15.05.2019 So schnell wieder 2000 Meter weiter unten (Tag 45)

Heute geht es nach Namche Bazar auf 3400 Metern Höhe. Wir stehen um halb sieben auf und schauen aus dem Fenster. Draußen ist es bewölkt und sehr nebelig. Wir sind froh, dass wir auf dem Hinweg so gutes Wetter hatten und das Bergpanorama um uns herum genießen konnten. Wir frühstücken zusammen mit den Anderen und machen uns um acht Uhr auf den Weg nach Namche Bazar.

Wir kommen gut voran und erreichen ziemlich schnell den Ort Deboche, wo wir auf dem Hinweg übernachtet haben. Dann führt uns der Weg entlang eines Rhododendronwaldes hinauf nach Tengboche. Hier kommen wir nochmal ziemlich ins Schwitzen. Den Anstieg hatten wir in der Form gar nicht mehr in Erinnerung. Da es leider immer noch sehr bewölkt ist, können wir oben angekommen nicht wie erhofft das Bergpanorama Richtung Mount Everest sehen und laufen daher recht schnell weiter. Ab jetzt geht es etwa zwei Stunden bergab. Dies ist viel anstrengender als es sich anhört, da der Boden sehr uneben und aufgrund der losen Steine rutschig ist und man aufpassen muss, dass man nicht ausrutscht, stolpert oder gar hinfällt. Wir sind froh, als wir unten im Tal ankommen und dort unsere Mittagspause machen. Wir bestellen uns einen vegetarischen Burger, welcher wirklich gut schmeckt und genießen die Aussicht auf den Fluss.

Nepal, Mount Everest Basecamp Trek

Nach ca. einer Dreiviertelstunde laufen wir weiter. Nachdem wir vorher zwei Stunden runter ins Tal gelaufen sind, dürfen wir jetzt wieder zwei Stunden bergauf laufen, um wieder auf die Höhe von 3400m zu kommen. Dies klappt erstaunlicherweise besser als gedacht. Wir merken deutlich, dass wir wieder besser Luft bekommen und nicht mehr so schnell außer Atem sind.

Auf dem Weg nach Namche Bazar sehen wir eine Gruppe Steinböcke, die uns neugierig von oben beobachtet. Wir machen eine Pause und machen ein paar Bilder von den Tieren.

Nepal, Mount Everest Basecamp Trek
Nepal, Mount Everest Basecamp Trek
Nepal, Mount Everest Basecamp Trek

Das Wetter zieht sich leider immer mehr zu und so sehen wir kurz vor Ankunft um uns herum nur noch eine weiße Wand. Wir freuen uns, als wir unser Ziel für heute in der Ferne erkennen können. Es trennen uns nur noch ein paar Stufen von unserer Lodge. Leider übersieht Carina, dass auf einer Stufe ein Stein liegt, rutscht aus und fällt hin. Außer eine kleine Schürfwunde und ein paar blaue Flecken am Arm hat sie sich gottseidank nicht verletzt. Wir kehren in der gleichen Unterkunft wie auf dem Hinweg ein und starten im Zimmer angekommen erst Mal den Laptop. So langsam müssen wir uns Gedanken machen, wohin wir nach Nepal reisen möchten. Da wir in den letzten Tagen kein Internet hatten konnten wir die Flugpreise nicht beobachten.

Nachdem wir auf den verschiedensten Seiten die Preise verglichen haben finden wir einen guten Flug und buchen diesen für kommenden Dienstag. Wir freuen uns total, denn es geht nach HONG KONG 🙂 Wir schauen noch kurz nach Unterkünften werden aber nicht fündig. Anschließend gehen wir ins Restaurant, wo Nuri auf uns wartet und essen etwas (Pizza und gebratene Nudeln).

Um 19 Uhr gehen wir in den Irish Pub, wo wir mit Amy und Co. verabredet sind. Wir stoßen auf den grandiosen Trek an und verbringen einen schönen Abend miteinander. Gegen 21 Uhr gehen wir zurück zu unserer Unterkunft. Morgen steht noch einmal ein langer und anstrengender Tag an. Bis Lukla sind es 20 Kilometer. Wir packen unsere Taschen für den nächsten Tag und gehen schlafen.

16.05.2019 Zurück nach Lukla (Tag 46)

Heute beginnt die letzte Etappe unseres Treks. Wir laufen rund 20 Kilometer nach Lukla, das Ganze sollen wir in ca. sieben Stunden schaffen.  Wir stehen auf und gehen um sieben Uhr frühstücken. Auch heute ist die Sicht wieder schlecht, und von dem schönen Berpanorama auf den Kongde um uns herum sieht man leider nichts. Wir sind froh, das wir auf dem Hinweg so gutes Wetter hatten und die Aussicht genießen konnten.

