26.07.2019 Hallo Neuseeland! (Tag 117)

Da wir ziemlich müde waren, schlafen wir heute sogar bis acht Uhr und haben die erste Nacht im Camper sehr gut verbracht. Zum Frühstück gibt es lecker Baguette mit verschiedenen Aufstrichen.

Anschließend fahren wir in die Stadt um uns heute die Sehenswürdigkeiten von Auckland anzuschauen. Wir müssen ein paar Runden drehen bis wir einen bezahlbaren Parkplatz für unser nicht ganz kleines Fahrzeug finden, Endlich haben wir einen gefunden und laufen zum Viktoria Hafen. Die Yachten und Segelschiffe die wir sehen werden immer mehr und größer. Vom Hafen hat man auch eine schöne sich auf die Skyline und den Skytower, den höchsten Fernsehturm der südlichen Hemisphäre.

Auckland Skyline Hafen Neuseeland
Harbour Bridge Auckland Neuseeland
Hafen Schiffe Auckland Neuseeland

Vom Hafen laufen wir Richtung Innenstadt vorbei an Kirchen, den Fähranlegern, dem Rathaus, dem Aotea Square und durch dem Albertpark.

Albert Park Auckland Neuseeland
Albert Park Auckland Neuseeland

Anschließend gehen wir zurück zum Camper und fahren zum Mount Eden. Dabei handelt es sich um einen ca. 60 Meter hohen inaktiven Vulkan von dem man eine tolle 360 Grad Aussicht über ganz Auckland hat. Wir können einen Großteil sogar hoch fahren und sind von dem grasgrünen Krater und der mega Aussicht über die Stadt begeistert. Man kann um den Krater der Vulkans einmal herum laufen und in jede Himmelsrichtung schauen. Hierhin zu fahren hat sich richtig gelohnt.

Krater Mount Eden Auckland Neuseeland
Mount Eden Auckland Neuseeland
Mount Eden Auckland Neuseeland

Wir gehen zurück zum Parkplatz und müssen noch einmal zur Camper Firma, da unser Navi etwas Probleme macht bevor wir uns auf den Weg nach Thames machen, wo wir die nächste Nacht auf einem Campingparkplatz verbringen möchten. Es fängt immer wieder an zu regnen und wir sind froh, dass wir den Tag über mit dem Wetter für diese Jahreszeit Glück hatten. Nach knapp eineinhalb stunden erreichen wir unser Ziel und finden den Parkplatz problemlos. Carina kocht das Abendessen und Adriano nutzt die Zeit um den Blog zu schreiben. Den Abend schauen wir ein bisschen nach Campern für Australien bevor wir schlafen gehen.

27.07.2019 Der Roadtrip beginnt (Tag 118)

Der Wecker klingelt um halb acht und da wir am Vorabend im dunkeln bei Regen angekommen sind sehen wir heute morgen das erste Mal, wie es hier überhaupt aussieht. Mit um die 10 Grad ist es noch ziemlich frisch draußen. Wir stehen auf, frühstücken bei aufgehenden Sonne und verstauen alles vor der Weiterfahrt. Als erstes fahren zum Hot Water Beach, halten auf den Weg dorthin aber bei einigen schönen View Points an.

Neuseeland, Coromandel Halbinsel
Neuseeland, Coromandel Halbinsel

Als wir am Parkplatz ankommen, sehen wir bereits einige Familien in Badekleidung über den Strand laufen und denken uns hier müssen wir richtig sein. Wir fangen bei dem Gedanken bei den lediglich knapp 15 Grad und dem Wind draußen auch in Badesachen hier herumzulaufen beide an zu schlottern. Mit Zwiebellook laufen wir vom Parkplatz zur Mitte des Hot Water Strandes. Das ungewöhnliches hier ist, dass es unter dem Strand einen großen 170 Grad heißen Stein vulkanischen Ursprungs gibt, der den Boden wenige Zentimeter unter dem Wasser auf bis zu 65 Grad erwärmt. Allerdings kommt man zu dem Bereich lediglich bei Ebbe. Es haben sich bereits einige Menschen Löcher gebuddelt und sitzen entweder mit den Füßen oder sogar mit dem ganzen Körper in einem selbstgebauten Pool.

