka Ausgrabungsstätte Sacsayhuaman und bekommen einen ersten Eindruck von der Bauweise und den verschiedenen Bereichen der Anlage.

Inka Ausgrabungsstätte Sacsayhuaman Cusco Peru
Inka Ausgrabungsstätte Sacsayhuaman Cusco Peru

In der Anlage laufen überall verschieden große Lamas und Alpakas herum, die mit ihrem langen, zotteligen Fell wirklich super lustig aussehen und ziemlich neugierig sind. Wir laufen durch die Anlage und es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Perfektion die Mauern und Häuser damals gebaut worden sind.

Inka Ausgrabungsstätte Sacsayhuaman Cusco Peru
Lamas Inka Ausgrabungsstätte Sacsayhuaman Cusco Peru

Nachdem wir einmal durch die gesamte Anlage gelaufen sind, gehen wir wieder bergab in die Stadt, da wir noch in die kleine etwa 30 Kilometer entfernte Stadt Pisac fahren möchten, wo es weitere, wo eine große Inkaruine steht. Auf dem Weg zurück in die Stadt fängt es ziemlich an zu regnen und wir hoffen, dass das Wetter zum Nachmittag wieder besser wird. Wir finden den Bus ziemlich schnell und dann geht es auch schon die Anden hoch. Die Fahrt nach Pisac dauert durch die Berge etwa eine Dreiviertelstunde. Der Busfahrer vergisst leider uns bei der Haltestelle in der Stadt Bescheid zu geben, sodass wir erst bei der Ortsausfahrt aussteigen können. Es ist ihm aber super unangenehm und er entschuldigt sich mehrfach. Wir holen uns einen Snack und machen uns auf den Weg zu der Ruinenanlage, die auf einem Berg liegen. Auch wenn es hin und wieder etwas anstrengend ist merken wir, dass Pisac tiefer als Cusco liegt und die Luft nicht ganz so dünn ist. Es geht immer mehr bergauf und wir genießen die Aussicht in die Weite.

Inka Ruinen von Pisac Peru.JPG
Inka Ruinen von Pisac Peru

Nach etwa einer Stunde erreichen wir die ersten Ruinen und sind stolz auf uns, dass wir den Aufstieg so schnell und gut gemeistert haben. Wir kommen vorbei an den ersten Gebäuden und Terrassen.

Inka Ruinen von Pisac Peru
Inka Ruinen von Pisac Peru

Im weiterem Verlauf sehen wir noch die Reste des Sonnentempels und den Bereich der früheren Wohnhäuser. Am Sonnentempel entdecken wir sogar noch das alte Bewässerungssystem, welches bis heute einwandfrei funktioniert. Ein bisschen Ähnlichkeit hat die Anlage sogar mit Teilen des Machu Picchus.

Inka Ruinen von Pisac Peru
Sonnentempel Inka Ruinen von Pisac Peru

Da wir nicht erst im Dunkeln wieder in Cusco ankommen wollen, laufen wir rechtzeitig wieder bergab und bekommen sogar ohne wirkliche Wartezeit den Bus zurück nach Cusco. Dort angekommen gehen wir wieder auf dem Markt lecker Essen und buchen uns danach bei einer Agentur eine Tour zu den Rainbowmountains für den nächsten Tag. Als wir wieder im Hostel, ankommen merken wir das hoch und runter wandern in der großen Höhe doch ein wenig und beschließen heute etwas früher schlafen zu gehen um am nächsten Morgen für die Tour die bereits um sieben Uhr startet fit zu sein.

23.11.2019 Können diese Berge echt sein ?! (Tag 238)​

Heute klingelt bereits gegen kurz nach sechs der Wecker, da wir um kurz vor sieben für unsere Tour zu den Rainbow Mountains abgeholt werden. Es gibt in Peru mehrere Rainbow Mountins und wir haben uns für die Rainbow Mountains entschieden, da diese bisher wesentlich untouristischer sind und dort nicht jeden Tag ein Massenansturm herrscht. Wir hoffen sehr, dass es bei der kleinen Gruppe von 10 Leuten bleibt, die uns der Anbieter am Vorabend genannt hat. Die erste Stunde tuckern wir gefühlt quer durch Cusco und es kommen immer mehr Leute dazu. Auf einmal ist der Bus mit ziemlich kleinen Sitzen mit 15 Leuten dann doch voll. Das hatten wir uns natürlich, da ja auch jeder Rucksäcke mit hat, die man kaum unter bekommt anders erhofft. Wir verlassen Cusco und fahren Richtung Osten. Unser erster Stop ist eine sehr alte Inkabrücke, welche aus Holz und Ziegenleder gebaut ist. Beim rüber gehen ist es schon eine wackelige Angelegenheit und Carina braucht etwas bis sie sich überwinden kann.

