03.09.2019 Willkommen in Brisbane - Unser Australien Roadtrip beginnt (Tag 156)

Heute morgen klingelt bereits um halb vier der Wecker, da wir um sechs Uhr von Cairns nach Brisbane fliegen. Wir machen uns schnell fertig und um vier kommt pünktlich das Uber, welches uns zum Flughafen bringt. Mit den großen Rucksäcken geht beim einchecken alles gut, bei den kleinen gibt es leider ein bisschen Probleme mit dem Gewicht. Wir schaffen es aber einige schwere Sachen in unseren Jackentaschen zu verstecken und dadurch innerhalb der Gewichtsbeschränkung zu bleiben.

Glücklicherweise fällt es am Gate auch nicht auf, dass unsere Jackentaschen etwas voller sind. Wir fliegen pünktlich los und sind froh, dass dies heute einer der angenehmsten und ruhigsten Flüge seit langem ohne wirkliche Turbulenzen für uns ist.

Beim Anflug haben wir eine schöne Sicht über die Stadt und landen nur mit einigen Minuten Verspätung in Brisbane.

Mit dem Uber geht es zu unserer Camperanbieter Spaceship, wo bereits unser Camper auf uns wartet. 

Anflug Brisbane Australien

Schnell erledigen wir die verträglichen Details und bekommen eine kurze Einweisung am Camper. Dann geht es auch schon los, unser Roadtripabenteuer in Australien beginnt. Wir haben uns bereits seitdem wir in Australien angekommen sind darauf gefreut, dass es hier ALDI gibt. Wir fahren zum nächsten ALDI der nur ein paar Autominuten entfernt ist und decken uns mit Proviant für die kommenden Tage ein. Beim K-Markt nebenan kaufen wir uns noch eine Kaffeesiebpresse und eine große Box, in der wir ein paar Sachen verstauen können. Wir haben bereits die letzten Tage überlegt, welchen Spitznamen wir unserem Spaceshipcamper geben wollen. Uns fällt auf, unser Camper bereits einen Namen hat. An der Seite steht Kenobi und so beschließen wir, dass wir diesen Namen beibehalten. Anschließend fahren wir an den Strand im Stadtteil Brighton, bauen unseren Tisch und die Stühle auf und beobachten bei leckerem Baguette mit verschiedenen Dips wie die Kitesurfer über das Wasser schießen.

Wir bleiben den Nachmittag im gleichen Stadtteil und gehen an der Promenade noch ein wenig spazieren. Für den Abend haben wir frisches Gemüse, Hack und Wraps gekauft die wir uns schmecken lassen. Für die Nacht finden wir etwas abgelegen von der Hauptstraße, einen ruhigen Parkplatz und gehen, da wir beide vom frühen Aufstehen und dem Tag erledigt sind bereits um neun Uhr schlafen.

04.09.2019 Hallo ... Ist da ein Känguru ? (Tag 157)

Wir wachen beide gegen sieben auf und freuen uns über das sonnige Wetter und die Aussicht auf das Meer. Für das Frühstück nutzen wir eine Picknickbank direkt zwischen Parkplatz und der Promenade die am Wasser verläuft. Es gibt leckeres Brot samt Aufschnitt und gekochten Eiern. Besser kann das erste Frühstück auf unserem Roadtrip nicht sein. Während des Frühstücks beobachten wir einige Australier beim Frühsport und sehen immer wieder kleine bunte Papageien von Baum zu Baum fliegen. Die sehen wirklich süß aus. Nach dem Frühstück gehen wir ein wenig an der Promenade und dem Pier spazieren. Bei dem Shorncliffe Jetty Pier soll es sich um einen der längsten in Australien handeln.

Shorncliffe Jetty Pier Brisbane Australien

Wir laufen zurück zum Camper und freuen uns tierisch, dass wir doch noch den ein oder anderen Papagei vor die Linse bekommen. Die kleinen bunten Schreihälse springen immer wieder Ast zu Ast und fliegen kurz danach nur wenige Meter von uns entfernt auf den Boden oder in den nächsten Baum.