Neuseeland, Coromandel Halbinsel
Neuseeland, Coromandel Halbinsel, Hot Water Beach.JPG

Wir laufen zurück zum Camper und fahren weiter Richtung Cathedral Cove. Auf dem Weg dahin, geht es wieder durch kleine Dörfer und die Berge hoch und runter durch eine tolle Natur. Wir genießen die tolle Aussicht auf die Küste, entscheiden uns aber auf Grund der weiten Entfernung vom Parkplatz und da die Flut langsam kommt und wir nicht wissen ob die Cathedral Cove und der Strand noch begehbar ist nicht hinunter zu laufen.

Neuseeland, Coromandel Halbinsel, weißer Strand
Neuseeland, Coromandel Halbinsel, Küste

Wir suchen uns anschließend einen schönen Platz um einen Snack zu essen und finden einen Parkplatz mit Blick aufs Meer. Von heraus fahren wir weiter zum Shakespeare Cliff Viewpoint. Das letzte Stück geht es über eine schmale Schotterstraße zu einem kleinen Parkplatz an dessen Ende sich ein Trampelpfad zur Aussichtsplattform befindet. Hier hat man eine tolle Aussicht über die umliegenden Buchten und kleinen Inseln. Auch wenn wir mit dem Wetter und den vielen Wolken heute nicht so viel Glück haben, haben wir trotzdem eine tolle Aussicht über die Küste.

Neuseeland, Coromandel Halbinsel
Neuseeland, Coromandel Halbinsel, Küste
Neuseeland, Coromandel Halbinsel, Natur
Neuseeland, Coromandel Halbinsel, Natur

Nachdem wir ein paar Bilder gemacht haben geht es mit dem Camper weiter Richtung Stadt Coromandel, die sich im Norden der Coromandel Halbinsel befindet. Wir fahren weiter über eine schöne Küstenstraße die direkt am Wasser entlang führt zu unserem Campingplatz für die kommende Nacht und haben das Glück noch sehen zu können wie die Sonne unter geht.

Neuseeland, Coromandel Halbinsel, Natur, Sonnenuntergang

Wir kommen wie geplant gegen halb sechs am Campingplatz an, der sich direkt am Wasser befindet. Wir freuen uns jetzt schon auf den Ausblick wenn am nächsten Tag die Sonne aufgegangen ist. Wir essen zu Abend und testen das erste Mal unsere Dusche im Camper. Voll cool mit warmen Wasser:) Die letzten Stunden bis zum schlafen gehen entspannen wir im bereits aufgebauten Bett.

28.07.2019 Auf den Weg zu den Hobbits (Tag 119)​

Wir wachen heute morgen mit einer super schönen Aussicht über das Meer direkt an der Küste auf. Bis zum Strand sind es nur wenige Meter und wir können beim Frühstück im Camper bis auf die andere Küstenseite schauen. Der Tag kann so schön beginnen 🙂

Neuseeland, Coromandel Halbinsel, Nautr, Strand

Gegen neun Uhr fahren wir zu unserem ersten Ziel dem Rapaura Watergardenspark. Als wir gegen 10 Uhr dort ankommen sind wir sehr verwundert, dass die Schranke am Eingang noch verschlossen ist, obwohl der Park jeden Tag um neun Uhr öffnet. Außer uns ist niemand anderes da und da wir hier zwischen den umliegenden Bergen weder Empfang zum telefonieren noch für Internet haben, können wir leider nicht in Erfahrung bringen warum der Park geschlossen ist. Also entschließen wir uns dazu, zurück zur Küste und über die Küstenstraße am Meer weiter nach Thames zu fahren, wo wir bereits die Nacht davor geschlafen haben. In der Stadt gehen wir beim Supermarkt Pak’n Save und bei The Warehouse, in dem es im Grunde alles gibt ein paar Sachen einkaufen. Von Thames fahren wir zu der durch den Film der Herr der Ringe bekannte, mit vielen grünen Hügeln übersehte Landschaft. Als wir dort ankommen, sind wir schon ein bisschen sprachlos. Das Gras auf den Hügeln die sich Kilometer weit um uns herum erstrecken ist so unglaublich grün, dass es schon unnatürlich aussieht. Wir finden einen tollen Spot zum Parken und legen hier eine Kaffeepause ein um die Aussicht etwas länger zum genießen.

Hobbinton Neuseeland
Hobbinton Neuseeland

Anschließend fahren wir noch einige Kilometer weiter durch die tolle Landschaft und kommen vorbei am Eingang des Parkes, von wo aus man die geführten Touren durch Hobbiton machen kann. Allerdings ist die Tour mit ca. 55 € pro Person ziemlich teuer und man kann aufgrund, dass es eine geführte Tour ist nur begrenzt Zeit in Hobbiton verbringen. Daher haben wir uns schon im Voraus gegen die Tour entschieden und genießen einfach die Landschaft die weiterhin der Wahnsinn ist.

