04.08.2019 Wir entdecken die Südinsel (Tag 126)​

Am heutigen Tag fahren wir mit der Fähre von Wellington auf die Südinsel Neuseelands nach Picton. Der Wecker klingelt bereits um kurz nach sechs. Wir machen uns fertig und fahren kurze Zeit später zum nur wenige Kilometer entfernten Fähranläger, um pünktlich um sieben Uhr einzuchecken. Einige Minuten später können wir bereits mit Henry auf die Fähre fahren und da die Fähre heute morgen ziemlich leer ist, geht es überpünktlich los. Während des Sonnenaufganges haben wir noch ein letztes mal eine tolle Sicht auf den Victoria Hill und die Stadt Wellington, bevor wir die Nordinsel langsam hinter uns lassen.

Die Fahrzeit liegt bei etwas über drei Stunden und so nutzen wir die Zeit nach dem Frühstücken um an unserer Seite und an Instagram zu arbeiten. Langsam nähern wir uns der Küste der Südinsel und sehen Teile der Marlbourough Sounds.

Marlbourough Sounds Südinsel Neuseeland
Marlbourough Sounds Südinsel Neuseeland

Bei den Marlbourough Sounds handelt es sich um durch Meerwasser überflutet Flusstäler. Die letzte knappe Stunde bis wir den Hafen von Picton erreichen fahren wir durch einen Teil der Marlbourough Sounds und die grüne bergige Landschaft um uns herum zusammen mit dem leuchtenden, hellblauen Wasser sieht faszinierend aus.

Marlbourough Sounds Südinsel Neuseeland
Picton Marlbourough Sounds Südinsel Neuseeland

Die Fähre legt an und alle Passagiere dürfen wieder zu den Fahrzeugen. Wir fahren in die kleine aber niedliche Innenstadt und laufen ein paar Minuten an der Promenade entlang. Von Picton geht es anschließend über die Küstenstraße Richtung Ngaguta Bay und Okiwa Bay. Auf der Strecke kommen wir immer wieder vorbei an tollen Viewpoints, an denen wir eine wirklich tolle Aussicht auf die umliegenden Landschaft haben. Direkt am Wasser finden wir einen schönen Spot für eine Kaffeepause. 

Picton Südinsel Neuseeland
Marlbourough Sounds Südinsel Neuseeland

Über kurvenreiche Straßen kommen wir am Nachmittag an der Ohingaroa Bay an, laufen ein wenig über kleine Strände und Wanderwege durch die Natur und finden später einen tollen Campingplatz direkt am Wasser für die kommende Nacht. Wir sitzen bei den letzten Sonnenstrahlen noch ein bisschen draußen und genießen die Ruhe und die schöne Natur. Am Abend machen wir es uns mit der wärmenden Heizung im Camper gemütlich und lassen den Tag entspannt ausklingen.

05.08.2019 Die unberührte wunderschöne Natur (Tag 127)

Wir wachen ziemlich ausgekühlt gegen kurz nach sieben auf. Die Nacht war tatsächlich die erste Nacht, wo wir beide zeitweise ziemlich gefroren haben. Wenn das so weiter geht müssen wir die Heizung wohl über Nacht an lassen. Nachdem wir uns unter der Decke doch noch etwas aufwärmen konnten stehen wir auf, frühstücken und genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen, während wir auf das Meer und die umliegenden Berge schauen, die langsam von der Sonne angeleuchtet werden. Der Tag könnte was die Aussicht angeht nicht besser beginnen.

Marlbourough Sounds Südinsel Neuseeland
Regenbogen Marlbourough Sounds Südinsel Neuseeland

Gegen neun Uhr fahren wir los Richtung Nelson, vorbei an grün-blau schimmernden Wasser, grünen Wiesen und natürlich immer die Berge um uns herum. Nach ca. 15 Minuten machen wir einen Stopp an einem Lookout. Dick eingepackt (Carina hat mittlerweile sechs Schichten, Adriano fünf Schichten inklusive der Jacke an) spazieren wir die ca. 10 Minuten bis zu dem Aussichtspunkt.

Marlbourough Sounds Südinsel Neuseeland

Dadurch, dass es leicht bergauf geht und die Sonne immer mehr zum Vorschein kommt, wird uns gottseidank langsam warm. Oben angekommen sind wir wieder einmal begeistert und sprachlos von der schönen Aussicht. Wir haben einen tollen Blick von oben auf einen Teil der Marlborough Sounds und den umliegenden Bergen, während uns die wärmende Sonne ins Gesicht scheint. Wir genießen die Aussicht und die Ruhe, laufen langsam zurück zu Henry und fahren weiter. Auf halben Weg machen wir einen weiteren Stopp um zu zwei Wasserfällen zu wandern, die über einen schönen Waldweg zu erreichen sind.

Wasserfall Südinsel Neuseeland
Wasserfall Südinsel Neuseeland

Nach ca. zwei Stunden sind wir zurück am Camper und fahren weiter. Der Highway nach Nelson führt wie so häufig hier in Neuseeland über Berge und so mit fahren wir die meiste Zeit Serpentinen hoch und runter. Gegen Mittag erreichen wir die Stadt Nelson. Wir fahren die Küstenstraße entlang und machen noch einen kurzen Stopp im Supermarkt um uns für die nächsten paar Tage einzudecken. Anschließend geht es weiter in Richtung Abel Tasman Nationalpark. Auf halber Strecke machen wir wieder unsere Kaffeepause und haben dabei einen grandiosen Ausblick auf das Meer und schneebedeckte Berge.

Nelson Südinsel Neuseeland

Als die Sonne langsam untergeht packen wir zusammen und fahren zu unserem heutigen Ziel, der kleinen Stadt Motueka, welche sich ca. 20 Kilometer vom Eingang des Abel Tasman Nationalparks befindet. Wir suchen noch nach Tauchanbietern für das Great Barrier Reef im Internet und fahren anschließend zum Campingplatz. Dort angekommen kocht Carina und wir essen zu Abend. Danach machen wir es uns in unserem Camper gemütlich, machen die Heizung an und schreiben den Blog für den heutigen Tag.

Auf einmal hören wir eine laute Sirene, welche nach ca. 20 Sekunden erlischt. Wir haben uns beide total erschreckt und suchen im Internet nach einer Erklärung. Nachdem auf einmal unser Radio „Alarm“ anzeigt bekommen wir dann doch etwas Angst und fahren zur nahegelegenen Tankstelle um zu fragen, was dies bedeutet. Wir erfahren, dass irgendwo ein Alarm ausgelöst worden ist, welcher durch die Sirene zu hören ist und nun die Feuerwehr einmal Patrouille fährt um zu schauen, ob irgendwo etwas passiert ist. Genau in dem Moment fährt tatsächlich die Feuerwehr an und vorbei. Die Mitarbeiterin sagt, dass wir uns keine Sorgen machen müssen und sicher sind. Beruhigt aber noch etwas aufgewühlt fahren wir zurück zum Campingplatz und spielen noch etwas Karten, bevor wir schlafen gehen.

06.08.2019 Einer der schönsten Nationalparks (Tag 128)​​​

Um halb acht werden wir vom Wecker geweckt. Wir bleiben aber erst mal liegen, schließlich ist es unter der Decke noch schön warm. Gegen kurz vor acht stehen wir dann auf und frühstücken. Anschließend fahren wir knapp 20 Kilometer zum Abel Tasman Nationalpark, denn wir möchten heute wandern gehen.

Dort angekommen ziehen wir uns unsere Jacken und Handschuhe an und laufen los. Der Weg führt zunächst über Brücken direkt über dem Strand entlang und mündet im Wald, der verschiedenen Wanderwege beinhaltet. Wir entscheiden uns für den Weg, der direkt am Wasser entlang läuft und wandern los. Nach kurzer Zeit hören wir neben uns im Gebüsch etwas rascheln. Ist das etwa eine Kiwi? Wir hocken uns hin und versuchen etwas zu erkennen. Dann sehen wir auf einmal eine. Recht großen Vogel mit braunen Federn, der im Boden herum pickt. Schnell holen wir die Kamera raus und machen ein paar Bilder.

Abel Tasman Nationalpark Südinsel Neuseeland
Weka, Vogel Neuseeland

Dann kommt der Vogel sogar aus dem Gebüsch raus und zeigt sich komplett. Leider ist es doch keine Kiwi, sondern ein Weka, welcher den Kiwis jedoch ziemlich ähnlich sieht und daher oft verwechselt wird. Wir finden den Vogel trotzdem ziemlich niedlich und beobachten ihn, bis er wieder im Gebüsch verschwindet. Wir gehen weiter, bis ein Weg zum Strand ab geht. Wir laufen am menschenleeren Strand entlang, beobachten die Vögel, die im Boden nach Nahrung suchen und genießen die Ruhe.