alte Inka Brücke Peru
alte Inka Brücke Peru

Kurz danach geht es weiter und etwa eine halbe Stunde später verlassen wir die befestigte Straße und fahren offroad weiter. Langsam geht es immer weiter bergauf und die Landschaft um uns herum, mit den hohen Bergen, den Grünen Wiesen und den ganzen Lamas sieht wirklich schön aus. Wie toll muss es wohl bei strahlendem Sonnenschein sein? Langsam nähren wir uns den Bergspitzen und auf einmal erkennt Carina bereits den ersten Rainbow Mountain. Bereits am Parkplatz merkt man, dass die Luft hier um einiges dünner ist als in Cusco. In langsamen Tempo geht es bergauf und wir sehen bereits die ersten beiden der drei Rainbow Mountains die wir uns heute anschauen.

Pocoyo Rainbow Mountains Peru
Pocoyo Rainbow Mountains Peru
Pocoyo Rainbow Mountains Peru
Pocoyo Rainbow Mountains Peru

Es geht über einen Trampelpfad weiter bergauf, da sich der dritte und größte hinter einer Bergspitze befindet. Carina fühlt sich heute schon den ganzen Tag nicht so gut und hat mit dem Aufstieg etwas zu kämpfen. Oben angekommen werden wir aber mit einem super tollem Panorama belohnt und der etwas anstrengende Aufstieg hat sich voll und ganz gelohnt. Die bunten Berge sehen aus als wären sie angemalt worden. Wir sind mal wieder erstaunt, von der Vielfältigkeit und der Schönheit der Natur.

Pocoyo Rainbow Mountains Peru
Pocoyo Rainbow Mountains Peru

Etwas weiter oben gibt es einen Steinwald. Adriano will es sich nicht nehmen lassen, auf die Höhe von 5000 Metern hoch zu laufen, da der Rundumblick von oben einfach mega sein soll. Oben angekommen, ist er schon ein bisschen sprachlos über die Aussicht. Ein bisschen kämpft sich langsam sogar die Sonne durch.

Pocoyo Rainbow Mountains Peru
Pocoyo Rainbow Mountains Peru
Pocoyo Rainbow Mountains Peru
Pocoyo Rainbow Mountains Peru

Mit dem Wetter hätten wir auch Pech haben können, gerade wenn es im Tal die Tage davor häufig regnet, liegt auf den Rainbow Mountains Schnee. Noch ein letztes mal die Aussicht genießen und dann geht es bereits wieder zurück zum Bus. Auf dem Weg Richtung Cusco halten wir noch bei einem Restaurant an und essen zu Mittag. Kurz vor Cusco zieht ein Gewitter auf und es regnet bereits ziemlich stark. Als wir gegen halb sechs die Innenstadt erreichen, hat uns das Unwetter eingeholt und wir laufen in schnellem Tempo zurück zum Hostel und hoffen, dass wir trocken ankommen. Keine fünf Minuten nachdem wir angekommen sind, geht gefühlt die Welt unter und es hagelt und schüttet ohne Ende. Puh Glück gehabt, denken wir uns. Nach einer heißen Dusche fühlen wir uns beide wieder richtig gut und lassen den Abend ganz entspannt ausklingen.

