25.01.2020 So dunkel ist fast es nirgendwo (Tag 301)

Am frühen Morgen gegen halb sieben erreichen wir im halbdunklen Santiago. Wir haben das Glück, dass am Busterminal an dem wir ankommen auch ein Bus direkt zum Flughafen fährt. Nach kurzer Wartezeit geht es dann zum Flughafen, da wir um zwölf Uhr in den Norden von Chile, in die Stadt Calama fliegen. Von dort aus geht es dann aber direkt mit dem Bus weiter nach San Pedro de Atacama. Da San Pedro allerdings keinen eigenen Flughafen hat, müssen wir die etwa hundert Kilometer entfernte Stadt Calama als Zwischenstopp nutzen. Auch wenn wir bis zum Abflug gute viereinhalb Stunden Zeit haben, geht die Wartezeit ziemlich schnell um, da wir für die Abgabe unserer Rucksäcke auch recht lange anstehen müssen. Unser knapp zweistündiger Flug nach Calama startet pünktlich und verläuft bis kurz vor der Landung zum Glück auch ruhig. Da in der Nähe der Stadt gerade ein Unwetter aufzieht, ist es dementsprechend recht windig. Vom Flughafen nehmen wir uns ein Uber um zum Busterminal, welches in der Stadt liegt zu kommen.

Nun müssen wir nur noch die zwei Stunden Wartezeit bis unser Bus abfährt um bekommen. Das ein Bus mal etwas später kommt, ist ja nicht selten der Fall. Nachdem unser Bus aber mittlerweile schon mehr als zwanzig Minuten überfällig ist, geht Adriano zum Schalter und erhält die Info, dass sich die Abfahrtzeit um voraussichtlich eine Stunde verspätet. Da wir aber schon ziemlich lange unterwegs sind und möglichst schnell ankommen möchten, gefällt uns diese Aussage nicht wirklich. Zum Glück bleibt es bei der einer Stunde Verspätung und so erreichen wir gegen 19 Uhr nach fast 22 Stunden unterwegs sein unser Ziel San Pedro de Atacama, einen der dunkelsten Orte der Welt bei Nacht. Unser Hostel ist fußläufig erreichbar und der erste Eindruck ist wirklich sehr gut. Da wir in diesem Hostel kein Frühstück inklusive haben und auch etwas Proviant für den nächsten Tag brauchen, gehen wir im einzigen Supermarkt der Stadt noch einkaufen. Nach dem Abendessen buchen wir uns Busverbindungen für Chile, eine Unterkunft für unser nächstes Ziel und da die Preise in den letzten Tagen ziemlich gestiegen sind auch den Flug nach Kolumbien. Ziemlich kaputt fallen wir gegen Mitternacht ins Bett und sind beide gefühlt von einrt auf die andere Minute eingeschlafen.

26.01.2020 Die Natur kann so wunderschön sein (Tag 302)​​​

Als um halb acht der Wecker klingelt sind wir beide natürlich noch ziemlich müde. Wenn man aber was vom Tag haben will, muss man halt auch früh aufstehen 😊. Wir haben uns für den heutigen und nächsten Tage ein Auto gemietet, da die Touren zu den verschiedenen Salzseen und anderen Sehenswürdigkeiten um San Pedro unglaublich teuer sind und immer wieder die Rede von irgendwelchen Verkaufsläden am Ende der Tour ist. Mit dem Mietwagen sind wir wesentlich flexibler und können zu den Punkten fahren die wir wirklich sehen wollen und dort so viel Zeit verbringen wie wir möchten. Nach dem Frühstück holen wir direkt unser Auto habe. Da man hier in der Gegend ziemlich häufig auch schlechten oder unbefestigten Straßen unterwegs ist, sind wir ganz froh, dass wir einen Geländewagen bekommen. Was anderes gibt es hier wahrscheinlich gar nicht als Mietwagen, denken wir uns.