Pünktlich um halb acht starten wir mit unserer letzten Etappe. Wir laufen durch Namche Bazar und kommen von dort aus in einen Waldweg, durch den wir auch auf dem Hinweg gelaufen sind. Wir können uns noch gut daran erinnern, wie anstrengend es war hier hoch zu kommen. Leider ist das Runterlaufen nicht weniger anstrengend, da der Boden wieder sehr uneben und aufgrund der losen Steine ziemlich rutschig ist. Wir sind froh, dass wir heute unsere Kniebandagen angezogen haben. Nach ca. 30 Minuten kommen wir an dem Everest View Point an, der Punkt, an dem wir zum ersten Mal den Mount Everest sehen konnten. Leider bleibt uns dieses Glück heute aufgrund der Wolken verwehrt. Wir gehen weiter und erreichen nach ca. einer Stunde die Brücke, welche uns auf die andere Seite des Ufers bringt. Wir machen wieder ein paar Fotos und gehen weiter.

Nepal, Mount Everest Basecamp Trek
Nepal, Mount Everest Basecamp Trek

Die nächsten Stunden geht es immer wieder bergab und bergauf und wir haben den Weg so in der Form gar nicht mehr in Erinnerung. Immer wieder werden wir von großen Esel- und Ochsenherden aufgehalten, sodass wir manchmal fünf bis zehn Minuten warten müssen, bis wir weiter laufen können.

Nepal, Mount Everest Basecamp Trek

Gegen 12 Uhr erreichen wir den Ort Phakding, wo wir unsere Mittagspause einlegen. Wir bestellen uns Spaghetti in Tomatensauce und Pommes mit Bohnen und Ei. Nach ca. 45 Minuten geht es gestärkt weiter nach Lukla. Wir sollen von hier aus noch ca. zweieinhalb Stunden brauchen. Heute ist das Wetter nicht auf unserer Seite, denn nach kurzer Zeit fängt es an zu regnen. Wir ziehen unsere Regenschutz über unsere Rucksäcke und die Kaputze über den Kopf und gehen weiter. Der Weg bis nach Lukla zieht sich ziemlich und wir laufen nur noch bergauf. Wir können uns gar nicht daran erinnern, dass wir am ersten Tag so viel bergab gelaufen sind. Nuri sagt uns, dass er das „Problem“ kennt und sich die meisten Menschen nicht mehr genau an die Strecken vom ersten Tag erinnern können, da sie von dem Panorama so fasziniert sind. Mittlerweile haben wir wegen des schlechten Wetters und aufgrund des Gefühls, dass wir nicht vorwärts kommen ziemlich schlechte Laune und hoffen einfach nur noch an jeder Kurve, dass dahinter Lukla auftaucht.

Um 15 Uhr kommen wir dann endlich an und laufen zur Unterkunft. Wir freuen uns, als wir sehen, dass Amy und Co. auch da sind und machen uns im Zimmer angekommen erst mal ein wenig frisch. In der Zwischenzeit hat es gottseidank aufgehört zu regnen und wir gehen in ein gemütliches Kaffee, von der wir sogar einen Teil der Landebahn vom Flughafen erkennen können. Wir bestellen und eine heiße Schokolade, einen Cappuccino und zwei Stücke Kuchen und freuen uns, dass wir gesund und voller toller Eindrücke zurück in Lukla sind. Durch Zufall kommen Amy und Co. auch in das Kaffee und so sitzen wir noch etwas zusammen und unterhalten uns über den Trek.

Anschließend gehen wir noch etwas durch Lukla spazieren und laufen an der Start- und Landebahn entlang. Leider fliegt aufgrund des schlechten Wetters seid zehn Uhr kein Flugzeug mehr und so können wir lediglich die Hubschrauber beobachten die hin und wieder starten und landen.

Tenzing-Hillary Airport Lukla Flughafen Nepal
Tenzing-Hillary Airport Lukla Flughafen Nepal

Um 18 Uhr sind wir zurück in unserer Unterkunft, wo wir alle gemeinsam Essen. Anschließend gehen wir zusammen mit unseren Guides noch in einen Irish Pub, wo wir auf die tolle Zeit anstoßen und die Männer ein paar Runden Billard spielen. Um zehn Uhr sind wir zurück auf unserem Zimmer und gehen schlafen. Wir müssen morgen früh aufstehen, da wir einen der ersten Flüge nach Ramechap haben.