Lori Papagei Australien
Lori Papagei Australien

Irgendwie funktionieren unsere hinteren Automatiktüren seit dem späten Abend am Vortag nicht mehr. Da wir ja immer noch in Brisbane sind, beschließen wir kurz bei Spaceship vorbei zu fahren und hoffen, dass dieses elektronische Problem schnell gelöst werden kann. Der Mitarbeiter der uns am Vortag den Wagen übergehen hat ist etwas verwundert uns wieder zu sehen und versucht das Problem umgehend zu lösen. So wirklich findet dieser die Ursache nicht, verspricht aber eine Notiz in unserem Vertrag einzutragen, damit wir bei der Abgabe in ein paar Wochen in Melbourne keine Probleme bekommen. Wir wollen gerade losfahren, da steht er wieder an unserem Camper und sagt, dass er gerade bei einem anderen Fahrzeug unter dem Lenkrad einen Knopf gesehen hat wo man die Automatik ausschalten kann. Glücklicherweise funktioniert alles nachdem man den Knopf gedrückt hat wieder und wir machen uns auf den Weg Richtung Norden.

Wir lassen Brisbane hinter uns und kommen über einen Touristen Drive zum Glashouse Mountain Lockout. Von hier oben können wir Richtung Küste schauen und erkennen in der Ferne sogar das Meer. Das ist doch ein perfekter Kaffeespot für den Nachmittag sagen wir uns und bauen kurzerhand die Campingstühle und den Tisch auf.

Glashouse Mountain Lockout Australien

Nach dem Kaffee laufen wir einen kurzen Waldtreck und hoffen vielleicht schon unseren ersten Koala oder unser erstes Kängeru zu sehen. Damit haben wir zwar kein Glück, aber es macht Spaß ein bisschen durch die Natur zu laufen. Wir gehen zurück zu Kenobi und fahren noch einige Kilometer zu einem Parkplatz den wir für die kommende Nacht nutzen können.

Nach ein paar Runden Karten, gibt es noch einmal Wraps von denen am Vorabend etwas über geblieben ist. Wir stehen ziemlich nah an einem Wald und werden nach Einbruch der Dunkelheit von den Mücken attackiert. Um nicht komplett zerstochen zu werden ziehen wir kurzerhand in den Camper um und essen dort.am Abend sortieren wir die Bilder und Videos vom Great Barrier Reef aus bis wir schlafen gehen.

05.09.2019 Auf Richtung Fraser Island (Tag 158)

Am heutigen Tag wachen wir bereits gegen halb acht auf und können beide nicht mehr einschlafen. Wir machen uns fertig und fahren in die nicht weit entfernte Küstenstadt Caloundra und suchen uns einen schönen Platz am Wasser um zu frühstücken. Wir finden recht schnell eine Picknickbank direkt am Wasser und machen es uns gemütlich.

Frühstück Caloundra Australien
Küste Caloundra Australien

Nach dem Frühstück fahren wir zu einem K-Markt in die Stadt, da wir noch ein paar Kleinigkeiten benötigen. Anschließend fahren wir an der Küste nach Norden Richtung Hervey Bay. Wir haben uns für die nächsten drei Tage eine Tour auf Fraser Island gebucht, wo wir uns die schönsten Spots ansehen. Auf der Strecke nach Hervey Bay, gibt es allerdings nicht viel mehr als einige Weiden mit Kühen und Pferden und trockene Landschaft zu sehen. Gegen Nachmittag erreichen wir die Stadt und suchen uns für eine Kaffeepause einen schönen Spot an der Küste aus. Hier haben wir eine schöne Aussicht über die Bucht und sehen bereits Fraser Island.

Hervey Bay Australien
Pelikan Harvey Bay Australien

Danach fahren wir zum Urangan Pier und gehen während die Sonne langsam unter geht auf dem Pier spazieren. Den Abend nutzen wir dafür unseren Blog auf den aktuellsten Stand zu bringen und ein paar Bilder auf Instagram zu Posten.