Mit unserem Suzuki Jimny geht es noch kurz zum Hostel wo wir unsere Sachen abholen. Wir haben uns dafür entschieden heute Richtung Süden zu fahren und uns als erstes die Laguna Piedras Rojas und die Laguna Tuyaito anzuschauen. Die beiden schönen Salzseen liegen etwa 150 Kilometer entfernt von San Pedro. Wir lassen die Stadt hinter uns und fahren die gesamte Strecke auf der gleichen Straße. Als wir die Bergkette erreichen und die Straße langsam immer mehr nach oben führt stellen wir fest, dass unserem kleinen etwas die Power fehlt, als ob der Turbolader nicht mehr richtig funktioniert. Wir haben bei der ein oder anderen Steigung auch im kleinen Gang ziemlich zu kämpfen überhaupt über die nächste Kuppe zu kommen. So haben wir uns das mit einem Geländewagen mit dem wir auch quer durch die Atacamawüste fahren wollen eigentlich nicht vorgestellt. Da wir aber schon ziemlich weit von San Pedro weg sind, können wir das Auto nicht mehr tauschen und hoffen einfach, dass wir bei Steigungen nicht wieder rückwärts runter rollen. Nach etwa zwei Stunden Fahrt erreichen wir als erstes die Laguna Piedras Rojas und sind von der Farbkombination des Sees und der Bergkette dahinter fasziniert. Auch wenn es ziemlich windig ist, bekommen wir sogar ein Bild mit Garry hin. Wow sieht das hier schön aus!

Laguna Piedras Rojas Atacamawüste Chile
Laguna Piedras Rojas Atacamawüste Chile
Laguna Piedras Rojas Atacamawüste Chile

Auch die nur wenige Kilometer entfernte Laguna Tuyaito sieht mit dem blauen Wasser und dem Salzrand im Licht der Sonne einfach toll aus. Wie bereits das ein oder andere Mal auf der Strecke sehen wir hier an der Lagune wilde Guanakos. Die Tiere erinnern mit ihrem Aussehen ziemlich an Lamas, gehören aber zur Familie der Kamele. 

Laguna Tuyaito Atacamawüste Chile
Vulkan bei der Laguna Tuyaito Atacamawüste Chile

Nachdem wir an den verschiedenen Aussichtspunkten eine ganze Weile den Ausblick auf die Lagunen und die umliegenden schneebedeckten Vulkane genossen haben fahren wir wieder in Richtung San Pedro. Mapsme zeigt uns kurz vor unserem nächstem Ziel eine Abkürzung an und wir hoffen, dass wir dadurch vielleicht wirklich etwa Zeit sparen. Leider stellt sich nach knapp vier Kilometern Offroad quer durch die Pampa heraus, dass die Straße im Nichts endet und wir die gesamte Strecke zur Hauptstraße zurück fahren müssen. Wie vielen das wohl schon passiert ist? Zumindest hat es ein bisschen Spaß gemacht und wir werden mit einer tollen Aussicht entschädigt.

Hochland Atacamawüste mit Laguna Piedras Rojas Chile im Hintergrund
Hochland Atacamawüste Chile

Mit etwas Verspätung erreichen wir nach etwa anderthalb Stunden Fahrzeit die Laguna Miscanti und die Laguna Miniques. An den Lagunen leben eine Vielzahl an Vögeln und direkt hinter der Laguna Miscanti erhebt sich der gleichnamig und rund 5600 Meter hohe Vulkan. In der Zwischenzeit hat es sich ziemlich zugezogen, doch auf einmal kämpft sich die Sonne für eine Minuten durch und wir lassen Garry fliegen. Die Aussicht aus der Luft auf die Lagune, die verschiedenfarbige Landschaft und den Vulkan ist einfach der Hammer. Wir freuen uns tierisch, dass wir an solchen besonderen Orten immer wieder so eine außergewöhnliche Aussicht bekommen. Auch der kleine Miniques See wird für kurze Zeit von der Sonne angestrahlt und wir können so die verschiedenen Blautöne des Wassers erkennen.