24.11.2019 Unglaubliche Inkabauten (Tag 239)

Heute möchten wir noch ein paar Städte in der Nähe von Cusco besuchen, die zum heiligen Tal der Inka gehören. Nach dem Frühstück geht es zum Busbahnhof. Wir finden dort aber lediglich Sammeltaxis und einigen uns mit einem Fahrer auf einen Preis in die erste Stadt. Dann wird uns von einem anderen Fahrer ein Tagespreis für alle Städte bzw. Sehenswürdigkeiten zu den wir wollen angeboten und nach ein bisschen verhandeln, haben wir ein Fahrzeug, welches uns den Tag lang zu den Orten bringt wo wir hin wollen. Zuerst geht es in ein kleines Städtchen namens Chinchero, dass etwa dreißig Kilometer nördlich von Cusco liegt. Immer Sonntags gibt es dort einen lokalen Markt, wo die indigenen Völker aus der Gegend ihre Sachen verkaufen. Auf dem Markt gibt es Obst, Gemüse, Kuchen, warme Küche und neben Kleidung auch Souvenirs. Wir gönnen uns ein leckeres frisch gebackenes Stück Kuchen uns Carina kauft sich einen Schal, da sie ihren leider in San Francisco verloren hat. Kurze Zeit später geht es zu den Inka Salzterrassen in Maras. Die Inka haben damals heraus gefunden, dass der Boden sehr salzhaltig ist und hier verschieden große Salzbecken angelegt, welche bis heute für die Salzproduktion genutzt werden.

Salzterrassen in Maras Peru
Salzterrassen in Maras Peru

Wir sind von der Größe der Terrassen wirklich erstaunt und man kann sich gar nicht wirklich vorstellen, wie damals so etwas gebaut werden konnte. Wir fahren den Hügel zu den Terrassen hinunter und können uns die einzelnen Becken und das dahin laufende Wassersystem aus der Nähe ansehen.

Salzterrassen in Maras Peru
Salzterrassen in Maras Peru

Da es langsam zu regnen anfängt, gehen wir zurück zum Auto und fahren zu einem weiteren Highlight. Es geht zur Inka Ausgrabungsstätte in Moray. Hierbei handelt es sich um Terrassen die in unterschiedlicher Höhe damals von den Inka angelegt worden sind um anhand des Mikroklimas zu testen, in welcher Höhe und Tiefe welche Pflanzen und Gewächse am besten wachsen. Das sich die Inka mit so etwas beschäftigt haben und dann noch so eine große Anlage gebaut haben ist wirklich erstaunlich.

Inka Ausgrabungsstätte in Moray Peru
Inka Ausgrabungsstätte in Moray Peru
Inka Ausgrabungsstätte in Moray Peru
Inka Ausgrabungsstätte in Moray Peru

Von Moray geht es weiter zu unserem letzten Stopp in der Stadt Ollantaytambo. Hier gibt es eine sehr große alte Inkastätte gebaut auf verschiedenen Bergteilen. Wir erreichen den Eingangsbereich und wollen wie bei den letzten Sehenswürdigkeiten mit unserem Fahrer klären wo er auf uns wartet. Auf einmal meint er, es würde mehr Geld kosten wenn wir zurück nach Cusco wollen. Über den Googleübersetzer entsteht eine wilde Diskussion, dass wir am Morgen einen Festpreis für das Fahrzeug bis Cusco samt der vier Stopps vereinbart haben und wir nun sicher nicht mehr zahlen werden. Die Diskussion endet damit, dass wir ihm weniger Geld geben als am Morgen vereinbart worden ist und aussteigen. Wir haben uns selbstverständlich vorher erkundigt, wie wir von den einzelnen Städten mit einem Bus von und nach Cusco kommen würden, da ja zu Anfang kein Privatauto für einen Tag geplant war. Somit wussten wir natürlich, dass wir problemlos für kleines Geld bis zum Einbruch der Dunkelheit nach Cusco kommen werden. Wir gehen zum Eingangsbereich der Anlage und stehen kurz danach vor großen Terrassen und einzelnen Häuser. Wow ist das groß, denken wir uns.

Inkastätte Ollantaytambo Peru
Inkastätte Ollantaytambo Peru.JPG

Wir laufen die Treppenstufen bergauf, genießen die Aussicht von oben und erkunden die einzelnen kleinen Bereiche. Man kann sich gar nicht wirklich vorstellen, wie die Inka das damals gebaut haben. Über einen Weg der in einen Teil des Berges gebaut worden ist, geht es zu weiteren Terrassen und verschiedenen Häusern.

