24.04.2019 Die Treppe zum Himmelstor (Tag 24)

Der Wecker klingelt. Es ist 5:15 Uhr morgens. Die Augen wollen noch nicht so richtig auf gehen, doch wir müssen uns fertig machen um vor den Massen am Ticketschalter zu sein.

Pünktlich um kurz nach halb 7 stehen wir dann am Ticketschalter zum Tianmen Mountain. Wir haben Glück und es ist ziemlich leer. Wir müssen nicht lange warten, bis wir unsere Eintrittskarten für den Park in den Händen halten (259 Yuan, ca. 34,55 € p.P. inkl. Seilbahn und Busshuttle).

Es gibt drei verschiedene Ticketvarianten, die alle gleichviel kosten.

Variante A: Eintritt in den Park, Fahrt mit der Seilbahn nach oben, Fahrt mit dem Busshuttle vom Heaven´s Gate zur Talstation.

Variante B: Eintritt in den Park, Fahrt mit dem Busshuttle zum Heaven´s Gate, Fahrt mit der Seilbahn zur Talstation.

Variante C: Eintritt in den Park, Fahrt mit dem Busshuttle zum Heaven´s Gate und von dort Fahrt mit dem Busshuttle zurück zur Talstation.

Wir haben uns für Variante A entschieden. Wir gehen zur Seilbahn und steigen in die Gondel. Die Seilbahn ist mit ihren 7455 Metern die längste Einseilseilbahn der Welt. Die gesamte Fahrt dauert 30 Minuten. Wir fahren zunächst über ein Teil der Stadt Zhangjiajie um anschließend die Sicht über verschiedene Felder zu genießen. Mit der Zeit nimmt die Steigung immer mehr zu und wir fahren an und über verschiedene Teile der Bergkette. Wir können sehen, wie die Sonne langsam hinter den Berggipfeln aufgeht.

Yellow Mountains Zhangjiajie China
Yellow Mountains Zhangjiajie China

Oben angekommen suchen wir uns erst mal eine Karte um uns zu orientieren. Wir entscheiden uns, am Berg entgegen den Uhrzeigersinn zu laufen und beginnen mit der West Line Route, welche mit dem Cliffside Path Weg beginnt. Dieser Wanderweg ist an der Bergwand gebaut und bietet uns eine schöne Aussicht ins Tal. Da wir in den letzten Wochen bereits auf einigen Bergen gewesen sind haben wir mit der Höhe keine Schwierigkeiten mehr. Wir haben Glück, dass an diesem Morgen nur wenige Wolken am Himmel sind und die Sonne den Frühnebel immer mehr vertreibt.

Yellow Mountains Zhangjiajie China

Wir laufen auf dem Wanderweg weiter bis zum Western Glas Bottom Cliffside Path. Auf diesen Teil des Weges haben wir uns ganz besonders gefreut. Auf diesem Teil des Weges besteht der Boden und das Geländer komplett aus Glas und bietet eine grandiose Aussicht. Auf den Videos, die wir uns vor der Reise angeschaut haben konnte man den Nervenkitzel bereits spüren. Für Besucher, die nicht auf den Glasbodenweg möchten gibt es einen separaten Weg.

Das Zusatzticket für diesen Weg kostet 5 Yuan, ca. 0,70 € pro Person. Hinter dem Ticketschalter erhalten wir unsere Schuhüberzieher. Diese sehen genauso wie bei der Glasbrücke in Wulingyuan aus. Adriano hat große Schwierigkeiten für seine Schuhe einigermaßen passende Überzieher in der Box zu finden. Wir werden letztendlich doch fündig und laufen los. Nach einigen Metern endet der Holzweg und wir sehen die erste Glasscheibe.

Adriano läuft einfach los und bei Carina entsteht immer mehr ein leicht panischer Blick. Als Adriano bereits auf der vierten Scheibe angekommen ist, nimmt Carina all ihren Mut zusammen und geht auch los. Den Worten „Ohh Gott, Ohh Gott, …“ folgt ein Grinsen über beide Ohren und jeder Schritt wird immer einfacher. Wir gewöhnen uns ziemlich schnell an den ca. 1400 Meter tiefen Blick nach unten und machen schöne Fotos und Videos.

Skywalk Yellow Mountains Zhangjiajie China
Skywalk Yellow Mountains Zhangjiajie China

Glücklicherweise sind an diesem Morgen noch nicht viele Besucher in diesem Bereich angekommen und da es kein Zeitlimit gibt bleiben wir ca. eine dreiviertel Stunde dort. Wir haben auf jeden Fall ein wenig den Nervenkitzel gespürt, den wir erwartet haben.