06-08.09.2019 120 Kilometer nichts als Sand (Tag 159-161)​

Wir haben uns für die kommenden drei Tage eine Jeeptour auf der größten Sandinsel der Welt Fraser Island gebucht. Die Insel ist über 120 Kilometer lang und liegt im Osten von Australien vor der kleinen Stadt Harvey Bay. Wir frühstücken und fahren anschließend zum Tourveranstalter, wo wir uns um halb neun mit der restlichen Gruppe treffen. Kurz danach geht es mit einem kleinen Zwischenstopp an einem Supermarkt, wo man sich noch einmal mit Getränken für die Tage eindecken kann zur Fähre. Wir warten ungefähr 20 Minuten auf die kleine Fähre, die uns in etwa einer Dreiviertelstunde nach Fraser Island bringt.

Fähre Fraser Island Australien

Auf der Insel angekommen, bekommen wir von unserem Guide Scot noch eine Einweisung wie wir uns auf der Insel zu verhalten haben, auf welche Tiere wir hier stoßen können und was man zu seiner eigenen Sicherheit lieber vermeiden sollte. So gibt es hier unter Anderem verschiedene giftige Schlangen und Spinnen, Koalas, Wallabies und Dingos. Unsere Gruppe besteht aus knapp 25 Leuten, die auf drei Jeeps aufgeteilt sind. Vom Fähranleger geht es direkt in den Wald durch den die holperige Sandstraße führt und wir werden bereits auf den ersten Kilometern ordentlich durchgeschüttelt. Wir sind ganz froh als wir den bekannten 75 Miles Beach erreichen und der Untergrund erst einmal etwas ebener wird. Der Strand verbindet den Norden der Insel mit dem Süden und dient gleichzeitig als Start- und Landebahn für Rundflüge über die Insel.

Es macht richtig Spaß mit dem Jeep über den Strand zu fahren und immer wieder kommen wir an niedlich aussehenden Dingos vorbei, die aber sehr gefährlich sein können. Sie erinnern eher an gut gelaunte Hunde, können aber gerade wenn es um den Nachwuchs oder um Futter geht auch mal aggressiv werden. Vom Strand fahren wir ein kurzes Stück eine Straße beim Happey Valley hinauf in dem unsere Unterkunft für die kommenden zwei Nächste liegt. Wir essen leckere selbstgemachte Burger zum Mittag und fahren anschließend mit den Jeeps wieder zurück zum Strand. Im Verlauf der Fahrt legen wir einen Stopp an einem Schiffsfrack ein welches direkt am Strand liegt. 

Fraser Island Australien
Schiffswrack Fraser Island Australien
Dingo Fraser Island Australien
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Danach geht es weiter zu einem Fluss der über den Strand ins das Meer mündet. Hier verbringen wir einen Teil des Nachmittags wo wir in der Sonne entspannen, uns mit Gummireifen einen Teil des Flusses Richtung Meer treiben lassen oder Volleyball spielen können. Die Sonne verschwindet langsam hinter den Hügeln und da es im Schatten recht schnell kühl wird, fahren wir zurück zur Unterkunft. Wir essen gemeinsam zu Abend und sitzen den restlichen Abend gemütlich zusammen, quatschen und spielen Karten.

Scot erzählt uns, dass man wenn man Glück hat am Morgen einen tollen Sonnenaufgang sehen kann. Das wollen wir uns natürlich nicht nehmen lassen und stellen uns den Wecker auf halb sechs um pünktlich um kurz vor sechs am Strand zu sein. An diesem Morgen haben wir Glück, dass der Himmel komplett wolkenfrei ist und einen wunderschönen Sonnenaufgang sehen können.

Sonnenaufgang Fraser Island Australien
Jeeptour Fraser Island Australien

Wir laufen zurück zum Hotel und gegen halb sieben gibt es bereits Frühstück. Danach packen wir alle unseren Rucksack für den Tag und es geht wieder mit den Jeeps zum 75 Miles Strand. Unser erster Stopp am heutigen Morgen ist der Hügel Indian Head der in das Meer hinein ragt. Von der Klippe aus kann man immer wieder Wale die auftauchen beobachten, über die umliegenden Strände schauen und direkt unter uns im Meer erkennen wir sogar den Schatten einer Schildkröte und eines Hais.

