18.07.2019 Mit dem Roller über Nusa Penida (Tag 109)

Heute möchten wir uns mit dem Roller die Insel Nusa Penida anschauen. Wir stehen früh auf, machen uns fertig und laufen zum Hafen. Dort angekommen sind wir erst mal verwundert, wie voll es hier ist. In den letzten zwei Tagen am Strand war es verhältnismäßig leer und nun stehen vor uns Massen an Menschen. Wir holen uns unser Ticket ab und nach wenigen Minuten geht es los. Es gibt kein richtigen Steg und so müssen wir durchs kniehohe Wasser bis zum Boot laufen. Nach ca. 40 Minuten Fahrt kommen wir am Hafen in Nusa Penida an.

Wir suchen uns einen Roller und werden schnell fündig. Das Problem ist nur, dass die Vermieter unseren Reisepass bis zur Abgabe haben möchten. Da wir unsere Originaldokumente nicht abgeben möchten und denen eine Kopie nicht ausreicht machen wir uns wieder auf die Suche nach einem Roller. Die nächsten Anbieter die wir finden haben entweder keine Roller mehr oder sie versuchen uns mit dreifach so hohen Preisen über den Tisch zu ziehen. Nach einer Stunde haben wir endlich einen Roller gefunden und die Fahrt kann los gehen. Als erstes machen wir uns auf den Weg nach Osten, um dort den Atuh Beach und den Diamond Beach zu sehen. Wir fahren zunächst an der Küste entlang, dann immer weiter ins Land hinein und anschließend wieder zur Küste zurück. Am Atuh Beach angekommen sehen wir zum ersten Mal die schönen Steilküsten und den weißen Sand, von dem alle immer schwärmen.

Atuh Beach Nusa Penida
Küste Nusa Penida

Das Wasser ist super klar und wir können trotz das wir fast 100 Meter über dem Strand sind den Grund des Meeres erkennen. Wir lassen das Ganze auf uns wirken und genießen die tolle Aussicht. Anschließend fahren wir weiter Richtung Diamont Beach. Auf dem Weg dorthin verstehen wir zum ersten Mal, warum viele sagen, dass man hier nur Roller fahren sollte, wenn man dies wirklich kann. Die Straßen sind zum Teil mehr als katastrophal und ein einziges Schlagloch 😀 Am Diamont Beach angekommen sind wir wieder einmal begeistert von der Schönheit. Der Kontrast der großen Steilwänden mit dem klaren, blauen Wasser und dem weißen Sand sind magisch.

Diamond Beach Nusa Penida Indonesien
Diamond Beach Nusa Penida
Diamond Beach Nusa Penida

Wir genießen die Aussicht, laufen etwas den Weg zum Strand hinunter und machen ein paar Fotos. Anschließend fahren wir weiter Richtung Westküste, vorbei an einheimischen Dörfern und den Teletubbiemountains 😀

Teletubbiemountains Nusa Penida Indoensein
Küste Nusa Penida Indinesien

Als erstes steuern wir den Saren Cliffpoint an, welcher nur über eine katastrophale Schotterstraße erreichbar ist. Zeitweise muss Carina sogar absteigen, weil der Weg zu zweit auf dem Roller nicht machbar gewesen wäre. Doch dort angekommen sind wir erstmal sprachlos. Eine große, lange Steilküste und das raue Meer zeigt sich vor unseren Augen.

Saren Cliffpoint
Roller Nusa Penida

Das Schönste ist, dass wir auch noch ganz alleine sind. Wir setzen uns erstmal auf den Boden und lassen das Ganze auf uns wirken. Ein wirklich schöner und empfehlenswerter Aussichtspunkt. Nachdem wir noch ein paar Fotos gemacht haben, fahren wir noch zum Banah Cliffpoint. Der Weg dorthin ist wirklich abenteuerlich und wir wissen auch nicht ganz, ob der Weg normalerweise wirklich so noch genutzt wird:D aber wir sind dann tatsächlich dort angekommen wo wir hin wollten und es war sogar eine Abkürzung.

Roller Indonesien
Roller Nusa Penida

Die Aussicht von hier ist ebenfalls sehr schön, jedoch nicht groß anders als die vom Aussichtspunkt davor. Man hat von hier aber eine tolle Aussicht auf den Sonnenuntergang am Abend.

Banah Cliffpoint Indonesien
Sonnenuntergang Banah Cliffpoint Nusa Penida

Da es sich immer mehr zu zieht, machen wir uns auf den Weg zurück zum Roller. Wir möchten am nächsten Morgen zum Kelingking Beach und hoffen, auf dem Weg dorthin eine Unterkunft zu finden. Da wir noch nicht genau wussten, wo wir am Abend sein werden und wir gelesen haben, dass man hier viele günstige Unterlüfte findet und man nicht vorreservieren muss, haben wir das erste Mal auf unserer Reise keine Unterkunft vorab gebucht. Leider finden wir auf dem Weg zum Strand keine Unterkunft, also fahren wir nach einem kurzen Blick auf den Strand (Am nächsten Tag kommen wir ja nochmal wieder) weiter und finden nach ca. 15 Minuten Fahrt eine tolle Unterkunft. Wir gehen noch etwas Essen, duschen und anschließend und gehen gegen 22 Uhr schlafen um am nächsten Tag früh starten zu können.