Hobbinton Neuseeland
Hobbinton Neuseeland

Von hieraus fahren wir weiter zum Putaruru Blue Spring. Dabei handelt es sich um einen Fluss neben dem ein Wanderweg zu einer Quelle verläuft. Je nach Helligkeit und Sonnenstand, leuchtet das glasklare Wasser des Flusses auch durch die darin wachsenden Pflanzen in verschiedenen bläulichen Farben. Wir sind zwar erst kurz vor Sonnenuntergang da und es ist ziemlich bewölkt, trotzdem sieht es ziemlich beeindruckend aus. Der Schotterweg verläuft größtenteils direkt neben dem Fluss und man hat zusätzlich eine schöne Aussicht auf die umliegenden Landschaft.

Blue Spring Neuseeland
Blue Spring Neuseeland

Da es leider recht schnell dunkel wird und es hier keine Lampen oder ähnliches gibt laufen wir zurück zum Camper. Wir fahren das letzte Stück zu unserem heutigen Ziel zum Rotorua See. Wir finden glücklicherweise einen Platz auf einen der beiden kostenlosen Campingplätzen. Als wir aussteigen haben wir das Gefühl wieder auf einem Vulkan zu stehen. In und um die Stadt herum gibt es unzählige kleine Löcher aus den schwefelhaltiger Dampf aufsteigt, wodurch es im Grunde überall wie auf einem Vulkan riecht. Wir essen zu Abend und verbringen die Zeit danach bis zum Schlafen damit die kommenden Tage zu planen und buchen endlich einen Camper für Australien.

29.07.2019 Es fängt an zu brodeln (Tag 120)

Wir wachen am Morgen mit Blick auf den See auf und sehen aus verschiedenen Teilen der Stadt und des Sees Rauch aufsteigen. Überall in Rotorua riecht es nach Schwefel und dampft es aus Löchern in der Erde. Wir frühstücken und fahren anschließend um den halben See nach Mourea, da es hier auch eine Quelle, ähnlich dem Blue Springs von gestern geben soll. Als wir ankommen sehen wir, dass der Fluss direkt am Parkplatz in den See mündet. Im Gegensatz zum Vortag ist der Eintritt zu der Anlage hier nicht kostenlos, sondern kostet 18,00 NZD was knapp 11,00 € entspricht. Da wir einen Teil der Anlage von der Straße aus sehen können und bereits gestern am wunderschönen Blue Spring waren, entscheiden wir uns dazu nur außerhalb des Parks zu laufen. Wir gehen bis zur Mündung, wo der Fluss in den See fließt und können auch von hier die in Rotorua aufsteigenden Dämpfe sehen.

Rotorua See Neuseeland
Dampf Rotorua See Neuseeland
Stadtpark Rotorua Neuseeland
Hamaruna Srpings Neuseeland

Wir machen ein paar Fotos und fahren über die andere Seite zurück in die Stadt Rotorua, um uns den Stadtpark anzusehen. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um einen mit verschiedenen Beeten und Bäumen bepflanzten Park (wie wir uns eigentlich einen Stadtpark vorstellen), sondern um ein paar Wiesen in denen es aus verschiedenen Löchern dampft, blubbert und brodelt. Immer wieder laufen wir durch eine weiße Dampfwolke und der schwefelhaltiger Geruch liegt auch hier in der Luft.

Stadtpark Rotorua Neuseeland
Stadtpark Rotorua Neuseeland

Vom Stadtpark laufen wir ein paar Minuten Richtung See um uns ein kleines Maoridorf und eine Kirche anzusehen. Um das kleines Dorf herum stehen einige Wohnhäuser und auch hier dampft, zischt und brodelt es alle paar Meter. Der Boden ist an einigen stellen wirklich ziemlich warm und wir sind erstaunt darüber, dass Menschen hier wirklich wohnen. Die Kirche liegt nur wenige Gehminuten vom Dorf entfernt und auch dort ist der Boden ziemlich warm.

