26.04.2019 Müde in Shanghai(Tag 26)

Der Wecker klingelt um halb 11, doch wir brauchen noch etwas um richtig wach zu werden. Wir trinken ein Energydrink um die müden Augen auf zu bekommen und machen uns einen Plan, was wir heute hier in Shanghai erleben möchten. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, gehen wir ins nebenan gelegene Restaurant etwas essen. Dies hat sehr gute Bewertungen im Internet und wir sind sehr gespannt. Hier gibt es tatsächlich das allererste Mal Frühlingsrollen. Diese bestellen wir uns neben unserem Hauptgericht natürlich sofort.

Das Essen ist ok, aber leider auch nicht mehr. Wir sind aber zumindest satt und es war nicht teuer. Also laufen wir zur U-Bahn und fahren zum größten Bahnhof Asiens, um uns unsere Zugtickets für die Weiterfahrt nach Huang Shan am Montag zu kaufen. Der Bahnhof ist wie zu erwarten ziemlich riesig und wir sind froh, als wir mit unseren Zugtickets in der Hand auf dem Weg zurück in die Stadt sind.

Wir steigen aus der U-Bahn aus und laufen zur Uferpromenade um endlich einen Blick auf die berühmte Skyline von Shanghai zu erhaschen. Wir sind begeistert und staunen über den Anblick der Wolkenkratzer, machen ein paar Bilder und spazieren an der Promenade entlang.

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Da wir den fehlenden Schlaf ziemlich stark merken, machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Wir essen noch eine Kleinigkeit und holen uns einen Kaffee. Im Hotel angekommen, schreiben wir noch an unserem Blog und laden unseren Blogbeitrag zum Tianmen Mountain hoch. Anschließend schlafen wir ziemlich erschöpft aber voller Vorfreude auf den nächsten Tag ein.

27.04.2019 Knut entdeckt Shanghai (Tag 27)

Der Wecker klingelt um acht Uhr und wir merken immer noch den fehlenden Schlaf vom Vortag.

Wir machen uns fertig und gehen zum Frühstücksraum unseres Hotels, da das Frühstück hier nicht allzu teuer ist. Dort angekommen ist die Auswahl leider sehr überschaubar und spricht uns nicht an, sodass wir uns spontan umentscheiden, unseren Rucksack aus dem Zimmer holen und uns doch etwas außerhalb des Hotels suchen.

Wir haben Glück und finden tatsächlich einen kleinen Stand, der wieder diese leckeren Pfannkuchen zubereitet. Wir fangen beide an zu grinsen und freuen uns schon auf die leckere Mahlzeit. Mit dem Pfannkuchen in der Hand suchen wir uns eine sonnige Bank und lassen es uns schmecken.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zur Uferpromenade. Unser Hotel liegt zum Glück direkt an der East Nanjing Road, die Hauptshoppingstraße und wir müssen nur ca. 10 Minuten bis zum Bund und der Promenade laufen.

Wir spazieren Richtung Süden am Ufer entlang und genießen den Ausblick. Anschließend laufen wir zur Altstadt und dem dort liegenden Yu Yuan Garden. Direkt zu Beginn der Altstadt liegt der City God Tempel. Dies ist ein Stadttempel, in dem die Leute für Glück und Frieden gebetet haben. Durch die große Beliebtheit des Tempels haben sich in der Umgebung viele Geschäfte und Menschen angesiedelt. Da der Eintritt nicht viel kostet (10 Yuan, ca. 1,33€ p.P.) entscheiden wir uns spontan dafür, den Tempel zu besichtigen. Die Tempelanlage ist ziemlich voll und auch nicht sehr groß, daher sind wir hier schnell durchgelaufen und gehen in die direkt anliegende Altstadt.

Die Gebäude und Gassen sind sehr schön, doch leider befindet sich auch hier ein Souvenirladen und ein Imbiss neben dem Anderen und es ist sehr voll. Wir laufen durch die Gassen in Richtung Jiuqu-Brücke, welche zum Yu Yuan Teehaus führt.