Laguna Miscanti Atacamawüste Chile
Laguna Miniques Atacamawüste Chile
Guanakas Atacamawüste Chile

Da die Lagunen um fünf Uhr schließen fahren wir weiter. Unser nächster Ziel ist die Salar de Atacama. Als wir von den Bergen hinunter fahren, sehen wir, dass an mehreren Stellen des Flachlandes große Regenschauer durchziehen. Wir hoffen, dass es an dem Punkt zu dem wir wollen trocken ist. Eine ganze Weile fahren wir parallel zu den Regenschauern und sind dann glücklich, dass wir diese links liegen lassen können. Kurze Zeit später erreichen wir die Straße die zur Salar de Atacama führt. Auf einmal steht dort aber eine geschlossene Schranke und verbietet die Weiterfahrt. Einen Grund können wir nicht erkennen und wir verstehen nicht so richtig, warum es keinen Hinweis an der etwa fünfzehn Kilometer entfernten Hauptstraße gegeben hat. Wenn wir schon nicht weiter heran kommen, wollen wir zumindest versuchen ein Bild aus der Luft zu bekommen. Unglücklicherweise stürzt unsere Drohne Garry beim Start ab und fällt in den Sand. Wir verstehen überhaupt nicht wie das passieren konnte, da es eigentlich nahezu windstill ist. Uns bleibt dann nichts weiter übrig als weiter zu fahren, da es leider auf dieser Seite auch keine andere Straße gibt die näher an den großen Salzsee heran führt. Wir fahren weiter Richtung San Pedro und kommen in einen heftigen Regenschauer. Die trockene Umgebung und Straße ist binnen einer Minute komplett überschwemmt.

Was ein Zufall…Sind wir doch an einer der trockensten Orte der Welt. Gottseidank sind wir schnell durch das Unwetter durch gefahren und wir kommen einige Kilometer vor der Stadt an der Lagune Cejar vorbei. Zwar müssen wir wieder über eine Schotterstraße zur Lagune fahren, aber die Straße sieht um einiges besser aus als die Anderen auf die wir heute schon gefahren sind. Als wir den Eingang erreichen sehen wir, dass man sich hier Tickets kaufen muss und die Lagune bereits geschlossen hat. Als wir die Preise von fast zwanzig Euro pro Person sehen, fallen wir aber fast um. Dafür das es sich lediglich um einen Salzseen handelt, sind solche Preise völlig überzogen.

Atacamawüste Chile

Wir fahren die Strecke zu Hauptstraße zurück und genießen in der Abendsonne den Ausblick auf Teile der Wüste. Gegen kurz nach acht kommen wir nach einem langen aber super schönen Tag wieder am Hostel an und freuen uns schon auf die tollen Aussichten am nächsten Tag. Wir essen zu Abend, schreiben noch die Blogs für die letzten Tage und planen den Ablauf für den nächsten Tag. 

27.01.2020 Sind wir auf einem anderen Planeten ? (Tag 303)​​​​

Nachdem wir uns am gestrigen Tag den südlichen Bereich unter San Pedro angeschaut haben, geht es heute in den Norden. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Regenbogental auch Valle Arcoiris genannt. Nur wenige Kilometer über San Pedro verläuft eine Bergkette die an eine Mondlandschaft erinnert. Die Steinformationen sehen wirklich toll aus.

Valle de Marte Atacamawüste Chile
Valle de Marte Atacamawüste Chile

Als wir einen weiteren Viewpoint erreichen, kommen zwei süße Hunde schwanzwedelnd auf uns zugelaufen. Die beiden sind unglaublich niedlich, folgen uns an dem Aussichtspunkt auf Schritt und Tritt und genießen die Streicheleinheiten. Die beiden sind bestimmt Fahrradfahrern aus der Stadt nachgelaufen und schon länger hier. Am liebsten hätten wir beide mitgenommen, aber wir müssen weiter. Vorher geben wir den Zweien aber noch etwas Wasser. Nachdem wir die Hauptstraße die nach Calama führt verlassen, sind wir auf der Nebenstraße komplett alleine unterwegs. Nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir eine Straße die zum Regenbogental führen soll. Ein Schild gibt es hier allerdings nicht und so hoffen wir, dass die Angabe bei Mapsme stimmt. Wir sind erst einige Kurven gefahren, da sehen wir das sich ein größerer Wagen im Flussbett festgefahren hat. Leider hat keiner von uns ein Abschleppseil dabei und so heißt es mit voller Kraft anschieben. Damit die Reifen mehr Grip bekommen, holen wir noch unsere Fußmatten, welche wir unter die Reifen schieben. Beim dritten Versuch klappt es dann und die fünf sind super glücklich und bedanken sich mehrfach bei uns. Wie sich raus stellt, haben sie leider aber nur ein 2WD Fahrzeug. Zur Sicherheit schauen wir uns das Flussbett genauer an, haben aber aber anschließend bei der Durchfahrt und auch der weiteren Strecke mit unserem 4WD keine Probleme. Kurze Zeit später erreichen wir die ersten Berge die in verschiedenen Farben leuchten.