Strand Abel Tasman Nationalpark Südinsel Neuseeland
Abel Tasman Nationalpark Südinsel Neuseeland

Nach kurzer Zeit führt der Weg zurück zum Wald und wir wandern die nächsten sieben Kilometer immer entlang der Küste, vorbei an Bächen und kleinen Wasserfällen. Immer wieder tauchen kleine Buchten auf.

Abel Tasman Nationalpark Südinsel Neuseeland
Abel Tasman Nationalpark Südinsel Neuseeland

Nach ca. zweieinhalb Stunden sind wir an unserem Ziel, dem Akerston Bay angekommen und machen eine kleine Snackpause mit Keksen und heißem Tee. Wir genießen das Rauschen des Meeres und das Gezwitscher der Vögel. Bevor wir uns auf den Rückweg machen, lassen wir Garry noch fliegen.

Abel Tasman Nationalpark Südinsel Neuseeland
Abel Tasman Nationalpark Südinsel Neuseeland

Anschließend laufen wir den gleichen Weg zurück bis zum Parkplatz, wo Henry auf uns wartet. Anschließend fahren wir zu unserem heutigen Campingplatz, essen zu Abend, spielen ein paar Runden UNO und gehen recht früh schlafen, da wir vom Tag ziemlich kaputt sind.

07.08.2019 Auf an die Westküste (Tag 129)​​​​

Wir haben die Nacht tatsächlich trotz der Kälte ziemlich gut geschlafen, stehen auf und frühstücken. Anschließend fahren wir zum ca. eine Stunde entfernten Lake Rotoiti, welcher sich im Nelson Lakes Nationalpark befindet. Der See ist umgeben von schneebedeckten Bergen und sieht auf den Bildern, die wir gesehen haben traumhaft aus. Dort angekommen haben wir leider nicht so Glück mit dem Wetter. Es nieselt leicht und die Berge sind von Wolken umhüllt. Wir können gerade so den Schneeansatz erkennen. Wir warten erst mal im Camper in der Hoffnung, dass das Wetter besser wird und beobachten währenddessen die Enten, die sich am See der aufhalten.

See Rotoiti Südinsel Neuseeland
Nelson Lakes Nationalpark Südinsel Neuseeland

Nach ca. 15 Minuten ist es endlich trocken und wir spazieren ein wenig am Ufer und in dem anliegenden Wald. Leider ziehen die Wolken nicht weg und so fahren wir nach unserem Spaziergang weiter nach Westport. Eigentlich wollten wir noch zu einem Viewpoint auf den Bergen, doch aufgrund des schlechten Wetters und der tiefen Wolken entscheiden wir uns dagegen. Wir fahren ca. zwei Stunden, bis wir in Westport an der Westküste der Südinsel angekommen. Die Fahrt war ziemlich anstrengend, da es entweder etwas geregnet oder sogar stark geregnet hat. Dementsprechend sind wir ziemlich froh, die Fahrt geschafft zu haben und machen mit Blick auf die Steilküsten unsere obligatorische Kaffeepause. Da wir heute wieder WLAN haben arbeiten wir anschließend noch etwas an unserer Homepage, schreiben den heutigen Blog und fahren zum Campingplatz. Carina zaubert heute leckere Frikadellen mit Kartoffeln und Gemüse und wir machen uns einen entspannten Abend im Camper.

08.08.2019 Die eigentlich stürmische Westküste (Tag 130)​​​​​

Ein neuer Tag beginnt. Für diese Nacht hatten wir uns wieder für einen Campingplatz direkt am Strand entschieden. Wir frühstücken mit Blick auf das Meer und beschließen da die Sonne so schön scheint, nach dem Frühstück einen Strandspaziergang zu machen. Da gerade Ebbe ist, ist der Strand gefühlt mehrere hundert Meter breit und wir beobachten mehrere Hunde die über den Strand rennen, sich austoben und einfach ihr Hundeleben genießen.

Westport Südinsel Neuseeland

Nach etwa eineinhalb Stunden kommen wir wieder bei Henry an und fahren in Westport noch ein paar Sachen einkaufen, bevor es zum Cape Foulwind geht. An dem Leuchtturm befindet sich ein toller Weg der durchgehend direkt an der Steilküste entlang führt und eine schöne Aussicht auf das Meer und die umliegenden Buchten bietet . Es geht vorbei an einer langgezogenen Strandbucht bis man letztendlich nach etwa einer Dreiviertelstunde an einer kleinen Landzunge ankommt, auf der die hier lebenden Robben in der Sonne liegen. Auf halber Strecke kommen wir auf einmal an einem Schild vorbei an dem von bekannten Städten auf der Welt die Entfernungen von diesem Punkt stehen. Erstaunlicherweise steht als einzige Stadt in Deutschland Hamburg mit einer Entfernung von 18.123 Kilometern dran steht. Uns wird auf einmal bewusst, wie weit wir hier gerade von zu Hause weg sind.

Cape Foulwind Küste Südinsel Neuseeland
Cape Foulwind Küste Südinsel Neuseeland
Cape Foulwind Küste Südinsel Neuseeland

Wir genießen den Ausblick auf das Meer, die unendlich wirkende Landschaft und die Ruhe. Nach einem richtig tollen Vormittag kommen wir wieder am Camper an und fahren weiter Richtung Süden. Die Straße die zu einen der schönsten zehn Küstenstraßen der Welt gehören soll führt größtenteils direkt an der Küste entlang und so haben wir keine Schwierigkeiten auch heute wieder einen tollen Spot für unsere Kaffeepause zu finden. Anschließend fahren wir noch ein paar Kilometer weiter zu einem geführt im nirgendwo liegenden Campingplatz. Da der Wanderweg neben dem Platz aufgrund des Regens der letzten Tage ziemlich aufgeweicht ist, laufen wir zum Strand und beobachten wie sich jemand am Surfen versucht. Da in der Dämmerung auf einmal recht aggressive Fliegen auftauchen die uns beißen laufen wir zurück und verbringen den restlichen Abend mit Musik hören und Karten spielen im Camper.

09.08.2019 Außergewöhnliche Pancakerocks und Blowhols an der Steilküste (Tag 131)​​​​​​

Als wir aufwachen gießt es in Strömen und gefühlt wird der Regen immer und immer mehr. Da wir nicht das Gefühl haben, dass es in absehbarer Zeit aufhört zu regnen, bleiben wir noch ein bisschen unter der warmen Decke liegen. Irgendwann stehen wir dann doch auf und Frühstücken. Langsam zeigt sich dann doch die Sonne und in der Ferne können wir bereits etwas blauen Himmel erkennen.

Als wir fertig sind, hat sich das Wetter zum Glück komplett geändert und wir haben strahlend blauen Himmel und die Sonne scheint. Wir fahren weiter Richtung Süden über die tolle Küstenstraße zum Truman Trek. Hierbei handelt es sich um einen kurzen Wanderweg der durch einen Regenwald bis zur Küste führt wo man mit etwas Glück Pinguine sehen kann. So, wie es im Wald aussieht, könnte man bei ein paar Grad mehr denken, dass man irgendwo in Asien durch einen tropischen und feuchten Regenwald läuft. Als wir an der Aussichtsplattform ankommen, sehen wir auf der einen Seite eine kleine Strandbucht und in die andere Richtung peitscht das Wasser gegen die Klippen und schießt durch kleine Öffnungen im Böden wie eine Fontäne nach oben. Wir sind wieder einmal ganz alleine und genießen den tollen Ausblick.

Truman Trek Südinsel Neuseeland
Westküste Südinsel Neuseeland

Wieder am Camper angekommen, fahren wir weiter zu den Pancake Rocks. Diese verdanken ihren Namen ihrer außergewöhnlichen Form. Im Grunde wirken die Steinformationen wie unendlich viele aufeinander gestapelte große Pancakes. Über einen Weg der von der Straße bis an die Küste führt hat man an verschiedenen Aussichtsplattformen einen schönen Blick auf die teilweise sogar mit Büschen bewachsenen Pancakerocks.

Pancakerocks Südinsel Neuseeland
Pancakerocks Südinsel Neuseeland
Westküste Südinsel Neuseeland

Da es uns hier so gut gefällt, bleiben wir eine gefühlte Ewigkeit hier uns genießen die warmen Sonnenstrahlen und die super schöne Aussicht. So wirklich haben wir uns über den weiteren Verlauf für den Tag noch keine Gedanken gemacht und überlegen, als wir wieder bei Henry ankommen was wir am Nachmittag noch so machen möchten. Wir entscheiden weiter bis nach Hokitika zu fahren und einen Zwischenstopp am Hokitika River einzulegen. Auf Bildern die wir gesehen haben soll der Fluss ungewöhnlich blau leuchten. Als wir beim Fluss ankommen, sind wir etwas verwundert, dass dieser eher grün als leuchtend blau aussieht. Wir vermuten, dass die Bilder die wir gesehen haben eventuell in den Sommermonaten entstanden sind und durch die Regenfälle im Winter aus den Bergen viel Sand und Lehm im Fluss gelandet sind und sich dieser dadurch grün verfärbt hat.

