31.03.2019 Der Beginn unseres Abenteuers (Tag 1)

Der Wecker klingelt. Da ist der lang ersehnte Tag nun endlich gekommen und unsere Weltreise beginnt. Schnell prüfen wir, ob sich unsere Uhren auch wirklich auf die Sommerzeit umgestellt haben. Nicht, dass wir noch unseren Flieger verpassen. Zum Glück gehen die Uhren richtig und wir stehen auf, gehen duschen und dann runter zum bereits gedeckten Frühstückstisch. „Habt ihr gut geschlafen?“, fragt Adrianos Mutter. Wir sagen gleichzeitig: „Ja, so gut wie schon lange nicht mehr“, und können es selbst kaum glauben, dass wir so entspannt sind. Haben wir uns doch immer vorgestellt, dass wir Wochen vorher schon total nervös sind. Doch irgendwie sind wir entspannt und freuen uns einfach nur. Klar etwas aufgeregt ist man schon, doch längst nicht so wie erwartet.

Entspannt packen wir die letzten Sachen zusammen und prüfen nochmal, ob wir alles nötige wirklich eingepackt haben. Ein paar Fotos von unseren fertig gepackten Rucksäcken dürfen natürlich auch nicht fehlen.

unsere Rucksäcke

Gegen 10 Uhr kommt Carinas Familie vorbei. Gleich geht es los. Wir setzen uns nochmal kurz hin und quatschen. Gefühlt sind alle nervöser als wir 😀

Wir bekommen noch ein paar sehr schöne Schutzengel, die uns auf der Reise Glück bringen und beschützen sollen. Dann überreicht Carinas Schwester noch eine kleine Überraschung, mit der wir gar nicht gerechnet haben.

Ein Buch voller Fotos und schönen Texten von unserer Familie und unseren Freunden, welches und helfen soll, wenn wir auf unserer Reise Heimweh bekommen. Was ein wundervolles Geschenk, wir freuen uns wirklich sehr und Carina vergießt auch ein paar Tränchen. VIELEN DANK AN ALLE!!!

Relativ schnell wird es 11 Uhr und wir müssen zum Flughafen los. Jeder schnappt sich etwas zum tragen und ab in die Autos. Am Flughafen angekommen, finden wir schnell unseren Schalter. Da wir bereits am Vortag eingecheckt haben müssen wir nur noch die Rucksäcke abgeben. Lange müssen wir nicht anstehen und somit haben wir schnell unsere Flugtickets in der Hand. WOW jetzt geht es wirklich los!

Ein paar liebe Freunde sind extra zum Flughafen gekommen, um uns zu verabschieden. Zur Feier des Tages stoßen wir mit Sekt und Berliner Luft an (ein bisschen Mut antrinken kann ja auch nicht schaden :D).

Die letzte Stunde bevor wir zur Sicherheitskontrolle müssen ist wie im Flug vergangen. Nun ist auch der Punkt gekommen, an dem wir uns von unseren Liebsten verabschieden müssen. Natürlich fließen auch ein paar Tränen.

Wir gehen durch die Sicherheits- und Passkontrolle bis zu unserem Abflugsgate, von dem wir über Moskau nach Peking fliegen.

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Nach einem kurzen Zwischenstopp in Moskau landen wir dann endlich in Peking. Beim Anflug konnten wir schon die verbotene Stadt und den Himmelsaltar sehen.

Gut gelandet geht es dann durch die Passkontrolle und zu den Gepäckbändern. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen dann auch unsere Rucksäcke an. Nachdem wir grade alle Rucksäcke aufgesetzt haben und in voller Montur zum Ausgang wollen, werden wir vom Zoll raus gezogen und wir dürfen wieder alles ablegen und unsere Gepäckstücke werden nochmal durch den Gepäckscanner geschoben.

Schnell noch eine SIM-Karte gekauft und dann geht es auch schon mit dem Airportexpress in die Stadt. Gottseidank müssen wir nur einmal umsteigen und das U-Bahnsystem in Peking ist so gut ausgeschildert, dass wir keine Probleme haben, unsere Zielstation zu erreichen.

