15.01.2020 Die südlichste Großstadt der Welt (Tag 291)

Wir verlassen heute Puerto Natales bereits wieder und fahren mit den Bus in die südlichste Großstadt der Welt, nach Punta Arenas. Wir hatten eigentlich auf der Südinsel in Neuseeland schon das Gefühl nah am Südpol zu sein, wenn man sich aber die Lage von Punta Arenas anschaut, sind wir es dort bis zum nördlichsten Zipfel vom Südpol aber nun wirklich.

Wir können bis zum Busbahnhof laufen und fahren pünktlich um elf Uhr ab. Die nächsten drei Stunden geht es durch eine flache und ziemlich stürmische Landschaft. Vom Busbahnhof in Puntas Arenas geht es mit dem Uber zu unserer Unterkunft. Für die kommenden Tage haben wir eine kleine gemütliche Airbnb Wohnung, da die Hostelbetten in der Stadt ziemlich teuer sind. Am Nachmittag erkunden wir ein bisschen die Stadt, gehen in einem kleinen Café direkt an der Küstenpromenade einen Kaffee trinken, wo Carina ein niedliches Bild von Knut malt und kaufen danach etwas Proviant für die nächsten Tag ein. Wir laufen zurück zur Unterkunft, kommen auf den Weg bereits in einen Schauer und kommen gerade noch so trocken nach Hause. Dann fängt es richtig an zu schütten.

Knut im Cafe Strandpromenade Punta Arenas Patagonien Chile

Heute gehen wir auf keinen Fall mehr raus, grinsen wir uns beide an. Da wir nach längerem mal wieder unsere eigenen vier Wände mit einer eigenen Küchenzeile haben, gibt es zum Abendessen Kartoffeln, Fleisch, Gemüse und eine leckere Soße. Da die Agentur für unsere Tour am nächsten Tag die Abholzeit um eine Stunde nach hinten verschoben hat, verbringen wir den restlichen Abend damit, Bilder tu bearbeiten, unsere Seite auf den neusten Stand zu bringen und ein paar Bilder auf Instagram zu posten.

16.01.2020 Die kleinen sind so unglaublich süß und tollpatschig (Tag 292)​

Für den heutigen Tag haben wir eine Tour nach Feuerland gebucht, um uns dort eine Kolonie von Köningspinguinen anzuschauen. Nachdem wir alle Gäste eingesammelt haben, geht es zum Fähranleger von Punta Arenas. Gegen zehn Uhr beginnt dann die etwa zweistündige Fahrt nach Feuerland.

Fähranleger Punta Arena Patagonien Chile
Hafen Punta Arena Patagonien Chile

Wir erreichen die kleine Stadt Porvenir, wo wir uns ein Geschichtsmuseum anschauen. Nach der Mittagspause liegt eine anderthalbstündige Fahrt durch die Pampa vor uns. Hier gibt es tatsächlich nichts außer Nandus, Schafe und Greifvögel, sowie alle zwanzig Kilometer ein Haus das mitten im Nirgendwo steht. Nandus, welche sehr den Lamas ähneln sehen wir sogar relativ häufig. Als wir den Pinguinpark erreichen, sind wir beide etwas aufgeregt die seltenen Königspinguine zu sehen. Am ersten Aussichtspunkt sehen wir bereits einen Großteil der Kolonie. Sie können bis zu zwölf Kilogramm schwer und bis zu 120 cm groß werden. Wir können gar nicht aufhören zu grinsen und genießen es, die schönen Tiere in ihrer freien Wildbahn beobachten zu können.

Park Königspinguine Feuerland Chile
Kolonie Königspinguine Feuerland Chile
Kolonie Königspinguine Feuerland Chile
Kolonie Königspinguine Feuerland Chile

Nach ca. 30 Minuten laufen wir weiter zum zweiten Aussichtspunkt, an dem einige weitere Pinguine stehen. Die gesamte Kolonie soll aus etwa sechzig Tieren bestehen.