Pinnakels Fraser Island Australien
Indian Head Fraser Island Australien
Wal Fraser Island Australien
Indian Head Fraser Island Australien

Vom Indian Head geht es zu den nicht weit entfernten Champagner Pools. Dabei handelt es sich um zwei Becken die an einer kleinen Steinklippe liegen und in die immer wenn ein Welle kommt neues Meerwasser hinein gespült wird. Durch die Wellen aus dem Meer entstehen in dem Wasser in den Pools Blasen, die den Effekt von Champagner erwecken. Bei diesem schönen Ort haben wir die Möglichkeit mal wieder unsere Drohne Garry fliegen zu lassen. Die kommenden Stunden können wir uns am Strand und an den Champagner Pools sonnen und baden gehen.

Strand Champagner Pools Fraser Island Australien
Strand Champagner Pools Fraser Island Australien
Strand Champagner Pools Fraser Island Australien
Strand Champagner Pools Fraser Island Australien

Wir fahren für unsere Mittagspause zu einem Picknick Platz beim Cathedral Beach Resort und lassen uns leckere selbst zusammengestellte Wraps schmecken. Nach der Pause fahren wir zum Allom See und laufen einmal um den See wo wir die verschiedensten Baumarten sehen und Scot nach Spinnen sucht die er uns zeigen kann. Bei den Spinnen ist er zwar nicht so erfolgreich, an einer Seite des Sees tummeln sich aber einige Schildkröten die immer wieder den Kopf auf dem Wasser stecken und uns beobachten. 

Varan Fraser Island Australien
Schildkröten See Fraser Island Australien

Da der See unser letzter Stopp für den heutigen Tag ist, können wir hier noch einmal schwimmen gehen, bevor es zurück zur Unterkunft geht. Wieder in der Unterkunft angekommen, laufen wir noch etwas mit ein paar Anderen aus der Gruppe am Strand spazieren und essen anschließend zu Abend. Den restlichen Abend sitzen wir wieder alle zusammen, unterhalten uns über den tollen Tag und spielen wieder Karten.

Auch unser dritte Tag beginnt um kurz vor sechs. Heute lassen wir den Sonnenaufgang am Strand allerdings ausfallen und gehen direkt frühstücken. Nach dem Essen packen wir die letzten Sachen zusammen bevor es mit dem Jeeps zu einer der großen Sanddünen geht die vom Strand ins Landesinnere verlaufen. Am Ende der Sanddüne befindet sich der See Wobby der nur aus Regenwasser besteht. Bevor wir die Zeit zum Entspannen in der Sonne nutzen, lassen wir Garry fliegen und sehen dann erst wie groß die Dünen wirklich sind und können uns einen tollen Überblick über einen Teil der Insel verschaffen.

Dühne beim See See Wobby Fraser Island Australien
Dühne beim See See Wobby Fraser Island Australien
See See Wobby Fraser Island Australien

Nach der Erfrischung im See laufen wir die halbe Stunde zurück zu den Jeeps und machen uns auf den Weg zum wunderschönen See Birrabeen mit seinem weißen Strand und blauem Wasser. Auf dem Weg dorthin bleiben die zwei Jepps, die von Leuten aus unserer Gruppe gefahren werden, mehrmals stecken. Einmal hat sich das Auto so fest gefahren, dass wir es mit Hilfe eines zweiten Autos heraus ziehen mussten, die anderen Male konnte Scot die Autos gottseidank von alleine azs dem tiefen Sand befreien. Als wir am See ankommen sind wir alle von dem Ausblick begeistert und freuen uns, dass wir zu diesem Zeitpunkt die einzigen am See sind.