Also auf Richtung Ausgang, schließlich wollen wir endlich was von Peking sehen und bei unserer Unterkunft ankommen. Natürlich wird die Rolltreppe grade repariert und so dürfen wir schwer bepackt die Treppen nehmen. Die Aufregung steigt. Oben angekommen sind wir super überrascht.

Wo sind den die ganzen Menschenmassen und die vielen Autos hin von denen man immer hört? Wir blicken nach rechts und können in der Ferne den Eingang zur verbotenen Stadt erkennen. Wir gucken uns an und fangen beide an zu grinsen. WOW endlich sind wir da!

Wir müssen uns kurz orientieren und dann geht es ab zum Hostel. Nach ca. 15 Minuten sind wir auf unserem Zimmer angekommen. (Unsere Unterkunft: 365Inn Hostel)

Da wir uns noch fit fühlen, schlendern wir nach einer kurzen Verschnaufpause zum Himmelsaltar und gucken uns auf dem Weg das Treiben in den Gassen an. Der Himmelsaltar, auch Himmelstempel genannt, ist eine Tempelanlage in der die Kaiser Ming- und Qing-Dynastien für eine gute Ernte gebetet haben.

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Im Himmelsaltar angekommen spazieren wir durch die Grünanlage und gucken uns die verschiedenen Tempel und Plätze an. Es ist ein wirklich schöner Abschluss unseres ersten Weltreisetag.

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Etwas kaputt vom Tag kommen wir abends im Hostel an und essen dort noch etwas zu Abend.

Vorab haben wir schon öfter gerätselt, was unser erstes Essen in China sein wird….

… es sind Burger mit Pommes :D:D:D

02.04.2019 Ein Weltwunder (Tag 2)

Der Wecker klingelt. Tag 2 unserer Weltreise beginnt. Auf den heutigen Tag haben wir uns schon sehr lange gefreut, denn heute geht es zur Chinesischen Mauer. Wir machen uns fertig und frühstücken. Wir haben uns am Vorabend noch Toast und Marmelade gekauft. Dies wird unser Frühstück für die Nächsten Tage sein. Wir packen noch schnell die letzten Sachen in den Rucksack und dann geht es auch schon los zur U-bahn. Wir haben über Get Your Guide einen Transfer zum Mauerabschnitt nach Mutianyu gebucht und fahren zum vereinbarten Treffpunkt. ( 12€ p.P.)

Im Bus angekommen, lächelt uns eine blonde Frau an nachdem sie merkt, dass wir aus Deutschland kommen.

Wir verstehen uns auf Anhieb gut und fangen an zu schmunzeln als wir feststellen, dass wir aus der selben Stadt, nur zwei Stadtteile voneinander entfernt kommen. Wie klein die Welt doch ist 🙂 und so geht die ca. 90 minütige Fahrt auch sehr schnell um. Auf dem Parkplatz angekommen, besorgen wir uns unsere Tickets (160 Yuan, ca. 21€ p.P. Seilbahn+Eintritt) und laufen zum Eingang. In der Ferne können wir die Mauer schon erkennen und wir Grinsen bis über beide Ohren. Wir fahren zusammen mit Christina (die Frau aus dem Bus) mit der Seilbahn nach oben.

Auf der Mauer angekommen bietet sich uns ein atemberaubender Blick über die Berge und der chinesischen Mauer. Wir laufen zum nächsten Wachturm, gehen diesen hoch und lassen den Ausblick auf uns wirken. Wir sind ganz alleine auf dem Wachturm. Es ist unfassbar.

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Nachdem wir Fotos und Videos gemacht haben gehen wir weiter. Wir möchten bis zum 20. Wachturm laufen. Immer wieder müssen wir bergauf und bergab gehen und sehen vor uns die starke Steigung die noch vor uns liegt.

Erneut machen wir Fotos und reden über dieses unglaubliche Bauwerk.