Valle del Arcoiris Regenbogental Atacamawüste Chile
Valle del Arcoiris Regenbogental Atacamawüste Chile
Valle del Arcoiris Regenbogental Atacamawüste Chile

Wenige Minuten später hält ein weißes Auto neben uns an und fragt wie es uns geht. Wir sind etwas überrascht, antworten freundlich und sehen erst beim zweiten Blick, dass es die Leute sind die sich kurz davor festgefahren haben. Der Fahrer erzählt uns, dass es noch eine zweite Strecke gibt, die man auch mit normalen Fahrzeugen befahren kann. Wir fahren weiter und kommen an weiteren farbenfrohen Felsformationen vorbei. Wir finden sogar zwischen den Bergen noch eine steile Wand über die wenn es kräftig regnet ein Wasserfall hinab fällt.

ausgetrockneter Wasserfall Valle del Arcoiris Regenbogental Atacamawüste Chile
Valle del Arcoiris Regenbogental Atacamawüste Chile

Uns gefällt es hier richtig gut und es ist toll, dass mit uns gerade fünf Fahrzeuge hier unterwegs sind. Da es hier aber so weitläufig und verwinkelt ist haben wir das Gefühl, dass wir komplett alleine sind. Nachdem wir am Abend davor zum Glück aus Garry noch den ganzen Sand heraus bekommen haben, darf ein Bild aus der Luft natürlich auch nicht fehlen. Zum Glück ist es hier auch nicht so windig wie bei denen Lagunen am Tag davor.

Valle del Arcoiris Regenbogental Atacamawüste Chile
Valle del Arcoiris Regenbogental Atacamawüste Chile

Nach einigen Stunden machen wir uns auf den Rückweg Richtung San Pedro und kommen auf dem Weg dahin an einem Viewpoint vorbei, von dem wir gefühlt über das halbe Wüstental blicken können. Was uns ziemlich erstaunt ist, dass es am dritten Tag am dem wir hier sind regnet, obwohl es eigentlich der trockenste Ort der Welt sein soll. Immer wieder brauen sich dicke dunkle Gewitterwolken zusammen und ziehen von der einen Bergkette über das Wüstental zur anderen Bergkette.

Guanakos Atacamawüste Chile
Atacamawüste Chile

Kurze Zeit später kommen wir wieder am Viewpoint vom Morgen vorbei und voller Freude komme die beiden Hunde wieder auf uns zugelaufen. Wir haben ein bisschen das Gefühl, dass die beiden uns sogar wieder erkannt haben :). Wir genießen ein wenig die Aussicht und müssen einige Minuten später ins Auto flüchten, da es wieder kräftig zu regnen anfängt. Einer der beiden Hunde kriecht sogar unter unser Auto und der Andere bleibt direkt an der Fahrertür stehen, da der Regen dort nicht hinkommt. Wir können gar nicht hinschauen wie die Hundeaugen schon fast betteln um reinzukommen. Etwas traurig lassen wir die Beiden nachdem es aufgehört hat zu regnen zurück und halten auf den Weg hinunter nach San Pedro bei den Valle de Marte Gesteinsformationen an. Da wir kein Verbotsschild sehen, laufen wir ein bisschen auf einem schmalen Weg, der durch die Hügel führt. Wir haben tatsächlich ein bisschen das Gefühl, auf einem anderen Planeten zu sein.