See Birrabeen Fraser Island Australien
See Birrabeen Fraser Island Australien

Kurze Zeit spät geht es zum wohl bekanntesten See auf Fraser Island. Wir fahren zum See McKenzie, der vom Aussehen der größere Bruder vom Birrabeen See ist. Auch hier gibt es wunderschönen weißen weichen Sand und blaues Wasser, welches von grünen Wald umgeben ist. Zwar ist es hier etwas voller als beim See davor, die Aussicht ist aber wirklich super und ein letztes Bad darf natürlich auch nicht fehlen.

See McKenzie Fraser Island Australien
See McKenzie Fraser Island Australien
Vogel See McKenzie Fraser Island Australien

Etwas traurig das die Tour sich langsam dem Ende zuneigt, geht es anschließend mit dem Jeeps zurück zur Westküste der Insel, wo wir um fünf Uhr am Nachmittag wieder mit der Fähre zum Festland nach Harvey Bay fahren. Auf der letzten Strecke bleibt zum Glück keiner mehr in den sandigen Straßen stecken und wir erreichen pünktlich den Fähranleger. Die Überfahrt dauert wie auf dem Hinweg etwa eine Dreiviertelstunde und wir sehen währen der Überfahrt sogar noch einen schönen Sonnenuntergang. Wieder in Harvey Bay angekommen, bringen wir noch schnell zwei Leute aus der Gruppe zu einem nahegelegenen Hostel und fahren wie auch schon am Abend vor der Tour zum Pier am Wasser um zu Abend zu essen und am Blog zu arbeiten. Da wir von der Tour und dem frühen Aufstehen der letzten Tage doch etwas müde sind, gehen wir frühzeitig schlafen. 

09.09.2019 Können diese Farben echt sein ? (Tag 162)​​

Wir werden heute morgen ohne Wecker gegen halb acht wach und fahren zum Frühstücken wieder zum Pier in Harvey Bay, an dem wir die letzten Tage bereits öfter gesessen haben. Nach dem Frühstück fahren wir tanken und kaufen ein paar Lebensmittel ein. Anschließend machen wir uns auf den Weg Richtung Noosa, was ungefähr auf der Hälfte der Strecke zwischen Brisbane und Harvey Bay liegt.

Auf dem Weg dahin wollen wir gerne einen Zwischenstopp am Rainbow Beach einlegen, der ziemlich genau zwischen Noosa und Harvey Bay liegt. Wie bereits die letzten Tage sehen wir immer wieder Schilder, dass man im Straßenverlauf auf Kangeroos und Koalas aufpassen soll. Leider hatten wir bisher noch kein Glück eines davon zu entdecken, halten aber immer Ausschau. Wir kommen ganz gut voran und erreichen nach knapp zwei Stunden das kleine Städtchen, welches den gleichen Namen wie der Strand trägt.

Vom Parkplatz aus laufen wir einen Wanderweg zu einer Düne und sehen am Ende der Sanddüne woher der Strand seinen Namen hat. Die Steilküste besteht aus Sand und Steinen der in verschiedenen gelb, orange und roten Farben im Sonnenlicht leuchtet. Auch zur anderen Seite haben wir eine tolle Aussicht über die gesamte Bucht und sehen in der Ferne die Insel Fraser Island.

Rainbow Beach Australien
Düne Rainbow Beach Australien

Wir verweilen ein bisschen und genießen die schöne Aussicht über die Bucht und das Meer. Wir laufen zurück zum Camper und suchen uns in der Stadt direkt am Strand einen Picknickbank zum Kaffee trinken. Anschließend schnappen wir uns unsere Campingstühle, setzten uns an den Strand und genießen das sonnige und warme Wetter.

Rainbow Beach Australien

Gegen drei Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Zuerst fahren wir einen Großteil der Straße, die nach Rainbow Beach führt ins Landesinnere zurück. Für die kommende Nacht haben wir uns einen Campingplatz kurz vor der Stadt Noosa raus gesucht, damit wir am nächsten Tag schnell in der Stadt sind. Die Fahrt dorthin dauert etwa zwei Stunden und wir haben Glück noch einen Platz zu finden. Wir essen leckere Wraps zu Abend, schreiben danach den Blog für den Tag und schauen anschließend bis zum Schlafen gehen eine Serie.