Etwas außer Atem kommen wir am 20. Wachturm an. Hier endet der restaurierte und offizielle Bereich und Christina entschließt sich dazu von hier aus wieder zurück zu gehen.

Wir möchten aber noch etwas weiter gehen um auch Einblicke von dem unrestaurierten Teil zu bekommen.

Also klettern wir über eine kleine Mauer und weiter geht es mit dem Anstieg. Ab hier haben wir das Gefühl fast allein zu sein.

Kurz nach dem 21. Wachturm legen wir eine Pause ein und genießen den Ausblick von oben auf die chinesische Mauer. Wir reden gar nicht viel mit einander und versuchen jede Sekunde zu genießen.

Groß anders sieht der unrestaurierte Teil hier noch nicht aus. Wahrscheinlich müsste man da noch etwas weiter gehen, um einen richtigen Unterschied zu sehen. Wir entschließen aber, wieder zurück zu laufen um später nicht in Zeitdruck zu geraten. Schließlich möchten wir auch auf dem Rückweg noch Fotos machen und den Ausblick genießen.

Nach ca. 4 Stunden Aufenthalt geht es mit der Seilbahn wieder bergab und mit dem Bus zurück nach Peking. Da es noch recht früh ist als wir in Peking ankommen, entschließen Christina und wir, noch zusammen zum Lama Tempel zu fahren.

Nach einer kurzen Fahrt mit der U-Bahn gehen wir in die Anlage (Eintritt: 20 Yuan, ca. 2,65€ p.P.).
Der Lama Tempel ist unsere erste richtige Tempelanlage in China. Wir sind fasziniert von der Bauweise, den Farben und den kleinen Details der Dächer.

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Entspannt schlendern wir durch die Tempelanlage und schauen uns die einzelnen Gebäude an. Da wir erst relativ spät, etwa 30 Minuten vor Schließung in die Anlage gegangen sind ist es angenehm leer und ruhig.

Zum ersten mal auf unserer Reise sehen wir eine Gebetsmühle, diese Drehen wir natürlich beide, um auf unsere Reise weiterhin Glück zu haben und gutes Karma zu sammeln. Auf dem Weg zum Ausgang sehen wir ein Mönch, der sich in die Sonne vor einem Tempelgebäude stellt und anfängt sich zu drehen. Das sah schon sehr cool aus.

Anschließend spazieren wir die Straße runter Richtung U-Bahn und beobachten das Treiben auf der Straße und die verschieden kleinen Läden und Garküchen.

Auf einmal werden wir auf einen Imbiss aufmerksam der irgendwas zubereitet, was lecker aussieht. Wir beobachten, wie er das Gericht zubereitet und was da für Zutaten rein kommen und entscheiden uns spontan dafür, das gleiche zu bestellen. Es wird schon schmecken, denken wir uns 😉

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Und wie es geschmeckt hat…. 🙂 Grob gesagt, besteht das Gericht aus einer Art großen, platten Nudel, auf die ein Ei kommt. Das Ganze wird auf einer Art Crêpesplatte erhitzt, mit verschiedenen Soßen eingepinselt und mit Salat, Gemüse und gegebenfalls Fleisch belegt. Anschließend wird das Ganze zusammengerollt und in mundgerechte Teile geschnitten.

Wir gehen noch etwas weiter und verabreden uns für den nächsten Tag. Wir fahren mit der U-Bahn zu unserem Hostel, legen unseren Rucksack ab und suchen uns etwas zum Abendessen. Spontan entscheiden wir uns für Pekingnudeln und nehmen auf dem Rückweg noch sehr leckere Wan Tans mit.

Wir kaufen noch Proviant für den nächsten Tag ein und stoßen im Hostel mit einem Bier auf den fantastischen Tag an.

