Diese paradiesische Insel liegt im südöstlichen von Bali und hat eine Fläche von 202,8 Quadratkilometern. Die Insel ist besonders bekannt für ihre spektakulären Steilküsten und tollen Strände.

Wie kommt Ihr nach Nusa Penida?

Von Sanur aus fahren etliche Speedboote zu der Insel. Des weiteren gibt es dort eine lokale Fähre, die aber nur ein paar Euro günstiger ist und sich unserer Meinung nach nicht wirklich lohnt. Wir sind mit Mola Express gefahren und haben für die Hin- und Rückfahrt 300000 IDR pro Person gezahlt. Das war der günstigste Anbieter, den wir gefunden haben. Falls euch ein teurerer Preis angeboten wird versucht ruhig zu handeln.

Tipp: Ihr müsst über das Wasser zum Boot laufen. Die Wellen sind zum Teil etwas höher und so ist es nicht schlecht, eine kurze Hose oder vielleicht sogar einfach die Badesachen auf den Weg zum Boot anzuziehen und die Wellen zu beobachten, bevor man zum Boot läuft.

Wir haben mehrere gesehen, die leider im falschen Moment zum Boot gegangen sind und von oben bis unten komplett nass waren. Grade, wenn man nur für einen Tagesbesuch auf die Insel fährt ist das natürlich ärgerlich.

Des Weiteren fährt von Padang Bai eine Autofähre nach Nusa Penida, welche um einiges günstiger ist und wo ihr z.B. auch einen Roller mit auf die Insel nehmen könnt. Diese fährt allerdings nur einmal täglich am Mittag.

Fortbewegung

Ihr könnt natürlich einen Fahrer für die Insel engagieren oder mit einer geführten Tour die Sehenswürdigkeiten abklappern. Zum Einen habt ihr aber dann nur begrenzt Zeit an den Sehenswürdigkeiten, seid zusammen mit allen Anderen an den jeweiligen Punkten (Schlange stehen für ein Foto ist nicht selten) und seid auch noch aufgrund der katastrophalen und schmalen Straßen ziemlich langsam unterwegs.

Solltet Ihr Roller fahren können (also auch schon etwas Erfahrung darin haben) könnt Ihr euch für ca. 70000 IDR einen Roller für den Tag ausleihen und seid super unabhängig.

Achtung!! Als wir vor Ort waren hatten wir wirklich Probleme einen Roller zu bekommen. Entweder man hat einen utopisch hohen Preis von uns verlangt oder wir hätten den Roller nur bekommen, wenn wir unseren Reisepass als Pfand da gelassen hätten.

Da man niemals seine Ausweispapiere abgeben sollte (man weiß nie, was die Leute damit machen und ob man diesen wieder bekommt) kam dies für uns nicht in Frage. Nach langem suchen haben wir in einem Homestay einen Roller bekommen. Falls Ihr also auch Probleme damit habt, einen Roller zu finden fragt in den Homestays nach.

Unterkunft

Im Prinzip gibt es viele und auch günstige Unterkünfte auf Nusa Penida und Ihr braucht nichts vorab buchen. Je nachdem, wo ihr aber die Nacht verbringen möchtet könnte das schon etwas schwieriger werden.

Wir wollten unbedingt in der Nähe des Kelingking Beaches übernachten, das wir dort direkt am Morgen den Ausblick genießen wollten. Dort gibt es aber keine Unterkünfte. Wir haben dann in einem ca. 15 Minuten entfernten Ort eine sehr schöne Unterkunft gefunden (Holy Hill Inn), welche knapp 20 € pro Nacht inklusive Frühstück gekostet hat.

Sehenswürdigkeiten

Die Insel hat ein paar atemberaubende Sehenswürdigkeiten, die wir dir gerne vorstellen möchten.

Der Atuh und Diamond Beach

Der Atuh Beach und Diamond Beach liegen jeweils in zwei nebeneinander gelegenen Buchten im Osten der Insel Nusa Penida.

Man kann mit dem Auto oder Roller bis zur Küste fahren und findet dort einen Parkplatz. Die Straße zum nördlichen Parkplatz des Atuh Beach ist super und man hat dort keine Probleme hin zu fahren.

Zum südlichen Parkplatz des Atuh Beach bzw. zum Diamond Beach und den nahegelegenen View Point ist die Straße allerdings eine ziemliche Katastrophe, da man hier im Grunde einen Großteil offroad unterwegs ist.

Hier sieht man ziemlich gut warum immer gesagt wird, dass die Straßen auf Nusa Penida in einem katastrophalen Zustand sind und man Erfahrungen im Roller- oder Motorradfahren haben sollte. Beide Strände erreicht man über Treppen, die hinunter in die Bucht führen. Wenn es richtig warm ist, kommt man hier schon ganz gut ins Schwitzen. Unser Favorit ist auf jeden Fall der Diamond Beach mit seinem tollen weißen Sand und den Palmen.

Die Teletubbiemountains

Auf dem Weg Richtung Süden der Insel kommt man vorbei an den Teletubbiemountains, die mit ihren grün bedeckten Hügeln an die bekannte Kinderserie erinnern.

Wir sind eher zufällig an den Hügeln vorbei gekommen, fanden den Anblick nun aber nicht so mega spannend.

Es ist auf jeden Fall nicht schlimm wenn man bei dem Besuch auf Nusa Penida diesen Spot auslässt.

Der Saran Cliff View Point

Der Saran Cliff View Point liegt im Süden der Insel Nusa Penida und bietet gerade am Nachmittag, wenn die Sonne sich langsam Richtung Westen neigt und die Klippen anstrahlt einen wunderschönen Blick auf die Steilküste.