10.09.2019 Hallo ? Ist hier ein Koala (Tag 163)

Am heutigen Tag wollen wir zum Noosa Nationalpark fahren, welcher südlich von Fraser Island liegt. Wir stehen auf, frühstücken und fahren anschließend Richtung Noosa. Die Fahrt dauert nur etwa eine halbe Stunde und wir beschließen über einen Nebeneingang in den Park zu gehen. Es gibt verschiedene Treks durch den Wald, am Strand entlang oder durch Eukalyptuswälder wo man eine ganz gute Chance haben soll Koalas zu sehen. Über den Alexandria Bay Walk laufen wir Richtung Küste und erreichen nach kurzer Zeit den Strand.

Noosa Nationalpark Australien
Strand Noosa Nationalpark Australien

Der Trek führt im weiteren Verlauf direkt vorbei an mehreren Viewpoints direkt an der Küste entlang. Auf dem Coastal Walk kommen wir vorbei an mehreren Buchten und am Dolphin Points, wo wir unendlich viele Surfer sehen. Richtig cool ist, dass auf einmal sogar eine Gruppe von fünf oder sechs Delfinen an der Wasseroberfläche auftaucht. Ähnlich schnell wie sie gekommen sind, sind sie aber auch wieder verschwunden.

Delfine Noosa Nationalpark Australien
Surfer Noosa Nationalpark Australien

Der Weg verläuft über die Tea Tree Bay und nach etwas über zwei Stunden erreichen wir die Day-use-area im Nordwesten des Parks wo wir eine kleine Pause einlegen und ein paar leckere Erdbeeren essen, die wir am Tag davor gekauft haben. Auf einmal kommt ein kleiner Waran vorbei, der sicherlich das Essen der Menschen am Strand wahrgenommen hat.

Wir sind im Park bereits an etlichen Schildern vorbei gekommen auf denen es heißt, dass man hier Koalas sehen kann. Da wir aber bisher damit noch kein Glück hatten hoffen wir, dass es beim Noosa Hill Trek, der zum Großteil durch einen Eukalyptuswald verläuft die Chance höher ist. Wir laufen durchgehend, nach oben in die Baumwipfel schauend bergauf und suchen gefühlt jede Astgabel und jeden Baum ab. Am heutigen Tag scheinen sich die Koalas und Wollabies aber woanders aufzuhalten und wir kommen nach einem richtig tollen Trek mit vielen schönen Aussichtspunkten nach etwa vier Stunden wieder bei unserem Camper Kenobi an. Kurz vor Ende des Parks sehen wir dann sogar noch eine große Python, welche sich tiefer in den Wald rein schlängelt.

Waran Noosa Nationalpark Australien
Phyton Noosa Nationalpark Australien

Anschließend fahren zum gefühlt unendlich langen Noosa Beach, trinken Kaffee und beobachten ein paar Surfer die auf die perfekte Welle warten. Anschließend machen wir uns auf den Weg Richtung Süden um zu einem Campingplatz zu fahren, auf dem wir bereits auf dem Weg nach Harvey Bay übernachtet hatten. Uns fällt auf einmal eine Rauchwolke am Himmel auf und kurze Zeit später ist die Straße, die wir nutzen wollten gesperrt. Wir erfahren, dass ein Buschfeuer ausgebrochen ist, etliche Straßen gesperrt sind und wir dadurch einen Umweg fahren müssen. Etwas verspätet erreichen wir dann aber noch in der Dämmerung den Campingplatz. Wir essen zu Abend, besprechen was wir uns im Verlauf unseres Roadtrips noch so ansehen möchten und schreiben kurz vor dem Schlafen gehen den Blog für den heutigen Tag.