03.04.2019 Die Stadt in der Stadt (Tag 3)

Es ist 7 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Heute ist Tag drei unserer Weltreise. Wir machen uns fertig, frühstücken und laufen los. Heute geht es in die verbotene Stadt. Wir haben uns für heute mit Christina verabredet um den Tag gemeinsam zu verbringen. Da die verbotene Stadt nur ca. 30 Minuten von unsere Unterkunft entfernt ist laufen wir dorthin. Nach einem Securitycheck sind wir dann auf dem Tian´anmen Platz oder auch Platz des himmlischen Friedens genannt. Dieser Platz ist eine wichtige Demonstrationsstätte mit einem Fassungsvermögen von bis zu einer Millionen Menschen. An der Nordseite steht das Tor des himmlischen Friedens, welches an der verbotenen Stadt anschließt.

Wir machen ein paar Fotos und laufen weiter zum vereinbarten Treffpunkt. Christina wartet schon auf uns. Hier ist es im Vergleich zur chinesischen Mauer deutlich voller und wir laufen zusammen mit der Masse Richtung Eingang.Am Ticketschalter angekommen, sind wir erleichtert. Hier ist es so groß und weitläufig dass sich das ganze ziemlich verläuft.

Wir haben unser Ticket schon vorher gekauft (Preis:17,10€p.P.) . Dieses wurde mit der Passnummer verknüpft und so müssen wir nur unseren Pass vorzeigen und die Nummer wird abgeglichen. Schon sind wir drin und wir lassen den Anblick des ersten Bereichs auf uns wirken. WOW ist das hier schön… und groß! Die Sonne lässt die goldenen Dächer strahlen und die rote Farbe der Häuser leuchten. Schnell stellen wir fest, dass die verbotene Stadt unfassbar verwinkelt ist. Überall sind Eingänge, Tempel, Plätze und Gassen. Fast denkt man, man ist in einem Labyrinth. Wir laufen erst mal von Süd nach Nord über die einzelnen großen Plätze um im Anschluss die kleineren Gassen und Nebengebäude anzuschauen.

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Hier merken wir zum ersten mal, dass von uns heimlich Fotos und Videos gemacht werden. Einmal wurden wir sogar angesprochen, ob man mit uns ein Foto machen kann. Scheinbar sind Europäer und grade Menschen mit blonden Haaren eine Sensation in China. Wir schmunzeln und lassen mit uns ein paar Bilder schießen.

Wir laufen weiter durch die verbotene Stadt. Wir haben noch ein Zusatzticket gebucht, durch das wir uns auch die Uhren-und Schatzkammer angucken können. Dies können wir nur empfehlen. Es kostet nur ein paar Euro mehr und grade die Uhrkammer hat uns sehr fasziniert.

Nachdem wir knapp 5 ½ Stunden in der verbotenen Stadt verbracht haben (alles haben wie aber trotzdem nicht sehen können) laufen wir über den Nordeingang in den gegenüberliegenden Jingshan Park (Eintrittspreis: 10 Yuan p.P. ca. 1,35€).

Um die verbotene Stadt wurde ein Wassergraben gebaut. Die dadurch entstandene Erde wurde aufgeschüttet und daraus entstand der Jingshan Park. Er ist mit insgesamt 5 Pavillons, von denen man einen fantastischen Blick über die verbotene Stadt und Peking hat, auf einem Hügel angelegt. Der Park bietet eine sehr schöne Abwechslung zum Großstadtgewusel.

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Wir machen es uns auf dem höchst gelegenen Pavillon gemütlich, genießen die Aussicht und legen eine Mittagspause ein. Nach ein paar schönen Fotos laufen wir wieder runter um den daneben gelegenen Park zu besuchen. Von weitem haben wir eine weiße Pagode gesehen und wurden neugierig. Also nichts wie hin und gucken was Das ist.Nach ca. 15 Minuten erreichen wir den Eingang des Beihai Park (Eintritt: 20 Yuan, ca. 2,70€ p.P.).

