21.01.2020 Ein Abstecher zum aktivstem Vulkan des Landes (Tag 297)

Am Vormittag fahren wir mit dem Bus vom Puerto Varas nach Pucon. Wir packen die letzten Sachen zusammen, frühstücken und bringen den Mietwagen zurück. Mit dem Uber geht es zum Busterminal und fast pünktlich fahren wir nach Pucon ab. Die Fahrzeit nutzen wir ein bisschen zum Bilder bearbeiten und zusammenrechnen der Kosten aus den letzten Ländern. Wir nähren und langsam dem See Villarica und können in der Ferne bereits den Villarica Vulkan erkennen. Bei diesem Vulkan handelt es sich um den aktivsten des Landes und er ist das letzte mal im Jahren 2015 ausgebrochen. Auch heute steigt Rauch aus, der sich in mehreren Wolken über der Vulkanspitze sammelt. Wir erreichen die Innenstadt und laufen mit unseren Rucksäcken bepackt zum Hostel. Wir können direkt aufs Zimmer und wollen anschließend etwas die Stadt erkunden. Pucon ist neben dem nahegelegenen Nationalpark Huerquehue und dem Vulkan für seine Outdooraktivitäten bekannt, hat was das Thema Kultur oder schöne Häuser und Gebäude betrifft nicht wirklich viel zu bieten. Über die Innenstadt die vor allem aus vielen Hostel, Hotels und Restaurants besteht, geht es einem kleinen Strand wo wir eine tolle Sicht auf den Vulkan im Hintergrund haben. Auch jetzt raucht er immer noch. Über eine kleine Freiluftkirche, die wir in dieser Form noch nie gesehen haben, geht es zum Hauptstrand von Pucon.

Pucon mit dem Villarica Vulkan im Hintergrund Chile
Villarica Vulkan der aktivste Vulkan von Chile nahe der Stadt Pucon
Kirche ohne Gebäude Pucon Chile
Kirche ohne Gebäude Pucon Chile

Der gesamt Strand besteht auf grob gemahlenem Vulkangestein und ist obwohl es ein Wochentag ist ziemlich gut besucht. Wirklich gemütlich ist es auf Grund der ganzen Menschen aber nicht. Wir gehen einkaufen und essen am Abend leckere Pfandkuchen. Als wir gerade wegen Ausflügen und Touren für die nächsten beiden Tage stöbern, spricht uns ein anderer Gast an und erzählt uns das er beide Touren schon gemacht hat und so kommen wir immer mehr ins Gespräch und unterhalten uns die nächsten Stunden über unsere Reisen quer durch die ganze Welt. 

22.01.2020 Das Wandern ist des Müllers Lust (Tag 298)

Wir haben gestern Abend entschieden heute morgen auszuschlafen und erst am Nachmittag in den Huerquehue Nationalpark zu fahren, da es lediglich einmal gegen halb neun und dann erst wieder um dreizehn Uhr einen Bus gibt. Unser Hostel ist wirklich gut ausgestattet, dass wir uns leckere frisch aufgebackene Brötchen auf der Terrasse in der Sonne schmecken lassen können. Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg zum Busterminal. Die Fahrt zum Park dauert dann etwa eine Stunde. Im Park gibt es zwei Treks die man laufen kann. Einer führt zu drei verschiedenen Seen und ist der beliebteste Trek, dementsprechend wohl auch recht voll. Der Andere führt direkt bergauf, damit man von oben eine schöne Aussicht auf die umliegende Landschaft hat. Wir entscheiden uns für den zweiten Trek und laufen los. Es geht tatsächlich die nächste Stunde ausnahmslos bergauf und etwas schade ist es schon, dass man durchgehend im Wald läuft und von der Natur (außer den vielen Bäumen:D) ringsherum nicht viel sieht. Als wir das Plateau erreichen, werden wir mit einer schönen 360 Grad Sicht belohnt. Wir können neben dem Villarica Vulkan sogar noch zwei weitere in der Ferne sehen. Wir machen es uns erst mal gemütlich, essen etwas und genießen die schöne Aussicht. Anschließend lassen wir Harry noch fliegen und machen ein paar tolle Fotos und Videos.

Huerquehue Nationalpark mit Sicht auf umliegende Vulkane Chile
Huerquehue Nationalpark San Sebastian Bergkette Chile
Huerquehue Nationalpark mit Sicht auf umliegende Vulkane Chile
Huerquehue Nationalpark mit Arakarienwald und Vullarica Vulkan Chile

Der zweite Teil des Rundweges oben auf den Berg führt durch dichtes Gestrüpp. Es sieht so aus, als ob hier schon länger keiner mehr lang gegangen ist. Nach ca. 20 Minuten erreichen wir wieder die Kreuzung, an der der Weg hinunter führt und beginnen mit dem Abstieg. Unten angekommen merken wir, dass wir bis der Bus kommt noch ein wenig Zeit haben. Also laufen wir noch einen Teil des anderen Treks am See entlang. Bevor wir zur Bushaltestelle gehen machen wir es uns an einem kleinen Fluss gemütlich, halten die Füße ins kalte Wasser und waschen uns den Staub von unseren Beinen ab. Mit dem Bus geht es um halb acht zurück in die Stadt. Wir kaufen noch kurz ein, laufen zurück zum Hostel und essen da es schon recht spät ist direkt zu Abend.