Kolonie Königspinguine Feuerland Chile
Kolonie Königspinguine Feuerland Chile

Die Zeit vergeht zwar wie im Fluge, aber ein paar Minuten haben wir noch um noch einmal zum ersten Aussichtspunkt zurück zu laufen, die Tiere zu beobachten und einfach die Zeit zu genießen. Natürlich ist die eine Stunde viel zu schnell vergangen, aber wir müssen am Abend noch die Fähre zurück zum Festland bekommen. Für den Rückweg nutzen wir allerdings eine andere Strecke als am Morgen. Die nächsten anderthalb Stunden geht es quer über Feuerland bis zum Norden der Inseln. Über die hier nur etwa drei Kilometer breite Magallanstraße fahren wir mit der Fähre aufs Festland hinüber und sehen bei der Überfahrt sogar Commerson-Delfine und ein paar Magallan-Pinguine. Bis nach Punta Arenas sind es dann noch etwa 170 Kilometer. Wir fahren durch eine kleine Geisterstadt, in der damals eine wohlhabende Familie mit ihren Arbeitern gelebt hat. Ein Großteil der Gebäude steht sogar noch und die Überreste eines alten Dampfschiffes liegen am Strand.

Fähranleger Magallanstraße Patagonien Chile
Fähranleger Magallanstraße Patagonien Chile
Geisterstadt nahe Punta Arena Patagonien Chile
Schiffswrack Geisterstadt nahe Punta Arena Patagonien Chile

Gegen neun Uhr erreichen wir Punta Arenas und wir werden direkt zur Unterkunft gebracht. Nach einem langen Tag passiert nicht mehr viel und wir freuen uns nach einigen Nächten mit wenig Schlaf auf ein paar mehr Stunden in der kommenden Nacht.

17.01.2020 Ein bisschen Kraft tanken (Tag 293)

Die letzten Tage waren ziemlich anstrengend und die Nächte waren meist kürzer als geplant. Heute am letzten Tag in Punta Arenas stellen wir uns keinen Wecker und wollen ein bisschen Schlaf aufholen. Immer noch etwas müde, stehen wir um elf Uhr auf und frühstücken. Anschließend schnappen wir uns das Notebook und vergleichen die verschiedensten Busse, Flüge, und Ausflüge für die kommende Woche, da man nicht so einfach und günstig von A nach B kommt wie wir gehofft haben. Irgendwann brennt uns dann doch etwas der Kopf und wir müssen erst mal raus. Heute ist es zwar mega stürmisch draußen, dafür aber auch sehr sonnig. Wir laufen zum Mount of the Cross Aussichtspunkt, von dem man eine schöne Aussicht über große Teile der Stadt, bis zur Küste und sogar Richtung Feuerland hat, wo wir am Vortag gewesen sind.

Mount of Cross Aussichtspunkt Punta Arenas Patagonien Chile
Mount of Cross Aussichtspunkt Punta Arenas Patagonien Chile

Abschließend laufen wir in die Innenstadt, da wir noch einmal an der Küste spazieren gehen möchten. Wenn mal kurz kein Wind da ist, ist es in der Sonne sogar ziemlich warm. Es tut auf jeden Fall richtig gut, bei dem schönen Wetter noch mal raus zu kommen.

Innenstadt Punta Arenas Patagonien Chile
Puntas Arenas Promenade Küste Patagonien Chile

Bevor es zurück in die Unterkunft geht, gehen wir noch etwas einkaufen und essen als wir wieder in der Unterkunft sind zu Abend. Abschließend buchen wir dann nach langem hin und her noch Busse und Flüge und sind froh, dass die nächsten Tage nach langem planen ehrlich stehen. Vor dem schlafen gehen, packen wir noch unsere Rucksäcke da es am nächsten Morgen weiter geht.

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