Wir laufen zunächst über die Brücke auf die kleine Insel, auf dessen Berg sich die weiße Pagode befindet. Dort gehen wir das kurze Stück hoch und die Sicht über den im Park angelegten See erinnert uns etwas an die Hamburger Alster. Die Pagode an sich sah vom weitem spektakulärer aus und so halten wir uns gar nicht lange bei ihr auf, sondern gehen die Treppen runter zur dort gelegenen Tempelanlage. Über die Tempelanlage, welche den Hügel herunter angelegt ist, erreichen wir wieder die Brücke zum Festland. Wir überlegen noch spontan zum Konfuziustempel zu fahren und gehen durch den Park zur nächst gelegenen U-Bahnstation. Am Konfuziustempel angekommen stellen wir leider fest, dass dieser schon geschlossen hat. Schade, im Internet hieß es er ist noch geöffnet.

Na gut, können wir nicht ändern, also gehen wir wieder zurück und fahren zum nächsten Highlight unseres Pekingaufenthaltes.

Christina hat für den Abend einen Tisch in einem Restaurant (The opposite house) in dem es laut Internet mit die beste Pekingente der Stadt geben soll reserviert. Sie hat uns am Mittag gefragt ob wir spontan Lust haben mit zu kommen und so haben wir die Reservierung auf drei Personen geändert.

Auf dem Weg zum Restaurant laufen wir durch das Botschaftsviertel und vorbei an Luxusgeschäften wie Prada und Christian Louboutinuns. Uns wird so langsam klar, dass wir scheinbar in einer etwas gehobeneren Gegend unterwegs sind.

In dem Restaurant, welches sich in einem Hotel befindet angekommen, werden wir zu unserem Tisch begleitet. Wir kommen uns etwas underdressed vor, aber da dies eine spontane Entscheidung war und wir auch keine Zeit mehr hatten uns umzuziehen finden wir das nicht ganz so tragisch.

Der Bereich der Küche, in der die Pekingenten zubereitet werden ist aus Glas und so können wir von weitem ein Teil der Zubereitung beobachten. Nach etwa einer halben Stunde kommt ein Koch mit der Pekingente zu uns an den Tisch und tranchiert sie vor unseren Augen.

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Er serviert uns die fertig geschnittene Ente und legt uns noch den Kopf halbiert dazu. Der Kellner sagt uns, dass dies der Beste Teil der Ente sein soll und wir den unbedingt probieren sollen.

Wir sind etwas überrascht, wie wenig von der gesamten Ente, die wir bestellt und die zu uns an den Tisch gebracht wurde serviert wird. Hatten wir doch eine ganze Ente bestellt und nicht nur die Brust.

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Der Kellner erklärt uns, wie die traditionelle Pekingente gegessen wird und wir fangen an. Es gibt dünne kleine Pfannkuchen, die man mit Gemüse, wie Gurke, Zwiebeln, Knoblauch und Möhren, Entenscheiben und Soße belegt. Diese werden zusammen gerollt und mit den Fingern gegessen.

Die Ente ist wirklich sehr sehr lecker und zart. Christina und Adriano probieren sogar den Kopf, Adriano sogar das Gehirn… Warum dies der leckerste Teil der Ente sein soll, können aber beide nicht verstehen. Vielleicht hat der Kellner auch nur einen Witz gemacht? 😀

Wir essen auf und überlegen uns, wo wir danach noch hin können um den Hunger zu stillen. Wir bestellen die Rechnung (ca. 40€ für die Pekingente zzgl. Getränke) und fragen, was mit dem Rest des Fleisches, welches sich noch an der Ente befindet passiert. Man erzählt uns, dass daraus noch ein anderes Gericht zubereitet wird. Wir sind etwas sprachlos über diese Aussage, bezahlen und gehen.

Wir laufen zur U-Bahn und verabschieden uns dort von Christina, die am nächsten Tag nach L.A. fliegt. Es war trotzdem ein sehr gelungener Tag und Abend. Im Hostel angekommen holen wir uns dann doch nichts mehr zu essen. Wir sind kaputt vom Tag, sortieren noch ein paar Fotos und Videos der letzten Tage aus, gehen duschen und schlafen.