23+24.01.2020 Es wird wild und nass (Tag 299+300)​

Die kommenden beiden Tage lassen wir es von der Tagesgestaltung und dem Programm von morgens bis Abends etwas ruhiger angehen. Wir haben uns für heute Nachmittag eine Rafting Tour gebucht und verbringen den Vormittag nach dem Ausschlafen und Frühstücken im Hostelgarten auf der Hollywoodschaukel und kümmern uns lediglich um unbeantwortete Mails. Auch heute haben wir wieder schönes, warmes und sonniges Wetter. Gegen halb zwei machen wir uns auf den Weg zum Touranbieter und mit dem Bus geht es dann mit den anderen Gästen zum nahegelegenen Fluss. Dort bekommen wir einen Neoprenanzug, einen Helm, Schuhe und eine Schwimmweste. Eigentlich hat man uns im Büro gesagt, dass wir unsere GoPro am Helm anbringen können. Leider war da aber nicht die Rede davon, dass dafür ein bestimmtes Anbauteil nötig ist. Somit können wir leider keine Videos und Bilder machen und die GoPro bleibt im Bus. Nach einer kurzen Einweisung, geht es dann mit dem Boot auch direkt ins Wasser. Wir sitzen mit einer Familie zusammen im Boot und sind uns zu Anfang nicht ganz sicher, ob das wirklich die beste Kombi ist. Wir haben aber einen wirklich coolen Guide im Boot und durchfahren bei der Abfahrt die Stromschnellen wie alle anderen Boote. Nachdem es die ersten Minuten noch etwas flacher und entspannter ist, haben es die nächsten Stromschnellen schon etwas in sich und wir beide werden vorne schon ziemlich gut nass. Wir lernen immer wieder neue Komandos und die Fahrt macht echt super viel Spaß !

Auf einem geraden Stück darf ein kurzer Sprung ins kalte Nass natürlich auch nicht fehlen. Carina hat mit der Wassertemperatur trotz Neoprenanzug schon um einiges mehr zu kämpfen als Adriano. Unser erste Raftingtour macht uns beiden wirklich viel Spaß und wir sind uns einig, dass es nicht unsere Letzte sein wird. Nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir das untere Camp, wo es aus dem Wasser geht und wir als Gruppe das Boot zurück an Land bringen. Alle ziehen sich trockene Sachen an und wir fahren mit dem Bus zurück nach Pucon. Wir laufen zurück zum Hostel, essen lecker zu Abend, buchen uns für die nächsten Tage noch Unterkünfte und Busverbindungen, bringen unseren Blog auf den neusten Stand und gehen gegen Mitternacht schlafen. 

Zur Abwechslung, was ja wirklich ziemlich selten vorkommt, haben wir uns für heute gar nichts vorgenommen außer, dass wir am Abend mit dem Bus von Pucon weiter fahren. Dementsprechend können wir heute auch wieder ausschlafen und den Tag ganz locker starten lassen. Wie schon die letzten Tage, genießen wir unser Frühstück auf der Terrasse des Gartens und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Bisher sind wir noch nicht wirklich dazu gekommen, uns mit unserem nächsten Land (Kolumbien) zu beschäftigen. Allerdings war es vor Beginn unserer Weltreise eigentlich gar nicht geplant nach Kolumbien zu fahren und es hat sich eher spontan ergeben. Da wir von Menschen, die wir in den letzten Monaten kennengelernt haben so viel gutes über das Land gehört haben und wir noch Zeit für ein weiteres Land haben, haben wir beschlossen zweieinhalb bis dreieinhalb Wochen nach Kolumbien zu reisen. Da passt so ein heutiger Tag ganz gut, um sich mit den Sehenswürdigkeiten und einer möglichen Reiseroute zu beschäftigen. Am Nachmittag gehen wir noch einmal in der Stadt spazieren und essen als wir wieder im Hostel sind. Gegen kurz nach acht geht es dann mit dem Uber zum Busterminal. Pünktlich wie geplant fahren wir mit dem Nachtbus nach Santiago ab. Wir hoffen, dass wir auf der neunstündigen Busfahrt einen Großteil der Zeit schlafen können und so die Zeit gut um geht.

Menü schließen