Maori Dorf Rotorua Neuseeland
Kirche Rotorua Neuseeland

Wir laufen zurück zum Camper und fahren zum nahegelegenen Redwoodwald. Das besondere hier sind die Mamutbäume, die in ihrer größten Form sogar über achtzig Meter hoch werden können und einen großen Teil des Waldes säumen. Durch den Wald führen verschiedene Wanderwege mit teilweise verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Wir suchen uns einen der mittleren Kategorie aus und laufen los. Die gigantischen Bäume stehen überall und wir genießen die Natur und die Ruhe. Zwischenzeitlich ändert sich immer die Vegetation von den Mamutbäumen zu einer Dschungel artigen Flora.

Redwood Wald Rotorua Neuseekand
Redwood Wald Rotorua Neuseekand

Nach einem gemütlichem anderthalbstündigem Spaziergang kommen wir wieder am Ausgangspunkt an und fahren weiter zu den nahegelegenen Green- (See Rotokakahi) und Blue Lake (SeeTikitapu), da sich dort in der Nähe ein Wasserfall befinden soll. Wir finden zwar den Wanderweg zum Wasserfall, können diesen auf Grund der Pflanzen leider nicht sehen sondern nur hören. Wir beschließen zurück zum Blue Lake zu fahren und dort eine Pause zum Kaffeetrinken einzulegen. Wir finden einen Parkplatz direkt am Strand mit Blick auf den See.

Green Lake Neuseeland

Kurz vor Dämmerung fahren wir zurück nach Rotorua und suchen uns einen WLAN Hotspot um nach Flügen für die nächsten Wochen und nach Unterkünften in Australien zu schauen. Anschließend fahren wir zurück zum Campingplatz bei dem wir bereits die letzte Nacht verbracht haben und lassen den Tag entspannt ausklingen.

30.07.2019 Durch Vulkankrater zum wohl seltsamsten See (Tag 121)

Heute geht es weiter in den Süden. Nachdem wir gefrühstückt und alles verstaut haben, verlassen wir den Ort Rotorua und fahren südlich Richtung Taupo. Unser erster Stopp für heute ist das Wai-o-tapu thermal wonderlands. Wir befinden uns zur Zeit auf Neuseeland vulkanischen Streifen, einer der vulkanisch aktivsten Bereiche der Welt. Im Thermal wonderlands können wir einen Eindruck über die gigantische Kraft der Vulkane bekommen. Nach ca. 30 Minuten Fahrt sind wir angekommen und kaufen uns die Tickets (32,50 NZD, ca. 18,30€ p.P.). Zunächst gehen wir zum Lady Knox Geysir, welcher täglich um 10:15 Uhr zum Ausbrechen gebracht wird. Eine Mitarbeiterin erklärt, dass im Boden unter dem Gesyr heißes Wasser ist und darüber eine Schicht kühleres Wasser, welches durch eine Art Barriere voneinander getrennt ist. Durch die Zugabe von Seife (natürlich für die Natur komplett unschädlich) und einer Art chemischen Reaktion wird diese Barriere gebrochen, das Wasser vermischt sich, reagiert mit der Seife und es kommt zum Ausbruch. Anschließend schüttet die Mitarbeiterin etwas Seife in die Öffnung des Geysir und nach kurzer Zeit können wir sehen, wie aus der Öffnung Schaum austritt. Ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel und ein erster Eindruck über die Kraft der Natur.

Lady Knox Neuseeland
Lady Knox Neuseeland

Anschließend gehen wir in die Anlage, welche aus mehreren Rundwegen besteht. Wir laufen vorbei an eingestürzten Kratern und brodelnden Schlammlöchern. Überall liegt der faulige Schwefelgeruch in der Luft.

Krater Wai o tapu thermal wonderlands Neuseeland
Krater Wai o tapu thermal wonderlands Neuseeland

Das Wetter meint es bisher nicht ganz so gut mit uns, denn es regnet immer wieder zwischendurch. Es gibt immer wieder verschiedene Aussichtspunkte mit Informationstafeln, welche die einzelnen Bereiche sehr gut erklären. Nach kurzer Zeit kommen wir zum Champanger Pool. Ein riesen großer Kratersee, welcher einen Durchmesser von ca. 65 Metern hat und bis zu 62 Metern tief ist. Das Wasser ist heiß und dampft sehr stark. Durch die verschiedenen Mineralien und Stoffe im Wasser sieht der Champanger Pool nie gleich aus und schimmert, je nach Sonneneinstrahlung und Wetter in verschiedenen Farben. Durch das im Wasser erhaltene Kohlendioxid treten vielen kleine Blasen auf, was an Champanger erinnert (daher der Name).