11.09.2019 Wir erkunden Brisbane (Tag 164)​

Am heutigen Tag wollen wir uns die Stadt Brisbane angucken. Wir werden gegen sieben Uhr wach und sehen, dass am Ende der Rest Area an einem Baum ein Hund angeleint ist, der dort am Abend zuvor auch schon gewesen ist. Da allerdings Zelte in der Nähe sind, haben wir uns in der Dämmerung am Tag davor nichts weiter bei gedacht. Nun am morgen sehen wir aber, dass die Zelte nicht wirklich aufgebaut sind und es den Eindruck macht, dass der Hund hier schon länger festgemacht ist und sehnsüchtig auf seinen Besitzer wartet.

Da wir im Internet keine wirkliche Auskunft darüber finden wen man bei so einer Situation kontaktieren kann, fragen wir Josh den wir in Sumatra kennengelernt haben. Er wohnt in der Nähe der Stadt Gold Coast, ist Tierarzt und kann uns sicher helfen. Von ihm erhalten wir Kontaktdaten einer Hilfsorganisation, schicken dort eine Mail mit unserem Standort und was wir gesehen haben und rufen kurz danach an um den weiteren Ablauf zu besprechen. Die Dame am Telefon verspricht uns, dass jemand kommen wird, wir uns keine Sorgen machen müssen und nach Brisbane aufbrechen dürfen.

Wir fahren los und suchen uns im Norden von Brisbane an einem See einen Frühstücksplatz. Danach fahren wir kurz bei unserem Campervermieter vorbei, da ein eigentlich reparierter Steinschlag in der Frontscheibe wieder aufgebrochen ist. Zum Glück erhalten wir die Freigabe weiterzufahren und unser Übernahmeprotokoll wird ergänzt, damit wir bei der Abgabe in Melbourne keine Probleme bekommen. Anschließend geht es in die Innenstadt.

Wir legen einen kurzen Zwischenstopp an der Chinatownstraße ein, von der wir gedacht haben, dass sie etwas spannender ist und dort gefühlt nicht nur wenige Restaurants sind. Von hier aus geht es weiter zur St. Johns Kathedrale, die von außen wirkliche schön aussieht.

Chinatown Brisbane Australien
St. Johns Kathedrale Brisbane Australien

Von der Kathedrale fahren wir zum ältesten Gebäude des Bundesstaates Quensland. Die alte Windmühle bzw. Turmmühle aus dem Jahre 1820 steht Mitten in der Innenstadt neben dem Wickhampark und diente damals zur Weizen- und Maisverarbeitung. Da das Parken in Brisbane ziemlich teuer ist, beschließen wir lieber mit dem Camper durch die Innenstadt zu fahren und bei den schönen Gebäuden kurz anzuhalten. Wir kommen an einigen schönen Gebäuden im Barrokstil vorbei, die mittlerweile als Hotel oder Museen genutzt werden.

Windmühle (alteste Gebäude Quenslands) Brisbane Australien
Museum Brisbane Australien

Wir fahren über den Fluss Brisbane River, der quer durch die Stadt fließt und suchen uns auf der südlichen Seite einen Parkplatz nahe der Promenade. Wir schlendern am Flussufer entlang, an dem sich auch eine kostenlose Lagune befindet, die bei warmen Temperaturen zum schwimmen einlädt und erreichen kurze Zeit später die berühmten Buchstaben der Stadt Brisbane. Hier wollen wir natürlich mit der Schrift und der Skyline im Hintergrund ein tolles Foto haben.

Brisbane Schriftzug Australien
Lagune Southbanks Brisbane Australien
Southbanks Brisbane Australien
Riesenrad Brisbane Australien

Langsam geht es zurück zum Camper und wir fahren zum Coot-tha Berg im Südwesten von Brisbane, von dem man einen tollen Blick über die gesamte Stadt, sogar bis zur Küste hat. Erfreulicherweise kommt als wir oben angekommen noch einmal richtig die Sonne raus. Wir nutzen diesen tollen Spot für unsere heutige Kaffeepause, genießen etwas länger die schöne Aussicht und nutzen die Zeit um bei unseren Eltern zu Hause anzurufen und von den Erlebnissen der letzten Tage zu berichten. Anschließend machen wir uns auf zu einem Campingplatz südlich von Brisbane, den wir für die kommende Nacht nutzen wollen. Leider kommen wir auf dem Weg in den Feierabendverkehr und so erreichen wir unser Ziel erst kurz bevor es dunkel ist. Im trockenen Gras hinter uns raschelt es immer wieder und nach längerem beobachten, entdecken wir ein super süßes Bandicoot, welches auf Futtersuche ist.