Das Teehaus auf dem Wasser sieht wirklich sehr hübsch aus und wir machen ein paar Fotos, laufen über die Brücke und kaufen uns anschließend die Eintrittskarten für den Yu Yuan Garten (40 Yuan, ca. 5,33€ p.P.).

Wir befürchten aufgrund der langen Schlange am Ticketverkauf, dass es im Garten genauso wuselig und voll ist wie in der Altstadt und sind positiv überrascht, als wir im Garten ankommen. Dadurch, dass dieser so groß und verwinkelt ist verläuft sich das Ganze sehr gut. Der Garten ist wunderschön angelegt und lädt durch die vielen Blumen, Hallen, Plätze, Gebäude und Teiche zum Verweilen ein.

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Wir genießen die Zeit im Garten sehr und machen uns nach ca. zwei Stunden auf dem Weg zur Tianzifang Road. Die Tianzifang Straße war ursprünglich ein kleines Wohngebiet im französischen Stil, welches heute aus vielen kleinen verwinkelten Gassen mit Boutiquen, Bars, Kunstausstellungen und Restaurants besteht. Wir schlendern ca. eine Stunde vom Yu Yuan Garten zur Tianzifang Straße, in der Hoffnung dort auch eine Kleinigkeit essen zu können. Dort angekommen ist es wieder sehr voll. Die Straße an sich ist wirklich sehr hübsch gestaltet, leider aber sehr touristisch und sehr teuer.

Von dort laufen wir zur U-Bahn und fahren zum Longhua Tempel. Da es mittlerweile schon Nachmittag ist, wir bis auf dem Pfannkuchen heute noch nichts gegessen haben und dummerweise heute zum ersten Mal auf unserer Reise keine Snacks mitgenommen haben, suchen wir uns erstmal den nächsten Supermarkt um uns etwas zu stärken. Anschließend laufen wir über einen Park zum Eingang des Tempels. Der Eintritt ist frei und so gehen wir direkt in die Anlage.

Der Tempel ist im Stil eines Klosters aus der Song-Dynastie (960-1279) gebaut und soll der authentischste, größte und vollständigste antike Tempelkomplex in Shanghai sein. Leider scheinen wir schon etwas spät dran zu sein, da schon einige Türen der Gebäude geschlossen werden und so müssen wir uns etwas beeilen, um noch jedes Gebäude von innen sehen zu können.

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Wir fahren mit der U-Bahn zurück zum Hotel, ziehen uns etwas wärmeres an und gehen etwas essen. Da es heute leider schon später als erwartet ist, entscheiden wir uns dafür, nicht wie ursprünglich geplant heute auf den Shanghai Tower zu gehen, sondern uns die Skyline anzugucken und auf die Aussichtsplattform des Towers am nächsten Tag zu fahren.

Schon auf dem Weg zur Uferpromenade ist es sehr voll und wir hoffen, dass wir gleich trotzdem einen schönen Platz am Wasser finden, um Fotos und Videos machen zu können. Gottseidank ist es rechts und links, etwas Abseits vom „Haupteingang“ leerer und wir genießen den grandiosen Ausblick auf die beleuchtete Skyline.

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Über zwei Stunden schauen wir uns die Wolkenkratzer aus den verschiedensten Perspektiven an, bevor wir völlig durchgefroren (es waren nur ca. 13 Grad und sehr windig) zurück zum Hotel gehen. Dort angekommen genießen wir die heiße Dusche und gehen anschließend schlafen.

28.04.2019 Shanghai von oben. Oder doch nicht? (Tag 28)

Gegen halb zehn machen wir uns auf den Weg und holen uns zum Frühstücken wieder einen leckeren Pfannkuchen. Heute ist das Wetter leider nicht so gut. Es regnet leicht und es ist ziemlich bewölkt. Wir sind auf dem Weg zum Peoples Park, ein Park mitten in der Stadt, am Ende der Nanjing Road. Dort findet am Wochenende der Heiratsmarkt statt. Hier hängen Eltern den Lebenslauf (Alter, Größe, Gewicht, berufliche Bildung etc.) ihrer Kinder aus (oft ohne Wissen der Kinder). Wir gucken uns die verschiedensten Anzeigen an, manche sind auch mit Bilder und finden dies doch sehr befremdlich.