Für uns sah es ein wenig aus wie die Kalkklippen, die man bei der Anfahrt mit der Fähre nach Dover in Großbritannien kennt. Wir haben die Zeit dort sehr genossen, gerade auch weil wir an dem Nachmittag dort ganz alleine waren.

Die Anfahrt ist allerdings etwas abenteuerlich und führt eine von der Hauptstraße über eine über fünf Kilometer lange Schotterpiste mit teilweise recht tiefen Löchern und scharfkantigen Steinen. Man sollte hier auf jeden Fall möglichst langsam unterwegs sein, da man auf der Strecke alleine sein wird und neben der Schotterpiste nicht als Wiesen und Steine sind.

Der Banah Cliffpoint

Der Banah Cliffpoint liegt wenige Kilometer vom Saran Cliff Point View entfernt und bietet eine ähnliche vergleichbare Sicht auf die Klippen und den Sonnenuntergang am Abend.

Wir fanden den Saran Cliff Point View allerdings etwas schöner, da man dort auch einen besseren rundum Blick hat und nicht nur die Klippenwand in der kleinen Bucht nebenan sieht.

Der Kelingking Beach

Der Kelingking Beach liegt im Südwesten der Insel, ist ein wunderschöner Strand mit weißem Sand und türkis blauem Wasser in einer Bucht und definitiv ein MUST DO!

Das absolute Highlight sind hier die View Points direkt an der Klippenkante, wo man spektakuläre Fotos machen kann. Allerdings sollte man hier schon ziemlich schwindelfrei sein wenn man bedenkt, dass es hier ziemlich steil und tief herunter geht.

Man bekommt hier aber ein unvergesslichen Ausblick und dazu ein Bild als Erinnerung, welches seines gleichen sucht!

Da es hier aber nirgends eine Absperrung oder einen Zaun gibt, sollte man sich für seine eigene Sicherheit immer gut festhalten und einen vernünftigen Abstand zum Rand einhalten. Wenn ab ca. neun Uhr die Tagestouristen ankommen bilden sich hier an den Fotopoints schnell lange schlangen an denen man für das perfekte Foto gerne mal eine Stunde oder länger ansteht.

Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall bereits zwischen halb acht und halb neun am Morgen da zu sein. Die Treppe, die hinunter zum Strand führt ist in die Klippe gehauen und der Weg hoch und runter erinnert eher an ein Klettererlebnis als an einen Wanderweg. Festes Schuhwerk ist hier Pflicht. Wir haben unendlich viele Besucher gesehen, die sich mit lockeren Sandalen oder Flip Flops hinunter gequält haben, ständig den halt verloren haben oder spätestens auf halber Strecke sogar umgedreht sind.

Der zweite Teil des Weges zum Strand ist sogar noch eine größere Herausforderung, da man hier noch mehr klettern muss und es teilweise noch steiler ist. Wenn man aber erst mal unten angekommen ist, hat man einen atemberaubenden Ausblick auf den gesamten Strand, das türkiese Wasser und die recht hohen Wellen, die durch die starke Brandung am Strand brechen. Schwimmen in dem tollem und erfrischendem Wasser ist hier ein unvergessliches Erlebnis.

Man sollte allerdings ein guter Schwimmer sein und muss schon ein wenig aufpassen, dass man die Wellen und Strömung beobachtet um möglichst bei schwachen Wellen ins Wasser und wieder hinaus zu gehen. Wir haben hier den ganzen Morgen und den halben Vormittag verbracht, da die Zeit bei der schönen Aussicht nur so verflogen ist.

Tipps

– Seit möglichst am Morgen bereits zwischen halb acht und halb neun da um vor den ganzen Tagestouristen da zu sein, die in Scharen kurz an diesem Spot für ein Foto anhalten und direkt weiter fahren. Uns kamen als wir weiter gefahren sind etliche Autos mit Touristen entgegen.

– Festes Schuhwerk um beim Ab- und Aufstieg auf der abenteuerlichen Treppe einigermaßen Halt zu haben. Mit lockeren Sandalen oder Flip Flops kommt man hier nicht wirklich gut zurecht!

– ausreichend zu Trinken mitnehmen. Unten am Strand gibt es keine Shops und gerade beim Aufstieg kommt man ordentlich ins Schwitzen und ist froh, wenn man nicht nur noch einen Notschluck übrig hat.

Angels Billabong und Broken Beach

Der Angels Billabong und Broken Beach liegen im Westen der Insel Nusa Penida direkt nebeneinander.

Der Angels Billabong ist ein Art natürlicher Swimmingpool in den immer wieder frisches Meerwasser hinein gespült wird. Durch die Farbe der umliegenden braunen und schwarzen Felsen zusammen mit dem klaren blauen Wasser sieht man hier ein tolles Farbenspiel.

Das Schwimmen ist hier aber nicht immer gestattet, da die Strömung gerade wenn Flut herrscht ziemlich stark sein kann und in der Vergangenheit wohl bereits einige Menschen dadurch ins offene Meer gespült worden sind.

Bei dem nur wenige Gehminuten vom Angels Billabong entfernten Broken Beach, handelt es sich um ein natürliches Becken, dass durch ein Loch in einer Klippe mit dem Meer verbunden ist.

Das Wasser sieht richtig cool aus und ist so klar, dass man bis zum Grund schauen kann. Man kann in einem Kreis um das Becken herum laufen.

Der Weg verläuft über die natürliche Brücke. Mit etwas Glück sieht man in der dahinter liegenden Bucht Mantarochen an der Wasseroberfläche.

Als wir da gewesen sind konnten wir mehrere Tiere sehen und dies hat den Besuch für uns an diesem Spot traumhaft abgerundet.

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