Bandicoot Australien

Wir essen lecker zu Abend und spielen ein paar Runden Karten. Da es noch relativ mild ist, sitzen wir noch ein bisschen draußen und schauen immer wieder zum Sternenhimmel hoch bevor wir uns fertig machen und schlafen gehen.

12.09.2019 Buschfeuer wüten an der Osküste (Tag 165)​​

Eigentlich wollten wir heute gerne in den Springbrook und in den Lamington Nationalpark auf der Fahrt zur Stadt Gold Coast wandern gehen. Leider sehen wir, dass dort die Buschfeuer die wir bereits am Vortag im Internet gesehen haben immer noch nicht gelöscht sind und die beiden Parks vorübergehend auf unbestimmte Zeit komplett geschlossen sind. Doch nach etwas suchen finden wir den Tiangara Nationalpark, der auf dem Weg liegt und beschließen, dort spazieren zu gehen. Wir stehen auf, frühstücken und machen uns anschließend auf den Weg dorthin.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Parkplatz von dem ein Trek zu einem Wasserfall führt. Auf dem Rückweg hören wir die ganze Zeit einen Vogel schreien und freuen uns kurz danach tierisch als wir sehen, dass es sich bei den Schreihälsen um Kakadus handelt. Sie sind in den dichten Baumkronen zusammen mit den Loris, die ebenfalls immer wieder von Baum zu Baum fliegen.

Wasserfall Tiangarta Nationalpark Australien
Waran Tiangarta Nationalpark Australien
Kakadu Tiangarta Nationalpark Australien

Wir laufen zurück zum Camper und fahren zum nicht weit entfernten Curtis Falls Trek. Der Weg führt durch einen richtig schönen Wald der aus verschiedenen Palmen- und Nadelbäumen besteht und wir kommen immer wieder an ziemlich hohen Bäumen vorbei, an deren Ende sich die dicken Wurzeln quer über den Waldboden verteilen. Plötzlich raschelt es zwischen den Sträuchern und wir können es gar nicht glauben, dass wir unser erstes Wallabe in Australien sehen. Der Kleine ist wirklich super süß und wir beobachten ihn eine zeit lang wie er den Waldboden nach Futter durchsucht. Kurze Zeit später sehen wir auch noch einen großen Leguan.

Tiangara Nationalpark Australien
Legoan Tiangara Nationalpark Australien

Wir genießen das Laufen in diesem Wald wirklich sehr und suchen sobald wir es rascheln hören immer wieder nach weiteren Tieren. Nach etwa einer Stunde sind wir wieder zurück beim unserem Camper Kenobi und machen uns auf den Weg in die Stadt Gold Coast, die direkt an der Küste liegt. Als wir den Stadtrand erreichen fällt uns auf, dass die Stadt gesäumt von Hochhäusern ist und in der Straße am Strand gefühlt ein Hotel neben dem anderen steht. Glücklicherweise finden wir auf der Halbinsel auf dem auch Sea World liegt einen Park direkt am Wasser für unsere Kaffeepause am Nachmittag.

Stadt Gold Coast Australien

Danach fahren wir über die Straße am Strand Richtung Süden und laufen durch den Burleigh Head Nationalpark wo wir einen Lockout finden, von dem wir über die Stadt und zur anderen Seite über die Bucht in Richtung Coolangatta schauen können.

Skyline Stadt Gold Coast Australien

Wieder am Parkplatz angekommen, fahren wir zu einer Restarea südlich von Gold Coast. Wir essen zu Abend und sitzen noch ein bisschen bis zum Schlafen gehen draußen.

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