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Von dort aus laufen wir zum großen Theater um anschließend zum Jadebuddha Tempel zu schlendern. Wir gehen durch verschiedene Straßen und Gassen und kommen schließlich nach ca. einer Stunde an. Die Straßen um uns herum lassen nicht unbedingt darauf schließen, dass sich hier in der Nähe eine schöne Tempelanlage befinden soll.

Wir kaufen uns die Eintrittskarten (20 Yuan, ca. 2,66€ p.P.) und gehen in die Anlage. Der Jade Buddha Tempel wurde 1882 mit zwei Jade Buddha Figuren gegründet, die über den Seeweg aus Myanmar gekommen sind. Es gibt zum einen eine sitzende Buddha Figur, die 1,95 Meter hoch ist und eine liegende, welche den Tod Buddhas darstellt. Die Tempelanlage ist sehr schön gestaltet und gepflegt. Uns fällt auf den ersten Blick auf, dass hier bereits nahezu alles restauriert worden ist.

Wir schauen uns die Gebäude, die Plätze und die beiden genannten Jade Buddha Figuren an und machen uns nach ca. anderthalb Stunden mit der U-Bahn auf den Weg zurück in die Innenstadt. Wir haben am Vorabend gesehen, dass es hier an jeder Ecke Dumplings gibt. Dabei handelt es sich um mit verschiedenem Fleisch, Gemüse oder mit Krabben gefüllte Teigtaschen. Wir schauen im Internet nach einem Restaurant und finden eines mit guten Bewertungen nur wenige Straßen von unserem Hotel entfernt. Wir kommen im Restaurant an und bestellen uns jeweils zwei vegetarische, zwei mit Fleisch und zwei mit Krabben. Die Dumplings sind wirklich lecker und wir können jedem empfehlen, diese einmal zu probieren wenn man in China ist. Nach dem kleinen Snack geht es erst einmal zurück aufs Zimmer da, wir noch etwa zwei Stunden Zeit haben bis wir zum Shanghai Tower nach Pudong fahren wollen.

Gegen 17 Uhr machen wir uns mit der U-Bahn auf dem Weg und müssen nur eine Station fahren. Wir laufen aus dem U-Bahn Ausgang raus und können leider weder vom Shanghai Tower, noch von den darum liegenden Wolkenkratzern die oberen Stockwerke sehen, da diese von den Wolken eingehüllt sind.

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Trotzdem laufen wir erst einmal zum Eingang des Shanghai Towers um zu fragen, ob die Aussichtsplattform trotzdem geöffnet ist und wie die Sicht ist. Die Dame am Ticketschalter sagt uns, dass man leider aktuell gar nichts sehen kann. Da der Eintrittspreis mit 180 Yuan (ca. 25,00€ pro Person) nicht wirklich günstig ist, entscheiden wir uns dagegen Tickets zu kaufen. Auch beim Oriental Pearl Tower und beim Shanghai World Financial Center (Flaschenöffner Gebäude) sind die Preise ähnlich. Wir machen trotzdem noch ein paar Bilder und laufen anschließend zum Ufer des Flusses, um uns die beleuchteten Gebäude auf der anderen Flussseite anzusehen. Trotz der Wolken und des Nebels können wir noch ein paar Fotos und Videos machen und sind sehr froh das wir uns am Vorabend die Pudong Skyline angesehen haben, da diese heute leider zum Teil in den Wolken verschwunden ist.

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Nach etwa anderthalb Stunden machen wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zurück und gehen noch eine Kleinigkeit essen. Anschließend laufen wir zum Hotel und schreiben noch ein wenig an unserem Blog bevor wir schlafen gehen.