Inkastätte Ollantaytambo Peru
Inkastätte Ollantaytambo Peru

Wir gehen langsam wieder bergab und genießen noch ein bisschen den Anblick der großen Terassen, bevor wir uns langsam auf dem Weg zum Hauptplatz der Stadt Ollantaytambo machen. Gerade als wir von der Straße um die Ecke biegen wollen, kommt bereits der Bus nach Cusco an. Auf der Fahr zurück können wir wie bereits auf der Hinfahrt noch einmal das Bergpanorama und die schöne Landschaft der Anden genießen. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir Cusco und gehen direkt etwas essen. Wieder im Hostel angekommen packen wir unseren Rucksack, da es am nächsten Tag mit Bus nach Hydroelectria geht, buchen uns noch Unterkünfte für die nächsten Nächte und bringen den Blog auf den neusten Stand.

25.11.2019 Es geht hoch hinauf (Tag 240)​

Gegen kurz nach sechs klingelt bereits der Wecker, da wir heute zwischen sieben und halb acht abgeholt werden. Wir packen die letzten Sachen zusammen und können unsere großen Rucksäcke für unseren Ausflug im Hotel unter stellen. An der Rezeption warten wir dann ab sieben Uhr auf den Bus. Etwas verspätet kommt dieser dann gegen acht Uhr an und es geht auf die lange, sechsstündige Fahrt nach Hydroelectrica. Wir verlassen Cusco in nordwestlicher Richtung und fahren nach einiger Zeit sogar durch Ollantaytambo durch, wo wir uns am Vortag die Inka Ruinen angeschaut haben. Heute ist in der Anlage um einiges weniger los und es ist schön noch einmal eine tolle Sicht auf die Terrassen zu haben. Nach einer kurzen Pause fahren wir durch eine Schlucht zwischen zwei Bergketten entlang.Am Ende der Schlucht, schlängelt sich die Straße immer mehr bergauf. Oben auf etwa 4200 Metern angekommen hat man eine tolle Sicht auf die umliegende Landschaft.

Anden, Fahrt Cusco nach Hydroelectrica Peru
Anden, Fahrt Cusco nach Hydroelectrica Peru

Wir überqueren die Bergspitze und fahren langsam wieder bergab. Peru hat wirklich eine super schöne Berglandschaft und wir können uns daran gar nicht satt sehen. Das letzte Stück der Strecke nach von Santa Clara über Santa Teresa führt durchgehend über eine Schotterstraße und immer wieder ziemlich knapp an der Bergkante entlang. Höhenangst darf man hier auf keinen Fall haben. Carina hat seid ein paar Tagen leider immer wieder Magenkrämpfe und Übelkeit, wodurch sie bei der kurvigen und holprigen Fahrt ziemlich zu kämpfen hat.

Nach einer sechsstündigen Fahrt mit zwei kleinen Pausen erreichen wir unser Ziel Hydroelectrica. Hierbei handelt es sich um ein kleines Dörfchen neben einem Wasserstromwerk ziemlich mitten im Nirgendwo. Überraschenderweise ist es sehr warm und drückend, was wir hier um die Jahreszeit gar nicht erwartet haben. Unsere langen Sachen und Jacken können wir also gleich im Rucksack verstauen und dann geht es auch schon los mit der Wanderung nach Aquas Calientes. Vom Busparkplatz geht es zu einem kleinen Häuschen bei dem wir uns mit unseren Personalien registrieren müssen. Kurz danach laufen wir schon durch den Bahnhof, von dem der Zug nach Aquas Calientes fährt. 

Schotterstraße durch die Berge Santa Teresa und Hydroelectrica Peru

Auf Grund des ziemlich teuren Preises für die etwa acht Kilometer lange Strecke haben wir uns, wie die meisten Anderen auch, für den Weg zu Fuß entlang der Schienen entschieden. Ein cooles Gefühl ist es aber trotzdem neben dem Zug zu stehen, den man aus so vielen Videos bereits kennt.

Hydroelectrica Zug nach Aquas Calientes Peru
Hydroelectrica Zug nach Aquas Calientes Peru

Der Weg, wenn man ihn so nennen kann, führt nahezu durchgehend am Rand der Gleise und parallel zum Fluss entlang. Nach kurzer Zeit erreichen wir die grüne Brücke, an dem die Gleise über den Fluss führen. Wir haben schon Videos gesehen, wo Menschen über die Bahnschwellen der Gleise laufen, was aber ziemlich gefährlich ist. Wir überqueren den Fluss lieber auf dem sicheren Weg neben den Gleisen.