Champanger Pool Wai o tapu thermal wonderlands Neuseeland
Champanger Pool Wai o tapu thermal wonderlands Neuseeland

Wir spazieren weiter durch den Park und sehen einen giftgelben See. In diesem See befindet sich überschüssiges Wasser des Champangerpools. Aufgrund der im Wasser gelösten Mineralien hat der See seine grelle Farbe. Der PH-Wert liegt sogar bei 2, was extrem sauer ist. Einen Finger sollte man also lieber nicht rein halten. Hihi .

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Wir laufen weiter durch die Anlage und sind immer wieder erstaunt, welche Kraft die Natur hat. So etwas wie hier haben wir wirklich noch nie gesehen.

Landschaft Wai o tapu thermal wonderlands Neuseeland
Landschaft Wai o tapu thermal wonderlands Neuseeland

Nach ca. 2,5 Stunden sind wir wieder zurück am Eingang und laufen zum Camper. Von hier aus machen wir uns auf den Weg zu den Huka Wasserfällen. Nach ca. 45 Minuten sind wir am Parkplatz angekommen und laufen ca. 15 Minuten durch einen Waldweg. Immer wieder können wir durch die Bäume einen Blick auf den Fluss erhaschen und den Wasserfall hört man schon von Weitem. Das Rauschen des Wassers wird immer lauter und dann stehen wir vor ihm. Das Wasser schimmert hellblau und sprudelt nur so in den Fluss. Innerhalb von einer Minute könnte der Wasserfall fünf olympische Becken füllen. Wirklich beeindruckend! Wir machen ein paar schöne Fotos und spazieren am Wasserfall entlang.

Huka Falls Neuseeland
Huka Falls Neuseeland

Anschließend laufen wir zurück zum Camper und fahren zu den nur fünf Minuten entfernten Kraters of the Moon. Ein Areal, an dem man über Holzwege vorbei an Schlammkratern, die blubbern und dampfenden Öffnungen laufen kann. Die Wege führen zu verschiedenen Aussichtspunkten. Leider wird das Wetter immer schlechter und es fängt an zu regnen. Wir entscheiden uns dazu es uns erstmal im Camper gemütlich zu machen, Kaffee zu trinken und auf besseres Wetter zu hoffen. Nachdem auch nach einer Stunde keine Besserung in Sicht ist beschließen wir, weiter in die Stadt Taupo zu fahren und eventuell am nächsten Tag wieder zu kommen.

In Taupo angekommen füllen wir an einer kostenlosen Station unseren Frischwassertank des Campers auf und lassen unser Abwasser ab. Wirklich praktisch, dass es diese Stationen überall in Neuseeland verteilt gibt und man nichts dafür zahlen muss. Anschließend suchen wir einen WLAN Hotspot und buchen einen Flug nach Rarotonga, wo wir uns Ende Oktober mit Carinas Schwester und ihrem Schwager treffen. Wir schauen uns im Internet noch Bilder von Kraters of the Moon an und entscheiden uns, dort nicht nochmal am nächsten Tag hin zu fahren, da sich dies nicht groß von dem unterscheidet, was wir uns in den letzten Tagen bereits angeguckt haben. Da es mittlerweile dunkel geworden ist, fahren wir zum nächstgelegenen Campingplatz, essen zu Abend und spielen noch ein paar Runden UNO, bevor wir schlafen gehen.

31.07.2019 Der gröste See der Nordinsel (Tag 122)

Wir haben die letzte Nacht auf einem Campingplatz am See, nur wenige Meter vom Wasser entfernt verbracht. Allerdings gibt es auf diesem Campingplatz keine Lampen und so sind wir heute morgen erstaunt, wie viele Fahrzeuge um uns herum stehen, die wir am Vorabend gar nicht gesehen haben. Wir frühstücken, waschen ab und reinigen den Camper ein bisschen. Für ein paar Minuten gehen wir ans Wasser und sind von der Größe des Vulkansees überrascht. Dieser ist wirklich riesig und hat eine Fläche, so groß wie die Stadt Singapur.