Nach dem Glasbodenweg verläuft der Route weiter an der Klippe entlang. Es geht an einer Höhle vorbei über eine Hängebrücke, bei der man durch die einzelnen Holzlatten am Boden schauen kann.

Kurz vor der Brücke legen wir eine kurze Pause ein, da über die Bergspitze eine Nebelwand aufzieht und wir die Brücke immer weniger sehen können. Wir denken, dass es besser ist ein wenig ab zu warten, bis sich die Sonne wieder mehr durchsetzt. Wir warten ca. eine halbe Stunde und laufen dann weiter zur Brücke. Die Sonne hat die Wolken vertrieben und die Sicht ist wieder besser.

Yellow Mountains Zhangjiajie China

Langsam kommen wir zum Ende der West Line Route. Hier befindet sich der Tianmen Mountain Tempel. Bei diesem Tempel handelt es sich um einen buddhistischen chinesischen Tempel. Wir schauen uns die gesamte Tempelanlage an und machen Fotos.

Tempel Mountains Zhangjiajie China

Anschließend laufen wir weiter zum Beginn der East Line Route. Die Sonne scheint uns ins Gesicht, allerdings können wir auf dieser Seite leider nicht bis ins Tal schauen. Es macht den Eindruck, dass sich die Wolken und der Nebel zwischen dem Tal und dem Berggipfel festgesetzt haben. Wir laufen die East Line weiter und können nur hin und wieder etwas vom Tal sehen, bis wenige Minuten später wieder alles weiß ist. Kurz bevor wir den zweiten Glasbodenweg erreichen legen wir unsere Mittagspause ein. Hier auf der Ostseite sind viele Bäume über den Weg gewachsen und wir sind gespannt, wann einer von den chinesischen Touristen die gefühlt durchgehend in ihre Handys schauen (statt die Natur zu genießen), gegen einen Baum laufen. Wir müssen tatsächlich nicht lange warten, bis eine Frau die im Handy tippt mit ihrer Schulter und dem Kopf an einem Baum hängen bleibt und aufschreit. Erschrocken drehen sich die anderen Touristen um und der ein oder andere scheint sein Handy tatsächlich auch erst einmal in die Hosentasche zu stecken 😀 . Nach der Pause laufen wir langsam zum Eingang des Glasweges um zu schauen, wie die Sicht mittlerweile ist. Gefühlt sehen wir nahezu nichts vom Tal und beschließen, dass wir über diesen zweiten Glasweg nicht laufen. Wir erfreuen uns lieber an dem tollen Erlebnis von heute Morgen. Wir gehen weiter, vorbei an verschiedenen Aussichtspunkten und an den zweit höchsten Punkt des Berges, an dem sich auch die Absprungplattform der Skydiver befindet.

Wir laufen langsam weiter bis zum Ende der East Line und stellen fest, dass wir bis auf den Pavillon, der sich auf dem höchsten Punkt des Tianmen Mountains befindet alle Wege abgelaufen sind. Da es noch früh ist und wir uns noch fit fühlen, laufen wir den allerletzten Weg zum Pavillon. Oben angekommen, sehen wir die verschiedenen Aussichtspunkte an denen wir im Verlauf unserer Route heute vorbei gekommen sind. Wir machen noch ein paar schöne Fotos und laufen wieder nach unten.

Yellow Mountains Zhangjiajie China

Die Sicht ist wieder etwas besser geworden und wir können nun das Heaven‘s Gate sehen. Auch hier machen wir noch ein paar schöne Fotos und Videos.

Heaven‘s Gate Yellow Mountains Zhangjiajie China

Wir laufen zum Eingang der Rolltreppen, die uns vom Gipfel des Berges runter zum Heaven‘s Gate bringen. Über gefühlt unendlich viele Rolltreppen (897 Meter Länge) fahren wir bis zum Heaven‘s Gate. Dort angekommen sehen wir die aus 999 Stufen bestehende Treppe, die bis zum Parkplatz des Busshuttles führt.

Wir laufen die Treppe nach unten und müssen bei den teilweise sehr schmalen und steilen Stufen wirklich aufpassen, dass wir nicht stolpern. An uns kommen ausnahmslos schnaufende Menschen vorbei. Die Treppe ist wirklich schon ziemlich steil und auf den Weg nach oben sicherlich eine ordentliche Herausforderung. Unten angekommen sehen wir endlich das Heaven‘s Gate mit der langen Treppe und machen schöne Fotos.