04.04.2019 Es wird Sommer! (Tag 4)

Tag 4 unserer Weltreise fängt an. Heute haben wir mal etwas länger geschlafen. Gegen ca. halb zehn machen wir uns dann auf den Weg zum Sommerpalast. Wir kaufen schnell die Kombitickets, in dem alle zusätzlichen Bereiche die man sich ansehen kann inklusive sind und stehen kurz nach dem Eingang am Rand des Kunming-Sees der einen Großteil der Anlage ausmacht.

Wir müssen uns erst einmal einen Überblick über die sehr große Anlage verschaffen. Wenige Meter später finden wir eine Karte und entscheiden uns dazu erst einmal am Rand des Sees über die „17-Bogen-Brücke“, welche aus weißem Marmor gebaut und mit 540 steinernen Löwenköpfen verziert ist auf die Südinsel zu laufen, auf der sich unter anderem der Drachentempel und einige andere Gebäude befinden.

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Von der Insel hat man einen wirklich sehr schönen Blick über den Großteil der Anlage und schaut direkt auf den „Tower of Buddhist Incense“. Wir machen ein paar schöne Bilder am Rand der Insel und laufen dann wieder zurück Richtung Eingangsbereich. Von dort aus gehen wir über verschiedene kleine Tempelanlagen und Plätze von Gebäude zu Gebäude und entscheiden uns dann dazu, den „Berg der Langlebigkeit“, an dem ein Teil der Anlage errichtet wurde hoch zulaufen. Wir kommen oben an und können dort den „Tower of Buddisht Incense“ betreten.

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Der Ausblick von hier oben ist wirklich sehr schön, nur der leicht vorhandene Smog trübt den Blick in die Ferne etwas. Wir bestaunen den Tower und stellen fest, dass die dazugehörige Anlage den Berg hinauf gebaut wurde. Somit müssen wir um die Tempelanlage zu besichtigen über Treppen absteigen und befinden uns letztendlich wieder am Seeufer.

Von dort aus schlendern wir am Ufer um den Berg herum um dann dort später wieder hinauf zu wandern, da wir dort ein paar Sachen noch nicht gesehen haben. Wir kommen an dem bekannten Marmorboot vorbei und bestaunen dies.

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Das Marmorboot ist übrigens eigentlich aus Holz gebaut. Nur der Sockel ist aus echtem Marmor. Das Holz ist jedoch so gut bemalt, dass dies gar nicht auffällt. Das Boot wurde früher genutzt um Gäste zu empfangen.

Wir spazieren den Berg wieder hoch und sind auf dem Weg zur Sushou-Straße, welche extra Eintritt kosten würde, wir aber unter anderem in unserem Kombiticket inklusive haben. Auf dem Weg dorthin entdecken wir den Sumeru-Tempel. Die Tempelanlage ist zum Teil in den Berg hinein gebaut und es macht total Spaß die verschiedenen Gassen zu entdecken und wir genießen den Anblick der roten Häuser in der Abendsonne. Wir kommen wieder oben am Gipfel des Berges an und blicken noch einmal über die schöne Anlage.

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Da es schon relativ spät ist, machen wir uns auf den Weg zum Ausgang, dort befindet sich auch die Sushou-Straße, welche wir noch besichtigen wollen. Leider sind wir etwas zu spät und der Bereich lässt keine neuen Besucher mehr rein, da der Park bald schließt. Wir schauen uns die Straße von der Brücke, die sich über der Straße befindet an und schlendern zum Ausgang.

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Wir fahren mit der Bahn zum Hostel und holen uns auf dem Weg noch etwas zu essen. Da die Ente ziemlich ins Budget gegangen ist, entscheiden wir uns an dem Abend für frische Wan Tans und chinesische Instantnudeln vom Supermarkt gegenüber.

05.04.2019 Es wird sportlich (Tag 5)

Tag 5 unserer Weltreise bricht an. Heute ist unser letzter Tag in Peking. Viel haben wir nicht mehr auf dem Zettel und so gehen wir den Tag entspannt an. Wir frühstücken und machen uns auf den Weg zum Konfuziustempel. Dieser liegt schräg gegenüber des Lama-Tempels.