Lake Taupo Neuseeland

Wir fahren die Straße weiter in südlicher Richtung, welche zunächst direkt am See entlang führt. In der Ferne sehen wir bereits die ersten Teile der Berge, welche allerdings von ziemlich dunklen Wolken eingehüllt sind. Wir kommen in den nächsten Stunde immer wieder in starke Regenschauer und sind froh, als sich wieder die Sonne zeigt. Die Vegetation ändert sich immer wieder von mit verschiedenen Bäumen bewachsenen Flächen zu farbenfrohen Wiesen aus Gräsern und Sträuchern. Vor uns taucht auf einmal eine sehr dunkel graue Wolke auf und wir hoffen, dass es wieder nur ein kurzer Schauer ist. Wenige Minuten später wird es immer dunkler und aus starken Regen wird auf einmal Schneeregen und kurz danach sogar Schnee. Zum Glück ist das Ganze nach etwa 20 Minuten wieder vorbei und die Sonne scheint.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die Stadt Ohakune, die für den nahegelegenen Tongariro Nationalpark und als Neuseelands Karottenhauptstadt bekannt ist. In den neuseeländischen Sommermonaten ist der Park ein tolles Wander- und Trekkinggebiet für sogar mehrtägige Touren und in den neuseeländische Wintermonaten ein beliebtes Skigebiet. Wir fahren etwas bergauf und wenige Minuten später sehen wir bereits am Straßenrand Schnee und es wird draußen immer kälter. Auf halber Strecke zum Aussichtspunkt den wir eigentlich anfahren wollten, kommen wir an eine Absperrung an. Von hier an herrscht Schneekettenpflicht oder alternativ Allradantrieb. Da wir bei unserem Camper keine Angabe in den Fahrzeugdokumenten dazu finden und uns mit dem anlegen der Ketten nicht wirklich auskennen, fahren wir zu einem nicht weit entfernten Parkplatz und laufen etwas durch den schneebedeckten Wald zu einem Wasserfall. Obwohl wir nicht lange hinauf gefahren sind, ist es mittlerweile ziemlich kalt geworden.

Ohakune Tongariro Nationalpark Neuseeland
Ohakune Tongariro Nationalpark Neuseeland

Wir laufen wieder zurück zum Camper und fahren zurück in die Stadt. Dort angekommen, suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen, trinken eine Tasse Kaffee und schauen, was wir in der Umgebung und die kommenden Tage noch so machen können. Im Winter gibt kann man hier zwar auch verschiedene Touren machen, diese sind allerdings nur für wirklich erfahrene Wanderer empfohlen, da man zum Teil mit Steigeisen und Eispickel umgehen muss und die Temperaturen teilweise jenseits von minus 10 Grad sind. Da dies für uns dann doch etwas zu extrem ist entscheiden wir uns, da auch die Wettervorhersage nicht gut ist und wir auf Grund der Wolken den ganzen Nachmittag keinen Blick auf den Berg Ruapehu hatten, bereits heute aus Ohakune weiter zu fahren. Zunächst legen wir jedoch noch einen kurzen Stopp an der 10 Meter hohen Karottenfigur am Ortsschild ein.

Ohakune Karottenhauptstadt Neuseeland

Wir fahren weiter Richtung Südwestküste zu unserem heutigen Ziel der Stadt Whanganui. Leider regnet es die kompletten nächsten anderthalb Stunden und so können wir nicht viel von der eigentlich sehr schönen hügeligen und bestimmt im Sonnenlicht hellgrün leuchtenden Natur und Vegetation sehen. Um kurz nach sechs erreichen wir Whanganui und buchen an einem Hotspot in der Stadt noch die Fähre für die Überfahrt am Wochenende ab Wellington auf die Südinsel, bevor wir zu einem Parkplatz mit Blick über die Stadt auf einen Hügel fahren. Wir essen zu Abend und spielen bis zum Schlafen gehen Karten.

01.08.2019 Was für ein windiger Ort (Tag 123)​

Heute möchten wir gerne ganz in den Süden der Nordinsel fahren. Nachdem wir gefrühstückt und alle Sachen verstaut haben fahren wir los. Der Weg führt uns vorbei an endlos wirkenden Wiesen und Bergen, manche davon sogar mit Schnee bedeckt. Leider haben wir wie auch schon in den letzten Tagen immer wieder Pech mit dem Wetter, denn auch heute regnet es zeitweise ziemlich stark. Nach ca. vier Stunden und über dreihundert Kilometern erreichen wir die Küste.