Hokitika River Südinsel Neuseeland
Hokitika River Südinsel Neuseeland
Schneebedeckte Berge Westküste Südinsel Neuseeland

Wir freuen uns sehr, dass noch einmal die Sonne rauskommt und sich die Wolken immer mehr verziehen. Anschließend finden wir auf den Weg Richtung Hokitika einen tollen Platz mit Blick auf die schneebedeckten Bergketten um uns herum. Wir ziehen uns warm an, kochen Kaffee und machen sogar obwohl es zum näher rückenden Abend kälter geworden ist die hinteren Türen vom Camper auf um noch besser über die grünen Wiesen auf die Berge schauen zu können.

Schneebedeckte Berge Westküste Südinsel Neuseeland

Da es demnächst dunkel wird, suchen wir uns einen nahegelegenen Campingplatz für die kommende Nacht. Dort angekommen, schreiben wir den Blog für die letzten Tage und Carina zaubert wieder ein sehr leckeres Abendessen. Am Abend überlegen wir ein wenig, was wir die kommenden Tage so machen wollen und spielen bis zum Schlafen gehen ein paar Runden Karten.

10/11.08.2019 Nichts als Regen (Tag 132+133)

Da wir am Vorabend im Internet gesehen haben, dass es am nächsten Tag von morgens bis abends regnen soll entscheiden wir uns dazu, für heute einen Arbeitstag in der Bücherei in Hokitika einzulegen. Als wir aufwachen regnet es wie bereits die halbe Nacht in strömen. Wir frühstücken, packen alles zusammen und fahren in die Stadt.

Am Vormittag suchen für nach Tourmöglichkeiten für den nicht weit entfernten Franz Josef Gletscher und arbeiten an der Homepage und an Instagram. Der Tag geht ziemlich schnell vorbei und obwohl wir gehofft haben, dass sich der Wetterbericht ein bisschen irrt, regnet es den ganzen Tag durch. Am Nachmittag finden wir dann doch noch eine passende Tour für den Gletscher in zwei Tagen. Als die Bücherei dann gegen 16 Uhr schließt, fahren wir noch ein bisschen durch die Stadt und anschließend zum gleichen Campingplatz wo wir bereits die letzte Nacht waren, da wir keine gute Alternative finden können.

Am Abend bearbeiten wir noch ein paar Bilder und verbringen den Abend bei Henry, hören Musik und Quatschen über die vergangenen Wochen. Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück wieder bei strömendem Regen nach Hokitika. Wir nutzen das uns hier zur Verfügung stehende Internet noch ein bisschen um am Notebook zu arbeiten. Am Nachmittag fahren wir noch kurz zu einer Wasserauffüllstation und anschließend an der Küste Richtung Süden in die Nähe des Dorfes Franz Josef. Die kommende Nacht können wir auf einem kleinen Platz zwischen Feldern stehen. Wir laufen bevor die Sonne untergeht noch ein bisschen spazieren. Anschließend essen wir zu Abend und sonst passiert bis zum Schlafen gehen nicht mehr wirklich viel.

12.08.2019 Ein einmaliges Erlebnis (Tag 134)​

Für heute haben wir einen Helikopterflug inklusive Wanderung auf den Franz Josef Gletscher gebucht auf die wir uns tierisch freuen. Im Westen der Südinsel Neuseelands gibt es unter Anderem den Franz Josef und den Fox Gletscher zu denen man Touren buchen kann. Nachdem wir uns über die Möglichkeiten erkundigt haben und die Bilder und Berichte für den Franz Josef Gletscher spektakulärer und interessanter klangen haben wir uns für diesen entschieden. Aufgrund der täglichen Veränderungen des Eises durch die Temperaturen und Wetterbedingungen ist der Gletscher allerdings seit einigen Jahren nur noch durch einen Flug mit dem Helikopter erreichbar, der aber auch nur wenige Minuten dauert. Nach dem Frühstücken packen wir zusammen und machen uns auf den Weg zu dem etwa eine dreiviertel Stunde entfernten kleinen Dorf Franz Josef. Unser Weg führt uns vorbei an schneebedeckten Bergen und grünen Wiesen.

Alpen Südinsel Neuseeland
Alpen Südinsel Neuseeland

Als wir ankommen sehen wir, dass das Dorf im Grunde aus einer Hauptstraße besteht die gesäumt ist von Veranstaltungsfirmen und es sonst eigentlich nur wenige kleine Straßen mit Campingplätzen, Restaurants und ein paar wenigen Wohnhäusern gibt. Wir finden schnell unseren Anbieter und melden uns an.

Kurz danach ist unsere Gruppe bereits komplett und wir bekommen unsere wasserfeste Jacke, Hose und Schuhe samt der Tasche in der sich die Spikes für die Eiswanderung befinden und die wir für unsere persönlichen Sachen nutzen können übergeben. Als wir alle fertig sind folgt noch eine kurze Sicherheitseinweisung zum Ablauf der Tour. Wir werden in vier Gruppen eingeteilt und die zwei leichtesten der Gruppe bekommen die Sitzplätze in der ersten Reihe zugeteilt. Carina ist eine von beiden und ist einerseits etwas ängstlich da sie im Helikopter dann an der Seite und vorne nur Glas hat, freut sich anderseits aber auch sehr drauf. Etwas aufgeregt geht es kurz danach auch schon bei strahlendem Sonnenschein zum Helikopterlandeplatz. Wir warten ein paar Minuten auf unseren Helikopter und dann geht es auch schon über beide Ohren grinsend los.

Franz Josef Gletscher Helikopterflug Südinsel Neuseeland
Franz Josef Gletscher Helikopterflug Südinsel Neuseeland

Wir fliegen durch die Schlucht des Franz Josef Gletscher bergauf und auf einmal haben wir einen unglaublichen und faszinierenden Blick auf den Gletscher der sich insgesamt sogar auf eine Länge von über 10 Kilometern erstreckt. Der Gletscher ist jeden Tag bis zu sieben Meter je nach Wetter und Temperatur in Bewegung und so ist es nicht selten, dass zum Beispiel ein Tunnel durch den man an einem Tag noch gehen konnte am nächsten Tag bereits nicht mehr vorhanden ist. Es geht in den Landeanflug und kurze Zeit später werden wir bereits von unserem Guide Melvin in Empfang genommen. Er hat zusammen mit den anderen Guides bereits am Morgen eine Erkundungstour über den Gletscher unternommen um zu prüfen, welche Bereich heute begehbar sind und welche nicht. Der Blick auf den Gletscher ist einfach mega cool und langsam kommt auch die Sonne über die Bergkette und kämpft sich durch die etwas aufgezogenen Wolken durch. Wir ziehen unsere Spikes über unsere Schuhe und dann geht es auch schon los.

Franz Josef Gletscher Helikopterflug Südinsel Neuseeland
Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland

Schon nach wenigen Minuten findet Melvin ein begehbares Tunnelsystem und bereitet dieses mit einem Seil so vor, dass wir nacheinander hindurch laufen können. Was für ein cooles Gefühl hier durch das hellblau schimmernde Eis hindurch zu klettern. Wir laufen weiter den Gletscher bergauf, immer wieder über Gletscherspalten und plötzlich auftauchendes, mit dünnem Eis bedecktes Wasser wo wir aufpassen müssen, dass wir nicht stolpern oder hängen bleiben. Die Sonne steigt immer höher und der Gletscher wird immer mehr angeleuchtet.

Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland
Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland

Wir haben bereits völlig das Zeitgefühl verloren und genießen die Aussicht und die Wanderung in vollen Zügen. Langsam geht es wieder etwas bergab und Melvin findet noch ein tolles Tunnelsystem durch das wir laufen bzw. eher kriechen können. Einer nach dem Anderen zwängt sich durch den schmalen Tunnel in dem man wieder eine tolle Sicht auf das hellblaue Eis hat.

Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland
Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland

Nach etwa zweieinhalb Stunden kommen wir wieder am Landeplatz für den Helikopter an und erfahren von Melvin, dass die Nachmittagstour auf Grund des schlechteren Wetters welches zum Nachmittag erwartet wird gestrichen worden ist, es die letzten vier Tage auf Grund des Wetters keine Tour gab und wir heute ziemliches Glück haben. Kurze Zeit spät kommt unser Helikopter und es geht wieder zurück ins Tal. 

Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland
Helikopterflug Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland

Wenige Minuten später landen wir wieder und sind im wahrsten Sinne des Wortes noch völlig geflasht vom Ausflug und laufen über beide Ohren strahlend zurück um unsere Kleidung und Schuhe wieder abzugeben. Wir gehen zurück zu Henry und fahren zu einem nahegelegenen Parkplatz mit Blick auf die Bergkette zum Kaffee trinken. Als wir beide ankommen, sind wir immer noch beide völlig sprachlos und bringen lediglich ein „Wow“ raus. Nach der Kaffeepause fahren wir zu einem Campingplatz der direkt im Dorf liegt. Seit wir in Neuseeland sind, haben wir sonst jede Nacht auf kostenlosen Plätzen gestanden. Da es in Franz Josef und näherer Umgebung allerdings keinen gibt, wird es dieses Mal eine kostenpflichtiger Campingplatz auf dem wir aber Duschen, und unbegrenzten Internet und Stromzugang haben. Um den Tag etwas zu verarbeiten laufen wir am Nachmittag einen kurzen Treck der bei einer Höhle endet.

Auf dem Rückweg kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten ein und Carina zaubert am Abend leckeren Kartoffelsalat mit Würstchen. Am Abend können endlich mal wieder alle Geräte und Akkus laden und nutzen den unbegrenzten Zugang zum Internet um an unserer Seite und an Bildern zu arbeiten. Wir checken das Wetter für den nächsten Tag und sehen, dass es durchgehend regnen soll. Somit arbeiten wir den Abend etwas länger um am nächsten Tag etwas auszuschlafen da wir diesen dann eh nur zum arbeiten am Notebook nutzen möchten.

13.08.2019 Sturm und Regen ohne Ende (Tag 135)​​

Heute soll es leider den ganzen Tag regnen. Aufgrund dessen schlafen wir heute etwas länger. Nachdem wir gefrühstückt haben arbeiten wir an unserer Homepage und laden Tipps zu China und Nepal hoch. Adriano macht noch etwas Sport. Nachdem wir Kaffee getrunken haben hat es endlich aufgehört zu regnen und wir gehen etwas in Franz Josef spazieren. Langsam wird es dunkel und wir planen noch etwas die nächsten Tage, da wir noch keine feste Route haben. Nach dem Essen laufen wir nochmal in den nahegelegenen Wald und suchen nach Glühwürmchen (die soll es hier überall geben). Leider ist der Mond ziemlich hell, sodass es im Wald auch recht hell ist. Wir sehen zwar ein paar helle Punkte, sind uns aber nicht ganz sicher ob dies wirklich Glühwürmchen oder doch nur Wassertropfen sind, die das Licht des Mondes reflektieren. Nach einem kleine Spaziergang gehen wir zurück zu Henry, bereiten unser Bett vor, gucken noch ein paar lustige Videos im Internet und gehen schlafen.

14.08.2019 Ein unbeschreiblicher Anblick (Tag 136)​​​

Heute geht es endlich weiter. Das Wetter soll heute richtig gut sein und als wir aufwachen sehen wir schon den strahlend blauen Himmel. Nachdem wir gefrühstückt und Henry ein bisschen geputzt haben fahren wir zum Parkplatz des Franz Josef Gletscher Treck. Dort angekommen, setzen wir unsere Sonnenbrillen auf, denn die Sonne scheint weiterhin und laufen los. Der erste Teil des Trecks führt noch durch einen Regenwald und immer wieder stehen am Wegesrand interessante Informationstafeln. Wir erfahren unter Anderem, dass es den Weg und den Wald, durch den wir grade laufen vor knapp 150 Jahren noch gar nicht gab. Zu der Zeit war dort noch der Gletscher. Wirklich beeindruckend aber auch erschreckend ! Der Weg führt langsam Richtung Flussbett und wir können den Gletscher schon von Weitem sehen.

Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland
IMG_0535

Der Anblick ist wirklich sehr faszinierend ! Das Flussbett, in dem wir mittlerweile laufen ist umgeben von hohen Bergen, von denen überall Wasserfälle herunter fließen. Wir laufen weiter, immer den Gletscher vor unseren Augen, der langsam immer größer wird. Wir kommen zu einer weiteren Informationstafel und erfahren, dass da wo wir nun grade stehen noch vor 10 Jahren der Gletscher war. Wir gucken nach vorne und sind erschrocken darüber, wie weit der Gletscher innerhalb von 10 Jahren zurück gegangen ist. Uns fehlen in dem Moment die Worte.

Wasserfall Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland
Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland

Langsam kommen wir zur Aussichtsplattform, von der aus wir die Moräne (so wird der Teil des Gletschers genannt den wir sehen können) betrachten können. Die Aussichtsplattform ist übrigens nicht immer am gleichen Platz. Jeden Tag wird aufs neue geprüft, bis wohin der Weg sicher ist und wenn nötig der Weg und der Aussichtspunkt dementsprechend verlegt. Wir setzen uns auf einen Stein, lassen uns die Wärme Sonne auf den Rücken scheinen und betrachten den Gletscher. Ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel !

Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland
Franz Josef Gletscher Südinsel Neuseeland

Nachdem wir ein bisschen verweilt haben und ein paar schöne Fotos gemacht haben laufen wir zurück zu Henry uns fahren zum nicht weit entfernten Fox Gletscher. Zunächst fahren wir zu einem Viewpoint, von dem wir einen tollen Blick auf den Gletscher haben. Bei wolkenlosem Himmel hätten wir sogar den Mount Cook, den höchsten Berg Neuseelands sehen können. Wir haben aufgrund der immer mehr werdenden Wolken leider kein Glück.

Fox Gletscher Südinsel Neuseeland

Da der Anblick wirklich schön ist, uns der Viewpoint aber etwas zu weit vom Gletscher entfernt ist entscheiden wir uns dazu, einen Teil des den Weges zum Treck, der nah an den Gletscher heran führt zu laufen. In letzter Zeit sind dort immer wieder ein Teile der Straße abgefallen, sodass diese nun leider für Autos gesperrt ist. Auch der Treck der direkt zum Fuße des Gletschers führt ist leider gesperrt und dies sogar auch für Fußgänger. Wir fahren also zum Anfang der Straße, parken dort Henry und laufen los. Nach kurzer Zeit sehen wir schon die abgesackte Straße. Etwas den Weg hinauf ist dieser auf einmal komplett gesperrt und wir müssen über einen Waldweg weiter zum Viewpoint laufen. Der Weg und die Bäume in dem Wald sind komplett mit Moos bewachsen und wir fühlen uns wie in einem Märchenwald. Wirklich super schön! Nach ca. 45 Minuten sind wir dann am Gletscher Viewpoint angekommen und sind etwas enttäuscht. Wir dachten, dass wir etwas näher an dem Gletscher kommen.

Märchenwald Fox Gletscher Südinsel Neuseeland
IMG_0576

Dieser ist jedoch noch ziemlich weit weg und aufgrund der umliegenden Berge ist der untere Teil verdeckt. Wir genießen trotzdem den Ausblick, bis das Eis langsam fast vollständig von den Wolken verdeckt wird und laufen zurück zur Straße. Anschließend fahren wir weiter Richtung Süden zu einem kostenlosen Campingplatz, essen zu Abend, schreiben den Blog für heute und sortieren ein paar Bilder und Videos aus.

15.08.2019 Hoch hinauf (Tag 137)​​​

Wir stehen wie meistens gegen halb acht auf und machen uns fertig. Nach einem sehr leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Monro Beach zu dem in den Monaten August bis November die Fiordland auch Dickschnabelpinguine genannt zum brüten kommen. Etwas aufgeregt kommen wir am Parkplatz an und laufen etwa eine Dreiviertelstunde durch einen tollen Regenwald Richtung Küste. Als wir dort ankommen, sind wir weiterhin alleine und ziemlich gespannt, ob wir Glück haben und ein paar Pinguine sehen können. Vorsichtig laufen wir den Strand der in einer Bucht liegt auf und ab und beobachten, ob wir einen Pinguin aus dem Wasser oder am Strand entlang laufen sehen. Leider deutet nicht viel darauf hin, dass hier in den letzten Tagen bereits Pinguine gewesen sind.

Monro Beach Südinsel Neuseeland
Regenwald Monro Beach Südinsel Neuseeland

Ganz leicht traurig, natürlich aber auch wissend, dass man in der Natur nicht immer Glück hat, laufen wir nach einer Weile den gleichen Weg durch den Wald zurück zu Henry. Wir kommen gerade noch trocken vor dem nächsten Regenschauer an und fahren weiter zu einem nahegelegenen Aussichtspunkt Namens Knights Point, von dem man über die Küste Richtung Norden und Süden schauen kann. In südlicher Richtung sehen wir einen Strand mehrere hundert Meter entfernt direkt an der Klippe der voll mit Robben ist.