Hydroelectrica Zug nach Aquas Calientes Peru
Hydroelectrica Zug nach Aquas Calientes Peru

Mit einer kleinen Steigung geht es immer mehr bergauf und man hört in der Ferne immer wieder die Sirene des Zuges. Es dauert dann zwar immer noch eine Weile bis wirklich der Zug auftaucht, aber man ist gut beraten sich eine kleine Nische etwas entfernt von den Gleisen zu suchen. Es fängt zwar kurz an zu regnen, aber zum Glück bleibt es bei ein paar Tropfen. Das Wetter ist für den Nachmittag ziemlich durchwachsen angesagt und hinter der einen Bergkette scheint bereits eine größere Regenfront aufzuziehen. Nach etwa zweieinhalb Stunden mit einigen Foto- und Videostopps erreichen wir unser heutiges Ziel Aquas Calientes. Wir sind heil froh, dass wir trocken in der Stadt angekommen sind und finden auch recht schnell unser Hotel.

Machu Picchu Weg zwischen Hydroelectrica und Aquas Calientes Peru
Aquas Calientes Anden Peru

Wir holen uns noch etwas zu Essen und Verpflegung für den nächsten Tag und freuen uns dann riesig auf die warme und erfrischende Dusche. Da es eine kurze Nacht wird, verabschieden wir uns bereits gegen acht Uhr ins Land der Träume.

26.11.2019 Zu Besuch bei einem der sieben Weltwunder der Moderne (Tag 241)​​

Heute klingelt der Wecker bereits um halb vier, da wir heute zu einem der größten Highlights von Peru, zum Machu Picchu möchten. Um vier machen wir uns auf den Weg zum unteren Eingangstor, welches um fünf Uhr öffnet. Es sind bereits einige Andere unterwegs, die das gleiche Ziel wie wir haben. Selbst einige Stände die Essen verkaufen haben bereits geöffnet. Bis zum Tor laufen wir etwa eine knappe halbe Stunde und müssen dann noch bis Punkt fünf Uhr warten, bis das Tor öffnet.

Nach der Ticketkontrolle geht es über eine Brücke über den Fluss und dann beginnt auch schon der zwei Kilometer lange recht steile Treppenaufstieg auf den Berg. Obwohl es eigentlich noch gar nicht so warm ist, kommt man ziemlich schnell ins Schwitzen und fühlt sich wie bei einer Ausdauereinheit im Fitnessstudio. Nach 50 Minuten kommen wir ziemlich angeschwitzt am oberen Tor an und freuen uns tierisch darauf endlich die Anlage zu betreten. Es dauert nicht lang und wir sehen die ersten Ruinen und kurz danach haben wir bereits einen fantastischen Blick auf Machu Picchu in der Morgensonne. Wir stehen am ersten Aussichtspunkt, blicken auf die Ruinenanlage und kriegen erstmal kein Wort über unsere Lippen. Wir genießen einfach nur den Moment und können es noch gar nicht richtig fassen, nun wirklich in Machu Picchu zu sein. So lange haben wir davon geträumt, einmal hier zu sein und nun ist der Traum war geworden.

Machu Picchu Anden Peru
Machu Picchu Anden Peru

Da zu Anfang noch ein paar Dunstwolken durchziehen, müssen wir ein bisschen länger warten bis wir ein tolles Foto bekommen. Langsam gehen wir zu einigen anderen Aussichtspunkten weiter und können es noch gar nicht richtig glauben, dass wir gerade hier sind. Zwar sind bereits einige Menschen auf der gesamten Anlage unterwegs, aber wir sind uns sicher, dass es in der Saison bereits am Morgen noch um einiges voller sein kann. Kurze Zeit später stoßen wir bereits auf die ersten Lamas die wirklich zum Lachen aussehen. Neben ein paar Erwachsenen Tieren gibt es auch noch ein paar kleinere jugendliche Lamas.