Whanganui Neuseeland
Landschaft Nordinsel Neuseeland

Es weht ein ziemlich starker Wind und immer wieder sehen wir, dass kleine Teile der asphaltierten Straßen auf Grund der starken Brandung fehlen. Kurze Zeit später sind wir auf einer Schotterstraße und bekommen einen kleinen Schrecken als wir sehen, dass über ein Stück der Straße immer wieder Wellen peitschen. Ist es wirklich eine gute Idee hier lang zu fahren ? Es ist im wahrsten Sinne des Wortes schon etwas abenteuerlich. Adriano sagt, dass wir so kurz vor dem Ziel nicht umdrehen und fährt weiter. Kurze Zeit später entdecken wir am Straßenrand eine Kolonie von Pelzrobben, die es sich wohl grad gemütlich gemacht haben. Wir machen ein paar Bilder. Die Robben sind ebenfalls neugierig und beobachten uns mit ihren großen Augen. Wenig später sehen wir bereits den Leuchtturm und erreichen wenige Kilometer später den Parkplatz. Gefühlt ist der Wind noch einmal etwas kräftiger als zu Beginn der Küstenstraße. Wir steigen aus und laufen zur Holztreppe die zum Leuchtturm hinauf führt.

Robben Cape Palliser Neuseeland
Cape Palliser Neuseeland

Bereits nach wenigen Metern müssen wir uns gegen den Wind lehnen, der vom Meer Richtung Land pustet. Wie wir aber wenige Minuten später merken werden, ist das noch nichts gegen den Wind der oben am Leuchtturm wehen wird. Nach einigen Minuten kommen wir oben an und müssen aufpassen, dass wir nicht die Treppe wieder runter gepustet werden. So einen starken Wind haben wir beide noch nie erlebt und obwohl wir uns mit dem ganzen Körper gegen den Wind stemmen, haben wir Schwierigkeiten die andere Seite der Plattform zu erreichen. Zum Glück gibt es ein Geländer an dem man sich festhalten kann. Wir haben eine mega Aussicht auf die umliegenden Küstenlandschaft und machen ein paar Fotos.

Cape Palliser Neuseeland
Cape Palliser Neuseeland

Nach einigen Minuten machen wir uns allerdings auf den Rückweg, da man es bei dem starken Wind nicht länger als ein paar Minuten auf der Plattform aushält. Unten angekommen sind wir froh als wir wieder im Camper sind und entscheiden uns dazu, uns bei einer Tasse Kaffee erst mal wieder aufzuwärmen. Als es bei dem Sturm zusätzlich noch anfängt zu regnen sind wir noch glücklicher, dass wir wieder im Warmen und Trockenen sitzen. Nach der Pause fahren wir einen Teil der Strecke wieder zurück und suchen uns einen direkt am Wasser gelegenen Campingplatz für die kommende Nacht. Den restlichen Abend spielen wir Karten und essen zwischen durch zu Abend. Da wir beide recht müde sind gehen wir etwas früher schlafen um am nächsten Tag fit zu sein.

02.08.2019 Skurrile Steinsäulen (Tag 124)​​

Am heutigen Tag frühstücken wir mit toller Sicht auf das Meer und freuen uns über den blauen Himmel und die Sonne. Wir sind überrascht, dass es hier an der Küste am Morgen wesentlich wärmer als die Tage davor ist. Nachdem wir alles gepackt und verstaut haben fahren wir noch einmal Richtung Leuchtturm um ein paar Bilder von der Landschaft zu machen, da es am Vortag nachdem wir oben am Leuchtturm waren leider die ganze Zeit geregnet hat.

Robben Cape Palliser Neuseeland
Cape Palliser Neuseeland

Anschließend fahren wir über die Küstenstraße zu den nahegelegenen Putangirua Pinnacles, eine geologische Gesteinsformation. Am Parkplatz angekommen sehen wir, dass zwei verschiedene Wege zu den Pinnacles führen. Einer führt direkt die Hügel hinauf und der Andere zum Großteil durch dea Flussbettes. Wir entscheiden uns für den Hinweg für den Ersten der beiden Strecken und laufen los.

Putangirua Pinnacles Neuseeland

Der Weg führt durch den Wald und der Boden ist auf Grund des Regens der letzten Tage ziemlich aufgeweicht. Immer wieder geht es recht steil bergauf und wir erreichen nach ca. einer Dreiviertelstunde den Aussichtspunkt der Pinnacles. Glücklicherweise kommt auf einmal sogar die Sonne ein bisschen durch, sodass die Bilder noch schöner aussehen.