IMG_0592

Von hieraus geht es weiter zum etwa zehn Kilometer entfernten Ship Creek Aussichtspunkt. Neben dem Parkplatz findet man einen Aussichtsturm, von dem man einen schönen Blick auf den daneben gelegenen Strand hat und neben dem Aussichtsturm beginnt ein kleiner Treck, der zu einem See führt. Da die Strecke nicht wirklich lang ist schlendern wir zu dem See der lediglich einige Meter entfernt vom Strand beginnt.

Viewpoint Ship Creek Strand Südinsel Neuseeland
See Ship Creek Strand Südinsel Neuseeland

Nachdem wir wieder am Camper angekommen sind, fahren wir über die kleine Stadt Haast Richtung Hasst Pass. Auf dem Weg zum Pass kommen wir immer wieder vorbei an Wasserfällen und Viewpoints von denen man einen schöne Sicht auf die immer bergiger werdende Landschaft hat. Die meisten Wasserfälle sind nur wenige Minuten vom Parkplatz entfernt.

Roaring Billy Wasserfall Südinsel
Alpen SÜdinsel Neuseeland
Thunder Creek Wasserfall Südinsel Neuseeland

Die Berge um uns herum werden immer höher und mittlerweile sind die oberen Teile der Berge sogar mit Schnee bedeckt. Die Sonne zeigt sich immer mehr und leuchtet die umliegenden Berg an. Am frühen Nachmittag erreichen wir den Haast Pass Aussichtspunkt. Bei den Aufstieg auf dem recht steilen Treck bergauf wird uns beiden schon recht warm, oben angekommen werden wir aber mit einem super tollen Panorama Blick über die umliegenden schneebedeckten Bergketten belohnt. Was für ein wirklich toller Anblick.

Haast Pass Südinsel Neuseeland
Haast Pass Südinsel Neuseeland

Wir fahren weiter Richtung Wanaka und legen einen Stopp bei den Blue Pools ein. Dabei handelt es sich um einen Fluss der aus den Bergen kommt, wo sich das Wasser bevor er in einen anderen Fluss mündet in zwei Becken sammelt. Das sehr klare und kalte Wasser leuchtet durch das Licht in einer coolen blauen Farbe.

Blue Pool Südinsel Neuseeland
Blue Pool Südinsel Neuseeland

Von den Blue Pools legen wir noch einen letzten Stopp an dem nicht weit entfernten Makarora Waldtrek ein, laufen durch den schönen dicht bewachsenen Wald und lauschen den singenden Vögeln. Da die Sonne langsam unter geht, machen wir uns auf den Weg zum Campingplatz für die kommende Nacht, welcher direkt am Wanaka See mit einem Panoramablick auf die gegenüber liegende Bergkette liegt. Die Straße verläuft durchgehend an der Steilküste des Sees und die schneebedeckten Berge sehen durch die dahinter untergehende Sonne wirklich spannend aus.

Als wir bei den Punkt ankommen an dem sich eigentlich der Campingplatz befinden soll, ist es eher eine Parkbucht in der nichts darauf hindeutet, dass man hier über Nacht stehen kann. Leider sieht es beim nächsten Platz der uns in einer Camperapp angezeigt wird nicht anders aus. Obwohl wir uns schon am Nachmittag auf den Panoramablick am nächsten Morgen gefreut haben, bleibt uns leider nur übrig zu einem fast vierzig Kilometer entfernten Platz zu fahren der unterhalb des Sees liegt. Auf dem Weg dahin sehen wir wie der Vollmond über den Bergen aufgeht.

Sonnenuntergang schneebedeckter Berg Südinsel Neuseeland
Vollmond Berge Südinsel Neuseeland

Am Campingplatz angekommen essen wir zu Abend, schreiben den Block für den heutigen Tag, planen die kommenden zwei Tage für den Aufenthalt in Wanaka und spielen bis zum Schlafen gehen ein paar Runden Karten.

16.08.2019 Traumhaftes Bergpanorama (Tag 138)​​​​

Am heutigen Tag wollen wir in die nicht weit entfernte Stadt Wanaka fahren, die im Süden des gleichnamigen Sees liegt. Wir stehen auf, frühstücken, packen zusammen und fahren los. Nach etwa zwanzig Minuten erreichen wir das kleine niedliche Städtchen Wanaka.Wir fahren zuerst an den Strand von dem man eine tolle Sicht auf den See und die dahinter liegenden schneebedeckten Bergketten hat.

Schnell finden wir einen Parkplatz und ziehen uns, da es am heutigen Morgen ziemlich stürmisch ist warm an und laufen ein wenig um den See. Wir kommen vorbei an einer der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dabei handelt es sich um einen Baum der im Wasser steht und in den Sommermonaten schön blüht. Als wir den Baum erreichen sehen wir, dass es wirklich ein bekannter Fotospot ist, da dort bereits eine Menschengruppen Fotos machen.

Wanaka Baum im See Südinsel Neuseeland

Die Sonne scheint uns ins Gesicht und obwohl es weiterhin ziemlich windig ist, genießen wir den Spaziergang mit dem tollen Panoramablick auf den See und die dahinter liegenden schneebedeckten Berge.

neuseeländische Alpen Wanaka See Südinsel Neuseeland

Wir laufen langsam zurück zu unserem Camper Henry und finden im Internet ein kleines Cafe, bei dem man sehr leckeren Kaffee bekommen soll. Der Laden liegt sogar nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Carina bestellt sich einen sehr leckeren Mokka und Adriano einen Latte Macchiato. In der Sonne schmecken die wärmenden Getränke besonders gut. Auf den Rückweg zum Camper kaufen wir noch schnell ein paar Kleinigkeiten ein. Da das Wetter für den Nachmittag nicht so gut werden soll und es sich bereits langsam zuzieht, entscheiden wir den Nachmittag in der Bücherei von Wanaka zum Arbeiten zu nutzen. Schließlich haben wir noch das Ein oder Andere, was wir bereits zu den Länderinfos gesammelt haben hochzuladen.

Der Nachmittag bis die Bücherei schließt vergeht ziemlich schnell. Da es hier in der Region nicht viele kostenlose Campingplätze gibt, fahren wir erneut zu dem Gleichen auf dem wir bereits die letzte Nacht geschlafen haben. Wir essen zu Abend und verbringen die Zeit bis zum Schlafen gehen damit ein paar Bilder auszusortieren.

17.08.2019 Es geht hoch hinauf (Tag 139)​​​​​

Da wir für heute eigentlich nur die Fahrt am Nachmittag in das etwa siebzig Kilometer entfernte Quenstown geplant haben schlafen wir etwas aus. Nach dem Frühstück fahren wir wieder in die Bücherei um noch etwas an der Seite zu arbeiten. Die nächsten Stunden vergehen recht schnell und auf einmal ist der Nachmittag bereits angebrochen. Wir suchen uns mit Henry einen schönen Spot für eine Kaffeepause am See. Auf dem Weg dahin bemerken wir, dass die ABS/ESP Lampe leuchtet. Wir kontaktieren den Kundenservice und vereinbaren,  da es Samstag Nachmittag ist, weiter fahren dürfen und am Montag eine Werkstatt aufsuchen. Nach der Kaffeepause fahren wir weiter Richtung Quenstown. Da es direkt in Quenstown keinen kostenlosen Campingplatz gibt suchen wir uns einen der etwas außerhalb der Stadt liegt. Der Campingplatz liegt direkt auf einem Bergpass und um uns herum sind schneebedeckte Berge.

Quenstown Pass Südinsel Neuseeland

Die Sonne geht zwar bereits unter, aber der Ausblick um uns herum ist richtig toll und wir freuen uns bereits auf den nächsten Morgen mit dieser Aussicht zu frühstücken. Wir laufen noch ein bisschen spazieren und sortieren den restlichen Abend bis zum Schlafen gehen Bilder aus.

18.08.2019 360 Grad Ausblick auf die Berge (Tag 140)​​​​​​

Wir wachen heute mit großer Vorfreude auf den Ausblick auf, der uns über die Berge und Richtung Quenstown erwarten wird. Wir schieben die Vorhänge beiseite und sehen zuerst den strahlend blauen Himmel mit der Sonne. Wir sind vom Ausblick im wahrsten Sinne des Wortes geflasht. Während des gesamten Frühstücks genießen wir den Blick über die Berge und laufen anschließend noch über einen Weg der vom Parkplatz bergauf führt.