Lamas Machu Picchu Anden Peru
Machu Picchu Anden Peru

Wir sind bereits seit gut zwei Stunden auf der Anlage unterwegs, aber noch nicht wirklich weit gekommen, da wir gefühlt von jedem Aussichtspunkt fasziniert sind, die Zeit vergessen und eine ganze Weile dort verweilen. Etwa fünfzehn Minuten von der Hauptanlage entfernt gibt es noch eine alter Inkabrücke. Die alte Zugbrücke ist über ein Loch gebaut, sodass die Inkas damals geschützt waren , wenn die Brücke nach oben gezogen wurde. Der Weg zur Brücke ist schon ein wenig abenteuerlich und führt durchgehend an der Bergkante entlang. Wir sehen sogar das kleine Dörfchen Hydroelectrica, von dem wir am Vortag Richtung Aquas Calientes aufgebrochen sind.

Hydroelectrica von Machu Picchu Anden Peru
alte Inkabrücke Machu Picchu Anden Peru

Als wir zurück laufen, kommen auf einmal drei Lamas um die nächste Kurve gelaufen und wir müssen beide ziemlich schmunzeln, da wir mit so etwas überhaupt nicht gerechnet haben. Total entspannt laufen sie an uns vorbei und beachten uns gar nicht. Als wir wieder die ersten Terrassen erreichen, suchen wir uns ein halbwegs ruhiges Plätzchen, essen eine Kleinigkeit und genießen die Aussicht auf Machu Picchu.

Lamas auf dem Weg zur Inka Brücke Machu Picchu Anden Peru
Aussicht Machu Picchu Anden Peru

Langsam laufen weiter in die Anlage hinein und entdecken auf einmal zwischen mehreren Steinen ein Tier, was uns an einen Hasen erinnert. Als wir etwas näher kommen sagt Carina, dass sie das Tier an einen unserer Chinchillas erinnert. Noch etwas näher erkennen wir, dass das Tier einen recht langen Schwanz wie ein Chinchilla hat. Wie es aussieht, haben wir tatsächlich einen wilden Chinchilla entdeckt, wo wir doch dachten, dass es diese eigentlich nur in den Anden in Chile gibt. Doch sie kommen tatsächlich auch im Süden Perus und scheinbar auch am Machu Picchu vor.

Chinchilla Machu Picchu Anden Peru
Machu Picchu Anden Peru

Langsam laufen wir die Treppen hinab und gehen in die Anlage, um uns diese von Nahem anzuschauen. Mittlerweile sind wir schon seid fast sechs Stunden hier. Wir erreichen den Sonnentempel von Machu Picchu und laufen durch die verschiedenen Gänge zwischen den einzelnen Bauten. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Teile der Häuser und Wände noch bis heute scheinbar fast unversehrt stehen, wenn man bedenkt wie alt doch alles ist (Knapp 500 Jahre !!!). Wir laufen am Eingang von dem man den Berg Wayna Picchu besteigen kann vorbei und erreichen kurz danach einige der alten Wohnhäuser. 

Häuser Machu Picchu Anden Peru
Machu Picchu Anden Peru

Wir finden einen Platz an dem wir uns noch einmal hinsetzten und die schöne Aussicht genießen können. Die Zeit seitdem wir hier sind ist irgendwie ziemlich schnell vergangen und so machen wir uns nach knapp acht Stunden langsam auf dem Weg zum Ausgang. Den Tag haben wir hier jedenfalls ziemlich gut genutzt! Mit einem letzten tollen Blick über Teile der Anlage verlassen wir Machu Picchu.

Machu Picchu Anden Peru
Machu Picchu Anden Peru

Neben dem Eingangsbereich kann man sich kostenlos einen Stempel zur Erinnerung holen. Der darf bei uns auf jeden Fall auch nicht fehlen, denken wir uns. Zum Glück müssen wir auch nicht viel länger als fünfzehn Minuten warten. Anschließend beginnt auch schon der Abstieg ins Tal. Die meisten Leute fahren die Strecke mit dem Bus wieder runter, sodass wir im Gegensatz zum Morgen nahezu alleine sind.

