02.01.2020 Auf in die größte Stadt Brasiliens (Tag 278)​​

Heute Morgen haben wir zum ersten mal keinen blauen Himmel und Sonnenschein als wir aufstehen. Der Wettergott hat es für die Zeit in Rio mit uns richtig gut gemeint. Wir packen die letzten Sachen zusammen und machen von der Wohnung noch ein paar Bilder, da sich diese leider seit der Übergabe in keinem wirklich gutem Zustand befindet und wir bei Airbnb eine Reklamation einreichen möchten um möglichst eine Erstattung zu bekommen. Leider ist es ziemlich dreckig und einige Wände, das Sofa und Türrahmen sind verschimmelt. Mit dem Uber geht es anschließend dann zum Flughafen. Als wir versuchen an einem Bildschirm einzuchecken sind wir sehr erstaunt, dass dort lediglich drei Personen angezeigt werden und Carinas Vater fehlt. Leider will uns keiner so richtig helfen und auch beim Airlineschalter versteht man das Problem nicht wirklich und verweist uns an einen normalen Checkinschalter wo die Schlange immer und immer länger wird. Hoffentlich wurde nicht einfach unsere Buchung ohne das man uns Bescheid gegeben hat geändert. Wir stehen bestimmt fast eine Stunde bis wir endlich dran sind an und sind froh, dass dann doch alle vier Personen problemlos eingecheckt werden können. Zum Glück war die ganze Aufregung am Morgen umsonst.

Etwas früher als geplant fliegen wir mit einem letzten Blick auf den Zuckerhut und die Copacabana nach Sao Paulo ab. Der Flug dauert lediglich 45 Minuten und es wackelt zum Glück nicht all zu doll. Bei der Landung in Sao Paulo regnet es leider bereits wie angesagt. So viel Glück wie mit dem Wetter in Rio werden wir voraussichtlich in Sao Paulo nicht haben aber wir hoffen, dass es sich vielleicht noch ändert. Mit dem Uber geht es zu unserem Apartment in die Innenstadt. Wir gehen in einem nahegelegenen Supermarkt für die kommenden Tage einkaufen und am Nachmittag in ein Einkaufszentrum, da es die ganze Zeit regnen soll. Da wir alle vom wenigen Schlaf noch ein bisschen müde sind, spielen wir nach dem Abendessen ein paar Runden Karten und gehen frühzeitig in Bett.

03.01.2020 Wir erkunden Sao Paulo (Tag 279)​​​

Heute wollen wir gerne ein bisschen die Stadt Sao Paulo erkunden. Leider meint es der Wettergott mit uns aber nicht wirklich gut. Eigentlich sollte es bereits ab spätestens zehn Uhr trocken sein, gegen zwölf regnet es aber immer noch. Kurz danach hört es aber zum Glück auf und wir machen uns mit dem Uber auf den Weg zur bekanntesten Streetart Straße Sao Paulos. Im gesamten Stadtteil Vila Madalena, gibt es eine Menge bunter Straßen, Häuser und Fasaden. Eine Wand ist bunter als die Andere und es gibt wirklich coole und hübsche Motive, insbesondere in der Batman’s alley. Der Name leitet sich von einem der Batmanbilder die man in der Straße sehen kann ab.

Streetart Batman's alley Vila Madalena Sao Paulo Brasilien
Streetart Batman's alley Vila Madalena Sao Paulo Brasilien

Wir laufen die kurvige Straße auf und ab und sind erstaunt, wie breit und hoch einige Kunstwerke doch sind. Wie toll müssen die Farben erst aussehen, wenn die Sonne scheint. Aber wir haben Glück, dass es am heutigen Tag ziemlich leer ist und wir ein paar schöner Bilder machen können.

Streetart Batman's alley Vila Madalena Sao Paulo Brasilien
Streetart Batman's alley Vila Madalena Sao Paulo Brasilien.JPG

Wir laufen weiter zur nur wenige Minuten entfernten Rua Aspicuelta, die gesäumt von kleinen Cafe’s und Restaurants ist. Hier muss gerade in den Sommermonaten ziemlich was los sein. Anschließend fahren wir mit dem Uber in die Innenstadt zum Bankgebäude Banespa. Es ist das größte Gebäude der Region und von der Terasse auf dem Dach soll man eine tolle Aussicht über die Stadt haben.