Campingplatz Quenstown Pass Südinsel Neuseeland
Viewpoint Quenstown Pass Südinsel Neuseeland

Wir kommen wieder am Camper an und fahren bergab Richtung Stadt. Als wir Quenstown erreichen, sind wir von dem niedlichen Städtchen von Anfang an begeistert. Über die kleine Innenstandt kommt man direkt zu einem kleinen Strand und den Ufer des Sees Wakatipu. Wir fahren zuerst an der direkt am See verlaufenden Straße entlang und laufen anschließend an der Promenade durch die Innenstadt. Direkt neben den kleinen Hafen von dem auch die Schiffstouren und Wassersportaktivitäten starten liegt der Quenstown Park durch den wir auch ein bisschen laufen.

Bergpanorama Quenstown Südinsel Neuseeland
Hafen Bergpanorama Quenstown Südinsel Neuseeland

Auf dem Rückweg treffen wir zufällig ein Pärchen wieder, welches wir vor ein paar Tagen bereits an einem Campingplatz kennengelernt hatten. Wir verabreden und fürs Karten spielen am Abend und gehen danach bei dem hier sehr bekannten Burgerladen Fergburger in Quenstown einen Burger essen. Wir schlendern gut gesättigt zurück zum Camper, kaufen noch ein paar Lebensmittel ein und fahren zu einem Campingplatz der direkt am See liegt. Den Abend lang quatschen wir mit Eli und Oli, spielen Karten und die Zeit verfliegt unglaublich schnell. Kurz vor dem Schlafen gehen schauen wir uns noch den Sternenhimmel über den schneebedeckten Bergen an.

19.08.2019 Wunderschöne Natur (Tag 141)​​​​​​​

Heute wollen wir ein wenig die Gegend und die Berglandschaft um Quenstown erkunden. Noch etwas müde stehen wir gegen acht Uhr auf und frühstücken. Danach genießen wir noch ein wenig die schöne Aussicht auf den See und auf die gegenüberliegende schneebedeckte Bergkette.

Bergpanaroma am See Quenstown Südinsel Neuseeland

Anschließend fahren wir zurück nach Quenstown und müssen dort erst einmal eine Werkstatt aufsuchen, da seit anderthalb Tagen die ABS/ESP Leuchte an ist und das Licht bei der Geschwindigkeitsanzeige nicht immer funktioniert. Leider hat die Vertragswerkatt kein passendes Auslesegerät da und so geht es nach einer Stunde weiter zu einem Händler. Dieser kann zwar das Problem mit dem Licht bei der Geschwindigkeitsanzeige lösen, für das ABS/ESP Problem müssen wir aber in den kommenden Tagen eine andere Werkstatt in einer anderen Stadt aufsuchen. Wir sind aber glücklich, dass wir von unserem Anbieter die Freigabe zum Weiterfahren erhalten. Zum frühen Nachmittag fahren wir in das kleine Städtchen Arrowtown das für seinen kleinen an eine Westernstadt erinnernde Häuschen bekannt ist. Wir schlendern ein wenig durch die kleinen Straßen.

See bei Quenstown Südinsel Neuseeland
Arrowtown Südinsel Neuseeland

Da das Skigebiet nicht weit entfernt ist, fahren wir von Arrowtown zu einem Viewpoint kurz vor den ersten Liften die auf den Berg fahren und genießen die tolle Aussicht bei einer Kaffeepause.

Viewpoint Skigebiet Quenstown Südinsel Neuseeland

Am Nachmittag fahren wir mit Henry noch etwas durch die schöne Landschaft und erfreuen uns an dem sonnigen Wetter. Am Abend geht es zu einem Campingplatz der vor der Stadt liegt, wo wir uns mit Oli und Eli treffen. Am Abend sitzen wir wie am Vorabend wieder zusammen in unserem warmen Camper, quatschen über den tollen Tag und die Planungen für die kommenden Tage und spielen Karten.

20.08.2019 Endlich mal wieder Sport (Tag 142)​​​​​​​​

Wir wachen heute morgen auf, da der Camper wackelt. Doch es ist Gottseidank kein Erdbeben, sondern der starke Wind. Für den heutigen Tag ist durchgehend Regen angesagt. Glücklicherweise ist es aber erst mal noch trocken, das schlechte Wetter deutet sich über den Bergen aber schon an. Noch etwas verschlafen stehen wir auf und frühstücken. Wir haben die Nacht auf einem Parkplatz geschlafen. Direkt nebenan ist eine Bungeebrücke, von der man sich in die Schlucht stürzen kann. Nach dem Frühstück laufen wir zu der Brücke und beobachten ein paar Mutige.

Bungeebrücke Quenstown Südinsel Neuseeland

Langsam fängt es dann doch an zu regnen und wir laufen zurück zu Henry. Aufgrund der Wettervorhersage haben wir uns am Vorabend Tickets für eine Trampolinhalle gekauft. Wir machen uns auf den Weg zum Jumphouse, welches direkt neben dem Flughafen liegt. Die nächsten gut anderthalb Stunden toben wir uns auf den verschiedenen Trampolinen richtig aus. Es schüttet auch am frühen Nachmittag weiterhin wie aus Eimern und wir sind froh, dass wir die letzten beiden Tage so viel Glück mit dem Wetter hatten und die Aussicht genießen konnten. Wir verlassen Quenstown und fahren Richtung Norden Richtung dem See Pukaki. Auf dem Weg dahin, müssen wir noch einen kleinen Umweg in die Stadt Alexandra fahren, um dort hoffentlich endlich bei einer Herstellerwerkstatt vom Camper das ABS Problem lösen zu lassen.

Er sagt uns, dass er den Fehler zwar löschen kann und der Camper sonst in einem einwandfreien Zustand ist, er aber bestimmte Teile nicht da hat um es dauerhaft zu lösen und die Leuchte höchstwahrscheinlich bald wieder angehen. Er telefoniert zusammen mit uns mit dem Kundenservice von unserem Anbieter und wir bekommen die Freigabe bis Christchruch weiter zu fahren. Unser Weg führt uns über den Lindis Pass, bei dem wir noch einen kleine Pause einlegen.

Lindispass Südinsel Neuseeland

Kurze Zeit später erreichen wir den Campingplatz den wir uns für die heutige Nacht ausgesucht haben und der nicht mehr weit vom See entfernt liegt. Wir essen zu Abend, sortieren noch ein paar Bilder und gehen, da das Trampolinspringen am Mittag recht anstrengend und die letzten Nächte etwas kurz waren früh schlafen.

21.08.2019 Ein See der Supalative (Tag 143)​​​​​​​​​

Wir wachen am Morgen vom Gezwitscher der Vögel auf. Die Sonne scheint und um uns herum sehen wir schneebedeckte Berge. Nach dem Frühstück fahren wir weiter zum See Pukaki.

Leider wird das Wetter auf dem Weg dorthin immer schlechter und die Wolken hängen sehr tief. Dort angekommen sind wir erst mal erstaunt, wie blau der See ist. Er leuchtet in einem hellen Blau, was eigentlich schon unnatürlich aussieht. Das Wasser des Sees kommt von den umliegenden Gletschern. Aufgrund des hohen Anteils an Mineralien leuchtet dieser so türkis blau. So etwas haben wir vorher tatsächlich noch nie gesehen. Leider können wir aber von den umliegenden Bergpanorama und dem Mount Cook, den höchsten Berg Neuseelands, den man eigentlich vom See Pukaki aus erkennen soll nichts sehen, da es so stark bewölkt ist.

Pukaki See Südinsel Neuseeland

Daher entscheiden wir uns dazu, zum nahegelegenen Ort Twitzel zu fahren um dort das WLAN der Bücherei zu nutzen. Dort schauen wir, wie das Wetter im Verlaufe des Tages und in den nächsten Tagen wird und recherchieren ein bisschen im Internet, was man hier in der Umgebung noch machen kann.

Als wir nach ca. einer Stunde nach draußen schauen sehen wir, dass sich die Wolken immer mehr verziehen und die Sonne durch kommt. Wir gehen schnell zu Henry und fahren wieder zum See, wo wir uns etwas abseits der Hauptstraße einen tollen Platz für den restlichen Tag aussuchen.

Wir lassen Garry, unsere Drohne mehrmals fliegen und genießen den Anblick vom leuchtend blauen See und den umliegenden weißen Bergen.

Pukaki See Südinsel Neuseeland
Pukaki See Südinsel Neuseeland

Da die Sonne so schön scheint und wärmt, trinken wir heute draußen Kaffee und bauen dafür den Tisch und unsere Campingstühle auf. Anschließend spielen wir bis zum Sonnenuntergang Karten.

Pukaki See Südinsel Neuseeland.JPG

Als die Sonne dann hinter den Bergen verschwindet wird es ziemlich schnell kalt, sodass wir alles einpacken und zu einem Campingplatz fahren, der direkt am See liegt. Die Aussicht wird am Morgen wenn die Sonne scheint bestimmt mega.