Beim herunter laufen fällt einem erst mal auf, wie viele Treppen und über was für eine Strecke man sich am Morgen hinauf geschleppt hat. Mittlerweile ist die Luftfeuchtigkeit im Wald so hoch, dass wir sehr froh sind das wir gerade runter laufen und es am Morgen noch kühler war. Nach etwas über eine Stunde erreichen wir wieder Aquas Calientes und gehen zurück zum Hostel um uns ein wenig frisch zu machen. Durch das frühe aufstehen fehlt einem heute ziemlich das Zeitgefühl. Obwohl es erst früher Nachmittag ist werden wir das Gefühl nicht los, dass es schon Abend ist. Nach einer erfrischenden Dusche schlendern wir noch ein bisschen durch die Stadt und gehen etwas essen.

Treppen zum Machu Picchu Anden Peru
Banstrecke Innenstadt Aquas Calientes Peru
Unser kleiner Freund in Aquas Calientes Peru :-)

Wieder im Hotel angekommen, nutzen wir den Abend um ein bisschen an der Homepage zu arbeiten und Fotos zu sortieren. Wir freuen uns beide, dass wir am nächsten Tag ausschlafen können und uns auch erst gegen elf Uhr auf den Weg nach Hydroelectrica machen müssen.

27.11.-01.12.2019 Gerade noch einmal gut gegangen (Tag 242-246)​​​

Unser Ausflug zum Machu Picchu neigt sich schon wieder dem Ende zu. Wir sind aber sehr froh, dass wir uns für die Variante entschieden haben für eine Nacht nach dem Besuch des Machu Picchus in Aquas Calientes zu schlafen und am nächsten Tag entspannt zurück nach Cusco zu fahren. Wir schlafen ein bisschen aus, packen unsere Rucksäcke und holen uns etwas zu Frühstücken und Proviant für den Tag. Gegen elf Uhr machen wir uns auf den Weg nach Hydroelectrica. Da wir bis zur Abfahrtszeit vom Bus noch über dreieinhalb Stunden haben können wir uns Zeit lassen und die Natur ein bisschen genießen. Als wir in Hydroelectrica ankommen, ist es noch früher als gedacht und wir haben noch Zeit für einen Kaffee. Dann gehen wir zum Parkplatz und langsam treffen die Busse ein. Adriano schaut sich die Passagierlisten bei jedem der sechs Busse an, findet aber unseren Namen nicht. Hoffentlich haben die Mitarbeiter im Hostel auch richtig eingetragen, dass wir erst zwei Tage später zurück nach Cusco fahren. Die meisten Besucher fahren nämlich am gleichen Tag, an dem sie bei Machu Picchu besucht haben zurück. Bei einem der folgenden Busse stehen wir dann zum Glück auf der Liste und gegen drei geht es dann los. Wir hoffen, dass wir wieder nur um die sechs Stunden brauchen.

Weg von Hydroelectricsa nach Aguas Calientes (Macchu Picchu)
Weg von Hydroelectricsa nach Aguas Calientes (Macchu Picchu)

Kurz bevor die unbefestigte Straße endet, gibt es eine Brücke die über den Fluss führt und genau vor dieser einzigen Brücke staut es sich auf einmal. Wir haben ein wenig Angst, dass die Brücke eventuell gesperrt ist und wir nicht weiter kommen. Wir stehen und stehen und so richtig tut sich nichts. Die Fahrer der Busse machen aber bisher nicht den Eindruck, dass irgendwas schlimmes ist und irgendwann geht es dann doch weiter. An der Brücke ist einen Tagesbausstelle und es werden neue Bretter angebaut. Im Verlauf kommen wir dann aber einigermaßen gut voran und erreichen unerwartet bereits gegen halb zehn Cusco, obwohl wir im ersten Teil recht viel Zeit verloren hatten. Wieder im Hostel angekommen geht es direkt aufs Zimmer.

Irgendwie fühlt sich Adriano aber seit der Ankunft in Cusco nicht mehr so wohl und es macht zuerst den Eindruck, dass eine Erkältung oder ähnliches im Anflug ist. In den nächsten Stunden wird sein Zustand leider immer schlechter, er bekommt Fieber, Schüttelfrost und muss immer wieder das Badezimmer aufsuchen. Die Nacht ist ein ziemlicher Albtraum und wir können uns nicht erklären, wie es einen gesunden Menschen ohne jegliche Vorzeichen innerhalb von zwei Stunden so extrem umhauen kann. Am nächsten Morgen ist es nicht wirklich besser und wir beschließen, die Fahrt heute Abend nach Cusco zu verschieben und zur besseren Erholung von einem Mehrbettzimmer in ein privates Zimmer umzuziehen. Den Tag verbringen wir damit uns auf Netflix Filme anzusehen und Adriano schläft immer wieder ein bisschen. Wirklich gebessert hat sich sein Zustand nicht und das Fieber steigt immer mehr.