Heaven‘s Gate Yellow Mountains Zhangjiajie China
Heaven‘s Gate Yellow Mountains Zhangjiajie China

Mit dem Busshuttle geht es in ca. 45 Minuten wieder zurück zur Talstation der Seilbahn. Da es uns so gut geschmeckt hat, gehen wir bei dem gleichen Imbiss wie am Vorabend essen. Anschließend geht es gut gesättigt nach einem wunderschönen Tag zurück ins Hotel.

Yellow Mountains Zhangjiajie China
Essen Zhangjiajie China

25.04.2019 Tropische Hitze (Tag 25)

Heute geht es nach Shanghai. Da wir am heutigen Tag nichts geplant haben und unser Flug erst am Abend geht schlafen wir heute aus. Ausschlafen heißt mittlerweile leider fast immer, dass wir um kurz nach acht aufwachen. Wir bleiben noch etwas im Bett liegen und frühstücken Müsli mit Obst. Anschließend machen uns fertig, packen unsere Rucksäcke und checken aus. Da wir den Tag noch in der Stadt verbringen, können wir die Rucksäcke im Hotel unterstellen.

Wir gehen aus dem Hotel raus und uns erschlägt die drückende Hitze. Heute wird es über 30 Grad warm. Wir laufen los und gehen über den Fluss in Richtung dem Altstadtkern Dayong. Wir schlendern durch die Straßen und entdecken durch Zufall eine Marktstraße. Da wir immer gerne durch die einheimischen Märkte schlendern und das Treiben beobachten ist uns klar, dass wir das auch hier machen werden.

Markt Zhangjiajie China.JPG
Markt Zhangjiajie China

Wir gehen vorbei an Obst- und Gemüseständen, an Garküchen und Tischen voller köstlich aussehenden Süßspeisen. Anschließend biegen wir in die Abteilung ab, wo es frischen Fisch und Fleisch gibt. Vom Filet, über Knochen bis hin zu Hufen, Innereien und Zunge wird alles verkauft. Wir schlendern den Markt weiter und als wir irgendwann am Ende angekommen sind, laufen wir über einen kleinen Abstecher im Supermarkt, in dem wir uns Proviant für den Tag besorgen, zu einem in der Nähe liegenden Park. Über etliche Stufen kommen wir oben am höchsten Punkt des Parks an, wo wir uns eine schattige Bank suchen.

Nachdem wir uns mit einem leckeren Snack gestärkt haben, arbeiten wir etwas am Laptop, schneiden ein paar Videos und sortieren Bilder. Nach ein paar Stunden im Park überlegen wir uns, mit dem Bus zu einem weiteren Park in der Stadt zu fahren, da die Bilder im Internet sehr schick aussehen und suchen uns eine Busverbindung heraus.

Wir warten ca. 35 bis 40 Minuten auf den Bus, doch dieser kommt einfach nicht. Daher entschließen wir uns, ans Flussufer zu gehen und Karten zu spielen. Als es dunkel geworden ist, fangen wie so häufig in China die umliegenden Gebäude und Brücken an zu leuchten.

Wir gehen vorbei an Obst- und Gemüseständen, an Garküchen und Tischen voller köstlich aussehenden Süßspeisen. Anschließend biegen wir in die Abteilung ab, wo es frischen Fisch und Fleisch gibt. Vom Filet, über Knochen bis hin zu Hufen, Innereien und Zunge wird alles verkauft. Wir schlendern den Markt weiter und als wir irgendwann am Ende angekommen sind, laufen wir über einen kleinen Abstecher im Supermarkt, in dem wir uns Proviant für den Tag besorgen, zu einem in der Nähe liegenden Park. Über etliche Stufen kommen wir oben am höchsten Punkt des Parks an, wo wir uns eine schattige Bank suchen.

Auf den Weg nach unten gönnen wir uns noch einen leckeren Kaffe 🙂

Kaffee China

Wir warten ca. 35 bis 40 Minuten auf den Bus, doch dieser kommt einfach nicht. Daher entschließen wir uns, ans Flussufer zu gehen und Karten zu spielen. Als es dunkel geworden ist, fangen wie so häufig in China die umliegenden Gebäude und Brücken an zu leuchten.

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