29.04.2019 Fahrt zum letzten Stop in China (Tag 29)

Heute geht es nach Huang Shan zu den Yellow Mountains, unser letzter Stop in China. Der Wecker klingelt und wir stehen auf. Anschließend kaufen wir noch etwas Proviant für die Zugfahrt und gehen (voraussichtlich das letzte Mal in China) einen Pfannkuchen essen.

Danach laufen wir zurück zum Hotel und packen unsere Rucksäcke. Da wir noch ca. eine halbe Stunde Zeit haben bis wir los müssen, schreiben wir unseren Blogbeitrag für den gestrigen Tag zu Ende und checken ein paar Mails. Pünktlich um 11:15 Uhr checken wir aus und laufen zur U-Bahn. Natürlich fängt es genau in dem Moment an zu regnen. Gottseidank ist der Weg nicht allzu weit, der Regen nicht zu stark und wir kommen einigermaßen trocken an.

Nach ca. 30 Minuten erreichen wir den Bahnhof Hongqiao. Nach der Sicherheitskontrolle haben wir noch ca. 40 Minuten Zeit, bis das Boarding für unseren Zug beginnt. Leider sind keine Sitzplätze mehr vorhanden und so suchen wir uns eine Ecke, an der wir die Rucksäcke abstellen können.

Wie immer, ca. 10 Minuten vor Zugabfahrt beginnt das Boarding. Wir finden wieder ohne Probleme unsere Sitzplätze und es geht los nach Huang Shan.

Diese Zugfahrt scheint die mit Abstand lauteste und anstrengendste Zugfahrt in China zu werden, obwohl es die kürzeste ist. Überall um uns herum hören die Leute laut Musik, die Frauen hinter uns haben ihr Kind nicht im Griff und finden dies auch noch lustig und der Mann der mit uns in einer Reihe sitzt hat von Körperhygiene noch nicht viel gehört. Doch auch die zweieinhalb Stunden gehen dadurch, dass wir wieder am PC arbeiten schnell vorbei und wir kommen pünktlich in Huangshan am Bahnhof an.

Wir müssen uns erst mal orientieren und nachfragen, wie wir zum Busbahnhof kommen. Dank Google Translate ist dies aber auch kein Problem und somit sitzen wir nach kurzer Zeit mit unseren Bustickets zum Huang Shan South Entrance Gate im Wartebereich (23 Yuan, ca. 3€ p.P.).

Überpünktlich fährt unser Bus los. Direkt neben uns sitzen zwei Deutsche, mit denen wir uns die Fahrt über unterhalten und so geht die Stunde, bis wir an unserem Ziel sind ziemlich schnell vorbei. Am Südeingang angekommen rufen wir unseren Hotelbesitzer Mr. Hui an, der so freundlich ist und uns kostenlos abholt. Die Fahrt zum Hotel dauert keine fünf Minuten und wir sind positiv überrascht, als wir in unser Zimmer kommen. Es ist sauber, groß und hell. (Hui Lai Hotel, Huangshan)

Wir legen unsere Rucksäcke ab und laufen erst mal etwas durch die Hauptstraße. Anschließend gehen wir bei uns im Hotel essen. Mr. Hui´s Frau kocht selbst und außer, dass wir nach scharfer Soße fragen müssen schmeckt uns das Essen sehr gut.

Danach gehen wir aufs Zimmer, duschen und laden noch die Blogbeiträge für Shanghai hoch. Wir haben erschreckender weise heute gelesen, dass Teile des Flughafens in Kathmandu repariert werden und sich die Abflugmöglichkeiten geändert haben. Unser Plan war eigentlich, dass wir von Kathmandu direkt nach Lukla fliegen um von dort unseren Trek zum Mount Everest Basecamp zu starten.

Diese Flüge finden allerdings aufgrund der Reparaturen nicht mehr statt und sind auf einen Flughafen, der ca. fünf Autostunden von Kathmandu entfernt liegt verlegt worden. Wir suchen uns verschiedene Reiseagenturen in Kathmandu heraus und schreiben diese an, um herauszufinden, wie die Touren nun genau angeboten werden. Anschließend gehen wir schlafen, in der Hoffnung schnell Antworten zu bekommen.

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