Nachdem wir lecker gegessen haben, sortieren wir noch ein paar Videos und Bilder am Laptop aus und spielen den restlichen Abend bis zum Schlafen gehen Karten.

22.08.2019 Träumen wir ?! (Tag 144)​​​​​​​​​​

Am heutigen Morgen wachen wir mit einer tollen Sicht über den Pukaki See auf. Wir haben den Camper extra so geparkt, dass wir während des Frühstücks aus dem hinteren Fenster über den See auf die schneebedeckten Berge schauen können. Wir frühstücken, packen zusammen und fahren noch einmal zu dem Platz am östlichen Rand des Sees wo wir am Vortag gewesen sind um unsere Drohne Garry noch mal fliegen zu lassen. Leider verschlechtert sich das Wetter auf der kurzen Fahrt dahin immer mehr und auf einmal wird es ziemlich dunkel und die Bergketten auf der anderen Seeseite verschwinden in den Wolken. Wir warten etwas, doch so wirklich bessert sich das Wetter in der nächsten Stunde leider nicht.

Daher beschließen wir, zum nicht weit entfernten Tekapo See weiter zu fahren, da wir hoffen, dass das Wetter dort vielleicht schon besser ist, da für heute eigentlich sonniges Wetter angesagt war. Als wir in Tekapo ankommen, klart es langsam auf und wir fahren an der westlichen Seeseite Richtung Norden. Die Region soll der zweit dunkelste Ort der Welt sein und ist bekannt für eine tolle Sicht auf die Sterne, wenn die Nächte wolkenlos sind. Wir fahren vorbei an einer Sternenwarte und finden kurz danach einen tollen Spot um Garry fliegen zu lassen. Die Sonne kämpft sich immer mehr durch und die Sicht auf das leuchtende Wasser ist unglaublich.

Tekapo See Südinsel Neuseeland
Tekapo See Südinsel Neuseeland

Als wir dann Garry fliegen lassen, sind wir von der Sicht aus der Luft einfach nur absolut geflasht. Mittlerweile ist der Himmel blau und die Sonne scheint auf die Bergkette hinter dem See.

Tekapo See Südinsel Neuseeland
Tekapo See Südinsel Neuseeland
Tekapo See Südinsel Neuseeland

Anschließend fahren wir auf die gegenüberliegende Seite des Sees, da sich laut Mapsme dort ein Campingplatz direkt am See befinden soll. Als wir ankommen, deutet nichts bei der kleinen Parkbucht auf Camping hin, wir nutzen den Spot aber für eine gemütliche Kaffeepause und lassen Garry noch mal fliegen.

Tekapo See Südinsel Neuseeland
Tekapo See Südinsel Neuseeland

Wir spielen ein paar Runden Karten und genießen einfach den Moment und den Ausblick auf das türkis leuchtende Wasser. Die Sonne geht langsam unter und wir fahren zu einem nicht weit entfernten Campingplatz unterhalb der Stadt Tekapo. Wir essen zu Abend und sehen nachdem es richtig dunkel geworden ist einen der schönsten Sternenhimmel samt Milchstraße den wir bisher in unserem Leben gesehen haben.

Sternenhimmel Tekapo See Südinsel Neuseeland

23.08.2019 360 Grad Panoramablick (Tag 145)​​​​​​​​​​​

Da wir heute nicht allzu viel vor haben, schlafen wir ein wenig aus. Nach dem Frühstück packen wir zusammen und fahren zu dem Hügel auf dem die Sternenwarte steht. Wir haben gelesen, dass es oben auf dem Hügel ein Cafe mit schöner Aussicht geben soll. An der Einfahrt sehen wir, dass die Fahrt mit einem Fahrzeug nach oben kostenpflichtig ist und entscheiden uns dazu zurück in die Stadt zu fahren und von dort aus zu Fuß nach oben zu laufen. Der Weg führt vom Stadtrand durch den Wald hinauf. Nach etwas mehr als einer halben Stunde kommen wir bereits oben an und haben eine tolle 360 Grad Aussicht.

Tekapo See Südinsel Neuseeland
Tekapo See Südinsel Neuseeland

Wir laufen wieder hinunter und fahren noch einmal kurz zu der kleinen Kirche die direkt am Rand des Sees gebaut ist. Anschließend fahren wir über den Burke Pass weiter Richtung Geraldine. Auf den Weg dahin finden wir einen tollen Lookout, den wir für die heutige Kaffeepause am Nachmittag nutzen. In Geraldine kaufen wir noch etwas Proviant für die kommenden Tage ein und fahren noch ein kurzes Stück weiter zu einem nahegelegenen Campingplatz. Bevor es dunkel wird gehen wir noch ein bisschen spazieren. Bis zum schlafen gehen spielen wir wieder Karten.

24.08.2019 Ein letztes Mal neuseeländische Vulkanlandschaft (Tag 146)​​​​​​​​​​​​

Wir wachen heute schon vor dem Wecker auf, da wir gestern ziemlich früh schlafen gegangen sind. Wir schauen aus dem Fenster und freuen uns, dass die Sonne wieder scheint. Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Akaroa. Die Straße führt vorbei an endlos wirkenden Feldern und im Hintergrund haben wir die schneebedeckte Bergkette in Sichtweite. Wir sehen im Verlauf der Route immer wieder Felder, mit vielen Kühen und Schafen. Viele Schafe haben zur Zeit sogar Nachwuchs.

Als wir eine Weide mit einigen süßen Lämmern sehen machen wir einen kurzen Stopp. Die Schafe beobachten uns genau, stören sich aber auch nicht wirklich an uns. Ein kleines Lämmchen scheint ziemlich zahm zu sein, denn es kommt angerannt und wir können es sogar streicheln. Es hat irgendwie weniger Wolle als die Anderen und aufgrund der Kälte (vermuten wir) einen Pullover an. Der Anblick ist wirklich so süß. Nach einer Weile machen wir uns wieder auf den Weg nach Akaroa.

Die Stadt liegt auf der Banks Peninsula Halbinsel südöstlich von Christchurch in einer tollen alten Vulkanlandschaft. Langsam wird auch die Straße immer kurviger. Nach einer Weile sind wir ganz oben auf dem Berg angekommen und wir haben einen tollen Ausblick von oben auf die Stadt.

Schaaf Geraldine Südinsel Neuseeland
Banks Peninsula Halbinsel (Akaroa) Südinsel Neuseeland

Die Landschaft erinnert uns mittlerweile wieder sehr an die Nordinsel. In Akaroa angekommen parken wir Henry schon mal auf dem Campingplatz, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden und schlendern durch die Stadt. Hier gibt es eine schöne Promenade direkt am Wasser mit Cafes und Restaurant. Wir genießen die Sonnenstrahlen und schlendern durch die Straßen.

Akaroka Südinsel Neuseeland
Leuchtturm Akaroka Südinsel Neuseeland

Am Nachmittag kochen wir uns Kaffee und schauen uns ein Fußballspiel an, welches hier in der Stadt stattfindet. Anschließend schauen wir uns den Sonnenuntergang an und gehen zurück zu Henry. Nach dem Abendessen schreiben wir noch den heutigen Blog und spielen ein paar Runden Karten.

25.08.2019 Eine süße Kleinstadt umgeben von atemberaubender Natur (Tag 147)

Die Sonne scheint, als wir aufwachen und aus dem Fenster schauen. Wir machen uns fertig, frühstücken, packen alles zusammen und fahren los. Wir bleiben heute noch in Akaroa, doch wir möchten die Umgebung erkunden. Wir suchen uns ein paar Straßen raus, die auf die umliegenden Berge hoch führen, da wir die Bucht gerne von oben sehen möchten. Die erste Straße ist ziemlich steil und nach ein paar Kilometern dürfen wir mit unserem Camper nicht mehr weiter fahren. Dies ist aber nicht allzu tragisch, denn von hier oben haben wir schon einen grandiosen Ausblick. Wir machen ein paar Fotos und lassen Garry fliegen. Danach gehen wir noch etwas spazieren und genießen den Ausblick.

Akaroka Südinsel Neuseeland
Akaroka Südinsel Neuseeland

Anschließend fahren wir zu einem kurzen Wanderweg, der an einem Wasserfall endet. Der Wasserfall ist nicht super groß, doch er gefällt uns trotzdem sehr gut. Nach ca. 10 Minuten sind wir zurück bei Herny und fahren noch etwas an der Küste entlang, bevor wir zurück zu unserem Campingplatz fahren. Da die Sonne so schön scheint, packen wir unsere Campingstühle aus und setzen uns in die Sonne. Den Rest des Tages genießen wir einfach die warmen Sonnenstrahlen, lesen ein bisschen und gehen am Strand spazieren. Da das Wetter so schön ist, kaufen wir uns so gar ein Eis 😀 . Am Abend machen wir es uns wieder im Camper gemütlich, essen zu Abend und spielen bis zum schlafen gehen Karten.