17.05.2019 Nervenkitzel beim Start (Tag 47)

Heute müssen wir ein letztes Mal früh aufstehen, denn um 6:15 Uhr gibt es Frühstück. Wir machen uns fertig und gehen in den Frühstücksraum, wo auch schon die Anderen sitzen. Wir frühstücken (French Toast, Porridge mit Bananen, Omlette und Toast), holen anschließend unsere Taschen aus dem Zimmer und warten, dass es los geht. Um kurz nach sieben laufen wir zum Flughafen, welcher nur ein paar Gehminuten entfernt ist. Der Flughafen ist ziemlich voll, da gestern nach zehn Uhr aufgrund des schlechten Wetters keine Flugzeug mehr geflogen ist und die Leute hoffen, dass sie heute fliegen können. Kurze Zeit später kommt unser Flugzeug an und wir dürfen einsteigen.

Tenzing-Hillary Airport Lukla Flughafen Nepal
Lukla Flughafen Nepal
Lukla Flughafen Nepal

Wir rollen auf die Startbahn, welche ein Gefälle von etwa 12 % hat. Das Flugzeug gibt Schub und dann rasen wir los, die Startbahn wird immer kürzer und wir hoffen alle, dass das Flugzeug rechtzeitig abhebt. Kurz vor Ende der Bahn heben wir ab und jeder fängt an zu grinsen, da es einfach ein einmaliges Erlebnis ist.

Wir haben uns diesmal auf die rechte Seite im Flieger gesetzt, da wir von dort aus nochmal einen schönen Blick über das Himalayagebirge haben. Wir machen viele Videos und Fotos und versuchen die Aussicht zu genießen. Auch dieses Mal haben wir wieder ein paar Turbulenzen und wir hoffen, dass alles gut geht. Da die Piloten recht entspannt aussehen sind wir beruhigt. Seid dem Anflug auf Kathmandu sind wir aber ein bisschen gebrandmarkt was Turbulenzen angeht.

Flug nach Lukla Nepal

Nach 18 Minuten landen wir ohne Probleme in Ramechap, wo der Bus, welcher uns nach Kathmandu bringt schon auf uns wartet. Die Fahrt dauert knapp viereinhalb Stunden und wir sind sehr froh, als wir endlich an unserer Unterkunft sind (Elbrus Home). Wir sind in der gleichen Unterkunft wie vor dem Trek und haben hier auch unsere Rucksäcke und die Sachen, die wir nicht gebraucht haben untergestellt.

Wie vor dem Trek werden wir wieder sehr herzlich empfangen und auf unser Zimmer gebracht. Wir gucken nicht schlecht, als wir sehen wir groß Dieses ist. Ein Doppelbett, ein Schreibtisch, ein Sitzbereich und ein weiteres Bett (für Knut :D). Im Badezimmer haben wir sogar eine Badewanne. Wir freuen uns, dass wir nun die nächsten Tage viel Platz haben, unsere Sachen auspacken und nicht aufgrund von Platzmangel im Rucksack lassen müssen.

Am Abend sind wir noch mit Khum (dem Besitzer der Firma Unique Adventures, bei denen wir den Trek gebucht haben), Amy, Paulwrek und Dakotah zum Essen verabredet. Da es bis dahin aber noch ein paar Stunden hin ist und wir hunger haben, suchen wir uns etwas Leckeres in der Nähe. Wir finden einen Kebab Laden mit tollen Bewertungen und bestellen uns ein Falafel- und einen Hühnchenlahmacun. Nachdem wir uns gestärkt haben, gehen wir zurück auf unser Zimmer und packen unsere dreckige Wäsche ein, um diese gleich auf dem Weg zum Abendessen abzugeben. Anschließend gehen wir duschen (eeeendlich :D) und machen uns fertig.

Wir geben unsere Wäsche ab und gehen mit den Anderen Essen. Adriano bestellt sich ein typisch nepalesisches Gericht, dessen Namen wir leider vergessen haben und Carina isst Paneer Masala.

Das Essen ist wirklich sehr lecker, wenn auch etwas scharf 😀 Wir unterhalten uns sehr nett mit Khum und den Anderen. Das Essen ist ein Dankeschön von Khum, dass wir den Trek bei ihm gebucht haben. Anschließend verabschiedet sich Khum und wir gehen mit den Anderen noch in eine Rooftop Bar ein paar Cocktails trinken. Wir haben einen wirklich tollen Abend und verabreden uns zum Kaffeetrinken für den nächsten Tag. Gegen halb eins sind wir zurück in der Unterkunft und fallen ziemlich müde ins Bett.

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