Die nächste Nacht kann er zwar besser schlafen, am Freitag morgen hat er aber bereits eine Temperatur und 39,3 Grad und die Paracetamol Tabletten helfen kaum noch an. Wir entscheiden, dass es unausweichlich ist einen Arzt aufzusuchen. Hier in Cusco gibt es eine deutsche Ärztin die vor vielen Jahren ausgewandert ist und einen guten Ruf hat. Leider ist sie aber im Urlaub und man soll währen ihrer Abwesenheit das Touristenkrankenhaus aufsuchen.

Mit einem Uber fahren wir direkt ins Krankenhaus und Adriano kommt zum Glück gleich dran und wird untersucht. Er bekommt ein Bett zugewiesen, eine Infusion und es wird Blut für einen Test abgenommen. Da sich sein Zustand weiterhin nicht besser, bekommt er ein Einzelzimmer zugewiesen da er eventuell über die Nacht bleiben muss. Am Nachmittag wird noch die Lunge geröntgt und am Abend bekommen wir die Ergebnisse und erfahren, dass er eine starke Infektion hat. Der PCT-Faktor liegt mit 5,3 mehr als das zehnfache über dem normalen Wert. Zusätzlich hat er eine starke Bronchitis, weiterhin hohes Fieber und einen dicken Hals. Immerhin wirkt der Medikamentencocktail, den er seit dem Nachmittag über die Infusion bekommt langsam, sodass er sich zum späteren Abend etwas besser fühlt. Der Arzt aus der Nachtschicht sagt uns dann, dass er auf jeden Fall bis morgen Nachmittag da bleiben soll und man dann schaut wie sich der Gesundheitszustand verbessert hat. In dem Einzelzimmer gibt es sogar ein Besucherbett wo Carina kostenlos schlafen kann. Das ist natürlich ein super tolles Angebot vom Krankenhaus.

Die Nacht kann man gut schlafen, allerdings werden wir bereiten um 5.30 von der Schwester geweckt, da eine weitere Therapie ansteht. Carina fährt am Morgen ins Hostel um alles zusammen zu packen und auszuchecken, da nicht sicher ist wann Adriano das Krankenhaus verlassen darf. Da heute Samstag ist und es im Krankenhaus sogar Pay TV gibt, kann man sich einige Fußballspiele und Filme ansehen. Am Nachmittag kommt der Arzt und sagt, dass die Medikamente gut angeschlagen haben und Adriano entlassen wird.

Wir packen zusammen, holen an der Rezeption noch die Entlassungsdokumente und Röntgenbilder ab und fahren zum Hostel, um unsere großen Rucksäcke abzuholen Dann geht es mit dem Uber zu einem günstigeren Hotel gegenüber von dem Platz, von dem am nächsten Abend der Bus zu unserem nächsten Ziel in Peru abfährt. So müssen wir nicht am nächsten Tag die schweren Rucksäcke durch die halbe Stadt tragen oder uns mit einem Taxibdurch den chaotischen Verkehr kämpfen. Wir laufen noch einmal um den Blog und erholen uns am Abend auf dem Zimmer.

Am nächsten Tag laufen wir ganz entspannt ein bisschen durch Cusco, aber so, dass es für Adriano nicht zu anstrengend ist und nutzen unsere Eintrittskarte die wir bereits für die Inka Ruinen genutzt haben für die Museen in der Innenstadt. Wir genießen die letzten Stunden in Cusco bevor es am frühen Abend zurück zum Hotel geht. Gegen halb neun machen wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Wir fahren über Nacht mit Peru Hop von Cusco nach Puno am Titikaka See. In dem Bus gibt es richtige Schlafsitze, Decken, Kissen und sogar eine Toilette. Wir sind gespannt, wie gut wir bei den teilweise ruckeligen peruanischen Straßen schlafen können.

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