Christina hat uns noch den Tipp gegeben zur vollen Stunde am Ende des Konfuziustempel zu sein. Dies werden wir berücksichtigen und uns überraschen lassen.

Der Konfuziustempel in Peking ist der zweitgrößte seiner Art und ist zu Ehren Konfuzius erbaut worden. Dort sind über 300 Stehlen, die unter Anderem die Namen erfolgreicher Prüfungsabsolventen und Texte von Konfuzius behinahlten. Die im Tempel befindlichen Hallen präsentieren die Geschichte des Konfuzianismus.

Dort angekommen kaufen wir uns schnell die Tickets (30 Yuan, ca. 4€ p.P.) und gehen in die Anlage. Wir bestaunen die vielen Stehlen und die verschiedenen Gebäude.

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Am Ende der Anlage befindet sich ein Gebäude mit einer Terrasse davor. Zur vollen Stunde ertönt ein Gong. Wir suchen uns schnell einen guten Sitzplatz und die Türen des Gebäudes gehen auf. Es ist eine chinesische Tanzshow, die eine Geschichte erzählt.

Neben dem Konfuziustempel befindet sich das Guozijian Museum. Hier ist der Eintritt inklusive und auch dies gucken wir uns an. Das Museum erinnert aber eher an eine weitere Tempelanlage. Es war während der Yuan-, der Ming- und der Qingdynastien Chinas nationale Universität. Das Tempelgebäude in der Mitte der Anlage ist von Wasser umgeben und über Brücken zu erreichen. Es wird direkt von der Sonne angeleuchtet. Das sieht schon echt schön aus.

Wir laufen gegen Mittag zurück zur Bahn um noch den letzten Punkt unserer Liste abzuhacken. Wir machen uns auf dem Weg zur Olympiastadt. Dort angekommen erst einmal ein Schock… Hier ist der Smog so stark, dass man gar nicht atmen möchte. Man hat das Gefühl, die Luft zum Atmen ist viel schwerer als sonst und mit der Zeit bekommt man einein richtig komischen Geschmack im Mund.

Uns hält das aber nicht davon ab weiter zu gehen und so schauen wir unter anderem das Vogelnest und die Schwimmhalle von außen an.

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Wir schlendern über die Promenade und sind erstaunt von der Größe der Olympiastadt. Die Promenade endet an einer großen Parkanlage. Hier tummeln sich die Chinesen um Drachen steigen zu lassen und den Tag zu genießen. Die Wiesen sind voll von Zelten. Wir laufen in Richtung Tennishalle um uns diese noch anzuschauen. Leider kommen wir nicht allzu weit, da dieser Bereich grade umgebaut wird. Also nehmen wir den nächsten Ausgang und laufen zur U-Bahn. Wir machen noch kurz Stopp am Bahnhof um uns Zugtickets für die Weiterfahrt nach Xi´an (60€ p.P.) am nächsten Tag zu besorgen und fahren zur Unterkunft. Dort angekommen, legen wir den Rucksack ab und kaufen uns noch etwas zu Essen.

Wir holen uns eine Art chinesischen Pfannkuchen, wo der Teig wird auf eine Art Crêpesplatte verteilt wird. Dort kommt ein frisches Ei und Samen drauf. Der Teig wird einmal gewendet und mit Soßen bestrichen und anschließen belegt. Wir haben Gemüse, Salat und eine Art Waffel als Belag gewählt. Man kann sich aber auch verschiedene Arten von Fleisch und Wurst als Belag aussuchen.

Wir sind damit zurück zu unserem Zimmer gelaufen und haben es uns beim Essen gemütlich gemacht. Es hat wieder einmal sehr lecker geschmeckt.

Tag 5 unserer Reise und somit auch der letzte Tag in Peking geht zu Ende und hat wieder sehr viel Spaß gemacht.

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