Gerade als wir die Tickets kaufen wollen kommt die Durchsage, dass es für den heutigen Tag keine Tickets mehr gibt. Leider haben wir am Vortag auf der Homepage aber auch keine Tickets gefunden. Vielleicht klappt es am nächsten Tag, denken wir uns. Über die Sao Bento Kirche, die in einem bunten Holzstil designt ist laufen wir zum Theatro Municipal. Der Himmel klart sogar ein wenig auf und die Sonne versucht sich durchzukämpfen. Vom Theater laufen wir zur Kathedrale da Sè. Die römisch-katholische Kirche gilt noch heute als viertgrößte neugotische Kirche der Welt. Der Bau begann bereits im Jahre 1913 und dauerte auf Grund von etlichen Verzögerungen sogar bis 1954 an.

Theatro Municipal Innenstadt Sao Paulo Brasilien

Die Orgel die sich in der Kathedrale befindet gehört zu den größten Lateinamerikas.Der Himmel klart sogar ein wenig auf und die Sonne versucht sich durchzukämpfen. Vom Theater laufen wir zur Kathedrale da Sè. Die römisch-katholische Kirche gilt noch heute als viertgrößte neugotische Kirche der Welt. Der Bau begann bereits im Jahre 1913 und dauerte auf Grund von etlichen Verzögerungen sogar bis 1954 an. Die Orgel die sich in der Kathedrale befindet gehört zu den größten Lateinamerikas.

Kathedrale da Sè Sao Paulo Brasilien
Kathedrale da Sè Sao Paulo Brasilien.JPG

Auf dem Weg zurück Richtung Wohnung kommen wir am Stadtteil Liberdade vorbei. In diesem Stadtteil befindet sich die größte japanische Kolonie außerhalb Japans. In Japantown gibt es eine unglaublich große Auswahl an japanischen Restaurants, Supermärkten, Shop’s und vieles mehr. Es sollen eine knappe halbe Million Japaner in diesem südlich der Innenstadt gelegenen Stadtteil aktuell leben.

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japanischer Stadtteil Liberdade Sao Paulo Brasilien

Langsam geht es zurück Richtung Wohnung und wir bekommen leichte Erinnerungen an San Francisco. Die Straßen gehen immer wieder hoch und runter und man bekommt einen guten Eindruck davon, dass einige Teile Sao Paulo’s auf Hügeln gebaut sind. Wir kaufen etwas zum kochen ein und bleiben, auch auf Grund des Wetter danach lieber zu Hause. Immerhin haben wir auch von der Dachterrasse unseres Gebäudes zumindest eine kleine Aussicht über die Stadt.

Über den Dächern Sao Paulos Brasilien
Über den Dächern Sao Paulos Brasilien.JPG

Es gibt hier sogar einige Liegestühle und einen Pool. Man kann in Sao Paulo sicherlich wesentlich schlechter als in diesem Apartmenthaus wohnen. Am Abend gibt es leckeren Gemüsereis und Hackbällchen.

04.01.2020 Das Grüne Herz der Stadt (Tag 280)​​​​

Als wir heute morgen aufstehen und das Wetter prüfen, soll es den ganzen Tag regnen. Wir frühstücken erst einmal und hoffen, dass es vielleicht doch besser wird. Als es dann aufhört machen wir uns auf den Weg zum Ibirapuera Park, dem Central Park von Sao Paulo. Als wir im Park ankommen, sind wir erstaunt wie unglaublich sportlich die Menschen aus Sao Paulo sind. Überall sehen wir Jogger und Leute die trainieren. Wir gehen im Park spazieren und da es wieder ziemlich warm ist, ist es gar nicht so schlimm, dass es immer mal wieder einen Schauer gibt.

Bandeiras Monument Sao Paulo Brasilien
Ibirapuera Park (Central Park) Sao Paulo Brasilien

Die gesamte Parkanlage ist wirklich schön angelegt und lädt mit vielen verschiedenen Wegen, Wiesen und Sitzmöglichkeiten zum verweilen ein. Gegen Mittag wird das Wetter sogar mit ein paar Sonnenstrahlen immer besser und wie fahren mit dem Uber in den Stadtteil Vila Madalena wo am Platz Benedito Calixto jeden Samstag ein Kunst- und Flohmarkt stattfindet. Wir laufen den Markt auf und ab und sind froh, dass wir den Tag doch noch draußen nutzen konnten. Anschließend fahren wir zurück zur Wohnung und nutzen den Nachmittag und frühen Abend für die Planung unseres nächsten Landes Chile. Da wir in gut einer Woche nach Santiago de Chile fliegen, wird dies auch langsam Zeit. Am Nachmittag gibt es durchgehend Schauer und starke Gewitter, sodass wir eh nicht mehr hätten raus gehen können. Nach dem Abendessen packen wir unsere Rucksäcke, da wir am nächsten Morgen von Sao Paulo zu den Iguazu Wasserfällen fliegen und gehen früh schlafen.

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