19.07.2019 Waghalisiger Abstieg zum Traumstrand (Tag 110)

Um heute früh starten zu können, stellen wir uns den Wecker auf halb sieben. Wir machen uns fertig, packen unsere Sachen ein und frühstücken. Anschließen fahren wir zum Kelingking Beach, an dem wir bereits am Abend davor noch kurz gewesen sind. Wir fahren von unserer Unterkunft zum Glück nur etwa zwanzig Minuten und freuen uns sehr, dass wir die Ersten an den Cliff Point sind, wo sich tagsüber lange Schlangen zum Fotos machen bilden. Wir machen an verschiedenen Bereichen Bilder von der Landschaft und dem schönen Strand.

Kelingking Beach Nusa Penida

Bevor die ganzen Tagesbesucher ankommen, machen wir uns auf den Weg hinab zum Strand. Der Weg ist schon zu Beginn recht abenteuerlich, wird es im Verlauf aber immer mehr. Wir sind sehr froh, dass wir Sneakers anhaben, da man nur mit lockeren Schuhen oder Flip Flops gar keinen halt hat. Die meisten Menschen die wir sehen, haben sich mit dem Weg aber nicht so wirklich beschäftigt und versuchen irgendwie mit Flip Flops hinunter zu kommen.

Kelingking Beach Nusa Penida
Steiler Abstieg Kelingking Beach

Wir müssen uns immer wieder ordentlich festhalten und teilweise ziemlich großer Schritte machen und klettern, um steile Steine zu überqueren. Nach etwa einer halben Stunde kommen wir dann beim Strand an und sind vom türkisblauen Wasser in der Bucht fasziniert. Es gibt hier aber eine ziemliche Brandung und hohe Wellen. Teilweise kommen die Wellen sogar fast bis zum Ende des Standes und einige Schuhe und Rucksäcke werden sogar weg gespült. Das Wasser sieht so verlockend zum Baden aus und so entschließt sich Adriano in die Wellen zu springen. Man muss aber gut aufpassen, dass man möglichst zum rein und raus gehen die kleineren Wellen ab passt um nicht von einer großen umgerissen zu werden. Carina sind die Wellen zu stark und sie schaut sich alles lieber von draußen an. Nach dem Baden machen wir noch ein paar Bilder und die Sonne kommt so langsam immer mehr raus.

Kelingking Beach
Kelingking Beach

Danach machen wir uns wieder auf den Weg und der abenteuerliche Aufstieg beginnt. Eigentlich hat es mehr mit klettern als mit einem Berg hinauf laufen zu tun. Zwischenzeitlich bildet sich immer wieder ein Stau, da die Menschen in Flip Flops nicht wirklich gut voran kommen und natürlich auch einige Menschen aus der anderen Richtung kommen. Endlich kommen wir oben an und laufen zurück zum Roller. Wenige Minuten entfernt vom Parkplatz liegt der Car-Tempel. Als wir beim Eingang ankommen, sehen wie aber keine der kleinen Autos und der Tempel sieht auch nicht wirklich so spannende aus wie einige Bilder Internet wirkten. Somit fahren wir weiter über die Huckelpiste Richtung Angels Billabong. Es ist wieder eine ziemliche staubige und wackelige Fahrt. Wir kaufen uns die Tickets (lediglich 0,30 € für uns beide und den Roller) und laufen zur Küste. Dort angekommen sehen wir den Angels Billabong. Hier kann man bei ruhigem Meer sogar schwimmen. Da es heute aber recht stürmisch ist und das Wasser immer wieder hoch peitscht ist das Schwimmen heute verboten.

Angels Billabong Indonesien
Angels Billabong Nusa Penida

Wenige Gehminuten davon entfernt befindet sich der Broken Beach. Dabei handelt es sich um ein natürliches Becken, dass durch ein Loch in einer Klippe mit dem Meer verbunden ist. Das Wasser sieht richtig cool aus und man hat das Gefühl, dass man bis zum Grund schauen kann.

Broken Beach Indonesien
Mantarochen

Wir laufen ein mal im Kreis und sehen in der Bucht neben dem Broken Beach auf einmal Mantarochen. Endlich sehen wir einmal diese tollen Tiere. Natürlich wäre es toll gewesen diese auch hier beim Schnorcheln oder Tauchen zu sehen, aber auch von der Klippe ist es schon ein toller Anblick. Wir laufen langsam zurück zum Parkplatz und essen eine Kleinigkeit. Anschließend geht es mit dem Roller zurück Richtung Hafen. Auf einem Großteil der Strecke ist die Straße wieder sehr schlecht, aber wir kommen zeitlich trotzdem ganz gut voran. Nach einer knappen Stunde erreichen wir wieder den kleinen Hafen.

Nusa Penida Küste
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Wir geben in der Unterkunft wieder unseren Roller ab und laufen zum Fähranleger. Nachdem wir uns angemeldet haben, sitzen wir bis zur Abfahrt am Strand. Pünktlich fahren wir nach Sanur los. Allerdings fahren wir direkt auf einen sehr dunklen Himmel zu und hoffen, dass uns in Sanur kein Sturm erwartet. Dort angekommen ist das Wetter aber halb so schlimm. Da es in Sanur keinen Steg gibt, halten die Boote in der Nähe des Strandes. Je nachdem, wie hoch die Wellen sind kann man beim Ein- und Aussteigen ordentlich nass werden. Das Wasser geht uns etwas über die Knie und Carina rennt, nachdem sie ausgestiegen ist aufeinmal los, da sie hinter sich eine große Welle sieht und nicht komplett nass werden möchte. Sie schafft es gottseidank trocken an den Strand und wir beobachten die anderen Menschen, die zum Teil ziemlich nass werden. Anschließend laufen wir am Strand zurück Richtung Hotel und gehen auf dem Weg noch etwas Essen. Den restlichen Abend verbringen wir bis zum Schlafen gehen entspannt auf dem Zimmer.

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