Landschaft Putangirua Pinnacles Neuseeland
Flussbett Putangirua Pinnacles Neuseeland

Wir verweilen ein bisschen und machen uns anschließend auf den Rückweg. Dieses mal laufen wir den anderen Weg, der größtenteils durch das Flussbett führen soll bergab. Wir erreichen ziemlich schnell das Flussbett und laufen die nächste knappe halbe Stunde bis zum Parkplatz durchgehend neben dem Fluss entlang und müssen immer wieder über teilweise rutschige Steine auf die andere Seite des Wassers springen. Wieder am Parkplatz angekommen fahren wir weiter Richtung Wellington. Die erste Zeit geht es wieder durch leuchtend grüne Felder und Wiesen bis wir an einem Highway ankommen. Wir haben gelesen, dass man von der gegenüberliegenden Seite der Meeresbucht eine schöne Sicht auf die Stadt Wellington haben soll. Wir erreichen wieder die Küste und fahren in das kleine Städtchen Muritai. Dort angekommen finden wir einen Parkplatz direkt am Strand und entscheiden uns, hier unsere heutige Kaffeepause einzulegen. Von hier hat man eine wirklich schöne Aussicht über das Meer, die Bucht und die Stadt Wellington.

Landschaft Nordinsel Neuseeland
Bucht Wellington Neuseeland

Anschließend fahren wir nach Wellington und kaufen in einem Supermarkt auf halber Strecke ein paar Lebensmittel für die kommenden Tage ein. Am Abend waschen wir in einem Waschsalon unsere Wäsche und suchen uns einen Campingplatz aus, der direkt in der Stadt am Hafen liegt. Dort angekommen essen wir zu Abend und machen uns bis zum Schlafen gehen einen entspannten Abend.

03.08.2019 Wir erkunden die südlichste Hauptstadt der Welt (Tag 125)

Den heutigen Tag möchten wir dazu nutzen, die südlichste Großstadt der Welt zu erkunden. Da es in Wellington nicht so viel wie vielleicht in anderen Städten zu sehen gibt, haben wir uns bereits eine Bücherei ausgesucht, in der wir unseren Laptop laden und ein wenig am PC arbeiten können. Zunächst stehen wir aber auf, frühstücken und machen uns fertig. Unser erster Stopp heute ist der Mount Victoria. Ein kleiner Berg mitten in Wellington, von dem man aus eine tolle 360 Grad Sicht über die Stadt, den Flughafen und der Küste hat.

Mount Victoria Wellington Nordinsel Neuseeland
Mount Victoria Wellington Nordinsel Neuseeland

Hier bekommen wir auch zum ersten Mal zu spüren, warum die Stadt auch windy Welly genannt wird. Hier ist es wirklich sehr windig. Zwar scheint sie Sonne, doch der Wind ist so eisig, dass wir ziemlich schnell durchgefroren sind und zurück zum Camper (den wir übrigens Henry getauft haben), zurück laufen. Wusstet Ihr eigentlich, dass Wellington die windigste Stadt der Welt ist? Zurück im warmen Henry fahren wir den Berg hinunter und entlang der Küste und dem Oriental Bay. Wellington hat auf jedenfall einen gewissen Charme. Zwar ist es die Hauptstadt Neuseeland, doch der Flair ähnelt eher dem eines modernen Städtchen am Meer. Anschließend fahren wir zum botanischen Garten, da hier die Endstation der einzigen Seilbahn Neuseelands ist. Sie stammt aus dem Jahre 1902, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und verbindet die Haupteinkaufsstraße mit den höher gelegenen Stadtteilen.

Seilbahn Wellington Nordinsel Neuseeland
Seilbahn Wellington Nordinsel Neuseeland

Wir haben Glück, genau als wir ankommen fährt grade eine Bahn in die Endstation ein. Auch von hier genießen wir den schönen Ausblick über Wellington, spazieren ein wenig durch den botanischen Garten und laufen anschließend zurück zu Henry. Wir haben heute morgen durch Zufall gesehen, dass es hier ähnlich wie in Hollywood einen Schriftzug der Stadt am Berg gibt. Ein Foto davon wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen uns so fahren wir, vorbei am Flughafen zu dem Schriftzug und machen ein paar coole Bilder.

Stadtlogo Wellington Nordinsel Neuseeland

Der Flughafen ist direkt in der Stadt gebaut und wir befinden uns grade genau an der Ladeschneise des Flughafens. Daher beobachten wir noch, wie ein paar der ankommenden Flugzeuge landen. Anschließend fahren wir zu einer Bücherei, laden unseren Laptop und arbeiten an unseren Neuseelandblog. Da wir morgen früh mit der Fähre nach Picton fahren, wird es ein ruhiger Abend und wir gehen früh schlafen.

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