26.08.2019 Letzter Stopp Neuseeland - Christchurch (Tag 148)

Heute geht es für uns zu unserem letzten Ziel auf unserem Neuseelandroadtrip, wir fahren nach Christchurch.

Nachdem wir gefrühstückt haben, verstauen wir unsere Sachen und fahren los. Da wir keinen Zeitdruck haben fahren wir nicht die direkte Strecke nach Christchurch sondern nehmen einen Umweg, der uns über den sogenannten Tourist Drive über die Berglandschaft Richtung Christchurch bringt. Der Tourist Drive bietet einen unfassbar schönen Ausblick über Akaroa, die umliegenden Dörfer und Buchten und der restlichen Halbinsel. Wir halten immer wieder an, um die Aussicht zu genießen und lassen Garry auch noch einmal fliegen. Natürlich genießen wir den tollen Ausblick beim Fahren.

Akaroka Bucht Südinsel Neuseeland

Leider zieht es sich immer mehr zu und kurz vor Christchurch fängt es an zu regnen. In der Stadt angekommen, versuchen wir das Beste aus dem Wetter zu machen und gehen in einem süßen, kleinen Cafe einen Latte Macchiato trinken. Anschließend fahren wir noch für die nächsten vier Tage etwas einkaufen. Da das Wetter immer noch nicht besser geworden ist, fahren wir zu einer Bücherei, laden unseren Laptop und bringen unseren Blog und unsere Instagram Seite auf den neusten Stand. Am Abend suchen wir uns noch einen geeigneten Platz, wo wir die Nacht mit Henry stehen bleiben können und verbringen die Zeit gemütlich im Camper.

27.08.2019 Wir erkunden Christchurch (Tag 149)​

Am heutigen Tag wollen wir ein wenig die Stadt Christchurch erkunden. Zum gemütlichen Frühstücken fahren wir nach New Brighton und genießen dieses mit Blick auf die Küste und das Meer. Mit so einer Aussicht kann man gerne jeden Tag Frühstücken, denken wir uns. Während wir im Camper sitzen fällt uns auf, dass immer wieder Autos für zehn bis fünfzehn Minuten neben uns parken und auch einfach die Sicht über den Strand und auf das Wasser genießen. Nachdem wir abgewaschen haben gehen wir ein bisschen am Strand spazieren und genießen das sonnige Wetter.

Strand New BrightonNew Brighton Südinsel Neuseeland

Wir laufen zurück zu Henry, fahren wieder in die Stadt und können zum Glück am gleichen kostenlosen Parkplatz wie am Tag davor parken. Zuerst laufen wir durch die Innenstadt zur zum Teil durch das Erdbeben 2011 eingestürzten Kathedrale und durch die Bridge of Rememberence.

eingestürzte Kathedrale Christchurch
Bridge of Rememberence

Am Avon River entlang geht es zu den Antigua Bootshäusern bis in Botanischen Garten. Auch wenn der Frühling erst in den Startlöchern steht, sind bereits einige Beete mit blühenden Blumen bepflanzt. Während unseres Spazierganges durch die Parkanlage beobachten wir die Enten und Gänse die über die Rasenflächen zum Fluss watscheln. Nach einer kleinen Pause am Springbrunnen laufen wir zurück in die Innenstadt.

Botanischer Garten Museum Christchurch Südinsel Neuseeland
Botanischer Garten Christchurch Südinsel Neuseeland

Nach einigen Minuten Fußweg, erreichen wir die 185 emty chairs, die zum Gedenken an die 185 Menschen die beim Erdbeben in Christchurch im Jahre 2011 umgekommen sind aufgestellt worden sind. Uns fällt schnell auf, dass es hier jeder Stuhl unterschiedlich ist, welche für die vielen verschiedenen Menschen stehen, die verunglückt sind.

185 empty chairs Christchruch Südinsel Neuseeland

Wir laufen zurück zu unserem Camper und beschließen auf einer der nahegelegenen Hügel im Süden von Christchurch zu fahren um dort über die Stadt schauen zu können. Richtig viel sehen können wir auf Grund der im Norden stehenden Sonne zwar nicht, aber die Bucht auf der anderen Seite des Hügels mit den Städten Lyttelton und Diamond Habour wird schön von der Sonne angestrahlt und bietet uns eine tolle Aussicht. Wir verbringen den restlichen Nachmittag an diesem Spot und genießen einfach die Ruhe und die Aussicht.

Mount Cavendish Christchurch Südinsel Neuseeland

Als die Sonne langsam unter geht, fahren wir noch einmal kurz in die Bücherei um am Notebook zu arbeiten. Danach geht es wir wieder zurück nach New Brighton um dort auf einem Campingplatz die nächste Nacht zu verbringen und am nächsten Morgen am gleichen Spot frühstücken zu können.

28+29.08.2019 Goodbye New Zealand (Tag 150+151)​​

Wir können es gar nicht richtig glauben, aber heute ist bereits unser letzter voller Tag mit unserem Camper Henry in Neuseeland. Als wir aufwachen scheint bereits wieder die Sonne und wir fahren zu der Strandpromenade um zu frühstücken. Da wir heute nicht wirklich viel geplant haben, unternehmen wir nach dem Frühstück einen langen Spaziergang am Strand und müssen immer wieder über die Hunde lachen, die durch die Gegend springen und sich austoben. Als wir wieder bei Henry ankommen, entspannen wir bis zum frühen Nachmittag mit Blick auf das Meer.

Wir freuen uns, dass wir heute noch einmal unsere Dusche im Camper nutzen können, da wir diesen Luxus in Australien in unserem kleinen Camper nicht mehr haben werden. Als Carina unter der Dusche steht, passiert das Unglück, dass auf einmal kein Wasser mehr kommt. Wir sind in diesem Augenblick ziemlich verwundert, dass das Frischwasser leer sein soll, wo wir doch sonst einige Tage länger ausgekommen sind und eigentlich nicht viel Wasser verbraucht hatten.

Zum Glück finden wir in einer Campingapp nicht weit von uns entfernt Frischwasser. Also fahren wir (Carina immer noch nass und eingeseift in der Dusche) zu der Stelle, wo wir unser Wasser auffüllen können. Als wir dort ankommen, können wir allerdings leider unseren Frischwasserschlauch nicht anschließen da dieser nicht passt. Also muss sich Carina erst mal mit dem kalten Wasser, welches wir in eine Flasche abfüllen abduschen und uns bleibt nichts anderes übrig als Henry mit 1,5 Liter Wasserflaschen aufzufüllen. Leider funktioniert dann auf einmal die Wasserpumpe im gesamten Camper nicht mehr. Adriano darf sich dann auch mit kaltem Wasser aus abgefüllten Flaschen abduschen.

Zum Glück haben wir uns ein paar leere Getränkeflaschen aufgehoben und können so etwas Wasser mitnehmen, welches bis zum nächsten Tag reicht.

Am Nachmittag waschen wir unsere gesammelte Wäsche was aber nicht so wie erhofft klappt. Trotz mehrerer Runden im Trockner ist mindestens die Hälfte unserer Wäsche nicht trocken und wir müssen quer durch den Camper die Wäscheleine spannen und hoffen, dass diese im Laufe des Abends durch die Heizung trocknet. Am letzten Abend im Camper schauen wir etwas TV, spielen Karten und lassen die letzten Wochen revue passiert.

DCIM110GOPROGOPR0269.JPG

Am nächsten Tag wachen wir auf und frühstücken noch einmal mit Meerblick. Wir packen unsere Rucksäcke, reinigen den Camper und spazieren ein letztes Mal am Strand entlang. Dann brechen wir auf zu unserer letzten Fahrt Richtung Flughafen um Henry abzugeben. Auf dem Weg dahin füllen wir die Gasflaschen und das Frischwasser auf, tanken und entleeren den Abwassertank. Nach 4350 Kilometer ist unser Neuseeland Roadtrip dann tatsächlich zu ende. Nachdem wir Henry abgegeben haben, werden wir zum Flughafen gebracht. Da unser Flug sehr früh am nächsten Morgen geht haben wir beschlossen, den Abend und die Nacht am Flughafen zum arbeiten am Notebook zu nutzen, da sich das zurück fahren in die Stadt für wenige Stunden im Hotel schlafen nicht wirklich lohnt. Durch das arbeiten, gehen die Stunden allerdings recht gut um und so steigen wir in den Flieger nach Australien, in ein neues Abenteuer 🙂

Menü schließen