Valle de Marte Atacamawüste Chile
Valle de Marte Atacamawüste Chile

Dann geht es weiter zu unserem letzten Stopp, dem Valle de la Luna, die auch nicht weit von San Pedro entfernt liegen. Am Nachmittag soll es hier am schönsten sein und auch beim Sonnenuntergang gibt es ein tolles Farbspiel. Wir sind etwas überrascht, dass auf einmal mehrere kleine Tourbusse an uns vorbei fahren und auch den Eingang ansteuern. Kurze Zeit später wissen wir auch warum es immer mehr Tourbusse werden. Die Anlage ist ab 13 Uhr nur noch für Reisegruppen geöffnet. Leider haben wir darüber weder in San Pedro noch im Internet eine Info gesehen und sind dementsprechend ziemlich enttäuscht, da so viele davon geschwärmt haben und wir das Mondtal nun nicht besichtigen können. Wir suchen bei Mapsme zwar noch nach Straßen die eventuell etwas näher heran führen um vielleicht mit unserer Drohne etwas zu sehen, finden aber nichts. Wir beschließen die Schotterstraße vom Eingang etwas weiter zu fahren und Garry dort fliegen zu lassen um noch ein paar tolle Aufnahmen von der Salzwüste zu bekommen. Es ist alles so unglaublich weitläufig und groß. Ein bisschen kann man sogar in der Ferne weiße Teile der Salar de Atacama erkennen.

Atacamawüste Chile
Atacamawüste Chile mit San Pedro de Atacama im Hintergrund

Anschließend geht es zurück nach San Pedro. Wir kaufen ein, damit wir für den nächsten Tag etwas Proviant haben und am Abend kochen können. Nach dem Essen packen wir unsere Rucksäcke und fahren als es dunkel ist noch einmal los um uns den Sternenhimmel anzuschauen. Zwar ist es ein bisschen bewölkt aber nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, sehen wir in den Wolkenlücken ein unglaublich großes Sternenmeer. Wie toll muss es wohl aussehen wenn es wolkenlos ist. Kein Wunder, das die Atacamawüste ein Paradies zum Sterne schauen ist. Wir fahren zurück zum Hostel und gehen nachdem wir uns noch ein Hostel für unsere erste Stadt in Kolumbien gebucht haben schlafen.

28.01.2020 Die wohl längste Busfahrt unseres Lebens (Tag 304)​​​​​

Am heutigen Tag verlassen wir San Pedro bereits wieder. Am Mittag fährt unser Bus nach Valparaiso ab. Wir frühstücken, packen die letzten Sachen zusammen und gehen noch eine Runde spazieren, da wir im Bus genug sitzen werden. Um zwölf geht es mit dem Taxi zum Busterminal. Da es ziemlich warm ist und wir mit dem Wasser und dem Proviant doch etwas mehr zu tragen haben, wären wir zu Fuß völlig durchgeschwitzt angekommen. Pünktlich um halb eins beginnt unsere Marathonfahrt von San Pedro nach Valparaiso, die sage und schreibe 23 1/2 Stunden dauern soll. Bei der Alternative zu dieser langen Busfahrt, hätten wir sonst erst bis Calama fahren, dort schlafen, am nächsten Morgen den Flug nach Santiago und aus der Innenstadt vom Busterminal den Bus nach Valparaiso nehmen müssen. Großartig schneller unterwegs wären wir damit auch nicht uns es hätte pro Person mehr als das doppelte gekostet.

Die ersten Stunden gehen tatsächlich ziemlich schnell um und wir erreichen bereits am frühen Abend die Stadt Antofogasta. Von dort aus geht es parallel zur Küste über Nacht weiter nach Santiago. Wir nutzen die Zeit um am Notebook zu arbeiten und zu schlafen. Am nächsten Mittag erreichen wir pünktlich nach fast 1600 Kilometern unser Ziel. Das unglaubliche ist, dass wir mit dieser Strecke gerade mal etwa 1/4 des Landes durchfahren haben. Daran sieht man, wie unglaublich groß Chile doch ist.

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